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Latente Steuern nach HGB und IAS im Vergleich

Title: Latente Steuern nach HGB und IAS im Vergleich

Seminar Paper , 2005 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Elitza Hristova (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Die Bilanzierung latenter Steuern ist eines der kompliziertsten Gebiete des externen Rechnungswesens, das mit der wachsenden Internationalisierung der deutschen Wirtschaft in allen Bereichen, immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die zunehmende Relevanz dieses Themas liegt nicht zuletzt in der geplanten Einführung von IAS, die alle kapitalmarktorientierte Unternehmen mit Sitz in der EU ab dem 01. 01. 2005 dazu verpflichtet, ihre Konzernabschlüsse unter Berücksichtigung der internationalen Regelungen aufzustellen. Im Rahmen der Umstellung von HGB auf IAS müssen auch Korrekturen im Bereich der latenten Steuern vorgenommen werden.
Trotz der Harmonisierungsversuche bestehen nach wie vor wesentliche Unterschiede in der Ausrichtung und der Systematik zwischen den deutschen und den internationalen Rechnungslegungsstandards, die in der Praxis zu erheblichen Differenzen im Erfolgsausweis führen können.
Ziel der Arbeit ist es die Abweichungen bei der Bilanzierung, Bewertung und Ausweis von latenten Steuern, die sich aufgrund der unterschiedlichen Grundsätze nach HGB und IAS 12 ergeben, zu vergleichen. Der Bereich der latenten Steuern wird durch einen besonders hohen Schwierigkeits- und Komplexitätsgrad gekennzeichnet und stellt regelmäßig Probleme in der Praxis dar. Einer der Gründe dafür liegt darin, dass bei deren Ermittlung auch auf das Steuerrecht zurückgegriffen werden muss und tief gehende Kenntnisse auf diesem Gebiet erfordert.
In dem zweiten Gliederungspunkt nach der Einleitung wird auf der Zielsetzung von latenten Steuern und auf den Begriffsdefinitionen eingegangen, die für beide Rechnungslegungssysteme gleich sind. Dabei werden die unterschiedlichen Erfolgsdifferenzen und Konzepte erläutert, die für die Abgrenzung von latenten Steuern von Bedeutung sind. Im dritten und vierten Gliederungspunkt wird die Bilanzierung der Steuerlatenzen nach dem deutschen und dem internationalen System, differenziert nach Ansatz, Bewertung und Ausweise analysiert. Im fünften Gliederungspunkt werden die wichtigsten Unterschiede anhand tabellarischer Gegenüberstellung verglichen und zuletzt zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundkonzeptionen

2.1. Definition und Zielsetzung latenter Steuern

2.2. Erfolgsdifferenzen

2.3. Abgrenzungskonzepte für latente Steuern

3. Latente Steuern nach HGB

3.1. Rechtsgrundlagen und Ansatz

3.2. Bewertung

3.3. Ausweis

4. Latente Steuern nach IAS 12

4.1. Rechtsgrundlagen und Ansatz

4.2. Bewertung

4.3. Ausweis

5. Gegenüberstellung von IAS und HGB

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die unterschiedlichen Grundsätze zur Bilanzierung, Bewertung und zum Ausweis latenter Steuern nach deutschem Handelsgesetzbuch (HGB) und den internationalen Standards (IAS 12) systematisch zu vergleichen. Dabei wird die Forschungsfrage adressiert, inwiefern die divergierenden Konzepte der beiden Regelungssysteme die Praxis der Steuerabgrenzung beeinflussen und welche wesentlichen Unterschiede in der bilanziellen Behandlung bestehen.

  • Grundkonzepte und Definitionen latenter Steuern
  • Methodische Unterschiede der Steuerabgrenzung (Timing- vs. Temporary-Konzept)
  • Ansatz- und Bewertungsvorschriften im HGB-Einzel- und Konzernabschluss
  • Anwendung der IAS 12 Regelungen im internationalen Kontext
  • Synoptischer Vergleich und Gegenüberstellung der Rechnungslegungssysteme

Auszug aus dem Buch

2.1. Definition und Zielsetzung latenter Steuern

Latente Steuern (deferred taxes) resultieren aus einer unterschiedlichen Steuerbelastung, wenn der handelsrechtliche Jahresüberschuss/- fehlbetrag vom Steuerbilanzergebnis abweicht. Ursache für solche Unterschiede sind die teilweise voneinander abweichenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften zwischen Handels- und Steuerbilanz. Im Falle, dass sich gleiche Gewinne ergeben würden, könnten keine Steuerlatenzen gebildet werden. Ziel der Abgrenzung latenter Steuern ist es, aus diesen Abweichungen resultierenden Problemen zu lösen und eine Synchronisation zwischen der effektiven ertragsabhängigen Steuerbelastung, die sich aus dem steuerrechtlichen Erfolgsergebnis ergibt und dem fiktiven Steueraufwand, basierend auf dem handelsrechtlichen Jahresüberschuss vor Ertragssteuern, herzustellen. Auf dieser Weise wird versucht durch den Ansatz latenter Steuern solche Missverhältnisse zu mildern und einen möglichst genauen Überblick über die Steuerbelastung des Unternehmens oder des Konzerns zu bekommen.

