Die inneren Organe als Ansatz für Bewegung und Tanzimprovisation


Diplomarbeit, 2018
41 Seiten, Note: 6

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Vorwort

1 Einleitung
1.1 Problemdarstellung
1.2 Persönliche Motivation
1.3 Ziele und Aufbau der Arbeit
1.4 Definition des Zielpublikums
1.5 Anwendung der Methode im Alltag

2 Das Organsystem
2.1.1 Organe des Verdauungssystems
2.1.2 Organe des lymphatischen Systems
2.1.2.1 Milz
2.1.3 Organe des Harnsystems
2.1.4 Organe des Atmungssystems
2.1.5 Organe des Genitalsystems
2.1.6 Organe des Kreislaufsystems
2.2 Mobilität der inneren Organe
2.3 Bewegungen des Organsystems
2.3.1 Viszerale Wechselwirkungen
2.3.2 Mobilitätsverlust
2.3.2.1 Funktionsstörungen des Diaphragmas
2.3.2.2 Adhäsionen/Verklebungen
2.3.2.3 Myofasziale Ketten
2.3.2.4 Folgen der eingeschränkten Mobilität
2.3.2.5 Hypermobilität der Organe
2.4 Die Leber
2.4.1 Anatomie
2.4.2 Funktionen
2.4.3 Passive Bewegung der Leber
2.4.4 Die unbewegliche Leber und die Folgen
2.4.5 Der Mind der Leber
2.5 Unterstützende Funktion der Organe

3 Methode
3.1 Bewusstsein – Phase I: Information
3.2 Zugang zu den Organen - Phase II: Erforschung
3.2.1 Atem
3.2.2 Berührung
3.2.3 Bewegung
3.2.3.1 Bewegung der Leber
3.2.4 Töne und Klang
3.2.5 Farben
3.2.6 Ansatz aus den inneren Organen
3.3 Einbeziehung der Organe in den gestalterischen Prozess – Phase III: Integration
3.3.1 Tanzimprovisation – kreative Körpererfahrung
3.4 Körperschule durch Tanz
3.4.1 Integration der Organe in freien Tanz
3.5 Abschluss – Phase IV: Vertiefung und Bewusstsein

4 Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Topographie von Leber und Gallenblase

Abbildung 2 horizontaler Durchschnitt durch die Leber

Abbildung 3 Vorderseite der Leber

Abbildung 4 Unterseite der Leber

Abbildung 5 Mobilität der Leber bei der Einatmung

Abbildung 6 aktive Organe unterstützen von innen

Abbildung 7 hypotones Organ

Abbildung 8 hypertones Organ

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1 Haupteigenschaften der Organe aus BMC©

Tabelle 2 Elemente und Organe – traditionelle chinesische Medizin

Vorwort

Im Rahmen der Ausbildung zum Bewegungspädagogen wiesen die Lehrkräfte auf die Wichtigkeit der inneren Organe hin. Die Auseinandersetzung mit den Organen im Zusammenhang mit der Bewegung war mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht vertraut.

Beim Üben der Pirouetten im zeitgenössischen Tanz wurde uns erklärt, dass die Organe die Drehung des Körpers mitmachen und unterstützen. Auch in den Fächern Body-Mind Centering© (BMC), Pilates oder Yoga kamen die Organe immer wieder ins Gespräch.

Dabei war ich überrascht, wie wenig ich über die Organe wusste. Ich kann mich erinnern, dass ich nicht ganz sicher war, wo die Nieren anzusiedeln sind. Wo befindet sich die Leber und wo die Milz? Auch mein Wissen über die funktionellen Aufgaben der Organe war bescheiden. Ich konnte mich zwar erinnern, dass wir in der Schule die Organe einmal besprochen hatten, das lag aber Jahre zurück, sodass ich auf dieses Wissen nicht mehr zugreifen konnte.

Ich machte mir Gedanken darüber, woher es kommen könnte, dass die Organe allgemein einen sekundären Stellenwert im Bewusstsein haben. Bei manchen Menschen konnte ich im Gespräch feststellen, dass sie Ekel beim blossen Anblick von Bildern mit Organen empfanden. Das Unverständnis könnte daherkommen, dass die Organe nicht sichtbar, sondern in unserem Körper eingebettet sind. Ein weiterer Grund für dieses Manko an Bewusstsein könnte die Wahrnehmung sein. Die Organe werden uns meistens erst dann bewusst, wenn sie schmerzen oder wenn wir Hunger oder Durst empfinden.

In den östlichen Heilmethoden spielen die Organe im Gegensatz zu der westlichen Welt eine zentrale Rolle. Sie werden den natürlichen Elementen zugeordnet.

