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Umgang mit Sozialer Phobie aus Sicht der Betroffenen

Titre: Umgang mit Sozialer Phobie aus Sicht der Betroffenen

Thèse de Bachelor , 2018 , 51 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Lisa Schröter (Auteur)

Psychologie - Psychologie Clinique, Psychopathologie, Prévention
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Résumé Extrait Résumé des informations

Ziel dieser Arbeit ist es darzulegen, wie mit der „Ambivalenz zwischen Isolation und dem Wunsch nach sozialer Interaktion“ umgegangen wird. Damit ist gemeint, wie Betroffene den Zwiespalt, zwischen der Angst vor Menschen und dem Bedürfnis in Austausch zu treten, empfinden und bewältigen können. In Bezug dazu wird aufgefasst, welche Methoden dem Leidtragenden helfen, sich im Alltag zurechtzufinden und potentiell dazu beitragen können, die soziale Phobie zu überwinden. Zusätzlich geht es darum das Verständnis der Problematik zu vermitteln. Weiterhin gibt es das Bestreben eine tolerantere Haltung gegenüber Menschen zu entwickeln, die aufgrund von bestehenden Ängsten, entgegen den gesellschaftlichen Erwartungen handeln.

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Problem der übermäßigen Angst, mit Menschen in Kontakt zu treten oder von ihnen beobachtet zu werden. Für Betroffene der sozialen Phobie erweisen sich einfache Alltagssituationen, wie Einkaufen oder das Essen in der Öffentlichkeit, als nicht zu bestehende Herausforderungen. Durch konstantes Vermeidungsverhalten von angstbesetzten Situationen geraten Sozialphobiker in einenKreislauf, der die Phobie verstärkt.

Das Ausmaß der sozialen Phobie kann dazu führen, dass Betroffene ihr ganzes Leben mit einem andauernden Gefühl der Einsamkeit verbringen. Der dauerhafte Angstzustand vor sozialen Situationen beeinträchtigt den Leidenden nicht nur in seinem Verhalten, sondern auch in Denkprozessen. Zusätzlich zeigt sich die Phobie anhand von starken körperlichen Reaktionen die ein Unwohlsein hervorrufen. Das pausenlose Gefühl von Minderwertigkeit, welches sich beispielsweise durch Gedanken wie: „Ich bin nicht gut genug.“ oder „Was ist, wenn ich es nicht schaffe und ich mich blamiere?“ zeigen, tragen dazu bei, das angstbesetzte Verhalten aufrecht zu halten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Stand der Forschung

1.2 Fragestellung

2. Phobische Störung

3. Soziale Phobie

3.1 Diagnostik und Klassifizierung

3.1.1 Symptomatik

3.1.2 Subtypen

3.2 Epidemiologie und Verlauf

3.2.1 Soziodemographische Daten

3.2.2 Störungsbeginn und Verlauf

3.3 Komorbidität

3.4 Erklärungsmodelle und Aufrechterhaltung

3.4.1 Entstehung

3.4.2 Aufrechterhaltung

3.5 Intervention

4. Methode

4.1 Datenerhebung

4.1.1 Qualitative methodische Vorgehensweise

4.1.2 Gütekriterien

4.1.3 Problemzentriertes Interview

4.1.4 Konstruktion des Interviewleitfadens

4.2 Datenauswertungsmethode

4.2.1 Zusammenfassende Inhaltsanalyse

4.3 Kategoriensystem

4.3.1 K1 aktiver Umgang mit der Erkrankung

4.3.2 K2 unterstützender Faktor

4.3.3 K3 schützender Faktor

4.4 Auswahl der Interviewpartner und Ablauf des Interviews

5. Ergebnisse

5.1 Darstellung der Kategorien

5.2 Interpretation

6. Fazit

6.1 Ausblick

6.2 Limitation

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den effektiven Umgang mit der Sozialphobie aus der Perspektive Betroffener im Alltag. Da der individuelle Umgang mit dem Krankheitsbild bisher in der Forschung unterrepräsentiert ist, wird dieser durch qualitative, leitfadenbasierte Interviews mit männlichen Probanden analysiert, um spezifische Bewältigungsstrategien und unterstützende Faktoren zu identifizieren.

  • Analyse individueller Bewältigungsmechanismen bei Sozialphobie.
  • Untersuchung der Rolle von Konfrontation und sozialem Austausch.
  • Identifikation von unterstützenden und schützenden Faktoren (wie Vertrauen und Bestätigung).
  • Verbindung von Alltagserfahrungen mit aktuellen verhaltenstherapeutischen Ansätzen.
  • Ableitung von Empfehlungen für zukünftige Therapiemethoden.

Auszug aus dem Buch

4.1.3 Problemzentriertes Interview

Nach Langer (1985) spielt der verbale Zugang als Erhebungsmethode in der qualitativen Forschung eine zentrale Rolle. Die subjektiven Erfahrungen und Meinungen können so zum Vorschein kommen. Die verschiedenen Formen der möglichen Interviews schwanken vor allem zwischen dem Strukturiertheitsgrad, aber auch zwischen Offenheit und Auswertung. Da das problemzentrierte Interview in der vorliegenden Arbeit angewendet wird, wird im folgenden Abschnitt eine detaillierte Beschreibung aufgezeigt.

