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Formen der Macht in der Schule nach Michel Foucault. Wie wird Macht in der Schule umgesetzt?

Título: Formen der Macht in der Schule nach Michel Foucault. Wie wird Macht in der Schule umgesetzt?

Trabajo Escrito , 2018 , 26 Páginas

Autor:in: Nadine Huber (Autor)

Pedagogía - General
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit Macht und den Formen nach Michel Foucault. Darüber hinaus wird aufgezeigt, wie sie in der Schule umgesetzt wird. In diesem Fall wird die Mesoebene von Schule untersucht, also welche strukturelle Gegebenheiten der Macht vorhanden sind, gefolgt von der Mikroebene von Macht, also den Beziehungen bzw. das Verhältnis zwischen Lehrkräften und Menschen mit Behinderung. Darauf basierend werden Strategien aufgezeigt um diese aufzuheben. Daraus ergeben sich folgende Fragen: Welche Formen der Macht gibt es in der Schule? Gibt es Möglichkeiten diese auszugleichen?
Die Arbeit beschäftigt sich zunächst allgemein mit Foucault und seinem Machtbegriff in den o.g. Werken, damit man Überblick bekommt mit welchem Machtverständnis fortge-führt wird. Es folgt eine genaue Darstellung der Disziplinarmacht sowie der Kontrollgesellschaft in der Schule auf der Mesoebene, dabei werden die verschiedenen Formen dieser beschrieben. Als nächstes rückt die Mikroebene in den Blickpunkt. Hier werden die Be-ziehungen zwischen Lehrkräften und Schüler/innen mit Behinderung besonders unter den Aspekten von Stellvertretung und Selbstbestimmung analysiert. Dadurch wird die Proble-matik von Menschen mit Behinderung beschrieben. Als Lösungsvorschläge dient das nächste Kapitel, da hier zwei Strategien des Machtausgleichs beschrieben werden, die an das vorige Kapitel anknüpfen. Zum Schluss wird ein Fazit gezogen.

1. Einleitung

2. Macht nach Michel Foucault
2.1 Michel Foucault
2.2 Erläuterung des Machtbegriffs

3. Institutionelle Macht
3.1 Disziplinarmacht/ -gesellschaft
3.2 Kontrollgesellschaft

4. Vom Lehrer ausgehende Macht
4.1 Symmetrieantinomie
4.2 Autonomieantinomie

5. Strategien gegen Macht
5.1 Beobachterperspektive
5.2 Selbstbestimmung

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Macht nach Michel Foucault

2.1 Michel Foucault

2.2 Erläuterung des Machtbegriffs

3. Institutionelle Macht

3.1 Disziplinarmacht/ -gesellschaft

3.2 Kontrollgesellschaft

4. Vom Lehrer ausgehende Macht

4.1 Symmetrieantinomie

4.2 Autonomieantinomie

5. Strategien gegen Macht

5.1 Beobachterperspektive

5.2 Selbstbestimmung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Macht im schulischen Kontext unter Rückgriff auf die Machtanalysen von Michel Foucault. Ziel ist es, strukturelle Machtausübungen auf der Meso- und Mikroebene aufzudecken, die Dynamiken zwischen Lehrkräften und Schülern kritisch zu hinterfragen und Strategien zu identifizieren, die eine Balance zwischen notwendiger pädagogischer Führung und der Förderung der Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung ermöglichen.

  • Machtverständnis nach Michel Foucault (Disziplinarmacht und Kontrollgesellschaft)
  • Strukturelle Machtdimensionen im institutionellen Schulsystem
  • Lehrer-Schüler-Interaktionen unter dem Aspekt der Stellvertretung
  • Förderung der Selbstbestimmung bei Menschen mit Behinderung
  • Reflexive Strategien zur Minderung machtvoller pädagogischer Strukturen

Auszug aus dem Buch

2.2 Erläuterung des Machtbegriffs

Foucault beschreibt in „Überwachen und Strafen“ eine veränderte Strategie der Machtausübung, die Ende des 18., Anfang des 19.Jahrhunderts zunehmend beginnt sich durchzusetzen. An der Stelle offener und direkter Gewaltausübung tritt ein anonymes, entkörperlichtes System von Macht, das - hinter der Forderung nach formal gleichen Rechten für alle Bürger - Differenzierungen, damit Ungleichheiten und Macht sichert, ausbaut und legitimiert. Träger dieser Veränderungen sind zunächst institutionalisierte Disziplinen (Gefängnisse, Armeen, Schulen, Spitäler, Fabriken); ihnen obliegt es, eine neue Ökonomie der Macht zu etablieren, die geeignet ist eine quantitativ und an Komplexität ständig zunehmende Gesellschaft nicht bloß zu kontrollieren, sondern auch die Effektivität der Nutzbarmachung individueller und gesellschaftlicher Kräfte zu steigern (vgl. Foucault 2016/ vgl. Kammler u.a. 2014, 68 - 79/ vgl. Ruoff 2009, 40 f/ vgl. Saar 2017, 157 - 173). Aus diesen Institutionen entwickelt sich die Disziplin als ein verallgemeinerbares Prinzip, eine spezifische Technik der Macht.

Dieses technische Verfahren beruht auf einem hierarchischen Netz von Positionen, Abständen und Beziehungen durch rigorose Strukturierung von Raum - zur Zuteilung eines eindeutig bestimmbaren Ranges - demnach ist nicht die Person einmalig, sondern der Rang, die Position, die von beliebig austauschbaren Personen eingenommen wird und diese definiert und Zeit zur Kontrolle und Effektivitätssteigerung der Tätigkeiten. Instrumente zur Platzierung des Körpers in diesem Netz von Relationen sind die hierarchische Überwachung und die normierende Sanktion (vgl. Foucault 2016, 279-284/ vgl. Ruoff 2009, 147). Die hierarchische Überwachung ersetzt direkte Gewalt tendenziell durch gegenseitige, möglichst lückenlose Kontrolle und Archivierung des so erworbenen Wissens. Die Zweiteilung zwischen denen, die Macht ausüben und denen, die sie erleiden, weicht einem System, in dem jeder in abgestuftem Ausmaß Träger, Objekt und Instrument der Macht ist (vgl. Foucault 2016, 226 ff).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der Machtthematik im Kontext der Förderschule und definiert den methodischen Rahmen der literaturbasierten Untersuchung.

2. Macht nach Michel Foucault: Dieses Kapitel führt in Leben und Wirken Foucaults ein und erläutert seinen prozessualen Machtbegriff sowie die philosophische Tradition seiner Machtanalysen.

3. Institutionelle Macht: Hier werden die Mechanismen der Disziplinarmacht und der Kontrollgesellschaft analysiert, um zu zeigen, wie Schule durch räumliche und zeitliche Strukturen Individuen formt.

4. Vom Lehrer ausgehende Macht: Das Kapitel betrachtet die Mikroebene schulischer Interaktion, insbesondere die Antinomien von Symmetrie und Autonomie sowie die Problematik der stellvertretenden Erziehung.

5. Strategien gegen Macht: Es werden reflexive Methoden wie die Beobachterperspektive sowie Ansätze zur Förderung der Selbstbestimmung diskutiert, um machtvolle Strukturen pädagogisch zu balancieren.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und reflektiert die Möglichkeiten sowie Grenzen eines bewussten Umgangs mit Macht im schulischen Alltag.

Schlüsselwörter

Michel Foucault, Disziplinarmacht, Kontrollgesellschaft, Schule, Sonderpädagogik, Machtanalyse, Stellvertretung, Selbstbestimmung, Pädagogik, Reflexion, Autonomie, Heteronomie, Machtverhältnisse, Individualität, Erziehung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die vielschichtigen Formen von Macht im deutschen Schulsystem unter Anwendung der Machtanalysen von Michel Foucault.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der institutionellen Disziplinierung, den machtvollen Interaktionen im Lehrer-Schüler-Verhältnis und den Strategien zur Förderung von Selbstbestimmung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Macht in der Schule funktioniert, und Ansätze zu finden, um Schüler mit Behinderung aus sozialen Abhängigkeiten in eine selbstbestimmtere Lebensführung zu begleiten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer hermeneutischen, also quellenanalytischen Vorgehensweise unter Verwendung von Literatur aus der Sonder- und Heilpädagogik sowie der Soziologie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine Analyse der Mesoebene (institutionelle Disziplin und Kontrolle) sowie der Mikroebene (Lehrer-Schüler-Interaktion, Stellvertretung und Autonomieantinomien).

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Disziplinarmacht, Kontrollgesellschaft, Stellvertretung, Selbstbestimmung und pädagogische Reflexion.

Wie unterscheidet sich die Disziplinarmacht von der Kontrollgesellschaft in der Schule?

Während die Disziplinarmacht auf die Dressur und Strukturierung des Körpers in abgeschlossenen Räumen abzielt, setzt die Kontrollgesellschaft auf permanente Weiterbildung, Datenerfassung und eine flexiblere, unternehmensähnliche Struktur.

Welche Rolle spielt die "Stellvertretung" in der Sonderpädagogik?

Stellvertretung ist in der Sonderpädagogik oft notwendig, wird jedoch kritisch als Paternalismus hinterfragt, sofern sie die eigenverantwortliche Entwicklung und Selbstbestimmung des Menschen mit Behinderung einschränkt.

Warum schlägt die Autorin die "Beobachterperspektive" vor?

Die Beobachterperspektive nach Foucault soll helfen, gewohnte pädagogische Macht- und Gewaltstrukturen zu distanzieren, um die eigenen, oft unreflektierten Handlungsweisen kritisch zu hinterfragen.

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Detalles

Título
Formen der Macht in der Schule nach Michel Foucault. Wie wird Macht in der Schule umgesetzt?
Autor
Nadine Huber (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
26
No. de catálogo
V444161
ISBN (Ebook)
9783668814882
ISBN (Libro)
9783668814899
Idioma
Alemán
Etiqueta
Behinderung Macht Schule Foucault Person Kontrollgesellschaft Fremdbestimmung/ Selbstbestimmung Disziplinarmacht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nadine Huber (Autor), 2018, Formen der Macht in der Schule nach Michel Foucault. Wie wird Macht in der Schule umgesetzt?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/444161
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