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Erotische Vanitas nach Sebastian Brants "Narrenschiff"

Título: Erotische Vanitas nach Sebastian Brants "Narrenschiff"

Trabajo , 2016 , 29 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Natascha Scholl (Autor)

Arte - Escultura, plástica
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In dieser Hausarbeit werden wir uns mit der vermeintlichen Frau Welt und ihrem Begleiter, dem Todesskelett, in Form einer Elfenbeinskulptur von 1520 befassen. Diese Skulptur wurde zu einer Zeit gefertigt, in der auf den Totentanz aus dem 14. Jh. und den Memento-mori-Gedanken, mit der Renaissance, eine neue unterschwellige erotische Betrachtungsweise und Annäherung an den Tod folgte.

Ziel dieser Hausarbeit wird es sein aufzuzeigen, dass es sich bei dieser Skulptur um eine erotische Vanitas-Darstellung, nach Sebastian Brants Das Narrenschiff, handelt. Allerdings sollte vorausgeschickt werden, dass die Skulptur eine äußerst komplexe Thematik behandelt, sodass durchaus mehrere Interpretationen und Theorien zutreffend sein, aber auch nicht sämtliche Spuren verfolgt werden können.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Objektbeschreibung

3. Provenienz

4. Historischer Kontext

5. Das Gegenstück

6. Das Narrenschiff

7. Erotische Vanitas. Das Mädchen und der Tod

8. Schlussfolgerung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht eine Doppelskulptur aus Elfenbein aus dem Jahr 1520, um ihre ikonographische Bedeutung als erotische Vanitas-Darstellung im Kontext von Sebastian Brants "Narrenschiff" zu entschlüsseln und ihre Einbettung in die spätmittelalterliche Tradition der "Frau Welt" zu analysieren.

  • Analyse der Doppelskulptur (Vanitas) und ihre ikonographischen Attribute
  • Untersuchung des historischen Kontextes der Renaissance und des Memento-mori-Gedankens
  • Vergleich der Skulptur mit einem bekannten Gegenstück aus dem Kunsthandel
  • Herleitung der literarischen und mythologischen Vorlagen, insbesondere "Das Narrenschiff" und "Herkules am Scheideweg"

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Memento-mori“, aus dem Lateinischen „Bedenke dass du sterblich bist“ oder „Denke daran, dass du sterben musst“, bezeichnet die Vergänglichkeit alles Irdischen und findet in der Kunst und Kunstgeschichte ihren Ausdruck in unterschiedlichen Bereichen. Vor allem in Deutschland und Flandern spielen Memento-Mori-Darstellungen im 16. Jh. eine große Rolle und spiegeln sich in der Elfenbeinkunst wider. Die sogenannten „Dreiköpfe“ an Rosenkränzen sind eines der ersten kleineren Formate, in denen sich die Elfenbeinkunst zeigt. „Dabei handelt es sich um Elfenbeinkugeln, die auf drei Seiten den Totenkopf, den Kopf einer jungen Frau und das Haupt Christi vorstellen[…]“, wobei in „[…] der figürlichen Kleinplastik ist der Gedanke des Memento mori verschiedentlich durch die Darstellung einer jungen Frau (der ›Frau Welt‹ aus der mittelalterlichen Dichtung) mit einem Todesskelett als Begleiter zum Ausdruck gebracht worden“ 1 . In dieser mittelalterlichen Allegorie ›Frau Welt‹ werden die Fleischeslust, Verführung und Vergänglichkeit, der Frau Welt, verkörpert, welche zugleich die Voluptas, der Sinnes- und Wolllust, personifiziert.

Als Beispiel wäre hier der Dom in Worms anzuführen, wo sich die Frau Welt (Abb. 1) an der rechten Seite des Südportals befindet. Sie entstand 1298 bei der gotischen Neugestaltung des Südportals nach Straßburger Vorbild. Dei Vorderseite zeigt uns eine schöne, verführerische Frau in anmutiger Kleidung, ihr Rücken jedoch ist von Würmern und Ungeziefern zerfressen. Zu ihren Füßen kniet ein Ritter, der von ihrer Schönheit und Anmut so sehr geblendet zu sein scheint, dass er ihre wahre Natur, den von Ungeziefer zerfressene Rücken, nicht erkennen kann. Frau Welt besitzt Attribute der Vanitas und Luxuria und steht für eine allegorische Verschmelzung von Schönheit und Sünde.2 Sie offenbart ihre wahre Natur nur demjenigen, der sie zu durchschauen vermag und stürzt die Unglücklichen, die ihrem Schein erliegen, ins Verderben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definition des Memento-mori-Begriffs sowie Einführung in die Symbolik der „Frau Welt“ als Ausgangspunkt der Untersuchung.

2. Objektbeschreibung: Detaillierte visuelle Analyse der Elfenbeinskulptur und ihrer verschiedenen Bildelemente wie Podest, Figuren und Darstellung von Tod und Frau.

3. Provenienz: Überblick über die Herkunft der Skulptur und ihre Aufnahme in die Bestände der Staatlichen Museen zu Berlin aus der Sammlung Figdor.

4. Historischer Kontext: Erläuterung des Wandels der Todeswahrnehmung vom ausgehenden Mittelalter bis zum Humanismus der Renaissance.

5. Das Gegenstück: Vergleich der vorliegenden Arbeit mit einer ähnlichen Skulptur zur Identifizierung von stilistischen und ikonographischen Gemeinsamkeiten.

6. Das Narrenschiff: Herleitung der ikonographischen Bedeutung durch den Bezug auf Sebastian Brants Moralsatire und antike Mythen wie "Herkules am Scheideweg".

7. Erotische Vanitas. Das Mädchen und der Tod: Vertiefung der Interpretation der erotischen Komponenten als Verführungssymbolik im Memento-mori-Kontext.

8. Schlussfolgerung: Zusammenfassung der Ergebnisse und Bestätigung der Skulptur als Darstellung der Voluptas im Kontext zeitgenössischer Traditionen.

Schlüsselwörter

Vanitas, Memento mori, Elfenbeinkunst, Frau Welt, Renaissance, Sebastian Brant, Narrenschiff, Voluptas, Luxuria, Herkules am Scheideweg, Doppelskulptur, Totentanz, Kunstgeschichte, Ikonographie, Mittelalter

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht eine spezifische Elfenbeinskulptur aus dem Jahr 1520, die eine Frau und ein Skelett zeigt, um deren ikonographische Bedeutung als "erotische Vanitas" zu entschlüsseln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Memento mori, die Vergänglichkeit alles Irdischen, die Personifizierung von Wollust und Schönheit sowie die Rezeption mittelalterlicher Allegorien in der Renaissance.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Skulptur eine erotische Vanitas-Darstellung ist, die stark von Sebastian Brants "Narrenschiff" sowie dem antiken Mythos "Herkules am Scheideweg" beeinflusst wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine deskriptive Objektanalyse kombiniert mit einer kunsthistorischen Quellen- und Literaturanalyse, um Vergleiche zu zeitgenössischen Darstellungen zu ziehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Beschreibung des Objekts, die Nachforschung zur Herkunft (Provenienz), den historischen Hintergrund des Humanismus sowie eine ikonographische Interpretation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Vanitas, Memento mori, Elfenbeinkunst, Frau Welt, Renaissance, Narrenschiff und Voluptas.

Warum spielt die Skulptur aus dem Bode-Museum eine so wichtige Rolle?

Sie gilt als herausragendes Beispiel für ein "Kabinettstück", das im Humanistenkreis entstanden sein könnte und die komplexe Verbindung von Schönheit und Verfall im 16. Jahrhundert veranschaulicht.

Welche Bedeutung hat der Vergleich mit dem "Gegenstück"?

Das Gegenstück aus dem Deutschen Elfenbeinmuseum hilft zu verstehen, wie das ursprüngliche Programm der Skulptur beschaffen war und wie Variationen in der Darstellung interpretiert werden können.

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Detalles

Título
Erotische Vanitas nach Sebastian Brants "Narrenschiff"
Universidad
Humboldt-University of Berlin
Calificación
1,3
Autor
Natascha Scholl (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
29
No. de catálogo
V443774
ISBN (Ebook)
9783668811461
ISBN (Libro)
9783668811478
Idioma
Alemán
Etiqueta
erotische vanitas sebastian brants narrenschiff
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Natascha Scholl (Autor), 2016, Erotische Vanitas nach Sebastian Brants "Narrenschiff", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/443774
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