Die Hausarbeit ist wie folgt gegliedert: Da die Fülle an verschiedenen Begriffen, die sich mit Legasthenie in Verbindung bringen lassen, relativ groß ist, gehen wir im ersten Teil auf die geläufigsten Begriffe ein, die im Zusammenhang mit Legasthenie am häufigsten erwähnt werden.
Im darauf folgenden Teil werden die wichtigsten Stationen der Legasthenie- Forschung dargelegt. Uns scheint dieser Teil sinnvoll, da sich die Legasthenie- Forschung in einem Jahrhundert stark verändert hat.
Im vierten Teil der Arbeit gehen wir auf die Symptome ein, die Anzeichen einer Legasthenie sein können. Dabei werden zunächst im Punkt 4.1 einige allgemeine Aspekte erwähnt und danach im Punkt 4.2 die Symptome und Gründe für die Entstehung einer Lese- und Rechtschreibschwäche aufgezeigt.
Teil 4.3 weist auf Symptome hin, die es Eltern ermöglichen, eventuell schon bei ihrem Kleinkind die ersten möglichen Anzeichen einer Legasthenie zu entdecken. Im Punkt 5 setzt sich mit einigen möglichen Theorien zur Ursachenforschung auseinander und der Punkt 6 soll einen Einblick in die Diagnostik von Legasthenie geben. Das gesamte Kapitel 7 beschäftigt sich mit der Förderung von Legasthenie im Schulalltag. Hier soll deutlich werden, welche Aspekte bei einer Förderung berücksichtigt werden müssen, und wie diese Förderung sinnvoll durchgeführt werden kann.
Unter Punkt 8 werden mögliche Gründe, aus denen eine Förderung scheitern kann, aufgeführt, und zum Schluss gehen wie auf die gesetzlichen Bestimmungen für Schleswig-Holstein hinsichtlich der Legasthenie ein.
Gliederung
1. Einleitung (Matthiesen/Striegler)
2. Begriffsbestimmungen (Matthiesen)
2.1 Legasthenie – Dyslexie
2.2 Vorübergehende Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
2.3 Lese-Rechtschreibschwäche
3. Wichtige Stationen der LRS-Forschung (Matthiesen)
3.1 Die Anfänge
3.2 Die Forschung ab 1916
3.3 Die Forschung ab 1945
3.4 Die Forschung ab 1970
4. Symptome (Matthiesen)
4.1 Allgemeines
4.2 Symptome und Gründe für die Entstehung einer Lese-Rechtschreibschwäche
4.3 Möglichkeiten der Früherkennung
5. Mögliche Ursachen zur Entstehung von Legasthenie (Matthiesen)
6. Diagnose (Matthiesen)
7. Legasthenie-Förderung in der Schule (Striegler)
7.1 Probleme beim Lernen und mögliche Lösungen
7.2 Leseförderung
7.3 Rechtschreibförderung
7.4 Spielend lernen
7.4.1 Sensomotorischer Aspekt
7.4.2 Auditiver Aspekt
7.4.3 Visueller Aspekt
7.4.4 Lernsoftware
7.4.5 Konzentration und Entspannung
8. Woran die Förderung häufig scheitert (Matthiesen)
9. Gesetzliche Bestimmungen (Striegler)
9.1 Schulrechtliche Bestimmungen
10. Schlussbemerkung (Matthiesen/Striegler)
Zielsetzung & Themen
Diese Hausarbeit widmet sich einer umfassenden Analyse der Legasthenie, um ein tieferes Verständnis für die Symptomatik, Ursachen sowie effektive schulische Fördermaßnahmen zu entwickeln und gesetzliche Rahmenbedingungen in Schleswig-Holstein zu beleuchten.
- Definition und wissenschaftliche Einordnung des Begriffs Legasthenie/Dyslexie.
- Historische Entwicklung und wesentliche Meilensteine der LRS-Forschung.
- Detaillierte Analyse der Symptome und Teilleistungsschwächen bei betroffenen Kindern.
- Praxisorientierte Strategien zur Förderung in den Bereichen Lesen, Rechtschreibung und Konzentration.
- Kritische Reflexion über die Gelingensbedingungen schulischer Fördermaßnahmen.
Auszug aus dem Buch
Die visuelle Wahrnehmung
Um richtig lesen zu können, ist es wichtig, dass die visuelle Wahrnehmung korrekt abläuft und das Zusammenspiel beider Augen beim Leseprozess ungehindert ablaufen kann. Die visuelle Wahrnehmung ist vor allem bei der Feinunterscheidung von Symbolen wichtig: Steht da jetzt „a“ oder „o“, „n“ oder „u“, „n“ oder „m“, „w“ oder „m“…? Kinder mit visuellen Problemen ermüden beim Lesen leicht, reiben sich häufig die Augen, klagen über verschwimmende Buchstaben, halten die Nase sehr dicht über das Buch u.s.w. (vgl. Schwark 1999, S. 25).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Darstellung der Gliederung und der inhaltlichen Schwerpunkte der Hausarbeit.
2. Begriffsbestimmungen: Abgrenzung von Fachbegriffen wie Legasthenie, Dyslexie und vorübergehenden Lese-Rechtschreibschwierigkeiten.
3. Wichtige Stationen der LRS-Forschung: Übersicht über die historische Entwicklung der Forschung von den Anfängen bis zur modernen Hirnforschung.
4. Symptome: Beschreibung allgemeiner Anzeichen und detaillierte Erläuterung von Teilleistungsschwächen in der Wahrnehmung.
5. Mögliche Ursachen zur Entstehung von Legasthenie: Diskussion genetischer Faktoren und neurologischer Aspekte der Legasthenie.
6. Diagnose: Überblick über das diagnostische Vorgehen bei Verdacht auf eine Legasthenie.
7. Legasthenie-Förderung in der Schule: Darstellung praxisnaher Förderkonzepte zur Verbesserung der Lese- und Rechtschreibkompetenz.
8. Woran die Förderung häufig scheitert: Analyse organisatorischer und pädagogischer Hürden im schulischen Förderalltag.
9. Gesetzliche Bestimmungen: Erläuterung des Legasthenie-Erlasses in Schleswig-Holstein.
10. Schlussbemerkung: Zusammenfassende Bedeutung der Elternarbeit und der stetigen schulischen Begleitung.
Schlüsselwörter
Legasthenie, Dyslexie, Lese-Rechtschreibschwäche, Schriftspracherwerb, Teilleistungsschwäche, Wahrnehmungsstörung, Früherkennung, Förderpädagogik, Diagnose, Rechtschreibförderung, Leseförderung, Schulrecht, Grundwortschatz, Konzentration, Lernkartei.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen umfassenden Überblick über das Thema Legasthenie, angefangen bei der Begriffsklärung über die Forschungshistorie und Symptomatik bis hin zu praktischen Förderstrategien.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zentral sind die Definition, die wissenschaftliche Erforschung, die verschiedenen Symptome, mögliche Ursachen sowie die schulische Förderung und gesetzliche Regelungen in Schleswig-Holstein.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Legasthenie frühzeitig erkannt und im schulischen Alltag durch differenzierte und methodisch vielfältige Förderung effektiv unterstützt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Aufarbeitung relevanter theoretischer Konzepte sowie pädagogischer Ansätze aus der LRS-Forschung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in historische Forschung, Symptom- und Ursachenanalyse, diagnostische Verfahren, verschiedene Förderbereiche (Lesen, Schreiben, Sensomotorik, Konzentration) sowie die kritische Reflexion des Scheiterns von Fördermaßnahmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Legasthenie, Lese-Rechtschreibschwäche, Teilleistungsschwäche, Wahrnehmung, Förderpädagogik und Schulrecht.
Welche Rolle spielt die Sensomotorik bei der Förderung?
Die Sensomotorik bildet die Grundlage für eine unverkrampfte Schreibhaltung und die Koordination; durch gezielte Übungen, wie Fingerspiele oder Ballspiele, werden die Voraussetzungen für den Schriftspracherwerb gestärkt.
Warum ist die Elternarbeit laut der Schlussbemerkung so wichtig?
Da schulische Förderung allein oft nicht ausreicht, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule essenziell, um den Lernprozess zu vertiefen und den betroffenen Kindern langfristig zu helfen.
- Quote paper
- Anne Matthiesen (Author), Kathrin Striegler (Author), 2004, Legasthenie. LRS-Forschung, Symptome, Ursachen und Förderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44359