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Jugendliche "Systemsprenger/innen". Möglichkeiten und Grenzen individueller Jugendhilfemaßnahmen

Título: Jugendliche "Systemsprenger/innen". Möglichkeiten und Grenzen individueller Jugendhilfemaßnahmen

Tesis (Bachelor) , 2018 , 71 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Ciencias sociales (General)
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Die Bachelorarbeit behandelt das Thema „Jugendliche Systemsprenger/innen“, die Grenzen und Möglichkeiten individueller Jugendhilfemaßnahmen.

Das Etikett jugendliche „Systemsprenger/innen“ beschreibt Jugendliche, die regelmäßig in Artikeln und Dokumentationen in den Medien erscheinen. Sie werden hier als „Schwererziehbare“, „Problemjugendliche“ oder auch „Systemsprenger/innen“ bezeichnet. Bezeichnend für die mediale Debatte kann nachfolgender Satz aus der Dokumentation Stern TV „Junge Menschen, die durch fast alle Hilfesysteme in Deutschland gefallen sind. Jugendliche, die keine Strukturen und Regeln kennen“ gelten. Dies wirft anschließend die Frage auf, wie hätte die HzE oder auch andere Hilfeleistungen gestaltet werden müssen, dass für die Jugendlichen nicht die Hilfe abgebrochen wird und sie aus dem System fallen. Diese Frage wird in der anstehenden Arbeit thematisiert. Dazu ist es wichtig zu wissen, dass die Fälle immer komplexer werden, die Jugendlichen haben vielfältige, individuelle Bedarfe, die von unterschiedlichen Hilfesystemen bearbeitet werden müssen. Somit gelangt die Jugendhilfe mit den Jugendlichen an ihre Grenzen und auch die Gesellschaft sieht keine Perspektive mehr mit den Jugendlichen zu arbeiten.

Aufgrund dieser Debatten ist es von enormer Wichtigkeit die jugendlichen „Systemsprenger/innen“ auf ihrem Lebensweg zu unterstützen und sie in die Gesellschaft zu integrieren. Nach Thiersch ist eine Integration nämlich nicht eine Anpassung der Jugendlichen an das System, sondern eine Anpassung der Hilfemaßnahmen an die Bedarfe von den Jugendlichen. Damit die soziale Integration der Jugendlichen gelingen kann, erfordert es von allen Beteiligten eine differenzierte und genauere Betrachtungsweise der einzelnen „Systemsprenger/innen“.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. System der Hilfen zur Erziehung (HzE)

2.1 „Das Herausfallen“

2.2 Etikett „Systemsprenger/innen“

3. Empirisches Vorgehen

4. Der theoretische „Anspruch“

4.1 Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch

4.2 Soziale Integration

5. Die „Wirklichkeit“

5.1 Jugendhilfemaßnahmen

5.2 Ambulante Jugendhilfemaßnahmen

5.3 (Teil-)stationäre Jugendhilfemaßnahmen

5.3.1 Tagesgruppe

5.3.2 Intensivgruppen

5.3.3 Heimerziehung

5.3.4 Geschlossene Unterbringung (GU)

5.4 Möglichkeiten der Jugendhilfemaßnahmen

5.5 Grenzen der Jugendhilfemaßnahmen

5.5.1 Bildungssystem

5.5.2 Kinder- & Jugendpsychiatrie (KJP)

5.5.3 Zusammenarbeit der Bezugssysteme

6. Das „Scheitern“

6.1 Zielgruppe

6.1.1 Lebensverhältnisse

6.1.2 Drei Formen von jugendlichen „Systemsprenger/innen“

6.1.3 Verhaltensmerkmale

6.1.4 Das soziale Netzwerk

6.1.4.1 Familie

6.1.4.2 Peergroup

6.1.4.3 Alternative Lebensräume

6.2 Institution

6.3 Profession der Sozialen Arbeit

6.4 Methoden

7. Implikationen für die Zukunft

7.1 Hilfreiche Strukturen einer Maßnahme

7.1.1 Pädagogische Haltung

7.1.2 Institutionelle Ebene

7.1.3 Betreuungssetting

7.2 Individualpädagogische Maßnahmen

7.3 Praxisbeispiel „Systemsprenger - Homebase“

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie individuelle Jugendhilfemaßnahmen die soziale Integration von jugendlichen „Systemsprenger/innen“ fördern können. Ziel ist es, die spezifischen Lebenswelten dieser jungen Menschen zu verstehen und Rahmenbedingungen für eine wirkungsvolle Unterstützung aufzuzeigen, um den Kreislauf aus Abbruch und Ausschluss aus dem Hilfesystem zu durchbrechen.

  • Charakterisierung und Lebenswelt von jugendlichen „Systemsprenger/innen“
  • Analyse der Grenzen und Möglichkeiten bestehender Jugendhilfemaßnahmen
  • Bedeutung der Lebensweltorientierung und sozialen Integration nach Hans Thiersch
  • Zusammenhang zwischen professioneller Beziehungsgestaltung und Hilfeverlauf
  • Vorstellung innovativer Ansätze und Praxisbeispiele für individualpädagogische Settings

Auszug aus dem Buch

6.1.2 Drei Formen von jugendlichen „Systemsprenger/innen“

Die jugendlichen „Systemsprenger/innen“ haben schon früh starke Bindungsstörung erlebt. Dadurch lässt sich aufzeigen, dass jede/r Adressat/in anders mit dem Erlebten umgeht und versucht die erlebte Diskontinuität zu bewältigen. Das Ziel der einzelnen Jugendlichen ist es, durch Eskalation vereinzelt Kontinuität zu erleben. Die einzelnen Kategorien zeigen sich sehr variabel in Bezug auf die Kontinuitätserfahrung und lassen sich daher in drei unterschiedliche Kategorien A, B und C unterteilen (Baumann, 2016, S. 98 ff.3). Durch diese drei Unterteilungen wird hervorgehoben, dass die einzelnen jugendlichen „Systemsprenger/innen“ nicht alle homogen sind und zusammengefasst werden können, sondern auch eine heterogene Gruppe mit individuellen Bedürfnissen darstellen (ebd., S. 99, Schwabe, 2014, S. 54 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der „Systemsprenger/innen“ ein und stellt die Relevanz der Forschungsfrage für eine gelingende soziale Integration dar.