In vielen Kulturen (z. B. der chinesischen oder griechischen) wird den Organen der Sitz von Emotionen wie Wut, Freude, Trauer oder Angst zugewiesen.

Im Unterricht bei Jeanette Engler (Teacher Body-Mind Centering©) konnte ich lernen, die Organe zu erfahren und zu verkörpern. Dank ihrer fachlichen Unterstützung und Begleitung dieser Arbeit, konnte ich mich ausführlicher mit dem Thema der Organe als Ansatz der Bewegung befassen. Die Faszination für die inneren Organe und ihre Wichtigkeit für die Haltung und Bewegung wuchs, je mehr ich mich ins Thema vertiefte.

1 Einleitung

1.1 Problemdarstellung

Wie soll es möglich sein, die Bewegung mit Hilfe eines spezifischen Organs zu initiieren, das heisst, eine Tasse aus dem Schrank zu holen und dabei den Arm aus der Lunge heraus zu bewegen? Auch wenn dies exotisch oder gar verrückt klingt, wird in dieser Arbeit die Behauptung aufgestellt, dass dies funktioniert.

Damit das funktionieren kann, braucht es ein Bewusstsein für die inneren Organe oder das Innere unseres Körpers. Wo befindet sich die Leber? Welche Funktion hat sie und welche Bewegung kann sie unter Umständen unterstützen? Wie können Organe als Ansatz für Bewegung und Tanz aktiviert werden? Ist es möglich, mit der Leber in Kontakt zu treten und welche Beziehung soll die Niere mit den Knien haben?

Der moderne Mensch, der in demokratischen Systemen lebt und die Freiheit der Persönlichkeit hochhält, lebt oft in Ahnungslosigkeit, wenn es um den Körper und seine inneren Organe geht. Unwissenheit über den sich ständig erneuernden Organismus und somit über einen Teil seiner selbst.

In einer Gesellschaft, in der ein grenzenloser Körperkult vorherrscht, wo Körperpflege und sogar Gestaltkorrekturen durch kosmetische Chirurgie alltäglich werden, scheint für einen grossen Teil der Menschen das Verständnis zu den inneren Organen ins Steinzeitalter zurückgeworfen zu sein.

Wie konnte es soweit kommen? In den alten östlichen und westlichen Kulturen war man sich der «Heilkraft der Natur» bewusst. Ich kann mich an eine Frau erinnern, die immer auf die Bedürfnisse ihres Körpers hörte und für die ihr Essen Medizin bedeutete.

Schon vor zweieinhalbtausend Jahren wusste Hippokrates von dieser Selbstheilung und sagte, dass der Mensch für die Gesundheit eigene Verantwortung übernehmen müsse.

Leider entstand im 17. Jahrhundert ein Weltbild, das die analytische Methode in den Vordergrund stellte. René Descartes trennte das Bewusstsein vom Körper. Chemie und Mathematik dominierten die Wissenschaft und die Medizin distanzierte sich von der Natur. In der Folge entwickelte man synthetische Produkte, welche die Wirkstoffe der Natur imitierten. Die Medizin spaltete den Organismus in seine biochemischen Bestandteile und fokussierte sich bei der Heilung von Krankheiten auf diese Einzelteile. Sie reduzierte dadurch ihr Wissen von der Gesamtheit des Organismus auf einzelne Organe, Zellen oder Gewebe und behandelte störende Einzelteile isoliert voneinander.

Diese Entwicklung wird nach Meinung des Autors in der modernen Medizin – unterstützt durch die Macht der Ökonomie und unserem Weltbild – durch die Förderung der Spezialisierung weitergeführt. Indem die moderne Medizin nur noch die Kontrolle über einzelne Körperorgane übernimmt und der ganzheitliche Ansatz verloren ging, hat sie nur noch einen eingeschränkten Zugang zur Heilung von Krankheiten.

«In der Beziehung zu sich selbst ist der Mensch noch immer nicht stark genug. Er wagt es bereits, den Sternen in die Augen zu schauen, aber bei der Milz und den Gedärmen fehlt es ihm noch an Mut.» (Marai, 2001)

1.2 Persönliche Motivation

Während der Ausbildung wuchsen sowohl mein Körperbewusstsein als auch die Freude an den meisten Unterrichtsfächern, insbesondere zum zeitgenössischen Tanz und Body-Mind CenteringÓ.

