Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient

Public Governance in Israel. Wie geht Israel mit nicht-jüdischen Immigranten um?

Die Integration arabischer Bürger in Israel

Titel: Public Governance in Israel. Wie geht Israel mit nicht-jüdischen Immigranten um?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Isabelle Büttner (Autor:in)

Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Israel, der jüdische Staat im sogenannten Nahen Osten, hat dort in vielerlei Hinsicht eine Sonderstellung inne. Eine davon ist sein Status als Einwanderungsland, den es zum Beispiel mit seinem engsten Verbündeten, den Vereinigten Staaten von Amerika, teilt. Der Staat wäre in dieser Form demnach nicht entstanden und gewachsen, wenn es keine Einwanderung aus anderen Ländern der Welt gegeben hätte. Ähnlich wie in den USA, gehen dabei Absatzbewegungen und Auseinandersetzungen zwischen diesen Gruppen von Einwanderern einher. Während es dort beispielsweise Britischstämmige wie Irischstämmige im 19. Jahrhundert waren, kann in Israel seit der Staatsgründung 1947 vornehmlich zwischen verschiedenen Gruppen von Juden unterschieden werden, die als Einwanderer wie Einheimische diesen Staat gestalten wollten. Sie alle eint ihr religiöskulturelles Brauchtum, wenngleich dies keineswegs bedeutet, sie seien alle gleich. Doch eine gewisse Tendenz zur Homogenisierung geht hier einher, sowohl in Selbst, wie auch Fremdbeschreibungen. Klar ist auch: Sie sind nicht die einzigen, die in Israel leben. Andere, nichtjüdische Bevölkerungsgruppen, leben dort. Oft stehen sie nicht im Fokus einer wissenschaftlichen Betrachtung des Landes.

Welche Stellung haben sie? Wie geht Israel, als Staat und Zivilgesellschaft, mit diesen um? Spezifischer: Wie integriert Israel die nichtjüdischen Bürger und hier speziell die arabischstämmigen? Darum soll es in dieser Arbeit gehen. Zur Hilfe wird dabei der bekannte politikwissenschaftliche Ansatz der Governance genommen, um diese Lage zu beschreiben. Der Aufbau der Arbeit orientiert sich deshalb zuerst an einer Vorstellung der zentralen Begriffe, die zur Beantwortung der Fragestellung notwendig sind: Was ist mit Governance gemeint, was mit Integration? Nach diesem theoretischen Kapitel wird sogleich der Fall Israel untersucht. Hierbei ist es notwendig, Aufmerksamkeit der historischen und politischen Entwicklung des Staates zukommen zu lassen, da die Gründe für die Integrationspolitik Israels, die sich vornehmlich auf jüdische Bürger fokussierte, bis heute fortwirken und die von nichtjüdischen Bürgern und speziell arabischen Bürgern beeinflussen. Schließlich werden die politischen Leitkonzepte und linien und die aktuellen Entwicklungen dieser Integrationspolitik diskutiert, in denen ein besonderer Fokus auf den arabischstämmigen Bürgern liegt. In einem Fazit werden die Ergebnisse zusammengefasst und die Forschungsfrage beantwortet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Die Integration in Israel

2. Governance und Integration: Zwei Hauptbegriffe

2.1 Governance

2.2 Integration

3. Die Geschichte der Bevölkerung des modernen Staates Israel: Griff bis in die Gegenwart

3.1 Vor der Gründung Israels: Die Kolonialsituation

3.2 Israel als eigener Staat – und Einwanderungsland?

3.3 Die Entwicklung der nicht-jüdischen Bevölkerung, speziell der arabischstämmigen

4. Die israelische Integrationspolitik

4.1 Leitlinien der Integration in Israel und die arabischstämmigen Bürger

4.2 Konfliktfelder der Integration

4.3 Beteiligte Akteure in der Governance der Integration in Israel

5. Fazit: Ein andauerndes Spannungsverhältnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie der Staat Israel seine arabischen Bürger integriert und welche Rolle der Public-Governance-Ansatz dabei spielt. Ziel ist es, die spezifische Situation dieser Minderheit im Kontext des jüdischen Selbstverständnisses des Staates zu analysieren und die politische Praxis sowie bestehende Konfliktfelder zu beleuchten.

  • Grundlagen von Governance und Integration
  • Historische Entwicklung Israels als Einwanderungsland
  • Status der arabischstämmigen Bevölkerung
  • Leitlinien und Akteure der israelischen Integrationspolitik
  • Identitätskonflikte und strukturelle Benachteiligung

Auszug aus dem Buch

3.1 Vor der Gründung Israels: Die Kolonialsituation

Der heutige Staat Israel liegt in Regionen mit einer historisch langen und vielfältigen Geschichte, unter anderem Palästina. Dieses gehörte, ebenso wie das jetzige Staatsgebiet, über lange Zeit zum Osmanischen Reich. Schon zu dieser Zeit immigrierten viele Juden im Zuge der Kibbuzbewegung in die Region. Inspiriert war ihr Tun vom Zionismus, die sich für den eigenen Staat einsetzten. Siedler lebten hier in relativ autonomen Gemeinschaften. In diesen wurden bereits Parteien gegründet (bzw. deren Anfänge vorbereitet), die später dann bedeutsam für die Staatsgründung sein sollten.

