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"swer mit disen schanzen allen kann, an dem hát witze wol getán". Zu den poetologischen Passagen in Wolframs Parzival

Titel: "swer mit disen schanzen allen kann, an dem hát witze wol getán". Zu den poetologischen Passagen in Wolframs Parzival

Exzerpt , 2017 , 9 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Elena Schreer (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bei dieser Arbeit handelt es sich um ein Exzerpt (in Stichpunkten) der Textgrundlage: SCHIROK, Bernd. „swer mit disen schanzen allen kann, an dem hat witze wol getan “. Kölner Germanistische Studien, 1990, 30. Jg., S. 119-145.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Dunkelheit in der Rede im Parzival

2. Probleme des Parzival-Prologs

2.1 Konzept des Erzählers

3. Fabel der ungeduldigen Kuh

4. Wendet sich den Frauen zu

5. Diskussion um Selbstverteidigung

6. Bogengleichnis

7. Epilog zu Buch VI

8. Prolog zum VII Buch

9. VIII Buch

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die poetologischen Passagen in Wolframs von Eschenbach "Parzival", wobei der Fokus insbesondere auf der Rolle des Erzählers, der Konstruktion von Wahrheit und der Funktion literarischer Einschübe wie dem Prolog oder dem Bogengleichnis liegt. Ziel ist es, die vielschichtigen Strategien Wolframs zur Einbindung und Steuerung seines Publikums sowie die bewusste Gestaltung der Erzählinstanzen als Mittel der Selbstinszenierung und Legitimation zu durchleuchten.

  • Poetologische Reflexionen und die Rolle des Erzählers im Parzival
  • Die Funktion der Prologe und der Selbstverteidigung
  • Das Bogengleichnis als zentrales erzähltheoretisches Modell
  • Die Bedeutung von Kyot als Gewährsmann und die Konstruktion von Wahrheit
  • Die Beziehung zwischen Autor, Erzähler und Publikum

Auszug aus dem Buch

Bogengleichnis

Erzähler begründet, warum er seinen Hörers an dieser Stelle nähere Erklärungen über die Vorgänge auf der Gralsburg und deren Hintergründe vorenthält

Metapher Bogenstab und Sehne

Reklamiert für sich das Erzählprinzip „Sehne“

Lehnt ein Erzählprinzip „Bogenstab“ ab

Pfeil = Blick auf das Aussehen der Sehne im Moment des Abschusses  eigentliche Pointe

 An beiden Enden des Bogenstabs befestigt, bildet die Sehne eine gerade Linie

 ohne Pfeil lässt sich mit diesem Instrument nichts anfangen, wenn man den Pfeil abschießen will, muss man die Sehne spannen

 Sehne bildet einen Winkel / Knick (ein Klick im Erzählen)

Wolfram reklamiert für seine Geschichte auch die Qualität der slehte

Pfeil und Flugbahn sind geradlinig wie die aufgezogene Sehne

Geradheit der Bahn resultiert aus der Anspannung der Sehne

Warum an dieser Stelle der Einschub?

Aufklärung erfolgt nicht bei der ersten sich bietenden Gelegenheit

sondern rechtzeitig

aus der Sicht des Hörers: nachträglich

Alles andere würde die Erzählung um ihre Wirkung bringen (letztes Drittel des Bogengleichnisses formuliert das mit drastischen Bildern)

Zusammenfassung der Kapitel

Dunkelheit in der Rede im Parzival: Untersucht die wahrgenommenen Unklarheiten im Prolog und die Schwierigkeiten der Forschung bei der Sinnerschließung.

Probleme des Parzival-Prologs: Analysiert die rhetorischen und inhaltlichen Herausforderungen, insbesondere die Bedeutung von Begriffen wie zwível und das Bild der Elster.

Fabel der ungeduldigen Kuh: Diskutiert die unterschiedlichen Interpretationsansätze der Fabel und deren Funktion als Warnung vor Ungeduld.

Wendet sich den Frauen zu: Beleuchtet die Stellung der Frau im Wertesystem des Romans und die erzählerische Gestaltung der Frauenabschnitte.

Diskussion um Selbstverteidigung: Erörtert die literarische Funktion der Selbstverteidigung des Erzählers und deren Bezug zum Minnesang.

Bogengleichnis: Präsentiert das Bogengleichnis als fundamentales Metaphernmodell für Wolframs Erzählweise und Struktur.

Epilog zu Buch VI: Untersucht die Selbstinszenierung des Erzählers und die inhaltliche Abgrenzung zum Minnesang.

Prolog zum VII Buch: Analysiert den Übergang der Haupthandlung von Parzival zu Gawan und das Postulat der gerechten Darstellung.

VIII Buch: Thematisiert die Einführung und Funktion von Kyot als Gewährsmann und die Konstruktion der Autorität im Roman.

Schlüsselwörter

Parzival, Wolfram von Eschenbach, Poetologie, Erzählerrolle, Bogengleichnis, Kyot, Minnesang, Wahrheit, Literaturtheorie, Mittelalter, Rezeptionsästhetik, Selbstverteidigung, Aventiure, Erzählstruktur, Frauenbild.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit exzerpiert und analysiert die poetologischen Passagen in Wolframs Parzival und untersucht, wie der Autor seinen Roman strukturiert und sich selbst als Erzähler inszeniert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören die Rolle des Erzählers, das Verhältnis zum Publikum, die literarische Abgrenzung zum Minnesang sowie die Funktion von Gewährsmännern und Gleichnissen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist die Aufschlüsselung der komplexen Erzählstrategien Wolframs, um zu verstehen, wie er Wahrheitsansprüche konstruiert und seinen Erzählstil rechtfertigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse von Primärtextstellen vorgenommen, die durch den Einbezug der Forschungsliteratur und die Diskussion verschiedener Interpretationsansätze gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich entlang der Textabschnitte wie dem Prolog, dem Bogengleichnis, der Frauenpassage und der Selbstverteidigung des Erzählers.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Parzival, Poetologie, Erzählerrolle, Kyot, Bogengleichnis, Wahrheit und Mittelalterliche Epik.

Wie definiert Wolfram das Erzählen im Bogengleichnis?

Wolfram nutzt das Bild von Bogenstab und Sehne, um zu erklären, warum er Informationen vorenthält oder zeitversetzt gibt: Die Spannung der Sehne ist notwendig, um die Qualität und Wirkung der Erzählung ("slehte") zu gewährleisten.

Welche Funktion hat die Figur des Kyot für den Erzähler?

Kyot dient als Gewährsmann und Bürge für Teile des Romans, die vom Original Chrétiens abweichen; er sichert die historische Tiefendimension und die Autorität des Gesamtwerkes ab.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"swer mit disen schanzen allen kann, an dem hát witze wol getán". Zu den poetologischen Passagen in Wolframs Parzival
Hochschule
Universität zu Köln  (Institut für deutsche Sprache und Literatur)
Veranstaltung
Hauptseminar
Note
1,3
Autor
Elena Schreer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
9
Katalognummer
V443110
ISBN (eBook)
9783668811829
ISBN (Buch)
9783668811836
Sprache
Deutsch
Schlagworte
passagen wolframs parzival
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Elena Schreer (Autor:in), 2017, "swer mit disen schanzen allen kann, an dem hát witze wol getán". Zu den poetologischen Passagen in Wolframs Parzival, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/443110
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  9  Seiten
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