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Welche Rolle spielten Ängste in der Entstehung des Kalten Krieges und waren sie berechtigt?

Title: Welche Rolle spielten Ängste in der Entstehung des Kalten Krieges und waren sie berechtigt?

Term Paper (Advanced seminar) , 2014 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Konstantin Blaß (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War
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Angst ist eine Emotion, die alle Menschen kennen. Sie ist unangenehm und führt zu ungewollten Handlungen. Der Mensch versucht Angst zu vermeiden und sucht daher Schutz jeglicher Art. Ein Student, der Angst hat durch eine Klausur zu fallen, lernt. Ein Kind, das Angst vor einer Spritze hat, sucht Schutz bei seiner Mutter. Die vorliegende Arbeit untersucht weder die Anthropologie des Menschen noch handelt sie von der Verhaltensforschung, sondern beschäftigt sich mit der Entstehung des Kalten Krieges. Mit der Fragestellung „Welche Rolle spielten Ängste in der Entstehung des Kalten Krieges und waren sie berechtigt?“ soll der Kalte Krieg anders als in der traditionellen Geschichtsschreibung untersucht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. ANGST

3. DER KALTE KRIEG

3.1 WAHRNEHMUNGEN UND INTERPRETATIONEN DER USA

3.2 DIE WAHRNEHMUNGEN UND INTERPRETATIONEN DER UDSSR

3.3 BERECHTIGUNG DER ÄNGSTE

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung des Kalten Krieges unter der zentralen Fragestellung, welche Rolle Ängste in diesem Prozess spielten und ob diese Ängste retrospektiv als berechtigt eingestuft werden können, wobei sie sich von der traditionellen Geschichtsschreibung distanziert.

  • Die psychologische Dimension und die Rolle von Angst als Handlungsfaktor in der internationalen Politik.
  • Die spezifischen Wahrnehmungen und Interpretationen der USA bezüglich der sowjetischen Absichten.
  • Die sowjetische Perspektive auf die Handlungen der Westmächte und deren Sicherheitsbedürfnisse.
  • Die kritische Überprüfung der Berechtigung dieser Ängste anhand historischer Fakten und Quellen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Wahrnehmungen und Interpretationen der USA

Die Ängste und Sorgen der USA sind leicht zusammengefasst. Der interessantere Punkt ist, wie es zu diesen Ängsten kommen konnte. Um das zu verstehen, muss zuerst die Selbstwahrnehmung der USA nachvollzogen werden, gleichermaßen diejenige der UdSSR . Über die Selbstwahrnehmung der USA gibt es viel Literatur, daher wird sie hier nur kurz umrissen.

Die USA sind eine sehr junge Nation, im Gegensatz zu den meisten europäischen Ländern. Lange Zeit führten die USA eine Politik der Isolation. 1823 erschien die Monroe-Doktrin, benannt nach dem damaligen Präsidenten der USA. Sie war eine Kampfansage gegen alle monarchischen Regierungen, die versuchen würden gegen die USA Krieg zu führen. Die USA sahen und sehen sich immer noch als Fundament der Demokratie. Die Demokratie wird als idealistisches Prinzip verstanden. Der französische Philosoph und Politiker Alexis de Tocqueville sah schon im 19. Jahrhundert einen Konflikt zwischen den USA und dem aufstrebenden Russland aufkeimen. Der Konflikt basiere auf der amerikanischen demokratischen Ideologie, die der monarchistischen unvereinbar gegenüber stünde. Karl Popper, ein österreichisch-britischer Philosoph, beschreibt die Demokratie als das beste Staatssystem:

„Hingegen ist mit der Annahme des demokratischen Prinzips die Überzeugung verbunden, daß es besser ist, eine schlechte demokratische Politik auszuhalten (solange wir nur auf eine friedliche Umbildung hinarbeiten können) als sich einer Tyrannei, sei sie auch noch so weise und wohlwollend, zu unterwerfen“

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Angst als politische Emotion und Darlegung der zentralen Forschungsfrage bezüglich des Kalten Krieges.