Als das Osmanische Reich dann in den Wirren des 1. Weltkrieges zerfiel, übernahm das Vereinigte Königreich das Mandat über Palästina, gestützt durch den Völkerbund. Sie sicherten der jüdischen Minderheitsbevölkerung die Schaffung eines israelischen Staates zu. Dies wiederum führte zu Verstimmungen mit der dort lebenden arabischen Bevölkerung, die ihrerseits zu Aufständen gegen die Juden sorgte. Gleichzeitig kam es ab 1933 durch die Politik der Nationalsozialisten in Deutschland zu immer größeren Einwanderungsversuchen von Juden in Palästina, die diese Spannungen verstärkten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Integration in Israel: Die Einleitung führt in die Problematik ein, wie Israel als jüdischer Staat mit seinen nicht-jüdischen, insbesondere arabischen Bürgern umgeht, und skizziert den methodischen Ansatz.

2. Governance und Integration: Zwei Hauptbegriffe: Dieses Kapitel definiert die zentralen theoretischen Begriffe Governance und Integration, um eine wissenschaftliche Grundlage für die weitere Untersuchung zu schaffen.

3. Die Geschichte der Bevölkerung des modernen Staates Israel: Griff bis in die Gegenwart: Hier werden die historischen Hintergründe beleuchtet, von der Kolonialzeit über die Staatsgründung bis hin zur differenzierten Entwicklung der jüdischen und nicht-jüdischen Bevölkerung.

4. Die israelische Integrationspolitik: Dieses Kapitel analysiert die konkreten politischen Leitlinien, die zentralen Konfliktfelder in Bildung und Arbeit sowie die beteiligten Akteure im israelischen Governance-System.

5. Fazit: Ein andauerndes Spannungsverhältnis: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert das anhaltende Spannungsverhältnis zwischen dem Anspruch als jüdischer Staat und der notwendigen Integration der arabischen Minderheit.

Schlüsselwörter

Israel, Integration, Arabische Bürger, Public Governance, Zionismus, Einwanderung, Minderheiten, Staatsbürgerschaft, Identität, Nahostkonflikt, Identitätspolitik, Politische Partizipation, Diskriminierung, Demografie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Integrationspolitik des Staates Israel unter Anwendung des Public-Governance-Ansatzes, mit einem spezifischen Fokus auf die arabischstämmigen Bürger.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Einordnung von Governance und Integration, die historische Bevölkerungsentwicklung Israels sowie die politischen Leitlinien und Konfliktfelder der Integration.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, wie Israel mit nicht-jüdischen Immigranten und Bürgern umgeht und wie die Integration arabischer Bürger unter Berücksichtigung des jüdischen Staatscharakters erfolgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt den politikwissenschaftlichen Ansatz der "Governance", um die verschiedenen staatlichen und gesellschaftlichen Prozesse und Akteure bei der Integration zu beschreiben.

Welche Inhalte werden im Hauptteil vertieft?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die historische Einbettung der Staatsgründung und die detaillierte Untersuchung der aktuellen Integrationspolitik sowie deren Akteure.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren das Dokument?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Israel, Integration, arabische Minderheit, Public Governance, Zionismus und Staatsverständnis geprägt.

Wie beeinflusst die Staatsdefinition als "jüdischer Staat" die Integration?

Laut der Arbeit stellt die Definition Israels als jüdischer Staat eine konstitutionelle Hürde für die vollständige Integration der arabischen Minderheit dar, da sich die staatlichen Leitlinien vornehmlich auf die jüdische Bevölkerung fokussieren.

Welche Rolle spielt das Militär in der israelischen Integrations-Governance?

Das Militär wird als zentraler Akteur identifiziert, der einerseits als Kontrollinstanz gegenüber der arabischen Minderheit fungiert und andererseits maßgeblich die politischen Prioritäten des Staates mitbestimmt.

Wie unterscheidet sich die Situation der arabischen Bürger von klassischen Migranten?

Da viele arabische Bürger bereits auf dem Staatsgebiet ansässig waren, handelt es sich nicht um klassische Migranten im Sinne der Einwanderung, was die Identitätsfindung und den rechtlichen Status verkompliziert.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Public Governance in Israel. Wie geht Israel mit nicht-jüdischen Immigranten um?
Untertitel
Die Integration arabischer Bürger in Israel
Note
1,3
Autor
Isabelle Büttner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
21
Katalognummer
V442968
ISBN (eBook)
9783668810235
ISBN (Buch)
9783668810242
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Israel Immigranten Judentum Arabische Bürger
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Isabelle Büttner (Autor:in), 2018, Public Governance in Israel. Wie geht Israel mit nicht-jüdischen Immigranten um?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/442968
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  21  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum