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Immanuel Kants "Ewiger Frieden". Die Vereinten Nationen als Verwirklichung einer moralphilosophischen Vision?

Titre: Immanuel Kants "Ewiger Frieden". Die Vereinten Nationen als Verwirklichung einer moralphilosophischen Vision?

Dossier / Travail , 2018 , 24 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Moritz Tostmann (Auteur)

Politique - Théorie politique et Histoire des idées politiques
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Während vor über 200 Jahren noch Strukturen vorherrschten, in denen internationale Systeme, supranationale
Institutionen und völkerrechtliche Vereinbarungen kaum existent waren und Konflikte zwischen einzelnen Staaten und Allianzen im Vordergrund standen (und nicht Welt- und Bürgerkriege, Bombenterror und Partisanenkämpfe oder ideologisch motivierte Vernichtungs- und Verteidigungskriege), so haben sich seit Kants Vision vom ewigen
Frieden nicht nur vertraglichen Abhängigkeiten gebildet, sondern auch neue Konfliktlinien in der Weltpolitik abgezeichnet.

Immanuel Kant hatte schon vor über 200 Jahren die Idee eines umfassenden, rechtsstaatlichen Vertrages, der hypothetisch den „Ewigen Frieden“ stiften soll. „Die Idee einer mit dem natürlichen Rechte des Menschen zusammenstimmenden Konstitution: dass nämlich die dem Gesetz Gehorchenden auch zugleich, vereinigt, gesetzgebend sein sollen, liegt bei allen Staatsformen zugrunde, und das gemeine Wesen, welches ihr gemäß [...] ein platonisches Ideal heißt, ist nicht ein leeres Hirngespinst, sondern die ewige Norm für alle bürgerliche Verfassung überhaupt, und entfernet allen Krieg“ (Streit der Fakultäten, Werke VI, 3641).

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einstieg

II. „Zum Ewigen Frieden“

A. Der Aufbau der Schrift

B. Kants Idee vom Naturzustand

C. Der Begriff „Friede“

D. Die sechs Präliminarartikel

E. Die drei Defintivartikel

III. Sicherung auf drei rechtlichen Ebenen

A. Staatsrechtliche Ebene

B. Völkerrechtliche Ebene

C. Weltbürgerliche Ebene

IV. Die Vereinten Nationen

A. Völkerbund

B. Vereinte Nationen

C. Ein Vergleich – Die UNO im Lichte Kants

V. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen Immanuel Kants moralphilosophischer Vision des „Ewigen Friedens“ und der faktischen Ausgestaltung der Vereinten Nationen, um zu klären, inwieweit die UNO als Umsetzung dieser philosophischen Idee betrachtet werden kann.

  • Kants Friedensschrift und ihre Präliminar- sowie Definitivartikel.
  • Die drei rechtlichen Ebenen der Friedenssicherung bei Kant.
  • Entwicklung und Struktur der Vereinten Nationen im Vergleich zum Völkerbund.
  • Kritische Gegenüberstellung von Kants Ideal und der heutigen Realität internationaler Organisationen.
  • Diskussion über die Notwendigkeit demokratischer Verfassungen als Friedensvoraussetzung.

Auszug aus dem Buch

1. Präliminarartikel

„Es soll kein Friedensschluss für einen solchen gelten, der mit dem geheimen Vorbehalt des Stoffs zu einem künftigen Kriege gemacht worden.“

Jeder Friedensbeschluss besteht für Kant nur dann wahrhaftig, wenn dieser nicht unter verfälschten, heimlich festgelegten und böswilligen Vorzeichen eingegangen und beschlossen wird. Eine solch sporadische Einigung ist für Kant ein „bloßer Waffenstillstand, Aufschub von Feindseligkeiten, nicht Friede“. So kann ein „Friede“ nur dann volle Wirkung entfalten, wenn in dessen Vorverhandlungen verhältnismäßige Sanktionen – ob in rechtlicher oder sozialer Hinsicht – erteilt werden und damit die politisch, kulturellen oder wirtschaftlichen Lasten für den „Schuldigen“ zu verkraften sind. Insbesondere hohe Reparationszahlungen oder das Verletzen der kollektiven Identität oder der Staatssouveränität können dabei einen auslösenden Impetus für einen neuen Krieg geben, um die eigenen, verletzten Rechte wieder herzustellen. Ein solcher „Angriffskrieg“ bzw. allein die potenzielle Möglichkeit desselben steht für Kant folglich im Widerspruch mit einem „Ewigen Frieden“.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einstieg: Die Einleitung führt in Kants Ideal eines rechtsstaatlichen Vertrages ein und stellt die Leitfrage, ob die Vereinten Nationen eine Umsetzung dieses Friedensentwurfs darstellen.