Die Bildung von Steuerlatenzen kommt jedoch nur in Betracht, wenn die Differenz zwischen handelsrechtlichem und steuerrechtlichem Erfolg die Folge einer unterschiedlichen zeitlichen Aufwandsverteilung in beiden Bilanzen ist, d.h. wenn über mehrere Perioden der gleiche Gesamtertrag entsteht, dieser aber in beiden Rechnungslegungswerken unterschiedlich auf die Perioden verteilt ist. Aus einer Abweichung, die sich im Zeitablauf nicht wieder ausgleicht, werden demzufolge auch keine latenten Steuern gebildet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die wachsende Bedeutung der latenten Steuern durch die Internationalisierung und die Einführung der IAS, unter Definition des Zieles der vorliegenden Arbeit.

2. Theoretische Grundkonzeptionen: Erläuterung der Grundlagen wie Definitionen, Erfolgsdifferenzen und die Abgrenzungskonzepte Timing-Konzept sowie Temporary-Konzept.

3. Latente Steuern nach HGB: Darstellung der spezifischen Rechtsgrundlagen, der Ansatz- und Bewertungsmethodik sowie der Ausweisvorschriften für Einzel- und Konzernabschlüsse nach HGB.

4. Latente Steuern nach IAS 12: Analyse der internationalen Standards, insbesondere des Temporary-Konzepts, der Bilanzierungspflichten und der Bewertungsmethode (Liability-Methode).

5. Gegenüberstellung von IAS und HGB: Synoptischer Vergleich der wichtigsten Unterschiede zwischen HGB und IAS in Bezug auf Ansatz, Bewertung und Ausweis latenter Steuern.

6. Zusammenfassung: Abschließendes Fazit zur Komplexität der Steuerlatenzen und der grundsätzlichen Unterschiede zwischen dem deutschen und dem internationalen Regelungswerk.

Schlüsselwörter

Latente Steuern, HGB, IAS 12, Steuerabgrenzung, Handelsbilanz, Steuerbilanz, Timing-Konzept, Temporary-Konzept, Liability-Methode, Deferred-Methode, Steuerbelastung, Jahresüberschuss, Bilanzierungspflicht, Konsolidierung, Verlustvorträge.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen und praktischen Grundlagen der Bilanzierung latenter Steuern und einem detaillierten Vergleich zwischen dem deutschen Handelsgesetzbuch und den internationalen Standards (IAS).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die verschiedenen Konzepte der Steuerabgrenzung, die Bewertungsmethoden sowie der Ausweis latenter Steuern in der Bilanz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der Vergleich der Abweichungen bei Bilanzierung, Bewertung und Ausweis latenter Steuern, die sich aus den unterschiedlichen Grundsätzen nach HGB und IAS 12 ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse auf Basis von Fachliteratur, die die Regelwerke des HGB (§ 274, § 306) und des IAS 12 gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die detaillierte Analyse der HGB-Regelungen, die Anwendung von IAS 12 und eine abschließende tabellarische Gegenüberstellung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind latente Steuern, Timing- und Temporary-Konzept, sowie der Vergleich von HGB- und IAS-Rechnungslegungsvorschriften.

Warum spielt das Timing-Konzept im HGB eine so wichtige Rolle?

Das Timing-Konzept bildet die Grundlage für die steuerliche Abgrenzung nach HGB, da es den Fokus auf die zeitlich begrenzten Differenzen in der Gewinn- und Verlustrechnung legt.

Wie unterscheidet sich das IAS-Konzept in der Bewertung von latenten Steuern?

Im Gegensatz zum HGB nutzt IAS 12 konsequent das bilanzorientierte Temporary-Konzept und die Liability-Methode, die den Fokus auf die Vermögens- und Schuldencharakteristika legt.

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Details

Title
Latente Steuern nach HGB und IAS im Vergleich
College
University of Applied Sciences Münster
Course
Externes Rechnugswesen
Grade
1,7
Author
Elitza Hristova (Author)
Publication Year
2005
Pages
21
Catalog Number
V44243
ISBN (eBook)
9783638418836
Language
German
Tags
Latente Steuern Vergleich Externes Rechnugswesen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Elitza Hristova (Author), 2005, Latente Steuern nach HGB und IAS im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44243
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