Zwar hatte ich Spass und war sehr motiviert, stiess aber auf meine physischen Grenzen und entdeckte leider körperliche Schäden, die sich über Jahre der Fehlbelastung durch Sportaktivitäten eingestellt hatten. Ich musste lernen, diesen Sachverhalt zu akzeptieren. Der zweite Teil – das Akzeptieren – war ein langer und anhaltender Prozess, der weit über das zweite Ausbildungsjahr hinausging. Zu Beginn der Ausbildung stellten sich Knieschmerzen ein, und ich war mir nicht mehr sicher, ob ich die richtige Ausbildung gewählt hatte. Die Schmerzen liessen über ein halbes Jahr lang nicht nach. Immer wieder wurde ich während dieser Zeit durch Lehrkräfte motiviert und unterstützt, weiter an meiner Aufrichtung und der Koordination zu arbeiten. Schliesslich verschwanden die Knieschmerzen. Meine Gelenke und Muskeln haben sich reorganisiert. Mein gesamtes Erscheinungsbild hat sich verändert. Ich bin grösser geworden, aufgerichtet, vitaler und wurde mehrere Male von verwunderten Freunden darauf angesprochen, was denn mit mir passiert sei?

Heute ist mir bewusstgeworden, dass BMC© und die Arbeit mit den inneren Organen sowie die Ausdauer in anderen Disziplinen helfen, die Aufrichtung zu verändern. Körperarbeit ist tägliche Arbeit, die Spass macht und immer wieder zu neuen Entdeckungen führt.

1.3 Ziele und Aufbau der Arbeit

«Wenn die Organe ausgerichtet sind, wird die Wirbelsäule automatisch auch ausgerichtet.» Das ist die freie Übersetzung einer Aussage von Bonnie Bainbridge Cohen während eines Workshops in Bezug der Leber auf Skoliose.

Das heisst mit anderen Worten, dass bei ausgerichteten Organen im Körper der Rumpf bzw. die Wirbelsäule automatisch durchlässiger wird und Raum zwischen den einzelnen Wirbelkörpern entstehen kann. Im Weiteren bedeutet es, dass Einschränkungen des Bewegungssystems und Haltungsprobleme von nicht ausgerichteten Organen herrühren können. Dieses Wissen und meine eigenen Erfahrungen haben dazu beigetragen, diese Arbeit zu schreiben.

Die vorliegende Arbeit befasst sich insbesondere mit der Leber und mit der Frage, welchen Einfluss deren Unbeweglichkeit auf den Organismus hat. Weiter wird der Frage nachgegangen, ob andere innere Organe dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden können und schliesslich, ob Unbeweglichkeit innerer Organe zu Dysbalance im Skelettsystem führen kann.

Im ersten Teil der Arbeit wird durch die Auseinandersetzung mit den inneren Organen ein Bewusstsein für ihre Präsenz sowie ihre physikalischen als auch energetischen Aufgaben geweckt.

Darauf aufbauend wird im zweiten Teil gezeigt, wie der Zugang zu den inneren Organen erreicht werden kann. Es werden Methoden aufgezeigt, die es erlauben, Organe zu erfahren, um sie als Ansatz für Bewegung zu nutzen.

Im dritten Schritt wird die Integration der Organe im «freien Tanz» nähergebracht. Diese gestalterische Phase ist die «Verkörperung», die Somatisation.

Diese Arbeit ist keine Einführung in Body-Mind Centering © (BMC), obwohl als Grundstein Bonnie Bainbridge Cohens «Sensing, Feeling, and Action» (Bainbridge Cohen, 2012) und Linda Hartleys Buch «Wisdom of the Body Moving» (Hartley, 1989, 1995) dienen.

Ich werde auch nicht erschöpfend auf alle Körpersysteme und deren Verbindung zu den Gelenken und Knochen eingehen, da dies den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde.

Body-Mind Centering© (BMC) unterscheidet zwischen drei Kategorien von Körpersystemen: das Behältnis, der Inhalt und die Kommunikation und Transformation.

Das Behältnis besteht aus der Haut, dem Skelett und dem Muskelsystem und sorgt für Form und Struktur. Der Inhalt wird aus dem weichen Gewebe, den inneren Organen und dem endokrinen System gebildet. Schliesslich sorgen das Nervensystem und die Flüssigkeiten für Kommunikation und Transformation.

Diese Arbeit befasst sich ausschliesslich mit den inneren Organen und im Speziellen mit der Leber. Selbstverständlich kann die hier beschriebene Methode aber für alle inneren Organe angewendet werden. Als weitere Grundlage für diese Arbeit dient «Die Leber und die Gallenblase» von Luc Peeters & Grégoire Lason, The International Academy of Osteopathy – I.A.O. 2013 (Peeters & Lason, 2013).

Es ist ausserdem keine ausführliche Auseinandersetzung mit der Tanzimprovisation zu erwarten.

1.4 Definition des Zielpublikums

Die hier beschriebene Methode eignet sich für alle Menschen, die sich für Körper und Bewegung interessieren und ihr Körperbewusstsein vertiefen möchten. Sie ist für jedes Alter anwendbar.

