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Thomas Manns Ideologie des Krieges. Analyse am Beispiel des Werkes "Betrachtungen eines Unpolitischen"

Titre: Thomas Manns Ideologie des Krieges. Analyse am Beispiel des Werkes "Betrachtungen eines Unpolitischen"

Dossier / Travail , 2017 , 15 Pages , Note: 2,7

Autor:in: Anonym (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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Wie interpretierte Thomas Mann den Ersten Weltkrieg? Thomas Mann ist bekannt für seine Romane, Novellen und Erzählungen. Er erhielt den Nobelpreis für Literatur und gehört zu den bedeuteten deutschen Schriftstellern. Laut Mann kann „nur eine politikfreie Kunst“ dem Menschen Freude bereiten. Dennoch entschied er sich mit 39 Jahren dazu den fast 600 Seiten langen Großessay Betrachtungen eines Unpolitischen zu schreiben und so politische Literatur zu verfassen. Im Hintergrund des Ersten Weltkrieges äußerte sich Mann erstmals öffentlich zum politischen Geschehen. Vor Ausbruch des Krieges hatte Mann wenig bis gar kein Interesse an der politischen Lage. In seinen Werken, Briefen oder Tagebucheinträgen vor 1914 findet die Vorgeschichte des Ersten Weltkrieges keine Erwähnung. Mit den Betrachtungen verfasste Thomas Mann eine unstringente Schrift nach Art der Prozesskunst. Zunächst wollte er „eine deutsche nationale Lebensform“ rechtfertigen, seine Bedenken gegenüber der Demokratie der Westmächte äußern und mit seinem (zu der Zeit) größten Rivalen und Widerpart, seinem Bruder Heinrich, abrechnen. Auch der bereits ausgebrochene Erste Weltkrieg wird von Thomas Mann im Zuge seiner Kriegsideologie thematisiert. An dieser Stelle liegt bei der vorliegenden Arbeit das Hauptaugenmerk. Thomas Mann hat hauptsächlich im Kapitel Einiges über Menschlichkeit Stellung zum Kriegsgeschehen als solches genommen. Diese Hausarbeit wird Manns politische Grundgedanken aufzeigen und seine Haltung zum Krieg nach zwei einleitenden Abschnitten in den folgenden Unterpunkten erläutern. Da Thomas Mann das Werk innerhalb der vier Kriegsjahre verfasste und am Ende des Schreibprozesses seine Meinung änderte, wird es zum Schluss dieser Arbeit auch einen Exkurs bezüglich Manns Distanzierung zu den Betrachtungen geben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Zur Person: Thomas Mann

1.2 Das Werk im historischen Kontext

2. Manns Einstellung und Wertung des Krieges

2.1 Der Krieg als Bildungserlebnis

2.2 Manns Begriff von Natürlichkeit

2.3 Manns zynischer Blick auf den Krieg

2.4 Kriegsbefürwortung versus Distanz in der Vorrede

3. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Kriegsideologie Thomas Manns, wie sie in seinem Großessay "Betrachtungen eines Unpolitischen" zum Ausdruck kommt, und analysiert kritisch seine Rechtfertigungsstrategien für den Ersten Weltkrieg.

  • Analyse der Haltung Thomas Manns zum Ersten Weltkrieg.
  • Untersuchung der zentralen Argumente aus dem Kapitel "Einiges über Menschlichkeit".
  • Gegenüberstellung von Manns ideologischen Positionen und historischen Realitäten.
  • Betrachtung des Einflusses des "Brüderstreits" zwischen Thomas und Heinrich Mann.
  • Kritische Würdigung der Vorrede als Dokument einer gedanklichen Wende.

Auszug aus dem Buch

2.2 Manns Begriff von Natürlichkeit

Thomas Mann sieht im Krieg führen und im massenhaften Sterben etwas Natürliches. Um solche Gedanken zu belegen entwickelte er im Kapitel Einiges über Menschlichkeit in seinen Betrachtungen einen eigenen Begriff von Natürlichkeit. Er beginnt seine Ausführung, indem er die Völkergemeinschaft als einen Organismus beschreibt. Ein solcher ist aus Zellen aufgebaut. Diesen Gedanken führt Mann fort und wendet die Biologie auf die Politik an: Ewiger Friede sei nur bei völliger Vermengung und Verschmelzung der Rassen und Völker möglich. Damit will Mann beweisen, dass die Demokratie nicht der richtige Weg sei, sondern die Unterwerfung der Völker unter einem gemeinsamen Oberhaupt. Weiterhin bezweifelt er, dass die Menschheit den Frieden anstrebt. Im Gegenteil geht er davon aus, dass alle Menschen „den Krieg gewollt und verlangt haben“. Dies begründet er mit dem Ideal der Menschen. Dieses bestehe nicht aus „Zivilisation, Fortschritt und Sicherheit“, sondern bestünde aus einem primitiv-heroischem Element beziehungsweise einem tiefen „Verlangen nach dem Furchtbaren“. Das Verlangen nach dem Furchtbaren oder nach der Grausamkeit gehöre nach Mann zur Natur des Menschen, speziell sogar zur Natur des Mannes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt Thomas Manns Verhältnis zur Politik vor 1914 dar und erläutert die Entstehung der "Betrachtungen eines Unpolitischen" vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs.

