Der digitale Wandel der Versicherer


Bachelorarbeit, 2018

68 Seiten, Note: 2,0

Rainer Mottok (Autor:in)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wesentliche Aspekte der Digitalisierung
2.1. Definition der Digitalisierung
2.2. Entwicklung der Digitalisierung
2.2.1. Industrielle Revolutionen
2.2.2. Industrie 4.0

3. Analyse der Versicherungsbranche
3.1. Kennzahlen der Branche
3.2. Analyse der global Player
3.3. Spezifische Herausforderungen und Problematiken der Branche

4. Externe Entwicklungsfelder
4.1. Wandel der Kundenanforderungen
4.1.1. Wesentliche Veränderungen
4.1.2. Eigenheiten der Generationen Y und Z
4.1.3. Auswirkungen auf die Kernbereiche der Versicherungsunternehmen
4.2. Wandel im Vertrieb
4.2.1. Analyse des IST-Zustandes
4.2.2. Mögliche Entwicklungen und Trends
4.2.3. Chancen und Risiken

5. Interne Entwicklungsfelder
5.1. Wandel der Schadenbearbeitung
5.1.1. Analyse des IST-Zustandes
5.1.2. Mögliche Entwicklungen und Trends
5.1.3. Chancen und Risiken
5.2. Wandel der Betriebseinheiten
5.2.1. Analyse des IST-Zustandes
5.2.2. Mögliche Entwicklungen und Trends
5.2.3. Chancen und Risiken

6. Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1 - Versicherungsdichte in Europa9

Abb. 2 – Wirtschaftsleistung verschiedener Branchen in Deutschland in Mrd. Euro...10

Abb. 3 - Abhängig Beschäftigte in der Versicherungswirtschaft von 2012 bis 201611

Abb. 4 – Selbstständige Versicherungsvermittler / - berater von 2013 bis 2017.11

Abb. 5 – Versicherungsbeiträge in Deutschland in Mio. Euro.13

Abb. 6 – Operatives Ergebnis der Allianzgruppe

Abb. 7 - Vertriebswege Versicherungen 2016..

Abb. 8 - Informationsquellen vor Vertragsabschluss und Wert persönlicher Beratung

Abb. 9 – Eigenschaften des Vertriebsmodells der Zukunft...

1. Einleitung

„Alles was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert.“[1]

Diese vielfach zitierte Aussage von Carly Fiorina, der ehemaligen Vorstandsvorsitzenden von Hewlett Packard, fasst die bevorstehenden Entwicklungen in unserem beruflichen und auch privaten Leben treffend zusammen.

Bereits heute ist es keine Zukunftsvision mehr, dass Türklinken mit dem Smartphone kommunizieren und Roboter Pakete ausliefern. Studenten am anderen Ende der Erdhalbkugel ist es möglich, virtuelle Kurse an der heimischen Universität zu belegen und die Anzahl fester Plätze und Zeiten der Erwerbsarbeit nimmt stetig ab. Belegschaften fordern beispielweise in der Finanzdienstleistungsbranche noch flexiblere Arbeitszeiten und vermehrt Home-Office-Tage. Derartige Entwicklungen werden durch die Kombinationen aus digitalen Prozessen und fortlaufenden Datenströmen in erheblichem Volumen ermöglicht.[2]

Typische Eigenschaften eines Megatrends sind tiefe, langfristige und weltweite Veränderungen in nahezu jeder Lebensphase. Es lässt sich folglich erkennen, dass der digitale Wandel einer der bedeutendsten und größten Megatrends unserer Zeit ist.

Besonders deutlich wird die Aktualität dieses Themas durch die neuesten Datenskandale bei Facebook und Co.. Über die detaillierten Hintergründe und die damit verbundenen Nutzungsmöglichkeiten der Daten berichteten die Medien vergleichsweise wenig, was wahrscheinlich auf angstgetriebene Toleranz und unterbewusstes Wissen über die tatsächlichen Nutzungsmöglichkeiten zurückzuführen ist.

„Die Technik entwickelt sich immer mehr vom Primitiven über das Komplizierte zum Einfachen.“ 
Antoine de Saint-Exupéry, der berühmte französischen Schriftsteller, kam zu dieser Erkenntnis, welche sich auch auf die heutige Entwicklung der Digitalisierung in der Weltwirtschaft übertragen lässt. Man denke hierbei nur an die komplizierten und uneinheitlichen Großrechnersysteme diverser Unternehmen in den 80er und 90er Jahren. Diese mussten zum Teil über kryptische Einzelbefehle bedient werden, welche in ihrer Anzahl umfassend waren. Die heutigen Systemlandschaften entwickeln sich vermehrt in Richtung selbsterklärende Bedienung, was eine einfache Handhabung oftmals möglich macht.

Zu Beginn dieser digitalen Lösungen stand das Primitive, wodurch sich die Übertragbarkeit des Zitats bestätigt und der Kreislauf schließt.

Auch wenn es sich hierbei nur um ein einzelnes erklärendes Beispiel handelt, so lässt sich nach Auffassung des Verfassers doch eine richtungsweisende Vorhersage für viele Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung ableiten.

Das Vorgehen dieser Arbeit ist wie folgt:

Nach Definition der Digitalisierung und Erläuterung der vorangehenden Entwicklungen wird die Versicherungswirtschaft, einschließlich ihrer Global Player und spezifischen Herausforderungen, analysiert. Diese Bereiche sind die nötigen Voraussetzungen für die nachfolgende Betrachtung der externen und internen Entwicklungsfelder. Innerhalb der externen Entwicklungsfelder sind die Kundenanforderungen, welche durch die Digitalisierung verändert werden, der IST-Zustand, aktuelle Entwicklungen und Chancen, sowie Risiken des Vertriebs aufgezeigt. Unter den internen Entwicklungsfeldern ist der digitale Wandel der Schaden- und Betriebseinheiten beschrieben. Auch hierbei sind zunächst der IST-Zustand, sowie spezifische Trends und deren Chancen und Risiken erläutert. Das abschließende Fazit ist eine kurze Zusammenfassung der erarbeiteten Erkenntnisse mit weiterführender Bewertung der Chancen und Risiken, welche schließlich in einem kurzen Ausblick auf den möglichen Wandel mündet.

Ziel der Arbeit ist insbesondere die detaillierte Analyse der neuen Technologien, welche die aktuellen Trends erst ermöglichen und deren Einsatzpotenziale innerhalb der Versicherungsbranche, vorallem künstliche Intelligenzen sind thematisiert. Daraus resultiert die nachfolgende Frage:

Wie verändert die Digitalisierung die Unternehmen und bis zu welchem Grad lässt sich dabei der Faktor Mensch ersetzen?

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird in der vorliegenden Arbeit die gewohnte männliche Sprachform bei personenbezogenen Substantiven und Pronomen verwendet. Diese Formulierungsform ist keine Benachteiligung des weiblichen Geschlechts, sondern soll im Sinne der sprachlichen Vereinfachung als geschlechtsneutral zu verstehen sein.