Zielpublikum sind unter anderem Bewegungsschaffende, die mit ihrer Klientel Körperbewusstsein erlangen wollen.

Die Methode ist auch für Tänzer und Tänzerinnen geeignet. Dabei spielt es keine Rolle, aus welchem Genre die Tänzer kommen.

Die Anwendung verfeinert das Körperbewusstsein und gibt den Bewegungen mehr Qualität und Fülle. Dies kann sich auf das eigene Sein auswirken und die Lebensqualität beeinflussen.

1.5 Anwendung der Methode im Alltag

Durch das Erlangen von Bewusstheit für die inneren Organe und die Arbeit mit dem Körper (z. B. Yoga, Tanzimprovisation) kann das Gelernte in die tägliche Bewegung eingebaut werden. Die inneren Organe können einfache Verrichtungen wie das Herausholen einer Tasse aus dem Schrank oder das Treppensteigen unterstützen.

Das Wissen um die Organe hat einen Einfluss auf die Muskulatur und die Haltung. Damit kann die Anwendung der in dieser Arbeit beschriebenen Methode, eine Prophylaxe für Haltungsprobleme sein.

Ich bin überzeugt, dass man die hier beschriebene Methode nicht nur in der primären Prävention oder in künstlerischen Tätigkeiten anwenden kann. Da das muskuloskelettale Gerüst in jeglicher Hinsicht durch die Organe unterstützt wird, hilft die Methode bei der Rehabilitation nach einem medizinischen Eingriff oder bei eingeschränkter Mobilität.

Durch die Möglichkeit der alltäglichen Anwendung der Methode kann mehr Gleichgewicht, Beweglichkeit und Vitalität erlangt werden und dadurch kann mehr Sicherheit im Alltag entstehen.

Im gezielten Umgang mit den Organen und deren Integration in die Bewegung, wird die Sensibilität und das Bewusstsein für die inneren Organe und ihre Wichtigkeit für die Haltung, ihren Ausdruck und emotionalen Gehalt geweckt.

2 Das Organsystem

Die inneren Organe befinden sich entweder in der Brusthöhle oder der Bauch- und Beckenhöhle.

Die Brusthöhle wird vom Brustkorb umschlossen und ventral, lateral und dorsal von ihm begrenzt. Der obere Brustraum wird von einem Verbund von Muskeln und Faszien sowie der Pleuralkuppel abgegrenzt. Das Zwerchfell bildet die Abgrenzung zum Bauchraum.

Die Bauch- und Beckenhöhle (Abdomen) hat eine obere Begrenzung durch das Zwerchfell und eine untere Begrenzung durch das Becken mit dem Perineum. Das Perineum ist der Gewebebezirk zwischen dem Anus und den äusseren Geschlechtsorganen (Barral & Mercier, 2005).

Das Organsystem besteht aus dem weichen Gewebe der inneren Organe und der Eingeweide, die das Leben aufrechterhalten, erneuern und reproduzieren (Hartley, 1989, 1995).

Die inneren Organe sind der Inhalt des muskuloskelettalen Körpersystems. Sie nehmen unseren inneren Körperraum ein und können ein Gefühl der Fülle und des Volumens geben. Sie sind die innere Lebenskraft und Unterstützung für das knöcherne und muskuläre System in alle Richtungen; nach oben für die Aufrichtung, sowie in allen seitlichen und diagonalen Raumrichtungen als Weite und Fülle. Die inneren Organe können den gesamten Körper aus- und aufrichten.

Jedes innere Organ ist eine separate Einheit, die aber mit allen anderen Organen verbunden ist und durch ihren Rhythmus und Energiefluss als System funktionieren (Bainbridge Cohen, 2012).

2.1.1 Organe des Verdauungssystems

Zum Verdauungssystem gehören Mundhöhle, Rachen, Speiseröhre, Magen, Darm, Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse.

Der Verdauungstrakt ist in einen oberen und einen unteren Trakt aufgeteilt und erstreckt sich von den Lippen bis zum After.

2.1.2 Organe des lymphatischen Systems

Das lymphatische System ist in ein primäres System mit der Thymusdrüse und dem Knochenmark und ein sekundäres System mit den Lymphknoten und der Milz eingeteilt.

2.1.2.1 Milz

Die Milz produziert weisse Blutkörperchen und Antikörper, filtriert die Lymphe und ist somit ein wichtiges Organ der Abwehr.

Die Milz mag: schüttelnde Körperübungen, frische Luft, lachen und singen, Fleisch und Blut und schweigen zur rechten Zeit (Levin, 2017).

2.1.3 Organe des Harnsystems

Zum Harnsystem gehören die Nieren und die Harnblase. Die Nieren entfernen wasserlösliche Abfallprodukte des Stoffwechsels und halten den Wasserhaushalt aufrecht.

Die Nieren mögen: Wärme, Ruhe und Stabilität, Stille, Meditation und im Fettbett geschaukelt werden.

Die Harnblase mag: ausreichenden Wasserfluss, gelassenen Umgang mit Scham, halten und loslassen, langsame Sonnenaufgänge und rasante Sonnenuntergänge (Levin, 2017).

2.1.4 Organe des Atmungssystems

Zum Atmungssystem gehören Atemwege, Lungen und Zwerchfell. Das Atmungssystem ist für die Aufnahme von Sauerstoff verantwortlich und gibt Kohlendioxid ab.

Das Atmungssystem ist Träger der Lebensenergie «Prana» und «Chi» sowie des gedanklichen Flusses. Es ist Tor zwischen bewussten und unbewussten Prozessen.

Die Lungen mögen: frische, wohltemperierte Luft, atmen bei gleichbleibendem Luftdruck, Meditation und Inspiration, singen und sprechen, Austausch mit anderen Menschen und der Umwelt sowie vom Herzen getragen sein (Levin, 2017).

2.1.5 Organe des Genitalsystems

Zum Genitalsystem gehören bei der Frau Eierstöcke, Eileiter, Gebärmutter und Scheide; beim Mann Hoden, Nebenhoden, Prostata, Bläschendrüsen und Penis.

Das Fortpflanzungssystem ist verantwortlich für die Bildung von Keimzellen und Geschlechtshormonen, die Fortpflanzung und Ernährung des Ungeborenen, persönliche Ausstrahlung, Liebe und Verwirklichung.

2.1.6 Organe des Kreislaufsystems

Zum Kreislaufsystem gehören Herz, Blutgefässe und Blut. Die Funktionen sind der Sauerstoff- und Nährstofftransport sowie Abtransport von Stoffwechselendprodukten.

Das Herz mag: Druck und Fluss, Fülle und Liebe, tanzen und singen, lächeln und freundliche Ansprache sowie Begegnungen von Angesicht zu Angesicht (Levin, 2017).

Tabelle 1 Haupteigenschaften der Organe aus BMC©

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2 Mobilität der inneren Organe

Im allgemeinen Verständnis finden Bewegungen hauptsächlich durch das muskuloskelettale System statt. Ganzheitlich betrachtet verhält es ich aber so, dass Bewegungen in allen Strukturen stattfinden, auch in den inneren Organen.

Mobilität ist Bewegung zwischen zwei Organen, zwischen einem Organ und der Rumpfwand oder einem Organ und dem Diaphragma. Bewegung kann aber auch zwischen einem Organ und einer anderen Struktur des muskuloskelettalen Systems stattfinden (Hebgen, 2008a 3. Aufl.).

Wenn sich innere Organe untereinander oder mit muskuloskelettalen Strukturen berühren, kann man von einem Gelenk oder Artikulation sprechen. Beide Strukturen müssen perfekt mobil bleiben.

Der Einfluss der Beweglichkeit des viszeralen Systems auf den ganzen Organismus ist enorm und kann bei Dysfunktion zu schweren Veränderungen im ganzen Körper und zu Erkrankungen führen. Es besteht eine direkte Kausalität zwischen viszeralen Krankheiten und schwacher Mobilität der Organe.

Die Arterien, Venen, Nerven und Lymphbahnen zu den inneren Organen durchlaufen alle die viszeralen Ligamente. Bei erhöhter mechanischer Spannung in den viszeralen Bändern werden die Gefässe (d. h. die Lymphgefässe und Venen) mit geringem Druck komprimiert, was zu einem Ödem führen kann. Die Stoffwechsel-Nebenprodukte werden zurückgehalten. Mit erhöhter Spannung können auch Arterien komprimiert werden, was die Versorgung des Gewebes mit Nährstoffen und die Zufuhr des Sauerstoffs beeinträchtigen kann (Lossing, 2010, 3. Aufl.).

Viszerale Mobilität ist zum einen von der Funktionalität des Zwerchfells abhängig und zum anderen von der Eigenschaft der Gleitflächen, welche die Organe umgeben. Auch die Dehnbarkeit der stützenden Bänder spielt eine grosse Rolle. Zwischen Thorax und Abdomen herrscht ein physiologisches Druckverhältnis, das eine bedeutsame Rolle für die Mobilität spielt. Essenziell für viszerale Mobilität ist auch eine aufrechte Körperhaltung (Fossum, 2009, 3. Aufl.).

