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Römische Spuren im Marburger Land

Title: Römische Spuren im Marburger Land

Essay , 2018 , 48 Pages

Autor:in: Konrad Goettig (Author)

World History - Early and Ancient History
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Römische Anmarschwege zur Weser und darüber hinaus führten auch durch das Marburger Land. Lassen sich heute noch Spuren römischer Präsenz im Marburger Land auffinden? Diese Arbeit versucht Ansatzpunkte zur Beantwortung dieser Frage zu liefern.

Intensiviert wurden die Nachforschungen dann durch die Entdeckung der römischen Etappenstation „Kring“ im Kaufunger Wald im Jahre 2006. Und nicht zuletzt hat der Nachweis einer kriegerischen Auseinandersetzung im Jahre 235 nach Christus zwischen germanischen Stammesverbänden und römischen Truppen unter dem ersten Soldatenkaiser Maximinus Thrax am Harzhorn bei Kalefeld in Südniedersachsen die Forschungen weiter voran getrieben.

Im Mai 2018 datierten die thüringischen Archäologen die Überbleibsel eines römischen Marschlagers in der Nähe der Ortschaft Hachelbich am Kyffhäuser und konnten es insbesondere anhand der Kleinfunde in den Zusammenhang mit dem Feldzug des Maximinus Thrax einordnen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entdeckung des Römerlagers bei Hedemünden

3. Hessen und das Marburger Land im Kontext von Überlandwegen

4. Keltische Einflüsse und das Amöneburger Becken

5. Römische Militäraktionen und Fernwege im Marburger Land

5.1 Die Weinstraße

5.2 Der Balderscheider Weg und die "Langen Hessen"

6. Die Hunburg bei Anzefahr als strategischer Punkt

7. Die Logistik der römischen Armee in Germanien

8. Ortsnamen und archäologische Indizien für römische Aktivitäten

9. Die Bedeutung von Waldgirmes im römischen Fernwegenetz

10. Der Dünsberg als zentraler Siedlungspunkt

11. Zusammenfassende Betrachtung der römischen Nachschubwege

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Präsenz und die logistischen Aktivitäten römischer Truppen im mittelhessischen Raum zwischen den Drususfeldzügen und dem Feldzug des Maximinus Thrax. Ziel ist es, durch die Analyse von archäologischen Funden, Fernwegen, Siedlungsstrukturen und Ortsnamen Indizien für römische Marschrouten und Versorgungseinrichtungen in dieser Region zu identifizieren und zu kontextualisieren.

  • Analyse antiker Quellen zu Feldzügen im Marburger Land.
  • Untersuchung historischer Fernwege wie der "Weinstraße" und der "Langen Hessen".
  • Bewertung archäologischer Funde und Befestigungsanlagen im Amöneburger Becken und am Dünsberg.
  • Erforschung der logistischen Anforderungen römischer Heeresverbände an die Infrastruktur und Versorgung.
  • Diskussion über die Integration des Raums Mittelhessen in das römische Fernwegenetz.

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung von Wasserwegen für die römische Heeresversorgung

Weit gefährlicher war aber der Übergang über das fast einen halben Kilometer breite Ohmtal (Amana) bei Amöneburg-Kirchhain, wo sich die beiden […] prähistorischen Wege trafen, während die Lumda bei Lollar kein besonderes Hindernis bot. Wer den Frühjahr für Frühjahr einem großen See gleichenden Talgrund bei Amöneburg gesehen hat, aus dem der mächtige heutige Straßendamm oft nur knapp herausragt, wird dies ohne weiteres zugeben, mag nun der Übergang bei Kirchhain selbst oder, was wahrscheinlicher ist, an der benachbarten Brücker Mühle gewesen sein. Andere günstige Übergangspunkte wie bei Anzefahr und Bürgeln kommen nach der Gesamtrichtung [des Zuges von Germanicus 15 n. Chr.] kaum in Betracht; auch die gelegentliche Vermutung, daß Germanicus mit seinem ganzen Heer längs der Lahn über Marburg – Cölbe gezogen sei, scheint mir namentlich wegen der Schwierigkeit der Talverhältnisse bei den letzteren Orten ausgeschlossen.

Zwischen Ohm und Eder gab es, außer vielleicht der Schwalm bei Treysa-Dittershausen keinen weiteren Fluß- oder Bachlauf von Bedeutung zu überschreiten, sodaß die Hauptetappe [des Apronius] höchst wahrscheinlich an der Ohm war, die auch fast die Mitte zwischen Hoechst und Mattium bezeichnet, und zwar an einer Stelle, wo der gewaltige, unvermittelt aus demTal aufsteigende Basaltkegel (bzw. –rücken) der Amöneburg die ganze Gegend weithin beherrscht…

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der römischen Präsenz in Mittel- und Nordhessen ein und nennt die wichtigsten archäologischen Entdeckungen, die für diese Forschung neue Impulse gaben.

5. Römische Militäraktionen und Fernwege im Marburger Land: In diesem Kapitel werden potenzielle Anmarschwege und Verkehrsverbindungen analysiert, die von römischen Truppen zur Fortbewegung und Versorgung genutzt worden sein könnten.

7. Die Logistik der römischen Armee in Germanien: Das Kapitel befasst sich mit den logistischen Notwendigkeiten der römischen Armee, insbesondere der Versorgung mit Nahrungsmitteln und der Nutzung natürlicher Ressourcen im offenen Land.

10. Der Dünsberg als zentraler Siedlungspunkt: Dieses Kapitel untersucht die Rolle des Dünsberg-Oppidums und diskutiert Szenarien für dessen Besiedlung, Untergang und Bedeutung im Kontext römischer Militäraktionen.

11. Zusammenfassende Betrachtung der römischen Nachschubwege: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Bedeutung einer dauerhaften Infrastruktur für die Beherrschung der Nachschubwege bis zur Weser.

Schlüsselwörter

Römer, Marburger Land, Mittelhessen, Drususfeldzüge, Maximinus Thrax, Fernwege, Logistik, Amöneburger Becken, Dünsberg, Archäologie, Siedlungsgeschichte, Germanicus, Chattische Kriege, Heerstraße, Marschlager.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Suche nach Spuren römischer Militärpräsenz und logistischer Aktivitäten im Marburger Land zwischen den Drususfeldzügen (11-9 v. Chr.) und dem Feldzug des Maximinus Thrax (235/236 n. Chr.).

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Rekonstruktion historischer Fernwege, die Analyse von Siedlungsstrukturen in vor- und frühgeschichtlicher Zeit sowie die Untersuchung der logistischen Anforderungen römischer Heeresbewegungen in Mittelhessen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Hinweise und Indizien auf eine römische Nutzung der Landschaft, historischer Fernstraßen und archäologischer Fundstätten zu finden, um die logistische Durchdringung der Region durch römische Truppen plausibel zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine interdisziplinäre Methode, die archäologische Funde, geoarchäologische Befunde, historische Berichte antiker Schriftsteller sowie Siedlungsgeographie und Namenkunde kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Trassenführungen wie den "Balderscheider Weg", die logistische Bedeutung von Flussübergängen, die Rolle von Oppida wie dem Dünsberg und die Interpretation von Ortsnamen und Funden im Amöneburger Becken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Römer, Marburger Land, Logistik, Fernwege, Archäologie, Dünsberg, Amöneburger Becken und römische Heeresversorgung charakterisiert.

Welche Bedeutung kommt der Hunburg bei Anzefahr zu?

Die Hunburg wird als Wachtposten und Schutzanlage für einen strategisch wichtigen Flussübergang der Ohm interpretiert, der eine zentrale Rolle in der Versorgungskette der römischen Truppen im Lahntal gespielt haben könnte.

Warum wird der Dünsberg als "zentraler Siedlungspunkt" hervorgehoben?

Der Dünsberg wird als eine archäologisch fassbare zentrale Siedlung der späten Latenezeit hervorgehoben, deren Zerstörung und spätere Kontrolle durch die Römer für die militärische Sicherung des Raumes Gießen und des weiteren Vorstoßes nach Norden von strategischer Bedeutung war.

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Details

Title
Römische Spuren im Marburger Land
Author
Konrad Goettig (Author)
Publication Year
2018
Pages
48
Catalog Number
V442763
ISBN (eBook)
9783668810136
ISBN (Book)
9783668810143
Language
German
Tags
römische spuren marburger land Römer Hessen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Konrad Goettig (Author), 2018, Römische Spuren im Marburger Land, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/442763
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