2. Wesentliche Aspekte der Digitalisierung

2.1. Definition der Digitalisierung

Der Begriff der Digitalisierung meint die Transformation von analogen Informationen in einen binären Zahlencode. Dieser kann von digitalen Endgeräten verarbeitet und verwertet werden. Zu erwähnen ist, dass mit Computern zu Beginn lediglich mathematische Problemstellungen gelöst werden sollten. Diese Tatsache spiegelt sich auch in der Bedeutung des englischen Wortes compute wieder, welches mit rechnen zu übersetzen ist. Die Digitalisierung analoger Inhalte fand erst später statt. Zwischenzeitlich können durch erweiterte Speicher- bzw. Verarbeitungskapazitäten und Bandbreiten Texte, Bilder, Videos und Musik digitalisiert werden.[3] Zur Rekonstruktion materieller Objekte sind die Zusammensetzung, der Aufbau und die Form der Information bedeutend.[4]

Durch die Verarbeitung der binären Zahlencodes mithilfe von digitalen Endgeräten in Kombination mit mathematischen Analysen ist der Mehrwert vorhandener Daten um ein Vielfaches leichter zu erkennen.[5] Es werden immer mehr Bereiche unserer Umwelt datafiziert, weshalb wir heute über deutlich mehr Daten verfügen. In dem Umfang dieser Datenvolumina liegt auch ein tieferer Grund für die heutigen Nutzungsmöglichkeiten. Der Mensch hatte schon vor dem Computerzeitalter den Drang sämtliche Daten der Welt zu ermitteln und festzuhalten, die Digitalisierung beschleunigt diesen Antrieb weiter.[6]

2.2. Entwicklung der Digitalisierung

2.2.1. Industrielle Revolutionen

Die Digitalisierung wird oftmals als Industrie 4.0 bezeichnet, da dieser Begriff in Verbindung mit den drei industriellen Revolutionen steht.

Die Weiterentwicklung des Manufakturwesens hin zur mechanisierten Produktion ist die erste Revolution und ist durch mechanische Webstühle und Dampfmaschinen in Industriebetrieben gekennzeichnet

Die Fließbandarbeit und der Taylorismus stehen für die zweite industrielle Revolution des frühen 20. Jahrhunderts. Neue Arbeitsabläufe und -organisationen, sowie technische Fortschritte ermöglichten die Massenproduktion. Durch die Erfindung des Mikroprozessors wurde die dritte Revolution eingeleitet, wobei ein ganzheitlicher Ansatz von Computern, Sensoren, Schaltkreisen und Robotern möglich war und somit Industriemaschinen seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts um ein Vielfaches produktiver und eigenständiger waren. Mit dieser Revolution geht auch die Entstehung der Dienstleistungsgesellschaft einher, welche durch die gesunkenen Beschäftigungsmöglichkeiten für in der Industrie arbeitende Menschen entstanden ist.

Die beschriebenen Revolutionen haben allesamt einen massiven Wandel der Arbeits- und Lebenswelt gemein, welcher jedoch durch die gestiegene Automatisierung zwangsläufig ist.[7]

2.2.2. Industrie 4.0

Bei der Digitalisierung handelt es sich folglich um ein mit anderen Entwicklungen vergleichbares Phänomen der Weltwirtschaft. Problematiken der sozialen Anpassung aufgrund neuer Technologien gab es bereits zur Zeit der industriellen Revolution.[8]

Beispielsweise leisteten Arbeiter, welche durch neue Techniken nicht weiter gebraucht wurden massiven Widerstand.

Der Blick in die Vergangenheit erscheint lohnenswert. Zwischenzeitlich wird jedoch eine neue Qualitätsstufe erreicht, welche zu entscheidenden Veränderungen führen kann.[9]

Wie kommt es zu dieser neuen Qualitätsstufe? Erklärend ist ein Blick auf die Vision der Industrie 4.0, wonach Menschen, Maschinen, Ressourcen und Produkte selbstverständlich vernetzt kommunizieren und auch interagieren.[10] In modernen Industriestrukturen arbeiten Mitarbeiter und intelligente Roboter zusammen, wodurch ein permanenter Informationsaustausch stattfindet.[11]

Aufgrund der direkten und vermehrt ortsunabhängigen Datenerfassung werden Entscheidungsprozesse zudem deutlich beschleunigt und Markteintrittszeiträume für innovative Produkte und Dienstleitungen reduzieren sich in der Folge um ein Vielfaches.[12]

Modernste Informations- und Kommunikationstechnik ist mit der Produktion verbunden, sodass individuelle, dem Kundenwunsch entsprechende Produkte zum Preis von Massenwaren in höchster Qualität herstellbar sind. Idealerweise sind alle Lebensphasen eines Produktes zu berücksichtigen, was somit die Entwicklung, Fertigung, Nutzung, Wartung und das Recycling betrifft.

Die Möglichkeit des Druckens in 3-D ist in diesem Zusammenhang ein besonders oft verwendetes Beispiel, zumal dadurch eine Kräfteverschiebung erfolgen kann. Die Größe eines Unternehmens ist dadurch mitunter nicht mehr entscheidender Wettbewerbsvorteil, sondern mehr die Geschwindigkeit des Handelns.[13]

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es sich bei der Industrie 4.0 um die intelligente Vernetzung von Menschen, Prozessen und Maschinen handelt.[14] Unter dieser Vernetzung ist die autonome und situative Steuerung zu verstehen ermöglicht durch Wissen, Sensorik und Ressourcen.[15]

Die Industrie 4.0 ist einer der bedeutendsten branchen- und länderübergreifenden Megatrend unserer Zeit, welcher uns von nun an noch stärker betreffen wird. Diese Arbeit beschäftigt sich wegen der Tragweite des Themas ausschließlich mit den durch die Digitalisierung entstehenden Veränderungen innerhalb der Versicherungswirtschaft.

3. Analyse der Versicherungsbranche

3.1. Kennzahlen der Branche

Die Versicherungsbranche ist einer der größten Wirtschaftszweige Deutschlands, was

das Verhältnis zwischen Bruttoinlandsprodukt und den Prämieneinnahmen der Branche bestätigt. Seit Beginn der 1960er Jahre hat sich dieses Verhältnis massiv verändert. Damals lag der Anteil der Beitragseinnahmen am Bruttoinlandsprodukt bei knapp 3 %, wogegen er im Jahr 2016 bereits 6,2 % betrug. Es lässt sich ein Zuwachs von über 100% verzeichnen.

Bei Betrachtung dieses Parameters ist ebenso die Steigerung des Bruttoinlandsproduktes zu berücksichtigen, welches in Milliarden Euro im Jahr 1960 noch 154,77 und 2015 bereits 3.032,82 betrug.[16]

Interessant ist die Positionierung Deutschlands in Bezug auf die Versicherungsdichte[17] in Europa. Deutschland befindet sich in dieser Kategorie im unteren Mittelfeld. Die nachfolgende Abb.1 beschreibt die Werte der Vergleichsländer innerhalb Europas.[18]

Abb.1 - Versicherungsdichte in Europa [19]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mit der Entwicklung der Versicherungsbranche wurde die Steigerung der gesamten Wirtschaftsleistung unterstützt. Der Zeitraum von 1995 bis 2008 verzeichnet bereits ein BIP-Wachstum von 67 Milliarden Euro, womit das durchschnittliche Wachstum in diesem Betrachtungszeitraum durch die Versicherungswirtschaft um

0,2 % höher ausgefallen ist, sodass insgesamt eine Steigerung von 1,5 % erreicht wurde. Diese ist auf die Entwicklungen der Versicherungsbranche zurückzuführen. Die volkswirtschaftlich relevanten Erwerbstätigen der Versicherungswirtschaft entsprechen lediglich 1,4 % der Gesamtmasse, diese sind jedoch für ein Achtel des Wirtschaftswachstums verantwortlich.[20] Der Vergleich dieser Kennzahlen offenbart das Potenzial und die Bedeutung.

Die Unterschiede der Wirtschaftsleistung mit anderen Branchen sind ebenfalls zu betrachten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2 – Wirtschaftsleistung verschiedener Branchen in Deutschland in Mrd. Euro im Jahr 2012[21]

So erwirtschaftete beispielsweise der Einzelhandel im Jahr 2012 einen Betrag von 474,4 Mrd. Euro, auf die KFZ-Herstellung entfielen 325,9 Mrd. Euro. Im gleichen Jahr setzten Versicherungsunternehmen und Pensionskassen lediglich 236,6 Mrd. Euro um.[22] Die nachfolgende Abbildung verdeutlicht die Unterschiede dieser Branchen.

