Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Einordnung, Darstellung und Analyse des Crowdinvestings als Finanzierungsalternative für Start-Ups. Dies hat zur Folge, dass der Fokus unternehmensbezogen ist und eine Perspektive der Investoren vernachlässigt wird.
Weiterhin erfolgt eine Theorie-Praxis-Reflexion auf das Start-Up-Unternehmen Doxter, bei der das Unternehmen vorgestellt, die Übertragbarkeit der Theorie geprüft und der Finanzierungsprozess analysiert werden soll.
Um die Problemstellung und die Zielsetzung zu behandeln, ist die Arbeit folgenderma-ßen aufgebaut: Im zweiten Kapitel erfolgt die detaillierte Beschreibung des Crowdinvestings, sowie die kritische Illustration der Chancen und Risiken des Finanzierungsinstruments aus Sicht der Kapitalnehmer.
Das dritte Kapitel behandelt die Theorie-Praxis-Reflexion auf das Unternehmen Doxter. Abschließend erfolgt im vierten Kapitel die Auswertung der Erkenntnisse und der weitere Ausblick des Crowdinvestings als Finanzierungsalternative für Start-Ups.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Gang der Arbeit
2 Crowdinvesting als Finanzierungsinstrument von Start-ups
2.1 Ursprung und begriffliche Einordnung des Crowdinvestings
2.2 Idealtypischer Ablauf eines Crowdinvestings
2.3 Beteiligungsformen des Crowdinvestings
2.3.1 Stille Beteiligung
2.3.2 Partiarische Nachrangdarlehen
2.4 Relevante Plattformen für Crowdinvesting in Deutschland
2.5 Kritische Analyse aus Sicht der Kapitalnehmer
2.5.1 Chancen des Crowdinvestings
2.5.2 Risiken des Crowdinvestings
3 Theorie-Praxis-Reflexion
3.1 Vorstellung des Unternehmens
3.2 Verlauf des Crowdinvestings
4 Fazit und Ausblick
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Einordnung, Darstellung und Analyse des Crowdinvestings als alternative Finanzierungsmöglichkeit für Start-ups, wobei der Fokus primär auf der unternehmerischen Perspektive liegt.
- Grundlagen und Definition des Crowdinvestings
- Prozessablauf und Beteiligungsformen
- Marktanalyse relevanter Plattformen in Deutschland
- Kritische Chancen-Risiken-Abwägung für Start-ups
- Praxis-Reflexion anhand des Fallbeispiels Doxter
Auszug aus dem Buch
2.5.1 Chancen des Crowdinvestings
Bereits in der Einleitung wurde angedeutet, dass gerade die Finanzierung von Start-Ups schwierig ist und Crowdinvesting dieses Problem lösen könnte.
Im Vergleich zu der vorgestellten Alternative ist ein Darlehen bei der Bank als Start-Up unrealistisch, da das Risiko der Start-Ups, vor allem in der Frühphase, für die Banken zu hoch oder zu schwer einzuschätzen ist. Zudem ist die Zinsbelastung zu Beginn ein Problem für Start-Ups.38
Das Investment einer Venture-Capital-Gesellschaft ist ebenfalls unüblicher als in der Theorie beschrieben, da gerade durch die Wirtschaftskrise 2008 die Venture-Capital-Gesellschaften zurückhaltender agieren. Dadurch werden Investitionen in Produkte mit bereits positiver Marktresonanz bevorzugt und das Investitionsvolumen in Deutschland sank generell.39 Aus diesen Gründen ist gerade für Start-Ups Crowdinvesting attraktiv und die Überwindung der 100.000 Euro-Marke des Funding-Limits durch Beteiligungsformen wie dem partiarischen Nachrangdarlehen verstärkten dies ebenfalls, da nun auch Unternehmen mit einem höheren Kapitalbedarf Crowdinvesting als Finanzierungsquelle nutzen können40
Ferner bietet Crowdinvesting Vorteile als Marketingtool, da das Unternehmen sich auf der ausgewählten Plattform bestmöglich präsentiert. Hier werden nicht nur zahlreiche potentielle Investoren angesprochen, sondern auch zahlreiche potentielle Kunden. Durch eine Crowdinvesting-Kampagne wird folglich die Aufmerksamkeit der Kunden und möglicherweise auch der Medien auf das eigene Unternehmen gelenkt. Weiterhin kann diese primäre Aufmerksamkeit durch Multiplikatoren, wie z. B. Mundpropaganda, steigen.41,42
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung der Problematik bei der Start-up-Finanzierung und Definition der Zielsetzung dieser Arbeit.
2 Crowdinvesting als Finanzierungsinstrument von Start-ups: Detaillierte Darstellung der theoretischen Grundlagen, des Ablaufs sowie der rechtlichen Beteiligungsformen und Marktsituation in Deutschland.
3 Theorie-Praxis-Reflexion: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf das Start-up Doxter inklusive Analyse des dortigen Finanzierungsprozesses.
4 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Relevanz von Crowdinvesting und Ausblick auf künftige Marktentwicklungen.
Schlüsselwörter
Crowdinvesting, Crowdfunding, Start-up, Finanzierung, Beteiligungsform, Eigenkapital, Mezzanine-Kapital, Partiarisches Nachrangdarlehen, Stille Beteiligung, Plattformen, Seedmatch, Companisto, Risikokapital, Marktresonanz, Existenzgründung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht Crowdinvesting als alternative Finanzierungsquelle für junge Unternehmen (Start-ups), die Schwierigkeiten haben, klassische Bankkredite oder Venture-Capital zu erhalten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Abgrenzung von Crowdinvesting, rechtliche Beteiligungsformen wie das partiarische Nachrangdarlehen sowie eine kritische Analyse der Chancen und Risiken.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Einordnung und Analyse des Crowdinvestings aus der Sicht der Unternehmen, um aufzuzeigen, wie diese Form der Kapitalbeschaffung effektiv zur Unternehmensfinanzierung beitragen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Fundierung, die durch eine Theorie-Praxis-Reflexion anhand eines konkreten Fallbeispiels (Unternehmen Doxter) ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden der idealtypische Ablauf, rechtliche Rahmenbedingungen, die wichtigsten Plattformen in Deutschland sowie die Vor- und Nachteile aus Sicht der Kapitalnehmer detailliert erläutert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den Kernbegriffen gehören Crowdinvesting, Partiarisches Nachrangdarlehen, Start-up-Finanzierung, Stille Beteiligung, Crowdfunding-Plattformen und Unternehmensgründung.
Warum ist das "partiarische Nachrangdarlehen" für Start-ups so relevant?
Es ist für Start-ups besonders attraktiv, da es im Gegensatz zu anderen Beteiligungsformen von der strengen Prospektpflicht ausgenommen ist und somit auch ohne kostenintensive Dokumentation höhere Investitionsvolumina ermöglicht.
Welche Rolle spielte das Unternehmen Doxter in dieser Analyse?
Doxter dient als Praxisbeispiel, um zu zeigen, wie ein erfolgreiches Crowdinvesting durchgeführt wird und welche Auswirkungen eine solche Kampagne auf die Unternehmensentwicklung sowie spätere Finanzierungsrunden haben kann.
Welches Risiko für Start-ups wird bezüglich der "unübersichtlichen Beteiligungsstruktur" genannt?
Die Vielzahl an Mikroinvestoren kann zu hohen Transaktionskosten führen und das Risiko erhöhen, dass interne Informationen an Konkurrenten gelangen, die sich ebenfalls als Mikroinvestoren beteiligen könnten.
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- Mathias Sebbel (Author), 2018, Crowdinvesting als Finanzierungsalternative für Start-Ups, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/443716