2. System der Hilfen zur Erziehung (HzE): Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Grundlagen und Ziele des Hilfesystems sowie die Problematik des „Herausfallens“ aus den Erziehungshilfen.

3. Empirisches Vorgehen: Hier wird der methodische Rahmen der Arbeit dargelegt, der primär auf einer vertiefenden Literaturrecherche aktueller Studien basiert.

4. Der theoretische „Anspruch“: Der Abschnitt diskutiert das theoretische Konzept der Lebensweltorientierung nach Thiersch und das Ziel der sozialen Integration als wirkungsorientierten Ansatz.

5. Die „Wirklichkeit“: Hier werden die verschiedenen Jugendhilfemaßnahmen wie Tagesgruppen, Heimerziehung und geschlossene Unterbringung hinsichtlich ihrer Wirkung und Grenzen in der Praxis analysiert.

6. Das „Scheitern“: Dieses zentrale Kapitel untersucht Ursachen für das Scheitern von Hilfeprozessen, unterteilt die Zielgruppe in Kategorien und beleuchtet das soziale Netzwerk sowie die Rolle der Institutionen.

7. Implikationen für die Zukunft: Das Kapitel entwickelt Perspektiven für die Arbeit, inklusive pädagogischer Haltungen, notwendiger Strukturen und eines Praxisbeispiels für individualpädagogische Settings.

8. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Kontinuität, Beziehung und fachübergreifender Kooperation für den Erfolg der Jugendhilfe.

Schlüsselwörter

Jugendliche Systemsprenger, Hilfen zur Erziehung, Lebensweltorientierung, Soziale Integration, Pädagogische Haltung, Individualpädagogische Maßnahmen, Fallverstehen, Bindungsstörung, Jugendhilfekarriere, Beziehungsdynamik, Systemkritik, Krisenbewältigung, Einzelfallhilfe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit jugendlichen „Systemsprenger/innen“, die in regelmäßigen Abständen aus herkömmlichen Hilfesystemen fallen, und analysiert die Möglichkeiten sowie Grenzen individueller Jugendhilfemaßnahmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Lebenswelt dieser Jugendlichen, das professionelle Handeln in der Sozialen Arbeit, die Bedeutung der Beziehungsgestaltung und die Notwendigkeit einer interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen den Hilfesystemen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, welche Ansätze und Settings dazu beitragen können, dass Jugendliche trotz komplexer Problemlagen in das Hilfesystem integriert bleiben und eine positive Lebensperspektive entwickeln können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und wertet bestehende Studien, insbesondere die der Forscher M. Baumann, M. Schwabe und die EVAS-Studie, kritisch aus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Zielgruppe und ihre Lebensumstände, die Gründe für das „Scheitern“ im bestehenden System, die institutionellen Rahmenbedingungen sowie konkrete Lösungsansätze und individualpädagogische Hilfemaßnahmen diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Systemsprenger, Lebensweltorientierung, soziale Integration, individualpädagogische Maßnahmen, Fallverstehen und Beziehungsdynamik.

Was unterscheidet die drei Kategorien von „Systemsprenger/innen“?

Die Kategorien A, B und C unterscheiden sich in der Art, wie die Jugendlichen ihre Eskalationen nutzen: als Mittel zur Kontrolle von Unsicherheit, als Kampf um Autonomie oder als verzweifelte Suche nach haltgebenden Grenzen.

Warum ist die „geschlossene Unterbringung“ kritisch zu sehen?

Die geschlossene Unterbringung ist freiheitsentziehend und widerspricht dem Grundrecht der Freiheit, weshalb sie nur als letzte Maßnahme zur Abwendung von Gefahren (z.B. Suizidalität) und bei gleichzeitigem Schutzauftrag in Erwägung gezogen werden sollte.

Was leistet das Praxisbeispiel „Systemsprenger - Homebase“?

Es bietet eine niedrigschwellige Kombination aus stationärer Wohnmöglichkeit und ambulanter Betreuung, die dem Jugendlichen Stabilität und eine verlässliche Beziehung bietet, ohne ihn aus dem Alltag zu reißen.

Final del extracto de 71 páginas  - subir

Detalles

Título
Jugendliche "Systemsprenger/innen". Möglichkeiten und Grenzen individueller Jugendhilfemaßnahmen
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
71
No. de catálogo
V443823
ISBN (Ebook)
9783668810075
ISBN (Libro)
9783668810082
Idioma
Alemán
Etiqueta
Grenzgänger Jugendhilfemaßnahmen Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung schwierige Jugendliche Herausforderung für die soziale Arbeit Hilfen zur Erziehung Soziale Integration Lebensweltorientierung nach Thiersch Geschlossene Unterbringung Heimerziehung Kinder-& Jugendpsychiatrie Individualpädagogische Maßnahmen Scheitern in der Jugendhilfe gewalttätiges Verhalten Schulabsentismus Selbstverletztendes Verhalten Selbst- & Fremdgefährdung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2018, Jugendliche "Systemsprenger/innen". Möglichkeiten und Grenzen individueller Jugendhilfemaßnahmen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/443823
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