1.1 Zur Person: Thomas Mann: Dieser Abschnitt beleuchtet Thomas Manns Biografie sowie den konfliktgeladenen "Brüderstreit" mit Heinrich Mann, der durch unterschiedliche politische und künstlerische Auffassungen geprägt war.

1.2 Das Werk im historischen Kontext: Hier wird der historische Entstehungsprozess der "Betrachtungen" zwischen 1915 und 1918 sowie Thomas Manns Rolle als nicht-kämpfender Zeuge des Kriegsgeschehens analysiert.

2. Manns Einstellung und Wertung des Krieges: Dieses Kapitel analysiert Manns frühe kriegsbejahende Essays und seine Interpretation des Krieges als Chance zur Bewahrung deutscher Kultur gegen westliche Demokratien.

2.1 Der Krieg als Bildungserlebnis: Untersucht wird, wie Mann den Krieg durch Soldatenbriefe als "Schule der Menschlichkeit" und bildungsfördernde Erfahrung darstellt.

2.2 Manns Begriff von Natürlichkeit: Erläutert wird Manns biologische Argumentation, die den Krieg als naturgemäßes Phänomen des menschlichen Verlangens nach dem Furchtbaren legitimiert.

2.3 Manns zynischer Blick auf den Krieg: Analysiert wird Manns Sicht auf das Kriegsleben als vermeintliche Befreiung aus der kleinlichen Enge des zivilisierten Alltags.

2.4 Kriegsbefürwortung versus Distanz in der Vorrede: Dieser Teil befasst sich mit der Vorrede des Werkes, die Mann als Letztes verfasste und die bereits eine kritische Distanz sowie eine gedankliche Wende zum Ausdruck bringt.

3. Resümee: Das Resümee fasst die Argumentationsweise Manns zusammen und konfrontiert diese mit historischen Fakten sowie der modernen Kritik an seiner einseitigen Sichtweise.

Schlüsselwörter

Thomas Mann, Betrachtungen eines Unpolitischen, Erster Weltkrieg, Kriegsideologie, Heinrich Mann, Brüderstreit, Politik, Demokratie, Bildungserlebnis, Natürlichkeit, Menschlichkeit, deutsche Kultur, Westmächte, Zivilisation, Literat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Kriegsideologie Thomas Manns, die er während des Ersten Weltkriegs in seinem Essay "Betrachtungen eines Unpolitischen" formulierte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Rolle des Krieges als Bildungserlebnis, die Rechtfertigung der Kriegsteilnahme als "natürliches" Phänomen und der ideologische Konflikt zwischen Thomas und Heinrich Mann.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Manns politische Grundgedanken aufzuzeigen und seine Haltung zum Ersten Weltkrieg sowie deren spätere Distanzierung kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin oder der Autor?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext ("Betrachtungen eines Unpolitischen") mit zeitgenössischen Quellen und wissenschaftlicher Sekundärliteratur vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung von Manns Einstellung zum Krieg, seiner spezifischen Begriffsdefinitionen wie "Natürlichkeit" und "Bildungserlebnis" sowie eine Analyse der Vorrede.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Thomas Mann, Kriegsideologie, Betrachtungen eines Unpolitischen, Politik und Brüderstreit zusammenfassen.

Wie bewertet Thomas Mann das Erlebnis der Frontsoldaten?

Mann idealisiert das Kriegsleben teils als "Rausch" und "Befreiung" von bürgerlichen Zwängen, was er anhand von Soldatenbriefen zu untermauern versucht.

Inwiefern spielt die "Vorrede" für das Verständnis des Werkes eine Rolle?

Die Vorrede wird als Dokument einer gedanklichen Wende gewertet, in der Mann beginnt, seine zuvor kriegsverherrlichende Haltung zu relativieren.

Wie steht Mann in dieser Zeit zur Demokratie?

Während er in den Hauptteilen des Werkes die westliche Demokratie ablehnt, erkennt er in der später verfassten Vorrede die Notwendigkeit demokratischer Strukturen an.

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Résumé des informations

Titre
Thomas Manns Ideologie des Krieges. Analyse am Beispiel des Werkes "Betrachtungen eines Unpolitischen"
Université
RWTH Aachen University
Note
2,7
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
15
N° de catalogue
V442377
ISBN (ebook)
9783668805323
ISBN (Livre)
9783668805330
Langue
allemand
mots-clé
Thomas Mann Literatur Krieg Ideologie Betrachtungen eines Unpolitischen Erster Weltkrieg WW1
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Citation du texte
Anonym (Auteur), 2017, Thomas Manns Ideologie des Krieges. Analyse am Beispiel des Werkes "Betrachtungen eines Unpolitischen", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/442377
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Extrait de  15  pages
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