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Preisbildung am Immobilienmarkt

Eine Analyse staatlicher Instrumente zur Bekämpfung der Wohnungsnot

Título: Preisbildung am Immobilienmarkt

Trabajo Escrito , 2018 , 18 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Pascal Misoph (Autor)

Economía de las empresas - Ética de los negocios, ética económica
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Ein Bereich, in dem die Marktwirtschaft, insbesondere in den letzten Jahren, enormen politischen Angriffen ausgesetzt war, ist der des Immobilienwesens. Seit dem Ende des Kalten Krieges, öffnete sich der Kapitalismus mehr und mehr globalen Perspektiven und so wurde auch im Wohnbereich der Weg frei für internationale Investoren. Seit in deutschen Ballungsgebieten die Preise für Mieten enorm steigen, werden auf politischer Seite die Rufe lauter, regulierend in den Markt einzugreifen.

So hat die Bundesregierung verschiedene Instrumente entwickelt, um in den Marktprozess einzugreifen. Einige ausgewählte sollen daher im Folgenden näher vorgestellt, analysiert und auf ihre Wirksamkeit mit Hinblick auf die politische Zielsetzung diskutiert werden. Dabei wird immer auch die Frage aufgeworfen, inwiefern diese Instrumente die Leistungsfähigkeit der Marktwirtschaft begünstigen oder sie gegebenenfalls sogar beschränken. Um dies zu beurteilen, soll der Effekt auf die Preisbildung, die einen zentralen Marktmechanismus darstellt, untersucht werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlegendes zur aktuellen Marksituation

3 Wohnen als privates Gut

3.1 Allokation als staatliche Aufgabe

3.2 Verteilungsziele des Staates

4 Wohnungspolitische Instrumente des Staates

4.1 Mietrechtnovellierungsgesetz

4.2 Auswirkungen des Mietrechtnovellierungsgesetzes

5 Sozialer Wohnungsbau- eine historische Perspektive

5.1 Auswir1kungen der staatlichen Tätigkeit im Wohnungsbau

5.2 Zwischenfazit

6 Mar1ktstörungen

6.1 Informationsdefizit des Konsumenten

6.2 Preissteigerung durch Spekulation

6.3 Rolle des Staates

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die staatliche Wohnungspolitik in Deutschland und untersucht die Auswirkungen verschiedener Instrumente auf die Preisbildung und die Leistungsfähigkeit der Marktwirtschaft. Dabei wird kritisch hinterfragt, ob staatliche Eingriffe wie die Mietpreisbremse oder der soziale Wohnungsbau tatsächlich zur Lösung der Wohnungsnot beitragen oder durch unbeabsichtigte Effekte eher Marktstörungen verschärfen.

  • Analyse staatlicher Markteingriffe im Immobiliensektor
  • Untersuchung des Mietrechtnovellierungsgesetzes
  • Historische und aktuelle Betrachtung des sozialen Wohnungsbaus
  • Beurteilung von Marktstörungen und staatlicher Rolle

Auszug aus dem Buch

4.1 Mietrechtnovellierungsgesetz

Am Donnerstag, dem 5. März 2015, verabschiedete die CDU/CSU und SPD geführte Bundesregierung das sogenannte Mietrechtnovellierungsgesetz (kurz: MietNovG). Der damals zuständige Justizminister Heiko Maas (SPD) sprach dabei von einem: „verdammt guten Tag“9. Geltend ab dem 1. Juni 2015, dürfen die jeweiligen Landesregierungen mittels Rechtsverordnung Gebiete ausweisen, in denen die Mieten maximal 10% über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen dürfen. Ausnahmen stellen dabei zum einen Wohnungen dar, die erst nach dem 1. Oktober 2014 vermietet wurden, sowie Wohnungen, die umfassend saniert und seitdem neu vermietet werden.10

Betrachtet man dies aus einer theoretischen Perspektive, so wird deutlich, dass eine Begrenzung der Mietpreise der Preisbildung am freien Markt diametral gegenübersteht. Typischerweise wird dies zu einer Verknappung an Wohnraum insbesondere in Ballungsgebieten führen. Dies hat folgende Ursachen: Zum einen sind tendenziell weniger Vermieter bereit, die Immobilie dauerhaft zu einem regulierten Preis anzubieten. Da kurzfristige Vermietungen, wie beispielsweise über Airbnb, von der Regulierung ausgenommen sind, lassen sich hier höhere Summen erwirtschaften. Zweitens sinkt die zu erwartende Rendite durch eine Neuvermietung, dadurch bestehen weniger Anreize neue Wohnungen zu bauen. Drittens wird auch der Mietanstieg bei Wiedervermietung begrenzt, demnach hat der Vermieter keinen Anreiz seinen Bestand zu modernisieren. Langfristig ist hier eine weitere Verknappung des Wohnraums, z.B. durch Zerfall, bzw. ein spürbarer Qualitätsverlust für die Mieter zu erwarten. Diese Effekte werden durch einen weiteren verschärft- liegt ein regulierter Mietpreis unter dem eigentlichen Marktpreis steigt die Nachfrage nach Wohnungen in den Ballungsgebieten. Tendenziell wird dadurch die Wohnungsknappheit in den Städten noch verschärft. Geht man von einer freien Preisbildung aus, wären die Differenzen im Preis zwischen den Ballungsgebieten und dem städtischen Umland größer. Ein Anreiz für Menschen in die günstigere Peripherie zu ziehen wäre gegeben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung des ökonomischen Liberalismus und dessen Einfluss auf die heutige Betrachtung von Marktwirtschaft und Institutionen.

2 Grundlegendes zur aktuellen Marksituation: Dieses Kapitel beschreibt die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt, geprägt von steigenden Mieten und einem Mangel an bezahlbarem Wohnraum in deutschen Großstädten.

3 Wohnen als privates Gut: Hier wird der Wohnungsmarkt als privatwirtschaftlicher Sektor analysiert, wobei die staatliche Rolle auf die Allokation und verteilungspolitische Ziele begrenzt wird.

4 Wohnungspolitische Instrumente des Staates: Dieser Abschnitt untersucht exemplarisch staatliche Eingriffe, insbesondere das Mietrechtnovellierungsgesetz, und dessen Auswirkungen auf die Preisbildung.

5 Sozialer Wohnungsbau- eine historische Perspektive: Die historische Entwicklung des sozialen Wohnungsbaus wird betrachtet, wobei der Rückzug des Bundes und die schwindende Bedeutung dieses Instruments thematisiert werden.

6 Mar1ktstörungen: Das Kapitel befasst sich mit Marktstörungen im Immobilienbereich, wie Informationsdefiziten und Spekulationsrisiken, und deren Einfluss auf den Preismechanismus.

7 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass staatliche Markteingriffe oft wirkungslos sind oder den Markt sogar belasten, und plädiert für zukunftsfähige Konzepte statt regulativer Preisbeschränkungen.

Schlüsselwörter

Wohnungsmarkt, Mietpreisbremse, Sozialer Wohnungsbau, Marktmechanismus, Preisbildung, Wohnungsknappheit, Allokation, Verteilungsgerechtigkeit, Immobilienwirtschaft, Marktstörungen, Transaktionskosten, Investitionspolitik, Mietrechtnovellierungsgesetz, Soziale Marktwirtschaft, Eigentumswohnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Preisbildung am Immobilienmarkt und analysiert kritisch, wie staatliche Instrumente zur Bekämpfung der Wohnungsnot wirken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Rolle des Marktes bei der Wohnraumverteilung, die staatliche Wohnungspolitik, der soziale Wohnungsbau und das Auftreten von Marktstörungen im Immobiliensektor.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Wirksamkeit staatlicher Instrumente zu bewerten und zu untersuchen, inwieweit diese die Leistungsfähigkeit der Marktwirtschaft fördern oder einschränken.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse marktökonomischer Prinzipien und vergleicht diese mit aktuellen politisch-historischen Entwicklungen und empirischen Erkenntnissen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen des Wohnungsmarktes, das Mietrechtnovellierungsgesetz, die Geschichte des sozialen Wohnungsbaus sowie Marktstörungen wie Informationsdefizite und Spekulation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Wohnungsmarkt, Mietpreisbremse, Preisbildung, Wohnungsknappheit und Soziale Marktwirtschaft.

Warum wird die Mietpreisbremse als problematisches Instrument bewertet?

Der Autor argumentiert, dass die Mietpreisbremse zu einer weiteren Verknappung des Wohnraums führt, Investitionsanreize für Neubau und Modernisierung senkt und somit die Situation in Ballungsgebieten tendenziell verschärft.

Welches Fazit zieht die Arbeit zum sozialen Wohnungsbau?

Der soziale Wohnungsbau wird als moralisch richtig, aber strukturell ineffizient eingestuft, da sich der Staat weitgehend zurückgezogen hat und das Instrument oft die falschen Zielgruppen erreicht.

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Detalles

Título
Preisbildung am Immobilienmarkt
Subtítulo
Eine Analyse staatlicher Instrumente zur Bekämpfung der Wohnungsnot
Universidad
Martin Luther University
Calificación
2,3
Autor
Pascal Misoph (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
18
No. de catálogo
V443202
ISBN (Ebook)
9783668826205
ISBN (Libro)
9783668826212
Idioma
Alemán
Etiqueta
Wohnungsnot Wohnungsmangel Mieten Mietpreisbremse sozialer Wohnungsbau Staat Investoren Ballungsgebiete
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Pascal Misoph (Autor), 2018, Preisbildung am Immobilienmarkt, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/443202
Leer eBook
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