2.3 Bewegungen des Organsystems

Bewegungen des viszeralen Systems finden nicht unter bewusster Kontrolle statt (ZNS), sondern werden vom autonomen Nervensystem gesteuert, d. h. es besteht kein willentlicher Einfluss des Menschen auf die Bewegung.

Die inneren Organe werden durch verschiedene Strukturen bewegt, durch das Diaphragma (Ein- und Ausatmung), das Schlagen des Herzens und durch die peristaltischen Bewegungen der Därme.

Besonders gut ist der Einfluss des Diaphragmas (Zwerchfell) auf die Lungenfunktion recherchiert. Die Bewegung des Zwerchfells betrifft nicht nur die Lunge, sondern auch die umliegenden Organe. Die Organe im Thorax und die unmittelbar darunterliegenden Organe folgen der Bewegung des Zwerchfells bei der Atmung. Sie hängen von der Mobilität des Zwerchfells ab. Auch die Organe im Beckenbereich werden durch die Bewegung des Zwerchfells indirekt beeinflusst.

Bei der Einatmung gibt es im thorakalen Bereich einen Druckabfall und im Bauchraum einen Anstieg des Drucks durch die Bewegung des Zwerchfells. Bei der Ausatmung ist Druckverhältnis umgekehrt.

Die Organe können sich gegenseitig bewegen. So hat das Herz durch seine »«mechanische»« Pumpaktion Einfluss auf die Lunge, das Zwerchfell oder den Ösophagus (Hohlorgan, das für den Transport der zerkleinerten Nahrung in den Magen verantwortlich ist).

2.3.1 Viszerale Wechselwirkungen

Die Stelle, an der zwei Organe in Kontakt kommen, wird als Gelenkverbindung betrachtet, weil beide Strukturen sich relativ zueinander bewegen sollten. Die Organe sind in einer doppelfaszialen Schicht, der Serosa, eingehüllt. Die Schicht ermöglicht das Gleiten gegeneinander. Sie werden anatomisch wie folgt bezeichnet:

- Pleura (Brustfell oder Lungenfell, Verschiebespalt zwischen Brustwand und Lunge)
- Perikard (Herzbeutel)
- Peritoneum (Bauchfell)
- Meningen (Hirnhaut, Gleitfläche um das Gehirn)

Die inneren Organe berühren aber nicht nur sich selbst untereinander, sondern können auch die muskulären Wände (z. B. Magen/Zwerchfell) oder das Skelett (z. B. Lunge/Thorax) berühren.

Die inneren Organe sind auf unterschiedliche Weise befestigt und liegen nicht lose in der thorakalen oder abdominalen Höhle. Sie sind ligamentär (Bänder) mit der Höhlenwand oder untereinander befestigt.

In der Abdominalhöhle gibt es zusätzlich eine Art Netz oder Bauchnetz – das Omentum –, das für die Aufhängung der Organe eine wichtige Rolle spielt oder als Schutzhülle für die vaskuläre Versorgung des jeweiligen Organs sorgt.

Eine weitere Befestigung der Organe wird durch den Turgordruck gewährleistet. Jedes Organ strebt danach, einen Platz einzunehmen. Das geschieht durch die Elastizität, durch Durchblutung oder den Inhalt der Hohlorgane. Dadurch werden die Organe aneinandergepresst und gegenseitig fixiert.

Das Zwerchfell gilt als Abgrenzung zwischen dem Bauchraum, in welchem ein Überdruck herrscht, und der Thorax. Im thorakalen Raum herrscht ein Unterdruck. Dadurch entsteht eine Saugwirkung auf die unterhalb des Zwerchfells liegenden Organe.

Überhaupt spielt das Druckverhältnis im Rumpf eine grosse Rolle. Der Druck der Organe ist grösser als derjenige in der Peritonalhöhle, dieser wiederum ist höher als der Druck in der Lunge. Der Druck in Lunge ist grösser als der in der Pleuralhöhle und der Druck oberhalb des Diaphragmas ist geringer als derjenige unterhalb.

2.3.2 Mobilitätsverlust

2.3.2.1 Funktionsstörungen des Diaphragmas

Bei bewegungsarmer Lebensweise kann der ganze Organismus negativ beeinflusst werden, da durch geringere Absenkung des Diaphragmas keine ausreichende Kreislaufversorgung der umgebenden inneren Organe mehr gesichert ist. Es gelangt weniger Sauerstoff in die Gewebestrukturen und der CO2-Transport zu den Lungen ist suboptimal. Das Gewebe wird nicht mit genügend «Treibstoff» versorgt. Folge davon können funktionelle Störungen und strukturelle Gewebeveränderungen sein. Diese trophischen Gewebeveränderungen führen zu Verlust von Elastizität und zu verminderter Turgorkapazität, was der Anfang des eigentlichen Teufelskreises ist. Das hat zur Folge, dass die vaskuläre Versorgung des Organismus eingeschränkt werden kann.