Derzeit sind ca. 300.000 Menschen in Versicherungsunternehmen abhängig beschäftigt, zusätzlich agieren 230.000 Menschen als selbständige Versicherungsvermittler und –berater.[23] Den beiden nachfolgenden Abbildungen ist jedoch ein leicht rückläufiger Trend der Beschäftigungszahlen zu entnehmen, welcher nach Auffassung des Verfassers größtenteils auf die Digitalisierung, Umstrukturierungen und Prozessoptimierungen zurückzuführen ist.

Abb. 3 - Abhängig Beschäftigte in der Versicherungswirtschaft von 2012 bis 2016[24]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4 – Selbstständige Versicherungsvermittler / - berater von 2013 bis 2017[25]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Es bestehen 431 Mio. Versicherungsverträge, wodurch ein Gesamtumsatz von 194.309 Millionen Euro jährlich entsteht.[26] Die Versicherungswirtschaft gehört damit zu den umsatzstärksten Branchen Deutschlands.

Im Nachfolgenden sind die Kennzahlen der einzelnen Versicherungssparten näher beschrieben. Es wird hierbei zwischen der Lebens-, der privaten Krankenversicherung sowie der Schaden- und Unfallversicherung unterschieden.

Lebensversicherung

Es handelt sich dabei überwiegend um Kapitalanhäufungen zur privaten und betrieblichen Altersvorsorge. Zusätzlich kann das Risiko des Todes und der Berufsunfähigkeit abgesichert sein. Dieser Teilbereich umfasste 2016 insgesamt 89 Mio. Verträge mit Beitragseinnahmen von 90.763 Mio. Euro. Es flossen Leistungen in Höhe von 115.060 Mio. Euro ab. [27]

Private Krankenversicherung

In diesem Sektor wird individueller Versicherungsschutz für das Risiko der gesundheitlichen Beeinträchtigung angeboten. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung auf der Basis privatrechtlicher Verträge, welche unterschiedliche Leistungen beinhalten und an die Versicherten individuell anpassbar sind. Weitere Untergliederungen in die Voll- bzw. Zusatzversicherung und die Pflegepflichtversicherung sind möglich. In dieser Sparte existierten 2016 in Summe 33,9 Mio. Verträge mit einem Umsatz von 37.250 Mio. Euro. Es waren Leistungen von 26.535 Mio. Euro zu verzeichnen. [28]

Schaden- und Unfallversicherung

In diesem Bereich stehen Versicherungslösungen für nahezu jeden der übrigen Lebensbereiche zur Verfügung. Nennenswert sind beispielsweise die Unfallversicherung, die technische bzw. Transportversicherung, sowie die Hausrat- und Wohngebäudeversicherung.

Nachfolgende Kennzahlen gelten für das Jahr 2016: 307,9 Mio. Verträge, Betragseinnahmen von 66.296 Mio. Euro und Leistungsabgänge in Höhe von

49.253 Mio. Euro. [29]

Bei Betrachtung der nachfolgenden Tabelle fällt auf, dass die Beitragseinnahmen der Lebensversicherung einen kontinuierlichen, leichten Zuwachs bis 2013 und einen leichten Rückgang in den Folgejahren bis 2016 zu verzeichnen hatten. Die Beitragseinnahmen der anderen Sparten stiegen kontinuierlich leicht an.

Abb. 5 – Versicherungsbeiträge in Deutschland in Mio. Euro[30]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.2. Analyse der global Player

Die größten global Player der Assekuranz in Deutschland sind die Allianz Group, die Munich Re Group und die Talanx AG.

Die Allianz Group ist ein globaler Finanzdienstleister, welcher Tochtergesellschaften in vielen Teilen der Welt unterhält. Im Jahr 2016 sind Beitragseinnahmen von 122.416 Mio. Euro[31] verbucht worden, welche im Folgejahr auf 126.100 Mio. Euro anstiegen. Für die Versicherungsgruppe arbeiteten 2017 ca. 140.000 Mitarbeiter in über 70 Ländern, während 88 Mio. Privat- und Unternehmenskunden ihr Vertrauen in dieses globale Unternehmen setzten. Das operative Ergebnis belief sich auf 11.100 Mio. Euro.[32] Eine Übersicht nach Segmenten und Regionen bieten die folgende Grafiken.

Abb. 6 – Operatives Ergebnis der Allianzgruppe 2017 [33] nach Segmenten

Die Munich Re Group ist eine global führende Versicherungsgruppe, welche die Geschäftsfelder der Erst- und Rückversicherung kombiniert. Sie erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von 48.851 Mio. Euro und im Folgejahr 49.100 Mio. Euro.[34] Am 31.12.2017 waren 42.410 Menschen für den Konzern tätig, wovon 28,6 % auf das Rückversicherungs- und 71,4 % auf das Erstversicherungsgeschäft entfallen. In der Rückversicherung ist die Gruppe in 160 Ländern für mehr als 4.000 Firmenkunden aktiv.

Die Ergo Group AG ist nach dem Aktienrecht der Munich Re Gruppe zu 100 % zuzuordnen. Die Ergebnisse der Ergo Gruppe fließen in das der Munich Re Group ein.[35]

Die Talanx AG ist ein global tätiger Mehrmarkenanbieter mit Vertretungen auf allen Kontinenten, was eine Gesamtheit von 150 Ländern bedeutet.[36]

Der Konzern erwirtschaftete 2016 in Summe 31.106 Mio. Euro[37] und im Jahr 2017 33.060 Mio. Euro durch Versicherungsbeträge. Im Jahr 2017 waren 20.419 Mitarbeiter für den Versicherer tätig.[38]

3.3. Spezifische Herausforderungen und Problematiken der Branche

Die bedeutendsten Herausforderungen der Versicherungswirtschaft entstehen, neben der Umsetzung des digitalen Wandels, durch die Entwicklung der Kapitalmärkte, die steigenden regulatorischen Anforderungen, gesetzlichen Zwänge und Anforderungen an die Produkte.[39] Ebenso steigen die Erwartungen der Mitarbeiter und zukünftigen Bewerber an die Versicherer als Arbeitgeber. Zudem verursacht die Digitalisierung neue Erwartungen auf Seiten der Kunden und Mitarbeiter.[40]

Zur Entwicklung der Kapitalmärkte in den vergangenen Jahren ist zu sagen, dass Zentralbanken der Industrieländer niedrige Nominalzinsen[41] durch eine gelockerte Geldpolitik hervorgerufen haben. Die parallel niedrige Inflationsrate ermöglicht stark reduzierte Realzinsen[42]. Von den beschriebenen niedrigen Zinsarten erwartet man sich ein Überwinden der Investitionsschwäche, sowie das Verhindern von deflationären Entwicklungen. In der Folge soll das Wirtschaftswachstum steigen, wobei die Geldpolitik allein dieses Ziel nicht erreichen kann. Es wird sogar angenommen, dass mit dieser Art der Politik die falschen Anreize gesetzt sind.[43] Beispielsweise könnte sich die Bevölkerung zur Erhöhung der Sparquote ermutigt fühlen, weil die Investitionssummen der EZB als Unsicherheit wahrgenommen werden.

Der EZB-Chef Mario Draghi nennt hingegen den Leistungs[44] - und Sparüberschuss Deutschlands als einer der für die Niedrigzinsen verantwortlichen Ursachen. Er begründete seine Aussage damit, dass die niedrigen Leitzinsen der Zentralbanken nicht als Ursache angesehen werden können, sondern als ein Symptom. Das zentrale Problem soll der gegebene Sparüberschuss sein, welcher durch Investitionen nicht vollständig ausgeglichen werden kann. Beispielhaft nennt er in diesem Bezug Deutschland. Die größte Volkswirtschaft des Euroraums verbucht seit beinahe einem Jahrzehnt einen, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, Leistungsbilanzüberschuss von über 5 %.

Dieser Wert ist im Vergleich mit anderen Volkswirtschaften, als sehr hoch zu bewerten.[45] Die EU-Kommission spricht hingegen erst ab einem Überschuss von

6 % über mehrere Jahre hinweg von einem potentiellen und gefährlichen makroökonomischen Ungleichgewicht. Gewerkschaftsnahe Kritiker sehen dagegen zu geringe Löhne und den daraus resultierenden reduzierten Konsum als Ursache.[46]

Zusammenfassend ist Uneinigkeit über die genauen Gründe und deren Einflussgrad festzustellen.

Zu erwähnen ist im Gegenzug die gute Weltkonjunktur, welche zu steigenden Unternehmensgewinnen im Jahr 2017 führte, wobei die dadurch freigesetzten Anlagevolumina verstärkend wirkten. Professionelle Bewertungen, politische Risiken, oder temporäre Preisrückschläge irritierten die Anleger offenbar nicht, sondern boten ihnen vielmehr Kaufgelegenheiten. Ende 2017 konnte der DAX eine Steigerung von 13 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen und der Rentenmarkt wurde weitgehend von dem Thema des ausbleibenden Inflationsdrucks beherrscht. Die langfristigen Renditen veränderten sich nur unwesentlich, wobei die amerikanische Notenbank 2017 zumindest dreimal Zinserhöhungen vollzog. Die europäische Zentralbank versprach folglich ihr Anleihekaufprogramm zumindest zu reduzieren.[47]

Für die Versicherungswirtschaft waren die gewinnträchtigen Anlagemöglichkeiten der vereinnahmten Beitragssätze ein volumenstarkes Standbein. Obendrein wurden dadurch in der Vergangenheit einige Lebensversicherungsprodukte mit Garantieverzinsungen deutlich oberhalb des gegenwärtigen Zinsniveaus vertrieben. Durch die starke Reduktion dieser Ertragsmöglichkeit musste eine Verlagerung der Konzentration auf die Versicherungstechnik[48] erfolgen. Es handelt sich um eine Erkenntnis aus der Berufserfahrung des Verfassers.

Problematisch sind auch die regulatorischen Anforderungen und gesetzlichen Zwänge, welchen die Versicherungsbranche unterliegt, beispielsweise die EU-Vermittlerrichtlinie (IDD).

Die Versicherungsmakler, Versicherungsvertreter und Versicherungsberater sind hiervon betroffen.

Von dem genannten Personenkreis werden zukünftig die Eigenschaften der Zuverlässigkeit, der geordneten Vermögensverhältnisse und Sachkunde verlangt. Darüber hinaus ist der Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung verpflichtend. Der Nachweis über die erforderliche Sachkunde kann über die IHK-Prüfung Geprüfter Versicherungsfachmann IHK oder eine gleichgestellte berufliche Qualifikation erbracht werden.[49] Diese Voraussetzung sorgt insofern für Herausforderungen, als dass bisherige Vertreter des Berufsbildes keinen Sachkundenachweis erbringen mussten. In der Folge ist es vielen Vermittlern heute nicht möglich einen Sachkundenachweis zu erbringen, zumal es sich um Personen mit Ausbildungs- und Studienabschlüssen in anderen Bereichen handelt.

Die vermittelnden, sowie auch direkt an der Vermittlung und Beratung mitwirkende Personen sind zukünftig dazu verpflichtet, 15 Zeitstunden pro Kalenderjahr nachweislich in fachliche Weiterbildung zu investieren.[50]

Zur genauen Höhe der bei der Vermittlung an den Berater fliesenden Provisionen erübrigt sich eine Angabe, anders als anfangs gefordert. Es muss ausschließlich ein Hinweis darüber erfolgen, dass Provisionszahlungen geleistet werden.[51]

Nach Auffassung des Verfassers wird dadurch lediglich ein Sachverhalt kommuniziert, welcher bereits dem Großteil der Bevölkerung bekannt ist. Diese Entscheidung sollte der Versicherungswirtschaft aber auch zu Gute kommen, zumal sich die potentiellen Kunden nicht von der Höhe der Provisionen beeinflussen lassen und ihr Urteil mehr auf die sachlichen Argumente stützen können.

Die grundsätzliche Problematik der bevorzugten Vermittlung von provisionsstarken Produkten seitens der Vertriebspartner bleibt dagegen weitgehend unberührt. Die Einführung der Rechtsperson des Versicherungsberaters wirkt diesem Problem zumindest in Teilen entgegen. Versicherungsberater erhalten keine Provisionen, sondern stattdessen ein Honorar für die geleistete Beratung. Das Honorar fällt unabhängig von der Produktart, der Beitragshöhe und dem Abschluss eines Vertrages an. Problematisch präsentiert sich die nicht vorgesehene Kundenbetreuung nach Abschluss des Versicherungsvertrages.

Nach Auffassung des Verfassers beeinflusst die fortlaufende Kundenbetreuung die Zufriedenheit der Verbraucher, sowie die Akquisition des Folgegeschäftes maßgeblich.

Die letzte große Herausforderung der Versicherungswirtschaft betrifft die gestiegenen Anforderungen an die Versicherer als Arbeitgeber. Dieser Umstand verstärkt sich durch das insgesamt negative Image der Versicherungsbranche und die dadurch reduzierte Attraktivität für Absolventen der beruflichen und akademischen Bildungswege.

Sabia Schwarzer, verantwortlich für globale Kommunikation innerhalb der Allianz Group, antwortete in einem Interview auf die Frage nach den Gründen für die geringe Attraktivität der Versicherungsbranche mit folgenden Argumenten.

Ihrer Ansicht nach verkauft sich die Branche schlecht. Nur eine geringe Anzahl von Studienabsolventen wissen beispielsweise, dass Versicherer bei der Entstehung von Kinofilmen eine maßgebliche Rolle spielen.[52]

Nach Auffassung des Verfassers ist damit die Absicherung vor finanziellen Risiken und Unfallgefahren bei der Produktion von Kinofilmen gemeint. Die Bedeutung der Branche für jeden Einzelnen und die Wirtschaft im Allgemeinen ist folglich vielen nicht bekannt.

Ähnlich verhält es sich bei großen Infrastrukturprojekten, wobei die Assekuranz für einen reibungslosen Ablauf vom Bau bis zur Inbetriebnahme sorgt. Zusätzlich ermöglicht die Branche eine anhaltende Stabilität und Marktpräsenz vieler Unternehmen, zumal Unterstützung bei unvorhersehbaren und existenziellen Ereignissen geboten wird. Im Allgemeinen trifft Frau Schwarzer die Vorhersage, dass klassische Aufstiegschancen und Hierachien in der Zukunft eine untergeordnete Rolle spielen. Viel entscheidender soll der erkennbare Wert der eigenen Arbeit im Gesamtkonzern sein. In diesem Bezug spielen die Gestaltungsspielräume und die Möglichkeiten zur Verantwortungsübernahme innerhalb einer Hierachiestufe eine zentrale Rolle.[53]

Dennoch wird über einen hohen Stellenwert der Ausbildung berichtet, sodass jedes Jahr etwa 4.200 junge Menschen eine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen beginnen. Im Jahr 2015 kamen auf einen Ausbildungsplatz rund 20 Bewerber. Es wird der Eindruck einer komfortablen Situation, angesichts des drohenden Fachkräftemangels suggeriert. Durch die Alterung der Belegschaften und die zurückgehende Zahl von Schulabgängern ist in der Zukunft jedoch von einer negativen Veränderung dieses Verhältnisses auszugehen. Zusätzlich ist zu bedenken, dass auch bereits jetzt einige Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben, weil keine geeigneten Kandidaten zu finden sind.[54]

Hinzu kommen die veränderten Anforderungen der Generationen Y und Z an die Arbeitswelt.[55] Die Generation Y gilt als markenaffin, weshalb klare und glaubhafte Arbeitgeber mit Alleinstellungsmerkmalen beliebt sind. Ebenso wird sowohl von den Arbeitnehmern, als auch den Arbeitgebern Flexibilität erwartet. Konkret sind damit flexible Arbeitstage, Sabbaticals und Home-Office-Tage gemeint. Neben dem Sicherheitsbedürfnis werden starre Regelungen und Hierachien negativ bewertet. Gestaltungsfreiraum und Freizeit befinden sich im Gleichgewicht mit den Sicherheitsbedürfnissen. Einen entscheidenden Stellenwert nimmt die Selbstverwirklichung in Form von als sinnvoll und erfüllend betrachteten Aufgaben ein.[56]

Die jüngste für den Arbeitsmarkt relevante Generation Z stellt nochmals veränderte Anforderungen an die Arbeitgeber. Diese Generation ist nach 1995 geboren und absolviert gerade ihre berufliche oder akademische Ausbildung. Teilweise werden auch bereits erste praktische Erfahrungen in der Berufswelt gesammelt. Derzeit beeinflussen rund 3 Millionen Vertreter der Generation Z den Arbeitsmarkt. So gibt der Arbeitsmarktexperte Christian Scholz zu bedenken, dass die vorhandenen Forderungen und Ansichten entscheidend von denen der Generation Y abweichen. Die Bestrebungen deuten in Richtung geregelte Arbeitszeiten, unbefristete Verträge und klare Strukturen. Berufliche E-Mails möchten sie ausschließlich während der Arbeitszeit bearbeiten. Die klare Abgrenzung von Berufs- und Privatleben ist das Kredo, welches mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Folge der Arbeitsgewohnheiten der Generation Y ist.[57]

Nach Auffassung des Verfassers verfolgt sie mitunter eine Verschmelzung von Privat- und Berufsleben, trotz angestrebter Freiräume, was negative Folgen mit sich brachte, beispielsweise Erschöpfungszustände.

Die Loyalität zum Arbeitgeber ist bei der Generation Z besonders gering, ein Unternehmenswechsel wird bei Nichtgefallen sehr zeitnah vollzogen. Scholz widerstrebt die Fokussierung der Unternehmen auf die Generation Y, während das Selbstverständnis der jüngeren Generation unbeachtet bleibt.[58]

Es ist offensichtlich, dass sich die Gesamtheit der Anforderungen nur in Teilen mit dem vorhandenen bürokratischen Image der Versicherungswirtschaft vereinen lässt, obgleich es von der Realität abweichen mag. Und selbst wenn sich Vertreter der beschriebenen Generationen nicht davon abhalten lassen, einer Tätigkeit innerhalb der Versicherungsbranche nachzugehen, sind die dort vorherrschenden Führungskulturen und auch die digitalen Lösungsansätze oftmals noch den Anforderungen und Ansichten älterer Generationen geschuldet. Konfrontationen und Kostenverschwendung aufgrund ineffizienter Arbeitsweisen sind dadurch nach Auffassung des Verfassers unausweichlich.

Zusätzlich prognostiziert der Verfasser auf der einen Seite eine Minimierung dieser allgemeinen Problematik durch die bevorstehende Digitalisierung, zumal von einem verringerten Personalbedarf auszugehen ist, auf der anderen Seite sollten hochqualifizierte und anspruchsvolle Tätigkeitsbereiche, welche insbesondere ausgeprägte soziale Kompetenzen erfordern, bestehen bleiben. Personen mit dafür hinreichenden Qualifikationen sollten die beschriebenen Forderungen noch bewusster und intelligenter verfolgen. Daher ist nur von einer Linderung der Problematik auszugehen.

Die Herausforderungen durch die Digitalisierung sind in dem nachfolgenden Text behandelt.

4. Externe Entwicklungsfelder

4.1. Wandel der Kundenanforderungen

4.1.1. Wesentliche Veränderungen

Die bisher beschriebenen Facetten der Digitalisierung sind auch deshalb von beträchtlicher Bedeutung, da sich das Konsumverhalten der Menschen enorm verändert hat. Es folgt eine Analyse der Veränderungen im Einkaufsverhalten und der Kommunikation in anderen Branchen.

Noch vor wenigen Jahren beantragten die Bürger bei der Deutschen Bundespost ihre Festnetzanschlüsse und hofften dabei auf eine möglichst zeitnahe Genehmigung und Installation. Die Beantragung und damit einhergehende Kommunikation erfolgte über das Postamt mit einem von Hand ausgefüllten Formular. Die Installation führten Techniker der Bundespost vor Ort durch. Man sprach von einem guten Kundenservice, wenn die Berater adäquate Lösungsansätze lieferten, die Hotlinekosten und Wartezeiten gering, oder aber die Öffnungszeiten auf den beruflichen Alltag abgestimmt waren. Die Optimierung der Organisationen erfolgte anhand der Anforderungen an Technik, Produkt und Prozess. Der Kunde selbst wurde oftmals lediglich als Antragsteller betrachtet.[59]

Heute ist von einer Always-On -Kultur die Rede, welche für Onlineaktivitäten der Menschen zu jeder Tageszeit steht. Dadurch wachsen die Anforderungen an Qualität, die Individualisierbarkeit der Produkte und die Geschwindigkeit der Lieferungen. Des Weiteren werden immer höhere Erwartungen an die Zeit nach dem Erwerb der Produkte gestellt.[60] Nach Auffassung des Verfassers sind damit hochwertige Kundenbetreuungen und passende Folgeangebote gemeint.

Die Produkt- und Serviceangebote sind nicht weiter die gestaltenden Kräfte dieser Entwicklung, vielmehr findet eine Verschiebung hin zu den vernetzten, mobilen und hochinformierten Kunden statt. Aus deren Verhalten entstehen die Trends der betrieblichen Strukturanpassungen, welche auch die Vernetzung der Unternehmen beinhalten.[61]

Die eigenen Technik-, Produkt- und Prozessanforderungen sind die Faktoren, welche das Kundenerlebnis in der Vergangenheit maßgeblich beeinflusst haben. Wie bereits beschrieben verursacht die Digitalisierung jedoch eine Fokusverschiebung hin zum Kunden selbst.

Vor diesem Hintergrund ermittelte die Deutsche Telekom die inzwischen bedeutenden Serviceeigenschaften, welche aufgrund ihres digitalen Kerngeschäftes stellvertretend sein sollten. Diese sind: Schnelligkeit, Transparenz, Unabhängigkeit in Ort und Zeit, Verlässlichkeit, Individualität und Empathie.

Als Folge dieser Ermittlung wurden den Anforderungen entsprechende Handlungsfelder definiert. Bereits dadurch verändert die Digitalisierung das Unternehmen. Durch seine Kundenorientierung, Flexibilität und Schnelligkeit als Marktführer sind neue Standards für die Branche und darüber hinaus gesetzt.[62]

Ein konkreteres Beispiel ist die Entwicklung der Fressnapf-Gruppe. Diese ist Marktführer im Heimtierbedarf in Europa, beschäftigt inzwischen über 10.000 Menschen in 1.400 Fachmärkten und wurde 1990 durch Torsten Toeller gegründet.[63] Vor der Digitalisierung herrschte im Handel ein starkes Ungleichgewicht bei der Wissensverteilung zwischen Kunden und Händlern. Heutige Recherche- und Informationsmöglichkeiten des Internets führen zu einer Emanzipation der Kunden und letztlich zu den bereits erwähnten hochinformierten Interessenten.

Durch diese Umverteilung des Wissens ist es den potentiellen Kunden möglich, die Angebote der Händler sehr detailliert zu vergleichen und zu bewerten. Für die endgültige Kaufentscheidung ist, insbesondere aufgrund des umfassenden Angebotes und der dazu vorliegenden Informationen, die kompetente Beratung gefragt. Diese beiden Effekte führen bei Unternehmen, welche aus dem stationären Handel stammen, zu zwei entscheidenden Strategiefragen, so auch bei Fressnapf. Wie kann der entstandene Preisdruck kompensiert werden, ohne den primär preisbewussten Kundentyp zu enttäuschen? Wie gelingt die Positionierung des Händlers als Beratungsexperte für das umfassende Angebot?

Im Handelssegment des Tierbedarfs konnten sich in der Vergangenheit starke Wettbewerber etablieren, welche als reine Online-Händler fungieren. Trotz dieser Entwicklung konnte Fressnapf seinen profitablen Wachstumskurs fortführen und sogar weitere Marktanteile gewinnen.

Man ermöglichte diese Fortführung durch das Bereitstellen eines eigenen Webshops, welcher zugleich eine Verbindung zwischen Online-Handel und stationären Einzelhandel darstellt.[64]

Nach Auffassung des Verfassers konnte den hochinformierten Kunden somit eine kompetente Beratung geboten werden, welche zugleich mit deren Online-Aktivitäten verknüpft ist. Damit ist sowohl das Bedürfnis nach der Nutzung neuer Kommunikationskanäle, als auch das nach einer qualitativ hochwertigen und persönlichen Beratung befriedigt worden.

Eine intelligente Preispolitik und die geschickte Vermarktung der starken Fressnapf-Marken leisteten ihr Übriges.[65]

Es ist unschwer zu erkennen, dass etablierte Unternehmen aus der analogen Welt dem digitalen Wandel und insbesondere den dadurch veränderten Kundenanforderungen nicht machtlos gegenüber stehen. Es bestehen folglich Möglichkeiten, um den gegebenen Veränderungen adäquat zu begegnen und die Erfolgsgeschichte des jeweiligen Unternehmens fortzuschreiben.

4.1.2. Eigenheiten der Generationen Y und Z

Anhand welcher Eigenschaften lässt sich die Generation Y definieren? Handelt es sich um einen kurzfristigen Trend, oder ein langfristiges Phänomen? Viele ihrer Eigenschaften entstammen der eigenen Wertorientierung, manche sind aber auch von anderen Generationen anerzogen. Im Allgemeinen ist das Verhalten einer Generation die Spiegelung der eigenen Wahrnehmung unserer Welt. So sind die ihre Vertreter anspruchsvoller, durchaus leistungsbereiter, sowie individuell und sozial vernetzt.[66]

Die Ypsiloner verfügen größtenteils über ein digitales Alter Ego, sind ständig erreichbar und verwenden ihre eigene Sprache. In gewisser Hinsicht besteht eine Abhängigkeit von dem Smartphone, zumal ein Großteil mehrere Stunden ohne dieses kaum verbringen kann. Diese Art der Kommunikation und Vernetzung wirkt auf andere Generationen oft befremdlich, ist jedoch Ausdruck des Gemeinschaftssinnes und des Strebens nach sozialer Anerkennung. Es besteht die Möglichkeit, die eigene Meinung zu allem offen und unaufgefordert zu präsentieren und ehrliches Feedback zu erhalten. Ein Feedback kann bereits ein erhobener Facebook-Daumen sein. Es werden Gedankengänge zu jedem nur erdenklichen Thema ausgetauscht. Den Ypsilonern ist bewusst, dass Beschwerden über Fehlverhalten, oder über mangelhafte Leistung eines Anbieters in einem Facebookbeitrag deutlich effektiver platziert sind, als das stundenlange Verweilen in telefonischen Warteschleifen.[67]

Eine ebenfalls grundlegende Ansicht ist, dass der Sinn über dem gesellschaftlichen Status steht und Glück wertvoller ist als Geld.[68] Diese Ansicht schlägt sich auch im Kaufverhalten nieder, zumal weniger Kapital zur Verfügung stehen kann oder aber Produkte nach ihrem Sinn- oder Glücksgehalt beurteilt und konsumiert werden.

Daraus ist ersichtlich, dass sich die Eigenschaften der Generation Y in vielen Bereichen mit den durch die Digitalisierung allgemein veränderten Kundenerwartungen überschneiden. Das könnte vor allem daran liegen, dass die Ypsiloner mit den Technologien des digitalen Zeitalters aufgewachsen sind und diese daher vermehrt und effektiver verwenden. Es besteht mit großer Wahrscheinlichkeit eine höhere Affinität im Umgang mit digitalen Endgeräten, als das bei dem durchschnittlichen Kunden zu erwarten ist. Weiter versorgen viele Vertreter dieser Generation inzwischen eigene Familien, haben daher einen erhöhten Konsumbedarf und in der Folge mehr Einfluss auf den Markt. Die Veröffentlichung von Beschwerden in sozialen Medien und auch die Beurteilung, gemessen an den Parametern Sinn und Glück, anstatt am Status, stellt jedoch eine Abweichung von den allgemein veränderten Erwartungen dar.

Trotz dieser Gemeinsamkeiten ist auch die jüngste Generation Z zu berücksichtigen, weil diese in den folgenden Jahren zwangsläufig an Einfluss gewinnen wird. Deshalb folgt anschließend eine Analyse dieser Generation.

Die Generation Z (Zombies) ist Hoffnungsträger und Problemfall zugleich, weshalb sich auch hier eine detailliertere Betrachtung lohnt. Bei der Beschreibung der Generationen ist im Übrigen das Wertegerüst bedeutender als das Geburtsjahr, da es Abweichungen geben kann.[69] Die Zombies verweigern beharrlich das Fortführen traditioneller Wertemuster, wie Leistungsstreben oder Pflichterfüllung. Dieses Anderssein kann durchaus verängstigen. So mancher Wissenschaftler bestreitet vermutlich auch deshalb die Existenz des Phänomens Zombie, eloquente Manager beschimpfen wiederum die Jugend im Allgemeinen.[70] Geprägt wurde die Generation Z von einer verkorksten Bildungsreform, dem Klimawandel, der Weltwirtschaftskrise und Entlassungswellen mehrerer Großunternehmen und dennoch blickt sie nicht pessimistisch in die Zukunft, sondern vielmehr realistisch.[71]

Diese Ansicht spricht nach Auffassung des Verfassers für ein Konsumverhalten, welches den eigenen finanziellen Möglichkeiten angepasster und im Vergleich zu anderen Generationen gehemmter ist. Die Vertreter dieser Generation sind zudem schnelle Reaktionen auf Veränderungen gewohnt und zu mehr Risiko bereit. Außerdem werden ihnen die Attribute selbstbewusst, fordernd und freiheitsliebend zugeschrieben. Vor dem Ausführen eines Auftrags möchten sie die Hintergründe kennen.[72] In diesem Punkt ähneln die Zombies den Ypsilonern. Sie möchten selbst darüber entscheiden, wann, wie und wo die Erwerbsarbeit verrichtet werden soll.

