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Staatsbürgerschaft und Identität im Spannungsfeld der Globalisierung

Titre: Staatsbürgerschaft und Identität im Spannungsfeld der Globalisierung

Dossier / Travail , 2005 , 19 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Benjamin Peschke (Auteur)

Politique - Sujet: Union européenne
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Was ist die Staatsbürgerschaft ohne Nationalstaat? Verliert auch sie an Bedeutung? Und was tritt an ihre Stelle? Abstammung, Ethnie oder Religion? Mit was sollen sich die Menschen identifizieren? Das sind einige Fragen, die diese Arbeit anschneiden will. Sie will dem Leser zuerst einen allgemeinen Überblick über die Staatsbürgerschaftstheorie und ihrer gesetzlichen Ausgestaltung in Deutschland geben. Danach will sie die Bedeutung der Staatsbürgerschaft für die Identität von Individuen und die Bedeutung der Staatsbürgerschaft für zwei politische Ebenen, nämlich der nationalen (am Beispiel Deutschland), und der supranationalen (am Beispiel der EU), untersuchen. Dabei soll das Augenmerk vor allem auf den durch Globalisierung bzw. durch Transnationalisierung veränderten Gegebenheiten und der Identifikation mit einem vereinigten Europa liegen. Am Ende will die Arbeit noch einen Blick in die Zukunft des Konzeptes Staatsbürgerschaft werfen, Auswirkungen auf die Staatsbürgerschaft durch Globalisierung und mögliche Konzepte, wie auf diese Veränderungen auf nationaler oder supranationaler Ebene reagiert werden könnte. Durch ansteigende Migration stellt sich immer mehr die Frage nach politischer Partizipation von Migranten, die die deutsche Staatsbürgerschaft nicht besitzen. Dabei darf nicht vergessen werden, dass die Mitgliedschaft in einer Gesellschaft auch am Maße der demokratischen Partizipation gemessen wird. Dies scheint vor allem nach der 1989 einsetzenden Demokratisierungswelle in Europa, aber auch weltweit immer wichtiger zu werden. Doch erst zur Staatsbürgerschaft allgemein, ihren Wesensmerkmalen, ihren theoretischen Grundlagen, und Wurzeln in der politischen Ideengeschichte.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was bedeutet Staatsbürgerschaft?

2.1 Ansätze der politischen Theorie

2.2 Abstammungs- und Territorialprinzip

3. Staatsbürgerschaft und Identität

3.1 In Deutschland

3.2 In Europa

4. Staatsbürgerschaft und Globalisierung

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das sich wandelnde Konzept der Staatsbürgerschaft im Kontext von Globalisierung und Transnationalisierung, mit einem besonderen Fokus auf die Spannung zwischen rechtlicher Mitgliedschaft, kollektiver Identität und politischer Partizipation.

  • Theoretische Grundlagen und historische Entwicklung des Staatsbürgerbegriffs.
  • Die Bedeutung von Staatsbürgerschaft für nationale und supranationale Identitätsbildung.
  • Herausforderungen durch Migration und Integrationsproblematiken.
  • Die Rolle der Unionsbürgerschaft im europäischen Einigungsprozess.
  • Zukunftsperspektiven der Staatsbürgerschaft in einer globalisierten Welt.

Auszug aus dem Buch

3. Staatsbürgerschaft und Identität

Warum identifizieren sich Menschen mit einem politischen System? Oder besser warum tun sie das nicht? Diese Fragen wurden und werden in der Diskussion um Migrationsprobleme und Parallelgesellschaften gestellt. Vor allem durch die Unruhen in den Niederlanden letztes Jahr (2004), die der Mord an einem kontroversen Filmregisseur auslöste, aber auch durch Erkennen von signifikanten Integrationsdefiziten bei Teilen der in Deutschland lebenden Ausländer, wurde die Diskussion um Integrationspolitik und verschiedener Ideologien (von kompletter Assimilation bis multikulturellen Nebeneinander) wieder neu entfacht.

Im Jahr 2000 wurde eine ähnliche Diskussion um nationale Identität schon einmal geführt. Damals ging es um die Reformation des Staatsangehörigkeitsrechts und die eventuelle Einführung der doppelten Staatsbürgerschaft in Deutschland. Es gibt einen Zusammenhang zwischen Identität und Staatsbürgerschaft. Die Staatsbürgerschaft sollte nach dem Effektivitätsgrundsatz eine rechtliche Ausgestaltung von Identität stiftenden Faktoren wie Kultur, Religion, Ethnie oder zumindest ein gemeinsames Rechtsverständnis sein.

Nach BORNEWASSER und WAKENHUT spielt zusätzlich noch ein Nationalbewusstsein oder auch eine „Liebe zur Nation“ eine Rolle. Diese „[…] resultiert aus der praktizierten Partizipation des Bürgers an der Gestaltung der nationalen Ordnung: Bürgersein und Partizipation sind die Grundlage und Substanz der affektiv besetzten Nationszugehörigkeit und damit die Grundlage von Identifikationsprozessen und Selbstverpflichtungen“18. Wie bereits angesprochen ist also die Partizipation des Bürgers am politischen System eine grundlegende Voraussetzung für die Identifikation mit demselbigen. Nach dieser Erkenntnis soll nun die Identitätsproblematik in der Bundesrepublik besprochen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische und aktuelle Relevanz des Staatsbürgerbegriffs und stellt die Forschungsfragen bezüglich Identität und Globalisierung vor.

2. Was bedeutet Staatsbürgerschaft?: Dieses Kapitel definiert Staatsbürgerschaft als rechtliche Mitgliedschaft und erläutert die Kriterien sowie die Prinzipien (Abstammungs- und Territorialprinzip) ihres Erwerbs.

3. Staatsbürgerschaft und Identität: Hier wird der Zusammenhang zwischen der rechtlichen Zugehörigkeit und der individuellen bzw. kollektiven Identität in Deutschland und Europa untersucht.

4. Staatsbürgerschaft und Globalisierung: Das Kapitel analysiert, wie Globalisierung und Internationalisierung das klassische Konzept der Staatsbürgerschaft unter Druck setzen und welche Anpassungsnotwendigkeiten bestehen.

5. Schluss: Das Schlusskapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Staatsbürgerkonzepts in einer globalisierten Welt.

Schlüsselwörter

Staatsbürgerschaft, Identität, Globalisierung, Nationalstaat, Integration, Migration, Politische Partizipation, Unionsbürgerschaft, Territorialprinzip, Abstammungsprinzip, Politische Theorie, Demokratie, Transnationalisierung, Einbürgerung, Rechtsbeziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konzept der Staatsbürgerschaft, ihre historische Entwicklung sowie ihre Bedeutung als verbindendes Element zwischen Individuum und Staat im Zeitalter der Globalisierung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Definition der Staatsbürgerschaft, das Spannungsfeld zwischen Abstammungs- und Territorialprinzip, Fragen der kollektiven Identität sowie die Auswirkungen europäischer Integration und globaler Migrationsbewegungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, zu hinterfragen, ob das Konzept der nationalen Staatsbürgerschaft in Zeiten zunehmender Globalisierung und transnationaler Verflechtungen noch zeitgemäß ist und wie Identitätskonflikte durch politische Partizipation moderiert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Analyse politikwissenschaftlicher Theorien, juristischer Definitionen sowie auf die Auswertung empirischer Daten, wie beispielsweise Eurobarometer-Umfragen zum Nationalbewusstsein.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Staatsbürgerstatus, die Identitätsdebatten in Deutschland und Europa sowie die Herausforderungen, die durch supranationale Entwicklungen entstehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Staatsbürgerschaft, Identität, Globalisierung, politische Partizipation und Integration charakterisiert.

Wie unterscheidet sich das deutsche Staatsbürgerschaftsverständnis vom europäischen Kontext?

Während Deutschland traditionell stark am Abstammungsprinzip orientiert war, zeigt sich in Europa durch die Unionsbürgerschaft der Versuch, eine ergänzende, übernationale Ebene zu etablieren, die jedoch bei der Identitätsbildung noch mit großen Hürden konfrontiert ist.

Welche Rolle spielt die doppelte Staatsbürgerschaft in der Argumentation der Autorin?

Die Autorin beleuchtet die Debatte um die doppelte Staatsbürgerschaft als ein Beispiel für den schwierigen Umgang mit Identitätskonflikten und als notwendiges Instrument, um Integration in einem modernen, mobilen Staatswesen zu erleichtern.

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Résumé des informations

Titre
Staatsbürgerschaft und Identität im Spannungsfeld der Globalisierung
Université
University of Augsburg
Cours
Migration und Integration im europäischen Mehrebenensystem
Note
1,7
Auteur
Benjamin Peschke (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
19
N° de catalogue
V443746
ISBN (ebook)
9783668812161
ISBN (Livre)
9783668812178
Langue
allemand
mots-clé
Staatsbürgerschaft Identität Globalisierung Migration Integration EU
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Benjamin Peschke (Auteur), 2005, Staatsbürgerschaft und Identität im Spannungsfeld der Globalisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/443746
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Extrait de  19  pages
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