Nach Witzel (1985) soll die Interviewform eine offene Beantwortung der Fragen für den Probanden gewähren. Ebenso ist es relevant, den Fokus der Problemstellung nicht zu verlieren. Der Interviewer soll bewusst auf diese während des Interviews zurückkehren. Im Voraus hat der Forscher die Problemstellung analysiert und die wichtigsten Aspekte in einem Interviewleitfaden festgehalten. Diese werden während des Gesprächs immer wieder von ihm angesprochen. Ein weiteres Merkmal des problemzentrierten Interviews ist, dass an gesellschaftlichen Problemen angesetzt wird. Hier hat der Wissenschaftler vor dem Interview objektive Aspekte erörtert. Als weiteres Prinzip dient die Prozessorientierung, hierbei geht es „um die flexible Analyse des wissenschaftlichen Problemfeldes, eine schrittweise Gewinnung und Prüfung von Daten, wobei Zusammenhang und Beschaffenheit der einzelnen Elemente sich erst langsam und in ständigem reflexiven Bezug auf die dabei verwandten Methoden herausschälen“ (Witzel, 1982, S. 72).

Bei der Interviewdurchführung steht die Offenheit im Mittelpunkt. Vorgegebene Antwortalternativen sollen vermieden werden, dadurch kann der Interviewte frei antworten. Anhand dieser Technik kann überprüft werden, ob der Befragte den Forscher verstanden hat. Subjektive Eindrücke und Perspektiven können offen dargelegt werden und größere Zusammenhänge können sich entwickeln (Kohli, 1978).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Problematik der Sozialphobie, den aktuellen Stand der Forschung und definiert die Forschungsfrage bezüglich eines effizienten Umgangs im Alltag.

2. Phobische Störung: Gibt einen theoretischen Einblick in das Störungsbild der Phobie gemäß ICD-10 und erläutert die allgemeinen Mechanismen der Angst.

3. Soziale Phobie: Detaillierte Darstellung der Symptomatik, Epidemiologie, Komorbidität, Erklärungsmodelle sowie der gängigen therapeutischen Interventionsmöglichkeiten.

4. Methode: Erläutert das qualitative Vorgehen, inklusive der Gütekriterien, der Datenerhebung mittels problemzentrierter Interviews sowie des entwickelten Kategoriensystems.

5. Ergebnisse: Präsentiert die aus den Interviews gewonnenen Kategorien, wie Konfrontation, Kommunikation, Vertrauen und Motivation, und visualisiert deren Zusammenhänge.

6. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen, gibt Ausblicke auf zukünftige Therapieansätze und reflektiert die Limitationen der vorliegenden Forschungsarbeit.

Schlüsselwörter

Soziale Phobie, Sozialphobie, Qualitative Forschung, Problemzentriertes Interview, Konfrontation, Bewältigungsstrategien, Vertrauen, Selbstwertgefühl, Kognitive Verhaltenstherapie, Eigenverantwortung, Angststörung, Psychische Gesundheit, Soziale Interaktion, Gruppenlernen, Patientenperspektive.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Betroffene im Alltag effektiv mit einer Sozialphobie umgehen und welche Strategien ihnen bei der Bewältigung ihrer Ängste helfen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die klinischen Grundlagen der Sozialphobie, die Bedeutung von Konfrontationstherapie, der Einfluss sozialer Unterstützung sowie die Rolle von Eigeninitiative und Selbstwertstärkung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, individuelle Umgangsformen und hilfreiche Bewältigungsstrategien aus der Sicht der Betroffenen zu identifizieren, um diese mit therapeutischen Methoden zu verknüpfen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet einen qualitativen Forschungsansatz, basierend auf leitfadenbasierten, problemzentrierten Interviews mit vier männlichen Probanden, die ihre Sozialphobie weitestgehend überwunden haben.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit der Sozialphobie sowie einen empirischen Teil, in dem ein Kategoriensystem aus den Interviews abgeleitet und interpretiert wird.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Soziale Phobie, Konfrontation, Eigenverantwortung, Vertrauen, qualitative Inhaltsanalyse und verhaltenstherapeutische Ansätze.

Warum spielt das Thema "Vertrauen" eine so große Rolle in der Untersuchung?

Vertrauen wird von den Probanden als essenzieller unterstützender Faktor genannt, da es Betroffenen hilft, sich zu öffnen, Kommunikationsbarrieren abzubauen und das Selbstwertgefühl in einer Gruppe zu stärken.

Inwiefern beeinflusst das Fluchtverhalten den therapeutischen Prozess laut der Autorin?

Flucht wird als schützender Mechanismus identifiziert, der kurzfristig den Selbstwert bewahrt, aber langfristig eine notwendige Konfrontation verhindert und somit die Genesung behindert.

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Résumé des informations

Titre
Umgang mit Sozialer Phobie aus Sicht der Betroffenen
Université
MSB Medical School Berlin - Hochschule für Gesundheit und Medizin
Note
1,3
Auteur
Lisa Schröter (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
51
N° de catalogue
V444049
ISBN (ebook)
9783668865969
ISBN (Livre)
9783668865976
Langue
allemand
mots-clé
Soziale Ängstlichkeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lisa Schröter (Auteur), 2018, Umgang mit Sozialer Phobie aus Sicht der Betroffenen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/444049
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Extrait de  51  pages
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