Nach dieser Unterrichtseinheit können die Schülerinnen und Schüler (SuS) nacherzählen, wie der Hirtenjunge David den Kampf gegen den Riesen Goliath gewinnt, um die Bedeutung des Sieges im tradierten als auch im lebensweltlichen Kontext zu verstehen.
Der Stundeneinstieg geschieht in der Sozialform des Stuhlkreises, den die Lerngruppe aus den vorherigen Stunden kennt. Die Lernchance dieser Sitzordnung besteht in einer Gesprächsatmosphäre, die als wohltuend empfunden wird. Des Weiteren leistet das Zustandekommen im Gesprächskreis einen Erziehungsbeitrag zur Rücksichtnahme. Wichtig ist darauf zu achten, dass Außenseiter mit in den Kreis integriert werden. Weil es keine Tische als Barrieren gibt, nimmt die Distanz in der Gruppe ab und die Körpersprache, wie Mimik oder Gestik, lässt sich genauer beobachten. Außerdem wird die Lehrkraft so zu einem partnerschaftlich agierenden Gesprächspartner, der Moderationsaufgaben übernimmt.
Inhaltsverzeichnis
1. Analyse der Ausgangssituation
2. Begründungszusammenhang
2.1. Religiöse Dimension der Anforderungssituation
2.2. Zuordnung zu dem Inhaltsfeld Gott
3. Fokussierter (überfachlicher / fachlicher) Kompetenzerwerb
4. Lernstruktur der Unterrichtseinheit
5. Didaktisch-methodische Überlegungen zur Unterrichtsstunde
5.1. Zentrales Stundenziel in Bezug zur Kompetenzerwartung
5.2. Konkretisierung der Unterrichtseinheit
6. Tabellarischer Ablauf der Unterrichtsstunde
7. Fachliteratur
8. Anhang
8.1. Gebetszettel
8.2. Rollenspiel „David gegen Goliath“
8.3. Legebild „David gegen Goliath“
8.4. Psalm Davids
9. Lernbegleitbogen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Planung und Durchführung einer Religionsstunde zum Thema David und Goliath in einer heterogenen fünften Klasse. Das zentrale Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern durch die biblische Erzählung und deren Übertragung auf die eigene Lebenswelt zu vermitteln, wie Mut und Gottvertrauen in schwierigen Situationen Stärke verleihen können.
- Analyse der Klassensituation und individueller Förderbedarfe
- Erarbeitung der biblischen Geschichte von David und Goliath
- Einsatz von schülerorientierten Methoden wie Rollenspiel und Legebild
- Reflexion der Stärken und Schwächen anhand persönlicher "Riesen des Alltags"
- Einbettung in den Kompetenzerwerb (deuten, kommunizieren, gestalten)
Auszug aus dem Buch
Didaktisch-methodische Überlegungen zur Unterrichtsstunde
Der Stundeneinstieg geschieht in der Sozialform des Stuhlkreises, den die Lerngruppe aus den vorherigen Stunden kennt. Die Lernchance dieser Sitzordnung besteht in einer Gesprächsatmosphäre, die als wohltuend empfunden wird. Des Weiteren leistet das Zustandekommen im Gesprächskreis einen Erziehungsbeitrag zur Rücksichtnahme (Mattes, 2011, S. 108 - 109). Wichtig ist darauf zu achten, dass Außenseiter mit in den Kreis integriert werden. Weil es keine Tische als Barrieren gibt, nimmt die Distanz in der Gruppe ab und die Körpersprache, wie Mimik oder Gestik, lässt sich genauer beobachten. Außerdem wird die Lehrkraft2 so zu einem partnerschaftlich agierenden Gesprächspartner, der Moderationsaufgaben übernimmt.
Es folgt ein gemeinsames Gebet3. Durch das gelenkte Unterrichtsgespräch am Ende des Gebets setzt die L einen Impuls, indem sie das vorletzte Wort „mutig“ aufgreift und folgende Frage an die SuS richtet: „Wann ist jemand mutig?“4 Um die Wortmeldungen anzunehmen, rufen sich die SuS gegenseitig auf. Zur Sicherung werden die Beiträge durch die L schriftlich festgehalten (Gandlau, 2011, S. 55).
