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Die Sprache in Martin Luthers Tischreden

Title: Die Sprache in Martin Luthers Tischreden

Term Paper , 2018 , 18 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Simone Kappel (Author)

German Studies - Literature of History, Eras
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Martin Luther ist die Person, von der es die meisten literarischen Überlieferungen aus dem 16. Jahrhundert gibt. Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums zur Veröffentlichung der 95 Thesen im Jahr 2017 entstanden viele Bücher, Reportagen, Filme und andere Publikationen über Martin Luther. Eine Textgattung, die dabei eher wenig in den Fokus geriet, waren seine Tischreden. Sie sind wohl eine seiner am kritischsten zu beurteilenden Textsorte, da sie nicht Luthers Originalsprache wiedergeben. Die Tischreden entstammen Luthers letzten 15 Lebensjahren von 1531 bis zu seinem Tod im Jahr 1546. Der lebenserfahrene Luther spricht in den überlieferten Tischreden von Themen wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Darunter über den christlichen Glauben, Kirche, den Staat, Familie und Zusammenleben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Martin Luthers Sprache

3 Martin Luthers Tischreden

3.1 Entstehung

3.2 Themen

3.3 Editionsgeschichte und Verbreitung

3.4 Kritik an Johannes Aurifaber

3.5 Analyse der Tischrede 452 aus der Weimarer Ausgabe

3.6 Analyse der Tischrede 631 aus der Weimarer Ausgabe

3.7 Analyse der Tischrede 1554 aus der Weimarer Ausgabe

4 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht inwieweit die überlieferten Tischreden Martin Luthers tatsächlich dessen Originalsprache widerspiegeln. Dabei wird die komplexe Entstehungs- und Editionsgeschichte kritisch betrachtet und anhand konkreter Textanalysen geprüft, wie stark die Aufzeichnungen durch die Schreiber – insbesondere Johannes Aurifaber – beeinflusst oder verfälscht wurden.

  • Entwicklung und Besonderheiten der Sprache Martin Luthers
  • Entstehungsprozess und Überlieferungsgeschichte der Tischreden
  • Kritische Würdigung der Editionsarbeit von Johannes Aurifaber
  • Detaillierte Analyse ausgewählter Tischreden (Nr. 452, 631, 1554)
  • Spannungsfeld zwischen authentischem Wortlaut und interpretierenden Abschriften

Auszug aus dem Buch

3.5 Analyse der Tischrede 452 aus der Weimarer Ausgabe

Die Tischrede aus dem ersten Band der Weimarer Ausgabe mit der Nummer 452 entstammt der Handschrift von Veit Dietrich und lässt sich zwischen die Jahre 1532 und 1533 einordnen. Sie befinden sich in der Nürnberger Staatsbibliothek. Dietrich war Theologe, Luthers Famulus und Sekretär. Seine Nachschriften gelten als sehr glaubwürdig, weshalb die Weimarer Ausgabe mit Dietrichs Sammlung beginnt. Die Tischrede ist zunächst in Latein verfasst. Luthers Ärgernis über Untaten, die im Zusammenhang mit der christlichen Lehre geschehen sind, werden angesprochen. Daraufhin wechselt die Sprache und geht in das Deutsche über. Dabei wird kein reines Deutsch gesprochen und geschrieben, sondern eine Mischform innerhalb des Satzes, wie das Wort „quia“, das einen Nebensatz einleitet, zeigt. Im Glauben daran, dass die Religion für die Auserwählten ist, hat Luther den Willen zu predigen und seinen vollen Ernst auf alle Handlungen, die im Zusammenhang mit der Religion stehen, zu richten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Tischreden als kritische Textgattung und Darlegung der Forschungsfrage bezüglich ihrer sprachlichen Authentizität.

2 Martin Luthers Sprache: Untersuchung der sprachlichen Einflüsse, Luthers Zweisprachigkeit und seiner rhetorischen Mittel zur Erreichung des einfachen Volkes.

3 Martin Luthers Tischreden: Umfassende Darstellung der Genese, thematischen Vielfalt, Editionsgeschichte und kritische Analyse der Rolle von Johannes Aurifaber.

3.1 Entstehung: Erläuterung, wie aus spontanen Tischgesprächen durch Mitschriften und spätere Redaktion der Schreiber die überlieferten Textsammlungen entstanden.

3.2 Themen: Überblick über das breite Spektrum der Tischreden, das von privaten Belangen bis hin zu theologischen und politischen Fragen reicht.

3.3 Editionsgeschichte und Verbreitung: Historischer Abriss der Druckausgaben von Aurifaber bis zur kritischen Weimarer Gesamtausgabe.

3.4 Kritik an Johannes Aurifaber: Untersuchung der subjektiven Eingriffe und Glättungen, die Aurifaber bei der Überlieferung von Luthers Reden vornahm.

3.5 Analyse der Tischrede 452 aus der Weimarer Ausgabe: Sprachliche Untersuchung einer Tischrede mit Fokus auf die Mischung von Latein und Deutsch sowie der rhetorischen Bildhaftigkeit.

3.6 Analyse der Tischrede 631 aus der Weimarer Ausgabe: Analyse einer auf Deutsch verfassten Tischrede über das Wirken des Teufels und die menschliche Versuchung.

3.7 Analyse der Tischrede 1554 aus der Weimarer Ausgabe: Untersuchung der Argumentationsweise in Tischreden zum Thema Stillen und der damit verbundenen Rolle der Frau.

4 Resümee: Zusammenfassende Bewertung, dass eine wortgetreue Rekonstruktion unmöglich ist, die Tischreden aber dennoch einen hohen historischen Wert als Zeugnisse des Lebens Luthers behalten.

Schlüsselwörter

Martin Luther, Tischreden, Reformation, Johannes Aurifaber, Sprachgeschichte, Weimarer Ausgabe, Überlieferung, Rhetorik, Editionswissenschaft, Latein, Deutsch, Mitschriften, Sprachmischung, Reformationsgeschichte, Textanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der literarischen Gattung der Tischreden Martin Luthers und untersucht deren sprachliche und inhaltliche Authentizität in Bezug auf die tatsächlichen Äußerungen des Reformators.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen die Sprachgestaltung Luthers, die komplexe Entstehung der Tischreden-Sammlungen, die historische Rolle des Herausgebers Johannes Aurifaber sowie die methodische Analyse ausgewählter Textbeispiele.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, inwiefern die uns vorliegenden Tischreden Luthers tatsächliche Sprache und Intention widerspiegeln oder durch spätere Bearbeitung verfälscht wurden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es wird eine philologische und editionsgeschichtliche Methode angewandt, bei der Quelltexte aus der Weimarer Ausgabe analysiert und mit den editorischen Eingriffen der Überlieferer verglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Sprache Luthers, die Darstellung der Entstehungs- und Editionsgeschichte der Tischreden sowie detaillierte linguistische Analysen dreier spezifischer Tischreden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Martin Luther, Tischreden, Reformation, Johannes Aurifaber, Weimarer Ausgabe und sprachliche Authentizität.

Inwiefern hat Johannes Aurifaber Luthers Worte beeinflusst?

Aurifaber wird kritisiert, da er Texte glättete, obszöne Begriffe austauschte und Luthers Aussagen durch inhaltliche Ausschmückungen ergänzte, um ein spezifisches Bild des Reformators für die Öffentlichkeit zu konstruieren.

Welche Schlussfolgerung zieht die Arbeit zum Wert der Tischreden?

Trotz der Unmöglichkeit, einen exakten Wortlaut zu rekonstruieren, werden die Tischreden als unverzichtbare historische Quelle für das Verständnis des Lebens und Denkens Luthers bewertet.

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Details

Title
Die Sprache in Martin Luthers Tischreden
Grade
2,3
Author
Simone Kappel (Author)
Publication Year
2018
Pages
18
Catalog Number
V443771
ISBN (eBook)
9783668835979
ISBN (Book)
9783668835986
Language
German
Tags
sprache martin luthers tischreden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simone Kappel (Author), 2018, Die Sprache in Martin Luthers Tischreden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/443771
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