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Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen im internationalen Vergleich zwischen Deutschland und Dänemark

Titel: Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen im internationalen Vergleich zwischen Deutschland und Dänemark

Hausarbeit , 2018 , 21 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Jacqueline Ehlert (Autor:in)

VWL - Fallstudien, Länderstudien
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Guckt man sich die europäischen Länder genauer an - insbesondere Dänemark – so fällt auf, dass in Bezug auf die Arbeitsmarktpolitik, Dänemark als eines der vorbildlichen Länder in Europa gilt. Es scheint den Dänen schon frühzeitig gelungen zu sein, ihren ausgebauten Wohlfahrtsstaat zu erhalten, Arbeitslosigkeit abzubauen und gleichzeitig ein hohes Wirtschaftswachstum und niedrige Inflationsraten zu bewirken. Die Frage der Zukunfts- und Handlungsfähigkeit der Arbeitsmarktpolitik sowie der Finanzierbarkeit der Wohlfahrtsstaaten wurden politisch und wissenschaftlich mehrfach diskutiert. Deutschland befand sich lange Zeit in einer Krise bzgl. der Arbeitslosenzahlen und zudem war die Haushaltslage bis aufs Äußerste angespannt. Dänemark war Anfang der 90er Jahre in einer ähnlichen Situation wie Deutschland und hat durch ein umfassendes Reformprogramm sowohl die Beschäftigungs- als auch die Haushaltssituation in beachtenswerten Maßen verbessert und eine aktivierende Arbeitsmarktpolitik eingeführt. Aktivierung und Flexicurity gelten daher als die Schlüssel zum dänischen Beschäftigungswunder. Flexicurity beschreibt dabei die Praxis, hohe Flexibilität im Arbeitsmarkt mit umfassenden sozialen Sicherungssystemen zu vereinbaren. Im Gegensatz zur Aktivierung beschriebt Flexicurity in Dänemark keine bewusste Politikstrategie, sondern „[…] the historically etablished acknowledgement that labour market policy has both economic and welfare-political goals, and that a trade-off between the two ist not obligatory.“ . Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, um den Arbeitsmarkt zu stärken ist ein fundamentaler Bereich, der sich gut in einem internationalen Vergleich darstellen lässt. Zudem gibt es zwischen den Wohlfahrtsstaaten Dänemark und Deutschland erhebliche Unterschiede im Vergleich von früher zu heute. Aus diesem Grund wird sich in dieser Arbeit mit einem internationalen Vergleich der Wohlfahrtsstaaten Dänemark und Deutschland in Bezug auf die arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen beschäftigt. Zuerst folgen Grundlagen, in denen die aktive und passive Arbeitsmarktpolitik näher erläutert werden. Darauf aufbauend findet dann eine intensive Auseinandersetzung mit der Arbeitsmarktpolitik in Bezug auf die arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in Dänemark und Deutschland statt. Daran anschließend folgt eine zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse und ein möglicher Ausblick.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitende Gedanken

2 Grundlagen

2.1 Aktive Arbeitsmarktpolitik

2.2 Passive Arbeitsmarktpolitik

3 Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen

3.1 Arbeitsmarktpolitik in Dänemark

3.1.1 Ein grober Überblick

3.1.2 Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen in Dänemark

3.1.3 Aktivierungsmaßnahmen für Arbeitslose

3.2 Arbeitsmarktpolitik in Deutschland

3.2.1 Überblick in Deutschland – der deutsche Arbeitsmarkt

3.2.2 Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen in Deutschland

4 Zusammenfassende Darstellung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen internationalen Vergleich zwischen den Wohlfahrtsstaaten Deutschland und Dänemark im Hinblick auf ihre jeweiligen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen zu ziehen, um Erfolgsfaktoren und Unterschiede in den jeweiligen Systemen herauszuarbeiten.

  • Analyse der aktiven und passiven Arbeitsmarktpolitik als theoretisches Fundament.
  • Untersuchung des dänischen "Flexicurity"-Modells und dessen Erfolgskriterien.
  • Bewertung der arbeitsmarktpolitischen Reformen in Deutschland, insbesondere im Kontext der Hartz-Reformen.
  • Gegenüberstellung von Leistungsbezug, Aktivierungsstrategien und Beschäftigungspolitik.
  • Diskussion der Übertragbarkeit von Reformansätzen zwischen den Wohlfahrtsstaaten.

Auszug aus dem Buch

3.1.1.1 Das goldene Dreieck

Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik in Dänemark verhalten sich komplementär und lassen sich in Form des „goldenen Dreiecks“ gut darstellen. Dieses System wird gerne mit der Wortschöpfung „Flexicurity“ bezeichnet – sie soll eine Kombination aus Flexibilität im Arbeitsmarkt bei gleichzeitigem hohem Grad an sozialer Sicherheit bezeichnen (vgl. Bogedan 2009: 269).