2. ANGST: Theoretische Betrachtung der Angst als Phänomen, ihrer Instrumentalisierung und ihrer Bedeutung für das Handeln von Akteuren in der internationalen Politik.

3. DER KALTE KRIEG: Historische Übersicht über die entscheidenden Konferenzen und politischen Ereignisse, die zur Spaltung zwischen den USA und der UdSSR führten.

3.1 WAHRNEHMUNGEN UND INTERPRETATIONEN DER USA: Analyse der amerikanischen Selbstwahrnehmung als Demokratie und der Ängste vor einer Untergrabung des „American way of life“ durch den Bolschewismus.

3.2 DIE WAHRNEHMUNGEN UND INTERPRETATIONEN DER UDSSR: Untersuchung der sowjetischen Ziele, insbesondere der Schaffung einer Sicherheitszone, und der Wahrnehmung der USA als Aggressor.

3.3 BERECHTIGUNG DER ÄNGSTE: Kritische Bewertung der Ängste beider Seiten, wobei festgestellt wird, dass diese durch Fehlinterpretationen und mangelnde Kommunikation befeuert wurden.

Schlüsselwörter

Angst, Kalter Krieg, USA, UdSSR, Internationale Politik, Fehlinterpretation, Sicherheitszone, Truman-Doktrin, Ideologie, Kommunikation, Machtverlust, Totalitarismus, Geschichtsbewusstsein, Krisenmanagement, Bedrohungsszenarien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entstehung des Kalten Krieges aus einer psychologisch-historischen Perspektive, wobei sie besonders die Rolle von Ängsten als treibende Kraft hinter politischen Handlungen analysiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Phänomen der Angst als politischer Faktor, die wechselseitigen Wahrnehmungen von USA und UdSSR sowie die Frage der Berechtigung dieser Ängste vor dem Hintergrund tatsächlicher geopolitischer Bedrohungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu ergründen, ob die Eskalation des Kalten Krieges durch reale Bedrohungen oder durch fiktive, angstbasierte Fehlinterpretationen der gegnerischen Absichten ausgelöst wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die Primärquellen wie Konferenzprotokolle sowie fachwissenschaftliche Literatur heranzieht, um das Handeln der politischen Akteure durch deren spezifisches Geschichtsbewusstsein zu erklären.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zum Phänomen Angst, eine chronologische Übersicht relevanter Ereignisse des Kalten Krieges sowie eine spezifische Gegenüberstellung der Wahrnehmungen und Interessen von USA und Sowjetunion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Angst, Kalter Krieg, Fehlinterpretation, Sicherheitszone, Ideologie und internationale Kommunikation charakterisieren.

Warum spielt die Selbstwahrnehmung der USA eine so große Rolle für die Eskalation?

Die amerikanische Selbstwahrnehmung als Fundament der Demokratie führte laut der Arbeit zu einer unterschwelligen Angst, dass der „American way of life“ durch totalitäre Mächte wie die UdSSR systematisch untergraben und vernichtet werden könnte.

War die sowjetische Angst vor einem Angriff der USA laut der Analyse berechtigt?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Ängste auf beiden Seiten nicht berechtigt waren, da sie primär auf falsch interpretierten Handlungen und einer mangelhaften Kommunikation basierten, während reale militärische Kapazitäten für einen weiteren großen Krieg fehlten.

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Details

Title
Welche Rolle spielten Ängste in der Entstehung des Kalten Krieges und waren sie berechtigt?
College
University of Duisburg-Essen  (Historisches Institut)
Grade
1,7
Author
Konstantin Blaß (Author)
Publication Year
2014
Pages
25
Catalog Number
V442141
ISBN (eBook)
9783668803848
ISBN (Book)
9783668803855
Language
German
Tags
Kalter Krieg Angst Hobbes Nachkriegszeit USA UDSSR Deutschland Europa International
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Konstantin Blaß (Author), 2014, Welche Rolle spielten Ängste in der Entstehung des Kalten Krieges und waren sie berechtigt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/442141
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