Der nächste Schritt des Unterrichts ist die Hinführung. Die Klasse wird in die Gruppe der Lesenden und Zuhörenden unterteilt. Vor Spielbeginn sorgt die L dafür, dass die Aufmerksamkeit aller zuhörenden SuS bei den Lesenden ist. Das Rollenspiel ist eine geeignete Methode, um den SuS die Angst zu nehmen persönlich zu versagen. Auch kann das Lesen des Rollenspiels die Lust am Sprechen entfalten (Mattes, 2011, S. 162).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Analyse der Ausgangssituation: Es wird die soziale und lernkulturelle Zusammensetzung der fünften Klasse sowie das individuelle Lernverhalten spezifischer Schüler beleuchtet.
2. Begründungszusammenhang: Dieses Kapitel erläutert die religiöse Relevanz der Erzählung und ordnet sie dem Inhaltsfeld Gott zu.
3. Fokussierter (überfachlicher / fachlicher) Kompetenzerwerb: Hier werden die angestrebten fachlichen und personalen Kompetenzen der Schüler in einer Übersicht dargestellt.
4. Lernstruktur der Unterrichtseinheit: Das Kapitel gliedert den Lernprozess in logische Sequenzen, von der Initiierung bis zur Reflexion.
5. Didaktisch-methodische Überlegungen zur Unterrichtsstunde: Es werden die Ziele der Stunde präzisiert und die methodischen Entscheidungen (z.B. Stuhlkreis, Rollenspiel) didaktisch begründet.
6. Tabellarischer Ablauf der Unterrichtsstunde: Eine strukturierte Übersicht der Phasen, Aktivitäten und Materialien für den unmittelbaren Unterrichtsverlauf.
7. Fachliteratur: Verzeichnis der genutzten wissenschaftlichen und pädagogischen Quellen.
8. Anhang: Enthält ergänzende Materialien wie Gebetszettel, Rollenspieltexte und Visualisierungshilfen.
9. Lernbegleitbogen: Dokumentationsblatt zur Erfassung des Unterrichtsbesuchs.
Schlüsselwörter
Religionsunterricht, David und Goliath, Mut, Gottvertrauen, Stuhlkreis, Rollenspiel, Legebild, Perspektivenübernahme, Ambivalenz, Auserwählung, Unterrichtsplanung, Grundschule, Kompetenzorientierung, Stärke, Schwäche
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die didaktische Planung und methodische Gestaltung einer Religionsstunde zum Thema "David und Goliath" für eine fünfte Klasse.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Ambivalenz des Auserwähltseins, die Bedeutung von Mut und Gottvertrauen sowie die Bewältigung persönlicher Herausforderungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler nacherzählen können, wie David den Kampf gegen Goliath gewinnt, um die Bedeutung dieses Sieges auf ihr eigenes Leben zu übertragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden methodische Ansätze wie der Stuhlkreis, das Rollenspiel und die Arbeit mit Boden- bzw. Legebildern zur Förderung von Wahrnehmungs- und Reflexionsprozessen eingesetzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Analyse der Lerngruppe, die didaktische Begründung des Themas, die Zielformulierung, die Strukturierung der Lernschritte und den detaillierten tabellarischen Ablauf der Unterrichtsstunde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Religionsunterricht, David und Goliath, Mut, Gottvertrauen und Kompetenzorientierung.
Warum wird das Rollenspiel als Methode eingesetzt?
Das Rollenspiel dient dazu, den Schülern die Angst vor persönlichem Versagen zu nehmen und die Lust am Sprechen sowie die Perspektivenübernahme zu fördern.
Wie wird mit störendem Verhalten einzelner Schüler umgegangen?
Die Lehrkraft setzt auf gezielte Integration durch kleine Hilfsaufgaben oder besondere Rollen (z.B. "Kerzenjunge") und sucht die Unterstützung durch Förderpädagogen.
Welche Rolle spielt das "Legebild" im Unterricht?
Das Legebild dient der visuellen Veranschaulichung der Erzählung und hilft dabei, die Aufmerksamkeit der Lerngruppe zu bündeln und die Geschichte symbolisch zu festigen.
Warum werden Psalmen Davids am Ende der Stunde verteilt?
Die Psalmen sollen den Schülern Mut und Sicherheit für ihre persönlichen Situationen im Alltag schenken, ähnlich wie die Erzählung David stärkte.
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- Michaela Schuck (Author), 2018, Wenn Mut und Gottvertrauen zu Stärke führen. Die Bedeutung der Erzählung von Davids Kampf gegen Goliath (5. Klasse), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/443748