2.3.2.2 Adhäsionen/Verklebungen

Adhäsionen und Verklebungen können auch als Narben bezeichnet werden und haben unterschiedliche Entstehungsgründe. Narben können durch chirurgische Eingriffe entstehen. Auch durch Trauma können kleinflächige Blutungen entstehen, die Narben hinterlassen. Weiter sind Entzündungen und Infektionen ein Grund für Adhäsionen. Bekannt ist auch das »Leaky Gut Syndrom«, das durch geschädigte Darmschleimhaut infolge von schlechter Ernährungsgewohnheiten entstehen kann. Durch die undichte Stelle in der Darmschleimhaut können chronische Krankheiten entstehen, da Toxine und Krankheitserreger in den Organismus eintreten können.

Autopsie-Studien von Subhuti Dharmananda (Ph.D., Director, Institute for Traditional Medicine, Portland, Oregon, 2003, «Abdominal Adhesions: Prevention and Treatment») zeigen, dass Adhäsionen häufig bei multiplen Operationen (90%), gynäkologischen Eingriffen (70%) oder Appendektomien (50%) entstehen. Mehr als 20% entstehen allerdings ohne Operationen, d. h. ohne äusseren Eingriff. Dies ist sehr eindrücklich und lässt vermuten, dass ein sehr grosser Teil der Adhäsionen durch Bewegungsarmut entsteht.

Nicht nur Verklebungen können zu Mobilitätsverlust führen, auch Verkürzungen können Auslöser sein.

Mobilitätsverlust kann auch durch sog. Stauungen entstehen. Kongestive Organe benötigen mehr Platz, dadurch wird die Serosa zwischen den Organen chronisch zusammengedrückt und kann Adhäsionen verursachen.

Haltebedingte Abweichungen sind nicht belanglos und können zu Mobilitätsverlust der inneren Organe führen. Die Skoliose bewirkt eine Asymmetrie in den muskuloskelettalen Strukturen. Das kann zu unsymmetrischer Belastung der inneren Organe führen und durch die Positionsveränderungen können Funktionsstörungen eintreten. Bei der Skoliose kann z. B. die lumbale Seitneigung zur rechten Seite zu einer Verkürzung der perirenalen Faszie auf der gestauchten linken Seite führen.

Weiter können beispielsweise unterschiedliche Beinlängen eine Kippung der Blase bewirken, was ein Risiko für eine Verklebung mit der Muskelfaszie des M. obturatorius internus bedeutet. Diese Kippung beeinflusst nicht nur die Blasenfunktion, sondern kann auch das Hüftgelenk betreffen.

Das viszerale System ist eng mit dem parietalen System verbunden (Muskeln, Knochen, Gelenke, Bindegewebe).

2.3.2.3 Myofasziale Ketten

Myofasziale Verbindungslinien durchlaufen den ganzen Körper in unterschiedlichen Tiefen, ohne Unterbrechung. Sie verbinden alle Strukturen miteinander. Das bedeutet, dass Spannungen an unterschiedlichen Orten im Körper eintreten können.

Wenn Faszien anatomisch und funktionell in Verbindung zueinanderstehen, spricht man von Faszienketten. Sie übertragen Kräfte, koordinieren und harmonisieren Bewegungen und dienen der Stossdämpfung. In funktioneller Betrachtung spricht man von lateralen, anterioren, posterioren, medialen, periphereren, zentralen und meningealen Faszienketten (Kwakman, 2005, 1. Aufl.).

2.3.2.4 Folgen der eingeschränkten Mobilität

Die Liste der Einwirkungen durch viszerale Mobilitätsverluste ist umfassend: Verlust von Bewegung und Elastizität des muskulären Systems, Probleme mit der Funktion der Aufrichtung, funktionelle Störungen, Einklemmen von Nerven (Beeinträchtigung des Nervensystems), Verändern des Tonus der Organe und des muskuloskelettalen Gewebe, arterielle und venöse Beeinträchtigungen, Verminderung des Sauerstoffs und CO2-Transports oder funktionelle Probleme des Diaphragmas (Peeters & Lason, 2013).

Kleine Verklebungen führen zum Mobilitätsverlust eines Organs. Hier sei noch erwähnt, dass eingeschränkte Mobilität der Organe zu modifizierten Bewegungen um eine nicht physiologische Achse führen kann, was in Winkelveränderungen z. B. in Blutgefässen und dem Indestinalkanal endet. Man kann sich leicht vorstellen, dass eine chronische Veränderung eines natürlichen Winkels Spätfolgen haben kann.