In Dänemark gilt der Arbeitsmarkt als einer der flexibelsten unter den OECD-Ländern (vgl. Braun 2003: 93). Die Begründung dieser liberalen Arbeitsvorschrift liegt in der Tatsache, dass die dänische Wirtschaft von Klein- und mittelständischen Unternehmen geprägt ist, die die Flexibilität als überlebensnotwendig betrachtet (vgl. Emmerich und Werner 2001: 7f). Flexibilität im Arbeitsmarkt hat viele Gesichter und reicht von der Dauer der Arbeitszeit, der Anpassungsfähigkeit von Qualifikationen und Arbeitsprofilen bis zur Frage sozialrechtlicher Absicherung. Der Sozialstaat in Dänemark hat aufgrund der universellen Ausrichtung kein spezifisches Arbeitsmodell unterstützt, dort wurde vielmehr - wie auch bei der Arbeitslosenversicherung - die Regulierung des Arbeitsmarktes größtenteils den Sozialpartnern überlassen. Zahlreiche Regelungen wie z.B. zum sozialen Schutz, vor allem auch des Kündigungsschutzes werden über Tarifverträge geregelt. In Dänemark sind die Kündigungsschutzregelungen für Beschäftigte im internationalen Vergleich sehr schwach ausgebaut.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitende Gedanken: Einführung in die Thematik des internationalen Vergleichs der Arbeitsmarktpolitik zwischen Dänemark und Deutschland unter besonderer Berücksichtigung des Wohlfahrtsstaatskonzepts.

2 Grundlagen: Definition und Abgrenzung von aktiver und passiver Arbeitsmarktpolitik als wissenschaftliche Basis für die Analyse.

3 Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen: Detaillierte Untersuchung der dänischen Flexicurity-Strategien und der deutschen Arbeitsmarktinstrumente, einschließlich der jeweiligen Reformhistorie.

4 Zusammenfassende Darstellung und Ausblick: Synthese der Ergebnisse mit einer kritischen Reflexion über die Kompatibilität liberaler Ansätze mit verschiedenen Wohlfahrtssystemen.

Schlüsselwörter

Arbeitsmarktpolitik, Dänemark, Deutschland, Flexicurity, Wohlfahrtsstaat, Arbeitslosigkeit, Aktivierung, Sozialpolitik, Hartz-Reformen, Arbeitsvermittlung, Sozialgesetzbuch, Arbeitslosenversicherung, Beschäftigungspolitik, Arbeitsmarktreformen, Paradigmenwechsel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die arbeitsmarktpolitischen Ansätze und Maßnahmen der Wohlfahrtsstaaten Deutschland und Dänemark, um deren Wirksamkeit bei der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit zu analysieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die aktive und passive Arbeitsmarktpolitik, das dänische Flexicurity-Modell, deutsche Reformen wie SGB II und III sowie die Rolle der Sozialpartner.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie unterschiedliche Wohlfahrtsmodelle durch arbeitsmarktpolitische Instrumente auf die Herausforderung der Arbeitslosigkeit reagieren und welche Lehren daraus gezogen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und den systematischen Vergleich von arbeitsmarktpolitischen Konzepten, Reformprogrammen und institutionellen Rahmenbedingungen beider Länder.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der dänischen Arbeitsmarktpolitik inklusive der Aktivierungsinstrumente sowie einer Untersuchung der deutschen Arbeitsmarktpolitik und ihrer drei Säulen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Flexicurity, Aktivierung, Wohlfahrtsstaat, Arbeitsmarktreformen und Arbeitslosenquote geprägt.

Was genau beschreibt das "goldene Dreieck" im dänischen Modell?

Das goldene Dreieck beschreibt das Zusammenspiel von hoher Arbeitsmarktflexibilität, großzügiger sozialer Sicherung und aktiven Arbeitsmarktmaßnahmen zur Aktivierung der Erwerbslosen.

Warum ist eine 1:1 Übertragung des dänischen Modells auf Deutschland laut Autorin schwierig?

Aufgrund gravierender Unterschiede in Größe, historischem Kontext, Systemen der Arbeitslosenversicherung und föderalen Strukturen in Deutschland hält die Autorin eine direkte Kopie des Modells für nicht realisierbar.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen im internationalen Vergleich zwischen Deutschland und Dänemark
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg
Note
2,3
Autor
Jacqueline Ehlert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
21
Katalognummer
V442107
ISBN (eBook)
9783668803534
ISBN (Buch)
9783668803541
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Deutschland Dänemark Wirtschaft Arbeit Politik Reform Sicherung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jacqueline Ehlert (Autor:in), 2018, Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen im internationalen Vergleich zwischen Deutschland und Dänemark, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/442107
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Leseprobe aus  21  Seiten
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