Angst ist eine Emotion, die alle Menschen kennen. Sie ist unangenehm und führt zu ungewollten Handlungen. Der Mensch versucht Angst zu vermeiden und sucht daher Schutz jeglicher Art. Ein Student, der Angst hat durch eine Klausur zu fallen, lernt. Ein Kind, das Angst vor einer Spritze hat, sucht Schutz bei seiner Mutter. Die vorliegende Arbeit untersucht weder die Anthropologie des Menschen noch handelt sie von der Verhaltensforschung, sondern beschäftigt sich mit der Entstehung des Kalten Krieges. Mit der Fragestellung „Welche Rolle spielten Ängste in der Entstehung des Kalten Krieges und waren sie berechtigt?“ soll der Kalte Krieg anders als in der traditionellen Geschichtsschreibung untersucht werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Angst
- Der Kalte Krieg
- Wahrnehmungen und Interpretationen der USA
- Die Wahrnehmungen und Interpretationen der UdSSR
- Berechtigung der Ängste
- Literaturverzeichnis
- Quellen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht die Entstehung des Kalten Krieges unter dem Fokus der Rolle von Ängsten. Sie will herausfinden, welche Ängste eine Rolle bei der Entstehung des Kalten Krieges spielten und ob diese Ängste berechtigt waren.
- Die Rolle von Ängsten in der internationalen Politik
- Die Sicht der USA auf die UdSSR
- Die Sicht der UdSSR auf die USA
- Die Berechtigung der Ängste
- Die Auswirkungen von Angst auf das Handeln von Akteuren in der internationalen Politik
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit stellt die Fragestellung dar und erklärt den Ansatz, den Kalten Krieg unter dem Aspekt der Angst zu untersuchen. Es wird auf die Bedeutung der Angst in der internationalen Politik hingewiesen und die Notwendigkeit ihrer Berücksichtigung bei der Analyse von Handlungen in diesem Kontext hervorgehoben.
- Angst: Dieses Kapitel untersucht die Natur der Angst als Phänomen und vergleicht sie mit dem Modell des Naturzustandes von Thomas Hobbes. Es wird argumentiert, dass die Angst ein wesentlicher Handlungsfaktor in der internationalen Politik ist und dass sie oft zur Instrumentalisierung führt.
- Der Kalte Krieg: Dieses Kapitel widmet sich den Wahrnehmungen und Interpretationen, die beide Seiten des Kalten Krieges voneinander hatten. Es wird untersucht, welche Ängste die jeweiligen Seiten hegten und welche Gründe dafür sprachen. Das Kapitel analysiert, ob die Ängste der USA und der UdSSR berechtigt waren, indem es die Ursachen des für wahr Haltens von den Gründen des Wahr Seins unterscheidet.
Schlüsselwörter
Kalter Krieg, Angst, Internationale Politik, USA, UdSSR, Wahrnehmungen, Interpretationen, Berechtigung, Thomas Hobbes, Naturzustand, Machtpolitik, Atomkrieg, Sicherheitsdilemma, Informationsasymmetrie.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielte die Angst bei der Entstehung des Kalten Krieges?
Angst fungierte als zentraler Handlungsfaktor, der beide Supermächte zu defensiven, aber aggressiv wirkenden Sicherheitsmaßnahmen trieb.
Waren die Ängste der USA und der UdSSR berechtigt?
Die Arbeit analysiert die wechselseitigen Wahrnehmungen und prüft, ob die Bedrohungsszenarien auf realen Absichten oder Fehlinterpretationen basierten.
Was ist das Sicherheitsdilemma im Kalten Krieg?
Es beschreibt die Situation, in der die Aufrüstung einer Seite zur Erhöhung der eigenen Sicherheit von der anderen Seite als Bedrohung wahrgenommen wird.
Wie wird Thomas Hobbes' Naturzustand auf den Kalten Krieg angewendet?
Der Naturzustand ("Krieg aller gegen alle") dient als Modell für die internationale Anarchie, in der Misstrauen und Angst das Handeln bestimmen.
Wie beeinflussten Informationsasymmetrien den Konflikt?
Mangelndes Wissen über die wahren Kapazitäten und Absichten des Gegners verstärkte die Angst und führte zu Fehlentscheidungen.
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- Konstantin Blaß (Author), 2014, Welche Rolle spielten Ängste in der Entstehung des Kalten Krieges und waren sie berechtigt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/442141