Zusätzlich sind diese, wie auch die Generation Y, den Umgang mit digitalen Technologien gewohnt[73]

Insgesamt ist unschwer zu erkennen, dass einige Gemeinsamkeiten zwischen den Eigenschaften der Generation Y und Z und denen der Allgemeinheit bestehen. Die Generationen Y und Z unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Sicht auf die Zukunft. Nach Auffassung des Verfassers haben die Ypsiloner noch einen verträumteren Fokus auf das Glück und den Sinn des Lebens. Die Eigenschaft der schnellen Reaktion auf Veränderungen sollte auch für eine erhöhte Reaktionsgeschwindigkeit bei Marktschwankungen sprechen und folglich den Wettbewerb verstärken.

Bei den vorangehenden indirekt zitierten Erkenntnissen des Arbeitsweltexperten Scholz ist zu berücksichtigen, dass lediglich Studenten analysiert wurden. Untersuchungen mit Vertretern anderer Ausbildungsgänge könnten zu veränderten Ergebnissen führen. .

Zu unterscheiden ist im Übrigen immer zwischen den Eigenschaften einer Generation und denen der verschiedenen Phasen des Lebenszyklus`.[74]

4.1.3. Auswirkungen auf die Kernbereiche der Versicherungsunternehmen

Die Auswirkungen der veränderten Kundenanforderungen auf die Kernbereiche der Versicherer sind vielfältig. Die nachfolgenden Erkenntnisse beruhen überwiegend auf der persönlichen Berufserfahrung des Verfassers innerhalb der Versicherungsbranche. Zunächst werden die wahrgenommenen Auswirkungen auf den Schadenbereich, dann die des Betriebs-[75] und schließlich die des Vertriebsbereiches erläutert.

Im Bereich der Schadenregulierung und den Betriebseinheiten wirken sich die mit der Digitalisierung und den verschiedenen Generationen einhergehenden Veränderungen in den Anforderungen vor allem auf die Kommunikation und die Erwartungen an die Bearbeitungsgeschwindigkeit aus. So bevorzugen inzwischen einige Versicherungsnehmer die Kommunikation per App. Die Kunden möchten genau über die einzelnen Schritte und den aktuellen Stand der Bearbeitung informiert sein. Zudem wird eine schnelle Bearbeitung ganz nach dem Vorbild Amazon erwartet. Diese Kunden erwarten, orientiert an der Geschäftspolitik des Unternehmens Amazon, zeitnahe und priorisierte Reaktionen auf Nachrichten und Anfragen. Viele Versicherungsunternehmen bieten inzwischen kostenfreie App-Lösungen zur Schadenabwicklung an. Mit diesen wird beispielsweise eine weitgehend digitalisierte Schadenregulierung nach Kraftfahrzeugunfällen möglich. Die Endkunden erhalten auch die erwarteten Informationen über den aktuellen Stand der Bearbeitung. Teilweise bieten die Versicherer den Geschädigten auch Pauschalen an, welche sich an den per App hochgeladenen Bildern orientieren. Anhand dieser Aufnahmen lassen sich weitgehend angemessene Regulierungspauschalen ermitteln. Es muss jedoch gesagt werden, dass diese in Bezug auf die exakte Schadenhöhe eher richtungsweisenden Charakter haben. Die Tiefe der Beschädigungen unterhalb der Karosserieteile kann nur ungenau geschätzt werden. Durch die damit verbundenen Prozesse der Schadenbearbeitung erleichtert man nach Auffassung des Verfassers aber auch etwaige Betrugsversuche. Den Schadenumfang dokumentiert ausschließlich der Geschädigte selbst, andernfalls müssten zumindest ein Instandsetzungsbetrieb oder aber ein Sachverständiger beteiligt sein. Durch die Belastung der Versichertengemeinschaft könnte ein beträchtlicher volkswirtschaftlicher Schaden entstehen. Die geforderten Prämien sollten dieses Risiko möglichst beinhalten, sodass ein Ausgleich stattfinden kann. Durch den vorhandenen Wettbewerbsdruck und die Tragweite des Megatrends Digitalisierung bleiben den Versicherern dennoch wenige Alternativen. Vermutlich werden in den Folgejahren verbesserte Softwarelösungen zur Erkennung von Betrugsversuchen entwickelt, welche auch diese optimierten Prozesse analysieren. Die Allianz Versicherung AG betreibt seit einigen Jahren eine eigene Betrugsabteilung, welche den prognostizierten Entwicklungen entgegenwirken soll. Diesem Vorbild könnten auch andere Versicherer folgen, welche noch keine derartigen Abteilungen betreiben.

[...]


[1] Vgl. Keese, C., Silicon Valley-Was aus dem Mächtigsten Tal der Welt auf uns zukommt, München 2014, S. 179

[2] Vgl. Bertelsmannstiftung, (Digitalisierung als Fluch oder Segen? Oder Beides?), abgerufen am 04.05.2018

[3] Vgl. Mayer-Schönberger, V., Cukier, K., Big Data, München 2013, S. 101

[4] Vgl. Neugebauer., R, Digitalisierung, München 2018, S. 10

[5] Vgl. Mayer-Schönberger, V., Cukier, K., Big Data, München 2013, S. 106

[6] Vgl. Mayer-Schönberger, V., Cukier, K., Big Data, München 2013, S. 241

[7] Vgl. Raveling, J., Wfb Bremen, (Die Geschichte der Digitalisierung – Teil II), abgerufen am 09.04.2018

[8] Vgl. Timpf, S., (Die historische Dimension der Digitalisierung), abgerufen am 10.04.2018

[9] Vgl. Timpf, S., (Die historische Dimension der Digitalisierung), abgerufen am 10.04.2018

[10] Vgl. Deutsche Gesellschaft für Qualität, (Industrie 4.0-Die vierte Industrielle Revolution), abgerufen am 10.04.2018

[11] Vgl. Spiegel Online, (Industrielle Revolutionen: Von der Dampfmaschine zum intelligenten Roboter), abgerufen am 10.04.2018

[12] Vgl. Deutsche Gesellschaft für Qualität, (Industrie 4.0-Die vierte Industrielle Revolution), abgerufen am 10.04.2018

[13] Vgl. Skorna, A., Köhler, O., (Insurance 4.0: Die digitale Revolution in der Versicherungswirtschaft), abgerufen am 02.05.2018

[14] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, (Digitale Transformation in der Industrie), abgerufen am 10.04.2018

[15] Vgl. Fraunhofer, (Industrie 4.0 ist in aller Munde – doch was bedeutet das?), abgerufen am 10.04.2018

[16] Vgl. Statista, (Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland von 1950 bis 2017 (in Milliarden Euro)), abgerufen am 27.05.2018

[17] Bei der Versicherungsdichte in Euro handelt es sich um die Versicherungsbeiträge pro Kopf der Bevölkerung

[18] Vgl. Gdv, (Zahlen und Fakten), abgerufen am 10.04.2018

[19] Vgl. Gdv, (Zahlen und Fakten), abgerufen am 10.04.2018

[20] Vgl. Prognos, (Die Bedeutung der Versicherungswirtschaft für den Wirtschaftsstandort Deutschland), abgerufen am 11.04.2018

[21] Vgl. Prognos, (Die Bedeutung der Versicherungswirtschaft für den Wirtschaftsstandort Deutschland), S. 31, abgerufen am 11.04.2018

[22] Vgl. Prognos, (Die Bedeutung der Versicherungswirtschaft für den Wirtschaftsstandort Deutschland), S. 31, abgerufen am 11.04.2018

[23] Vgl. Gdv, (Zahlen und Fakten, Branchendaten – Erwerbstätige), abgerufen am 12.04.2018

[24] Vgl. Gdv, (Zahlen und Fakten, Branchendaten – Erwerbstätige), abgerufen am 12.04.2018