2.3.2.5 Hypermobilität der Organe

Aber auch die viszerale Hypermobilität kann zu Funktionsstörungen in Organen führen.

Wenn die Niere in einer ptosierten (herabhängenden) Position die normale Mobilität unter dem Einfluss der Atmung verliert, führt dies zu einer Funktionsminderung.

Schwere Ptosen können auf Grund eines Abknickens des Harnleiters und einer Unterbrechung der Peristaltik zu einem Blutandrang führen.

2.4 Die Leber

Die Leber ist ein grosses Organ und wird durch den Brustkorb geschützt. Die Leber spielt eine wichtige Rolle für den Stoffwechsel und Energiehaushalt unseres Körpers. Sie ist für Lebensmittel das Tor zum Körper. «Die Leber wird dem „tiefen Ich“ zugeordnet, den Wurzeln der eigenen Persönlichkeit.». (Barral & Mercier, 2005) Sie liegt unter der rechten Diaphragmakuppel und reicht bis zum fünften Zwischenrippenraum (rechte Brustwarze). Die Leber hat rein von der funktionellen Seite betrachtet Einfluss auf die Verdauung, aber auch auf das Atmen (Barral & Mercier, 2005).

2.4.1 Anatomie

Die Leber ist ein venöses Organ. Sie hat bei einem erwachsenen Menschen ein Gewicht von ca. 1.5 kg und ist das schwerste innere Organ (Schwegler & Lucius, 2016). Trotz fester Konsistenz ist die Leber empfindlich. Sie hat Kontakt zu Zwerchfell, Herz, Magen, Dickdarm, Nebenniere und Niere rechts, Bauchspeicheldrüse, Gallenblase und Milz. Sie hat ein rotbraunes Aussehen. Ihre Oberfläche ist glatt und spiegelnd (Barral & Mercier, 2005).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Topographie von Leber und Gallenblase

«Die Verbindung zwischen Zwerchfell und der Leber besteht vornehmlich posterior». (Barral & Mercier, 2005)

Die Leberhat einen rechten und einen linken Leberlappen. Die linke Seite ist schmaler, geht über die Mittellinie, kreuzt die Vorderseite der Speiseröhre und steht im Kontakt mit der Unterseite des Diaphragmas (Zwerchfell). Die Oberseite der Leber ist vom Bauchfell (Peritoneum) bedeckt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 horizontaler Durchschnitt durch die Leber

Auch die Unterseite ist vollständig mit Peritoneum bedeckt, ausgenommen auf der Höhe der Gallenblase. Diese haftet direkt am Leberparenchym (organspezifisches Gewebe).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3 Vorderseite der Leber

Die Gallenblase, die sich unterhalb der Leber befindet, verleiht der Leber Leichtigkeit, Auftrieb und Beschwingtheit. (Frei übersetzt nach Bonnie Bainbridge Cohen).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4 Unterseite der Leber

2.4.2 Funktionen

Die Leber ist eine Umwandlungskünstlerin. Nicht vergebens nennt man sie auch die chemische Fabrik des Körpers. «Sie synthetisiert zum Beispiel Plasmaeiweisse, die für die Blutgerinnung wichtig sind, inaktiviert Hormone, produziert Harnstoff und baut körpereigene und körperfremde Stoffe, beispielsweise Medikamente und Giftstoffe, ab. Außerdem fördert sie die Kohlenhydratspeicherung, den Fett- und Eiweissstoffwechsel und produziert die Galle.» (organe.de, 2017).

2.4.3 Passive Bewegung der Leber

Bei der Leber fliesst während der Einatmung mehr Blut aus der Pfortader in die unterhalb gelegene Vena Cava als während der Ausatmung. Alle Organe – nicht nur die unmittelbar kaudal gelegenen Organe, auch diejenigen im Beckenraum – profitieren von der Auf- und Abbewegung des Zwerchfells wegen des generell intensiveren venösen Flusses des Blutes.

[...]

Ende der Leseprobe aus 41 Seiten

Details

Titel
Die inneren Organe als Ansatz für Bewegung und Tanzimprovisation
Note
6
Autor
Jahr
2018
Seiten
41
Katalognummer
V442579
ISBN (eBook)
9783668820067
ISBN (Buch)
9783668820074
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Innere Organe, Tanzimprovisation, Bewegung, Body Mind Centering, Bewegungspädagogik, Tanzpädagogik, Bewegungsimpulse
Arbeit zitieren
Jean-Claude Rubin (Autor), 2018, Die inneren Organe als Ansatz für Bewegung und Tanzimprovisation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/442579

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