II. „Zum Ewigen Frieden“: Dieses Kapitel erläutert den formalen Aufbau der Schrift, Kants Definition von Naturzustand und Frieden sowie die prägenden Präliminar- und Definitivartikel.

III. Sicherung auf drei rechtlichen Ebenen: Hier werden die staatsrechtliche, völkerrechtliche und weltbürgerliche Ebene als notwendige Stufen für eine dauerhafte Friedensordnung analysiert.

IV. Die Vereinten Nationen: Das Kapitel vergleicht die historische Entwicklung vom Völkerbund hin zur UNO und prüft diese im Lichte der Kantsch’en Anforderungen an eine Friedensordnung.

V. Schlussbetrachtung: Das Fazit stellt eine Divergenz zwischen Kants Vision und der heutigen politischen Realität fest und betont, dass eine Umsetzung der Idee eher in einer schrittweisen Annäherung als in einer vollendeten Utopie liegt.

Schlüsselwörter

Immanuel Kant, Ewiger Frieden, Vereinte Nationen, Völkerrecht, Naturzustand, Friedensbund, Souveränität, Weltbürgerrecht, Präliminarartikel, Definitivartikel, Menschenrechte, Sicherheit, Gewaltverbot, politische Philosophie, internationale Organisationen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Kants Schrift „Zum Ewigen Frieden“ und untersucht kritisch, inwieweit die Vereinten Nationen diese moralphilosophische Vision des Friedens heute in die Realität umsetzen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen Kants Friedenspostulate, die verschiedenen rechtlichen Ebenen der Friedenssicherung sowie die institutionelle Ausgestaltung der Vereinten Nationen im Vergleich zu Kants theoretischem Entwurf.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, ob die Vereinten Nationen als Basis oder fortschreitende Umsetzung der Kant’schen Vision des „Ewigen Friedens“ betrachtet werden können und ob Kants Konzept als gescheitert anzusehen ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Der Autor arbeitet primär mit den Originalschriften Kants, ergänzt durch aktuelle wissenschaftliche Analysen und Literatur zur internationalen Politik und Friedensforschung.

Was umfasst der inhaltliche Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der Kant’schen Artikel und Rechtsebenen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Funktionsweise und den Zielen der UNO.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Souveränität, Föderalismus, Rechtszustand, Naturzustand, gewaltfreies Völkerrecht und die Unterscheidung zwischen republikanischer und despotischer Herrschaft.

Inwiefern beeinflussen die Präliminarartikel die aktuelle Arbeit?

Sie dienen als Maßstab, um zu bewerten, an welchen Stellen die UNO Kants Forderungen (z. B. Abschaffung der Heere, Verbot der Einmischung) nicht konsequent umsetzt.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Sicherheitsrates im Kontext von Kants Philosophie?

Der Autor ordnet den Sicherheitsrat aufgrund seiner exekutiven Entscheidungsmacht eher Kants Vorstellung einer Weltrepublik zu, weist jedoch auf die Spannung zu Kants Forderung nach einem losen Friedensbund hin.

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Résumé des informations

Titre
Immanuel Kants "Ewiger Frieden". Die Vereinten Nationen als Verwirklichung einer moralphilosophischen Vision?
Université
University of Passau  (Politikwissenschaft)
Cours
Proseminar: Freiheit als Politisches Ziel
Note
1,3
Auteur
Moritz Tostmann (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
24
N° de catalogue
V442580
ISBN (ebook)
9783668804364
ISBN (Livre)
9783668804371
Langue
allemand
mots-clé
Immanuel Kant Ewiger Frieden Vereinte Nationen Freiheit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Moritz Tostmann (Auteur), 2018, Immanuel Kants "Ewiger Frieden". Die Vereinten Nationen als Verwirklichung einer moralphilosophischen Vision?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/442580
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Extrait de  24  pages
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