[25] Vgl. Gdv, (Zahlen und Fakten, Branchendaten – Erwerbstätige), abgerufen am 12.04.2018

[26] Vgl. Gdv, (Zahlen und Fakten, Branchendaten – Überblick), abgerufen am 12.04.2018

[27] Vgl. Gdv, (Zahlen und Fakten, Branchendaten – Überblick), abgerufen am 12.04.2018

[28] Vgl. Gdv, (Zahlen und Fakten, Branchendaten – Überblick), abgerufen am 12.04.2018

[29] Vgl. Gdv, (Zahlen und Fakten, Branchendaten – Überblick), abgerufen am 12.04.2018

[30] Vgl. Gdv, (Zahlen und Fakten, Branchendaten – Überblick), abgerufen am 12.04.2018

[31] Vgl. Statista, (Größte Versicherungen in Deutschland nach den Beitragseinnahmen im Jahr 2016 in Millionen Euro), abgerufen am 13.04.2018

[32] Vgl. Allianz, (Factsheet-Allianz), abgerufen am 13.04.2018

[33] Vgl. Allianz, (Factsheet-Allianz), abgerufen am 13.04.2018

[34] Vgl. Statista, (Größte Versicherungen in Deutschland nach den Beitragseinnahmen im Jahr 2016 in Millionen Euro), abgerufen am 13.04.2018

[35] Vgl. Munichre, (Konzerngeschäftsbericht 2017 Munich Re), abgerufen am 15.04.2018

[36] Vgl. Talanx, (Konzern-Geschäftsbericht 2017), abgerufen am 15.04.2018

[37] Vgl. Statista, (Größte Versicherungen in Deutschland nach den Beitragseinnahmen im Jahr 2016 in Millionen Euro), abgerufen am 13.04.2018

[38] Vgl. Talanx, (Konzern-Geschäftsbericht 2017), abgerufen am 15.04.2018

[39] Vgl. Versicherungsbote, (Die vier größten Herausforderungen für die Versicherungsbranche), abgerufen am 23.04.2018

[40] Vgl. Versicherungsbote, (Die vier größten Herausforderungen für die Versicherungsbranche), abgerufen am 23.04.2018

[41] Banken verlangen für ein vergebenes Darlehen Zinsen für die reine Überlassung des Kapitals. Im

Gegensatz zum Effektivzins sind in diesem Zinssatz noch keine Bearbeitungsgebühren oder

Rückzahlungsmodalitäten enthalten.

[42] Realzinsen erweitern die Nominalzinsen um den Faktor der Inflationsrate und geben dadurch den tatsächlichen Wert an.

[43] Vgl. Wirtschaftsdienst, (Niedrige Zinsen – gesamtwirtschaftliche Ursachen und Folgen), abgerufen am 23.04.2018

[44] Ein Leistungsbilanzüberschuss liegt vor, wenn ein Land mehr exportiert als importiert, wodurch ein Kapitalexport verursacht wird.

[45] Vgl. Frankfurter allgemeine Zeitung, (Deutsche Ökonomen verärgert über Draghis Niedrigzinserklärung), abgerufen am 23.04.2018

[46] Vgl. Frankfurter allgemeine Zeitung, (Deutsche Ökonomen verärgert über Draghis Niedrigzinserklärung), abgerufen am 23.04.2018

[47] Vgl. Allianz Deutschland AG, (Geschäftsbericht 2017), S.6, abgerufen am 19.05.2018

[48] Die Versicherungstechnik steht für das reine Versicherungsgeschäft, insbesondere das Verhältnis zwischen Beitragseinnahmen und Schadenaufwendungen.

[49] Vgl. BWV, (Umsetzung der Richtlinie EU 2016/97 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Januar 2016 über Versicherungsvertrieb), abgerufen am 23.04.2018

[50] Vgl. BWV, (Umsetzung der Richtlinie EU 2016/97 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Januar 2016 über Versicherungsvertrieb), abgerufen am 23.04.2018

[51] Vgl. BWV, (Umsetzung der Richtlinie EU 2016/97 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Januar 2016 über Versicherungsvertrieb), abgerufen am 23.04.2018

[52] Vgl. Versicherungswirtschaft heute, („Versicherer verkaufen sich oft schlecht“), abgerufen am 28.04.2018

[53] Vgl. Versicherungswirtschaft heute, („Versicherer verkaufen sich oft schlecht“), abgerufen am 28.04.2018

[54] Vgl. GDV, (Gutes Image für guten Nachwuchs), abgerufen am 28.04.2018

[55] Die Generation Y ist zwischen 1988 und 1994 geboren, die Generation Z umfasst die Jahrgänge ab 1995. In der Literatur sind aber kleine Abweichungen vorhanden.

[56] Vgl. Capital, (Wie Unternehmen erfolgreich um die Generation Y buhlen), abgerufen am 28.04.2018

[57] Vgl. Welt, (Was Generation Z vom Berufsleben erwartet), abgerufen am 29.04.2018

[58] Vgl. Welt, (Was Generation Z vom Berufsleben erwartet), abgerufen am 29.04.2018

[59] Vgl. Gouthier, M.., Service Design, Heidelberg 2015, S. 135

[60] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, (Schlaglichter der Wirtschaftpolitik: Monatsbericht November 2016), abgerufen am 02.05.2018

[61] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, (Schlaglichter der Wirtschaftpolitik: Monatsbericht November 2016), abgerufen am 02.05.2018

[62] Vgl. Gouthier, M.., Service Design, Heidelberg 2015, S. 135

[63] Vgl. Toeller, T., Die Digitalisierungsperspektive bei Fressnapf, Heidelberg 2017, S. 253

[64] Vgl. Toeller, T., Die Digitalisierungsperspektive bei Fressnapf, Heidelberg 2017, S. 254

[65] Vgl. Toeller, T., Die Digitalisierungsperspektive bei Fressnapf, Heidelberg 2017, S. 254

[66] Vgl. Mangelsdorf, M., 30 Minuten Generation Y, Offenbach 2014, S. 10

[67] Vgl. Mangelsdorf, M., 30 Minuten Generation Y, Offenbach 2014, S. 29

[68] Vgl. Bund, K., GELD SCHLÄGT GLÜCK, Hamburg 2014, S. 1

[69] Vgl. Scholz, C., Generation Z: wie sie tickt, was sie verändert und warum sie uns alle ansteckt, Weinheim 2014, S. 7

[70] Vgl. Scholz, C., Generation Z: wie sie tickt, was sie verändert und warum sie uns alle ansteckt, Weinheim 2014, S. 13

[71] Vgl. Scholz, C., Generation Z: wie sie tickt, was sie verändert und warum sie uns alle ansteckt, Weinheim 2014, S. 14

[72] Vgl. Handelszeitung, (Generation Z kommt auf den Arbeitsmarkt), abgerufen am 09.05.2018

[73] Vgl. Scholz, C., Generation Z: wie sie tickt, was sie verändert und warum sie uns alle ansteckt, Weinheim 2014, S. 20

[74] Vgl. Mangelsdorf, M., 30 Minuten Generation Y, Offenbach 2014, S. 10

[75] Der Betriebsbereich beinhaltet im Groben die Vertragsverwaltung. Hierzu wird häufig auch der Bereich Produktentwicklung und Risikobeurteilung gezählt.

Ende der Leseprobe aus 68 Seiten

Details

Titel
Der digitale Wandel der Versicherer
Hochschule
Private Fachhochschule Göttingen
Note
2,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
68
Katalognummer
V443004
ISBN (eBook)
9783668810983
ISBN (Buch)
9783668810990
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wandel, versicherer
Arbeit zitieren
Rainer Mottok (Autor:in), 2018, Der digitale Wandel der Versicherer, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/443004

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