Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Política - Otros temas de política internacional

Diskussion der These "Schwach verwirklichte Menschenrechte sind besser als gar nicht verwirklichte Menschenrechte"

Título: Diskussion der These "Schwach verwirklichte Menschenrechte sind besser als gar nicht verwirklichte Menschenrechte"

Trabajo Escrito , 2018 , 17 Páginas , Calificación: 2,7

Autor:in: Jacqueline Ehlert (Autor)

Política - Otros temas de política internacional
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die Welt ist voller unterschiedlicher Kulturen, Länder und Menschen. Die Menschenrechte, wie sie Ende des Jahres 1948 von den Vereinten Nationen bekannt gegeben wurden, sind im 20. Jahrhundert weltweit zu einem zentralen Bezugspunkt politischen Handelns geworden. Wenn es in den westlichen Demokratien um politische Partizipation, soziale Gerechtigkeit und kulturelle Identität geht, beruht man sich seit langem auf die Idee der Menschenrechte. Es lässt sich heute somit feststellen, dass Menschenrechte seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem global wirksamen, normativen Maßstab der Menschheit geworden sind.

Doch in vielen Teilen der Welt müssen Menschen um die Verwirklichung ihrer grundlegenden Rechte noch kämpfen bzw. wissen sie nicht einmal, dass sie diese haben. Viele Staaten sehen in den Menschenrechten ein Produkt der „westlichen Ordnung“, der sie sich nicht unterordnen wollen. Trotz, dass sie weiterhin in manchen Staaten zu manchen Zeiten missachtet und verletzt werden, sind fast alle Menschen und Staaten bereit, die Menschenrechte faktisch als gemeinsamen moralischen Standard zu akzeptieren. Teilweise stellt dies aber auch nur ein Lippenbekenntnis dar, sodass Völkermorde, Folter, Gräueltaten und andere Formen staatlicher Willkür auch weiterhin existent sind. Menschenrechtsverletzungen und die Missachtung der Menschenwürde werden von einer Vielzahl internationaler Organisationen angeprangert, ziehen eine hohe mediale Aufmerksamkeit auf sich und sind durch die internationale Staatengemeinschaft rechtlich und politisch sanktionierbar.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitende Gedanken

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Was sind Menschenrechte?

2.2 Entwicklung nach dem zweiten Weltkrieg

2.3 Heutiger Stand – internationaler Rahmen

3 Verrechtlichung der Menschenrechte

4 Diskussion der These – Schwach verwirklichte Menschenrechte sind besser als gar nicht verwirklichte Menschenrechte

4.1 Pro Argumente

4.2 Contra Argumente

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die These, ob schwach verwirklichte Menschenrechte einen höheren Wert darstellen als ihre gänzliche Nichtverwirklichung. Dabei wird analysiert, inwiefern die Verrechtlichung von Normen trotz Defiziten in der Umsetzung einen notwendigen Prozess für gesellschaftlichen und staatlichen Wandel darstellt.

  • Theoretische Grundlagen und Definitionen der Menschenrechte
  • Historische Entwicklung des internationalen Menschenrechtsschutzes
  • Der Prozess der Verrechtlichung als Voraussetzung für globale Standards
  • Diskurs über Pro- und Contra-Argumente zur Wirksamkeit schwach umgesetzter Rechte
  • Fallbeispiel: Frauenrechte in Saudi-Arabien

Auszug aus dem Buch

4.1 Pro Argumente

Um die aufgeführte These zu befürworten, ist es zunächst hilfreich, sich den Sinn von Menschenrechten vor Augen zu halten. Menschenrechte erfüllen eine wesentliche moralische, rechtliche und politische Funktion, die andere, strittigere moralische Ansprüche nicht erfüllen können. Sie sind eine aus historischen Erfahrungen hervorgegangene, mit dem Ziel der Konfliktvermeidung, auf hohem Niveau entwickelte Konzeption einer weltweit akzeptierbaren Moral und zugleich auch politisches Instrument. Daraus speist sich die allgemeine Akzeptanz der Menschenrechte, die nachfolgend in formaler, in inhaltlicher und besonders in begründungstheoretischer Hinsicht beschrieben wird (vgl. Gosepath 2005: 26).

Der inhaltliche Aspekt sieht vor, dass Menschenrechte ihrem Inhalt nach besonders grundlegende Dimensionen des Menschseins schützen, in denen der Mensch verletzlich ist. Mit Menschenrechten sollen einzelne Menschen demnach in ihren grundsätzlichen Belangen geschützt werden. Dabei gründet sich der Schutz, den Menschenrechte gewähren (sollen), auf die schlichte Evidenz menschlicher Verletzlichkeit. Der formale Aspekt beinhaltet, dass Menschenrechte darüber hinaus auf eine besondere Weise moralisch-politische Rechte darstellen. Als moralische Rechte gelten Menschenrechte auch unabhängig von ihrer faktischen Anerkennung und Befolgung. Werden sie als moralische Verpflichtung anerkannt, dann gelten sie vor aller positiven Rechtssetzung. Außerdem haben Menschenrechte eine Komponente eingebaut, die jedermann moralisch verpflichtet, sie auch rechtlich zu konkretisieren und zu institutionalisieren. Zu guter Letzt sieht der begründungstheoretische Aspekt vor, dass die faktische Anerkennung der Menschenrechte als spezielle moralische Rechte auf einem globalen, minimalen und übergreifenden Konsens unterschiedlicher Moralauffassungen basiert. Dass sich die Vertreter dieser verschiedenen Moralkonzepte auf einige grundlegenden Menschenrechte einigen können und faktisch auch geeinigt haben, macht den enormen politischen Vorteil der Menschenrechte aus (vgl. Gosepath 2005: 22ff). Wichtig dabei ist, dass die Einigung nicht als bloßer Kompromiss verstanden werden darf, sondern als Konsens.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitende Gedanken: Einführung in die Relevanz der Menschenrechte als globaler Maßstab und Vorstellung der zentralen These dieser Arbeit.

2 Theoretische Grundlagen: Erläuterung der Definition von Menschenrechten sowie deren historischer Entwicklung und des heutigen internationalen Rahmens.

3 Verrechtlichung der Menschenrechte: Untersuchung der Bedeutung der rechtlichen Bindung als Voraussetzung für die praktische Durchsetzung und den Schutz von Menschenrechten.

4 Diskussion der These – Schwach verwirklichte Menschenrechte sind besser als gar nicht verwirklichte Menschenrechte: Auseinandersetzung mit den Vor- und Nachteilen der These unter Einbeziehung von Argumenten und einem Fallbeispiel.

5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der These und Bestätigung, dass selbst eine schwache Verwirklichung als notwendige Basis für zukünftigen Wandel dient.

Schlüsselwörter

Menschenrechte, Verrechtlichung, Internationale Beziehungen, Vereinte Nationen, AEMR, Menschenrechtsschutz, Universalität, Moralauffassung, Menschenrechtskommission, NGO, Frauenrechte, Saudi-Arabien, Zivilpakt, Sozialpakt, Normenbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit diskutiert die kontroverse These, ob eine nur schwache Umsetzung von Menschenrechten dennoch einen Fortschritt gegenüber deren vollständiger Abwesenheit darstellt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die Universalität der Menschenrechte, deren internationale Verrechtlichung sowie die Spannungsfelder zwischen globalem Anspruch und kultureller Realität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu begründen, dass selbst unzureichend verwirklichte Menschenrechte als notwendige Grundlage für gesellschaftlichen Wandel und internationale Einflussnahme dienen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse von Fachliteratur sowie einer diskursiven Prüfung der These anhand wissenschaftlicher Argumente und eines praktischen Fallbeispiels.

Was umfasst der inhaltliche Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Menschenrechtsbegriffs, die Analyse der Verrechtlichungsinstrumente der UN und die abwägende Diskussion der These durch Pro- und Contra-Argumente.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Universalität, Verrechtlichung, Menschenrechtsschutz und die Rolle von Institutionen wie der UN und verschiedenen Nichtregierungsorganisationen.

Inwiefern spielt das Fallbeispiel Saudi-Arabien eine Rolle für die Argumentation?

Saudi-Arabien dient als Beispiel für ein Land mit schwacher Verwirklichung, in dem dennoch durch sukzessive Reformen, wie die Aufhebung des Fahrverbots, eine positive Entwicklung des Frauenbildes erkennbar wird.

Welche Kritikpunkte führen Gegner der universalen Menschenrechte an?

Kritiker argumentieren, dass die Menschenrechte primär westlich geprägt seien und kulturelle oder religiöse Besonderheiten, wie sie etwa in der Scharia verankert sind, unzureichend berücksichtigen.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Diskussion der These "Schwach verwirklichte Menschenrechte sind besser als gar nicht verwirklichte Menschenrechte"
Universidad
Leuphana Universität Lüneburg
Calificación
2,7
Autor
Jacqueline Ehlert (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
17
No. de catálogo
V442104
ISBN (Ebook)
9783668809178
ISBN (Libro)
9783668809185
Idioma
Alemán
Etiqueta
diskussion these schwach menschenrechte
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jacqueline Ehlert (Autor), 2018, Diskussion der These "Schwach verwirklichte Menschenrechte sind besser als gar nicht verwirklichte Menschenrechte", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/442104
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  17  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint