Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics

Die Schreibkonferenz. Eine geeignete Methode zur Überarbeitung von Texten im schulischen Kontext?

Title: Die Schreibkonferenz. Eine geeignete Methode zur Überarbeitung von Texten im schulischen Kontext?

Term Paper , 2018 , 24 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Anonym (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Mit der Aussage „Writing is rewriting“, das heißt Schreiben heißt Überarbeiten, betonte schon Murray im Jahre 1968, dass das Überarbeiten von Texten und Formulierungen einen zentralen Aspekt im Schreibprozess darstellt. Der entstandene Text sollte aus der Zielperspektive in Kombination mit der eingenommenen Leserperspektive neu betrachtet bzw. eingeschätzt werden.

Das Revidieren als zentraler Bestandteil der Textproduktion hat in der Deutschdidaktik allerdings erst durch die „kognitive Wende“ in den 80er Jahren einen festen Platz erhalten, wodurch dem Überarbeiten von Texten mittlerweile auch aus normativer Sicht eine bedeutsamere Rolle zugeschrieben wird. Dennoch wird dem Überarbeiten in der schulischen Realität häufig noch zu wenig Raum gegeben. Die dort vorgenommen Korrekturen werden meist von dem Lehrer oder der Lehrerin in Form von Fremdkorrekturen getätigt, sodass der Überarbeitungsaspekt für die Schülerinnen und Schüler selber meist nicht relevant ist und ihnen somit als wichtige Komponente der Textverfassung vorenthalten wird.

Im Lehrplan für Niedersachsen ist als eine Kompetenzerwartung z.B. für die Grundschule verankert, dass die Schülerinnen und Schüler am Ende der Grundschulzeit in der Lage sein sollen, ihre Texte auf Verständlichkeit und Wirkung hin zu prüfen und dafür Überarbeitungsstrategien anwenden können mittels Überarbeitungsverfahren wie bspw. der Textlupe, Fragelawine oder Schreibkonferenz. Gerade die letztere der aufgelisteten Methoden stellt eine Lernumgebung her, in welcher der Erwerb einer Überarbeitungshaltung für die Schülerinnen und Schüler gefördert werden soll.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Schreibprozessforschung – ein Überblick

2.1. Das Schreibprozessmodell von Hayes/Flower

2.2. Kritik am Modell von Hayes/Flower

3. Zur Rolle des Revidierens von Texten im schulischen Kontext

4. Schreibentwicklung und Revisionen in der Schule

4.1. Komplexität von Textrevisionshandlungen

4.2. Textrevisionshandlungen schon ab Grundschulalter

5. Schreibkonferenzen

5.1. Beschreibung der Methode

5.2. Voraussetzungen und Anforderungen

5.3. Ansatz von Martin Fix

5.4. Schwierigkeiten

5.4.1. Allgemeine Befunde

5.4.2. Ergebnisse der Studie von Martin Fix

5.5. Möglichkeiten und Grenzen von Schreibkonferenzen

5.5.1. Allgemeine Befunde

5.5.2. Ergebnisse der Studie von Martin Fix

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Eignung der Schreibkonferenz als didaktische Methode zur Überarbeitung von Texten im schulischen Kontext. Dabei wird analysiert, inwieweit das Verfahren Schülerinnen und Schüler bei der Textoptimierung unterstützt, welche fachdidaktischen Anforderungen bestehen und wo die Grenzen dieser Methode liegen, insbesondere unter Berücksichtigung der Revisionsstudie von Martin Fix.

  • Grundlagen der Schreibprozessforschung und das Modell von Hayes/Flower
  • Die Rolle des Revidierens als zentrale Teilkompetenz der Schreibentwicklung
  • Methodische Beschreibung und Anforderungsprofil von Schreibkonferenzen
  • Kritische Analyse von Schwierigkeiten und Lernmöglichkeiten
  • Empirische Einordnung durch die Revisionsstudie von Martin Fix

Auszug aus dem Buch

5.1. Beschreibung der Methode

Das Konzept der Schreibkonferenz wurde in den 80er Jahren von einer Forschergruppe um den britischen Grundschullehrer Graves in England entwickelt und wenige Jahre später im deutschsprachigen Raum maßgeblich durch Spitta geprägt, weiterentwickelt und publik gemacht. Sie selbst hat ihren Ansatz über einen Zeitraum von vier Jahren in über vierzig Grundschulklassen in Berlin erprobt und definiert Schreibkonferenzen folgendermaßen:

Schreibkonferenzen stellen […] ein Verfahren dar, einen selbst verfassten Text einer kleinen kritischen Öffentlichkeit zur Diskussion zu präsentieren, um aus den Reaktionen der Teilnehmer Hinweise für eine eventuelle Überarbeitung des Textes zu erhalten.

Hierbei handelt es sich um eine lehrpersonunabhängige Kleingruppenarbeit. Die Lehrperson ist in ihrer Beratungsfunktion präsent, greift aber von sich aus für gewöhnlich nicht in die Gespräche ein. Innerhalb der Schreibkonferenz werden die Schülerinnen und Schüler als Schreibende mit der Perspektive des Lesers, zugleich aber auch mit der Notwendigkeit und dem Sinn von Überarbeitungen konfrontiert, „sodass Prozessorientierung und kommunikative Schreibfunktion eine Verbindung eingehen.“ Die konkrete didaktische Gestaltung dieser Methode kann variieren, doch sind als konstitutive Bestandteile der Erstentwurf, die mündliche Konferenz in der Gruppe und der Zweitentwurf zu nennen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung des Überarbeitens als zentraler Bestandteil der Textproduktion und Definition der Zielsetzung der Arbeit.

2. Schreibprozessforschung – ein Überblick: Darstellung des kognitiven Schreibprozessmodells von Hayes/Flower sowie dessen kritische Würdigung im Hinblick auf den schulischen Kontext.

3. Zur Rolle des Revidierens von Texten im schulischen Kontext: Erläuterung der Bedeutung der Textüberarbeitung als Teilkompetenz des Schreibens und deren Verankerung in Bildungsstandards.

4. Schreibentwicklung und Revisionen in der Schule: Analyse der Komplexität von Textrevisionshandlungen und Diskussion der Überarbeitungsfähigkeiten bei Schülern.

5. Schreibkonferenzen: Detaillierte Beschreibung der Methode, der notwendigen Voraussetzungen, der Schwierigkeiten sowie der Möglichkeiten und Grenzen basierend auf empirischen Befunden.

6. Fazit: Abschließende Bewertung der Schreibkonferenz als Methode zur Textüberarbeitung und Einordnung der Ergebnisse in den Deutschunterricht.

Schlüsselwörter

Schreibkonferenz, Schreibprozessforschung, Textüberarbeitung, Schreibdidaktik, Revisionshandlungen, Textproduktion, Sprachbewusstheit, Schreibentwicklung, Schülerzentrierung, Peer-Feedback, Sprachreflexion, Schreibkompetenz, kognitive Wende, Problemlöseprozess, Unterrichtsmethode.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die Schreibkonferenz eine geeignete Unterrichtsmethode darstellt, um Schülern das Überarbeiten von Texten nahezubringen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die moderne Schreibprozessforschung, die Rolle des Revidierens im schulischen Alltag sowie die konkrete Durchführung und Analyse von Schreibkonferenzen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Eignung und Wirksamkeit der Schreibkonferenz für den Deutschunterricht zu überprüfen, wobei besonders die Ergebnisse der Studie von Martin Fix kritisch betrachtet werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Befunde und Revisionsstudien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Schreibmodelle, notwendige Voraussetzungen für die Methode, sowie praktische Schwierigkeiten und Potenziale der Schreibkonferenz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Schreibkonferenz, Textüberarbeitung, Schreibdidaktik, Revisionshandlungen und Sprachbewusstheit.

Warum betont der Autor die Notwendigkeit einer Distanz zum eigenen Text?

Die Distanz ist essenziell, damit Schüler ihre Texte aus einer objektiven Leserperspektive betrachten und somit notwendige Textdefizite überhaupt erkennen können.

Inwiefern beeinflusst die Rolle der Mitschüler das Ergebnis einer Schreibkonferenz?

Die Mitschüler fungieren als „Peer-group“, die eine neue Leserperspektive einbringt, was die Qualität der Überarbeitung besonders auf kommunikativer Ebene fördern kann.

Warum kommt der Autor zu einem eingeschränkten Fazit zur Wirksamkeit der Methode?

Aufgrund des hohen Anforderungsprofils an soziale und metasprachliche Kompetenzen zeigt sich, dass besonders jüngere oder ungeübte Schüler mit der Methode überfordert sein können.

Excerpt out of 24 pages  - scroll top

Details

Title
Die Schreibkonferenz. Eine geeignete Methode zur Überarbeitung von Texten im schulischen Kontext?
College
University of Göttingen  (Abteilung Didaktik der deutschen Sprache und Literatur)
Grade
1.0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2018
Pages
24
Catalog Number
V443782
ISBN (eBook)
9783668826304
ISBN (Book)
9783668826311
Language
German
Tags
Schreibkonferenz Überarbeitung Texte überarbeiten Methoden der Überarbeitung korrigieren Neuformulierung Deutschunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2018, Die Schreibkonferenz. Eine geeignete Methode zur Überarbeitung von Texten im schulischen Kontext?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/443782
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  24  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint