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Die inneren Organe als Ansatz für Bewegung und Tanzimprovisation

Titre: Die inneren Organe als Ansatz für Bewegung und Tanzimprovisation

Mémoire (de fin d'études) , 2018 , 41 Pages , Note: 6

Autor:in: Jean-Claude Rubin (Auteur)

Pédagogie - Divers
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Wie soll es möglich sein, die Bewegung mit Hilfe eines spezifischen Organs zu initiieren, das heißt, eine Tasse aus dem Schrank zu holen und dabei den Arm aus der Lunge heraus zu bewegen? Auch wenn dies exotisch oder gar verrückt klingt, wird in dieser Arbeit die Behauptung aufgestellt, dass dies funktioniert.

Damit das funktionieren kann, braucht es ein Bewusstsein für die inneren Organe oder das Innere unseres Körpers. Wo befindet sich die Leber? Welche Funktion hat sie und welche Bewegung kann sie unter Umständen unterstützen? Wie können Organe als Ansatz für Bewegung und Tanz aktiviert werden? Ist es möglich, mit der Leber in Kontakt zu treten und welche Beziehung soll die Niere mit den Knien haben?

Der moderne Mensch, der in demokratischen Systemen lebt und die Freiheit der Persönlichkeit hochhält, lebt oft in Ahnungslosigkeit, wenn es um den Körper und seine inneren Organe geht. Unwissenheit über den sich ständig erneuernden Organismus und somit über einen Teil seiner selbst.

In einer Gesellschaft, in der ein grenzenloser Körperkult vorherrscht, wo Körperpflege und sogar Gestaltkorrekturen durch kosmetische Chirurgie alltäglich werden, scheint für einen großen Teil der Menschen das Verständnis zu den inneren Organen ins Steinzeitalter zurückgeworfen zu sein.

Wie konnte es soweit kommen? In den alten östlichen und westlichen Kulturen war man sich der «Heilkraft der Natur» bewusst. Ich kann mich an eine Frau erinnern, die immer auf die Bedürfnisse ihres Körpers hörte und für die ihr Essen Medizin bedeutete.

Schon vor zweieinhalbtausend Jahren wusste Hippokrates von dieser Selbstheilung und sagte, dass der Mensch für die Gesundheit eigene Verantwortung übernehmen müsse.

Leider entstand im 17. Jahrhundert ein Weltbild, das die analytische Methode in den Vordergrund stellte. René Descartes trennte das Bewusstsein vom Körper. Chemie und Mathematik dominierten die Wissenschaft und die Medizin distanzierte sich von der Natur. In der Folge entwickelte man synthetische Produkte, welche die Wirkstoffe der Natur imitierten. Die Medizin spaltete den Organismus in seine biochemischen Bestandteile und fokussierte sich bei der Heilung von Krankheiten auf diese Einzelteile.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemdarstellung

1.2 Persönliche Motivation

1.3 Ziele und Aufbau der Arbeit

1.4 Definition des Zielpublikums

1.5 Anwendung der Methode im Alltag

2 Das Organsystem

2.1.1 Organe des Verdauungssystems

2.1.2 Organe des lymphatischen Systems

2.1.2.1 Milz

2.1.3 Organe des Harnsystems

2.1.4 Organe des Atmungssystems

2.1.5 Organe des Genitalsystems

2.1.6 Organe des Kreislaufsystems

2.2 Mobilität der inneren Organe

2.3 Bewegungen des Organsystems

2.3.1 Viszerale Wechselwirkungen

2.3.2 Mobilitätsverlust

2.3.2.1 Funktionsstörungen des Diaphragmas

2.3.2.2 Adhäsionen/Verklebungen

2.3.2.3 Myofasziale Ketten

2.3.2.4 Folgen der eingeschränkten Mobilität

2.3.2.5 Hypermobilität der Organe

2.4 Die Leber

2.4.1 Anatomie

2.4.2 Funktionen

2.4.3 Passive Bewegung der Leber

2.4.4 Die unbewegliche Leber und die Folgen

2.4.5 Der Mind der Leber

2.5 Unterstützende Funktion der Organe

3 Methode

3.1 Bewusstsein – Phase I: Information

3.2 Zugang zu den Organen - Phase II: Erforschung

3.2.1 Atem

3.2.2 Berührung

3.2.3 Bewegung

3.2.3.1 Bewegung der Leber

3.2.4 Töne und Klang

3.2.5 Farben

3.2.6 Ansatz aus den inneren Organen

3.3 Einbeziehung der Organe in den gestalterischen Prozess – Phase III: Integration

3.3.1 Tanzimprovisation – kreative Körpererfahrung

3.4 Körperschule durch Tanz

3.4.1 Integration der Organe in freien Tanz

3.5 Abschluss – Phase IV: Vertiefung und Bewusstsein

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen, wie ein bewusstes Verständnis der inneren Organe als Ausgangspunkt für Bewegung und Tanzimprovisation dienen kann, um Körperhaltung und Bewegungsqualität zu verbessern sowie Dysbalancen vorzubeugen.

  • Die anatomische und energetische Bedeutung innerer Organe für die Körperhaltung.
  • Methodische Ansätze zur Erforschung und bewussten Ansteuerung der Organe (u.a. Atem, Berührung, Klang, Visualisierung).
  • Die Rolle der Leber bei Bewegungseinschränkungen und deren Einfluss auf den gesamten Organismus.
  • Integration der Organwahrnehmung in den gestalterischen Prozess des freien Tanzes und der Improvisation.
  • Präventive und therapeutische Anwendungsmöglichkeiten zur Rehabilitation und Vitalitätssteigerung.

Auszug aus dem Buch

2.4 Die Leber

Die Leber ist ein grosses Organ und wird durch den Brustkorb geschützt. Die Leber spielt eine wichtige Rolle für den Stoffwechsel und Energiehaushalt unseres Körpers. Sie ist für Lebensmittel das Tor zum Körper. «Die Leber wird dem „tiefen Ich“ zugeordnet, den Wurzeln der eigenen Persönlichkeit.». (Barral & Mercier, 2005) Sie liegt unter der rechten Diaphragmakuppel und reicht bis zum fünften Zwischenrippenraum (rechte Brustwarze). Die Leber hat rein von der funktionellen Seite betrachtet Einfluss auf die Verdauung, aber auch auf das Atmen (Barral & Mercier, 2005).

Die Leber ist ein venöses Organ. Sie hat bei einem erwachsenen Menschen ein Gewicht von ca. 1.5 kg und ist das schwerste innere Organ (Schwegler & Lucius, 2016). Trotz fester Konsistenz ist die Leber empfindlich. Sie hat Kontakt zu Zwerchfell, Herz, Magen, Dickdarm, Nebenniere und Niere rechts, Bauchspeicheldrüse, Gallenblase und Milz. Sie hat ein rotbraunes Aussehen. Ihre Oberfläche ist glatt und spiegelnd (Barral & Mercier, 2005).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik der mangelnden Verbindung des modernen Menschen zu seinen Organen und definiert das Ziel, diese als Ansatz für Bewegung zu nutzen.

2 Das Organsystem: Dieses Kapitel erläutert die anatomischen und physiologischen Grundlagen, die Mobilität der Organe sowie die spezifische Rolle der Leber und ihrer Bewegungsmechanismen.

3 Methode: Hier werden praxisnahe Techniken beschrieben, um durch Bewusstseinsarbeit, Berührung und gezielte Bewegung die Organe als Ressource in den Tanz zu integrieren.

4 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Arbeit und bekräftigt das Potenzial der Organarbeit für Prävention und die ganzheitliche Qualität im Tanz.

Schlüsselwörter

Innere Organe, Tanzimprovisation, Körperbewusstsein, Bewegungspädagogik, Body-Mind Centering, Viszerale Mobilität, Leber, Zwerchfell, Anatomie, Somatisation, Gesundheitsprävention, Faszien, Alignment, Körperhaltung, Energiefluss.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Potenzial, innere Organe als bewusste Ausgangspunkte für Bewegung und Tanzimprovisation zu nutzen, um die körperliche Aufrichtung und Lebensqualität zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft anatomisches Wissen über das viszerale System mit Methoden der somatischen Körperarbeit und deren Anwendung im zeitgenössischen Tanz.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie die bewusste Auseinandersetzung mit den inneren Organen Haltungsprobleme lindern und die Qualität der Bewegung im Alltag und Tanz steigern kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit der viszeralen Anatomie und Osteopathie sowie auf erfahrungsbasierte Methoden aus dem Bereich Body-Mind Centering.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine anatomische Bestandsaufnahme des Organsystems (mit Fokus auf die Leber) und eine methodische Anleitung, wie diese Erkenntnisse durch Atem, Berührung und Tanz integriert werden können.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Innere Organe, Körperbewusstsein, Tanzimprovisation, viszerale Mobilität und somatische Anatomie.

Warum spielt die Leber in dieser Arbeit eine besondere Rolle?

Die Leber wird als schwerstes inneres Organ detailliert untersucht, da ihre Mobilität und Verbindung zum Zwerchfell signifikante Auswirkungen auf die gesamte Körperstatik und den Stoffwechsel hat.

Was bedeutet "Verkörperung" oder "Somatisation" im Kontext dieser Arbeit?

Es bezeichnet den Prozess, bei dem anatomisches Wissen über die Organe durch bewusste Wahrnehmung und Bewegung tief in das Körpererleben integriert wird, um Geist und Körper als Einheit zu erfahren.

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Résumé des informations

Titre
Die inneren Organe als Ansatz für Bewegung und Tanzimprovisation
Note
6
Auteur
Jean-Claude Rubin (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
41
N° de catalogue
V442579
ISBN (ebook)
9783668820067
ISBN (Livre)
9783668820074
Langue
allemand
mots-clé
Innere Organe Tanzimprovisation Bewegung Body Mind Centering Bewegungspädagogik Tanzpädagogik Bewegungsimpulse
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jean-Claude Rubin (Auteur), 2018, Die inneren Organe als Ansatz für Bewegung und Tanzimprovisation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/442579
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Extrait de  41  pages
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