Ziel dieser Arbeit ist es, zunächst einen kleinen Überblick über die allgemeine Inklusion zu bekommen, zu zeigen, was die Inklusion bewirken möchte. Zudem möchte ich die Trisomie 21 als Krankheit und Behinderung kurz beschreiben. Der Fokus dieser Arbeit liegt auf der Inklusion und Teilhabe von Kindern aus dem Kindergarten mit Trisomie 21. Wie kann man Kinder mit Trisomie 21 in den Kindergarten integrieren und wie bewährt sich die Inklusion der Kinder mit Trisomie 21? Der Fokus der Arbeit liegt dabei auf den Unterrichtsmethoden, die Kinder mit Trisomie 21 benötigen und die so ausgerichtet sind, dass man gleichzeitig aber von Inklusion sprechen kann.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Einführung in das Thema
1.2 Ziel dieser Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Inklusion
2.1 Definition
2.2 Was fordert Inklusion?
3. Trisomie 21
3.1 Begriffserklärung: Trisomie 21
3.2 Defizite und Ursachen von Trisomie 21
3.3 Wichtige Erkenntnisse
4. Unterrichtsmethoden im Kindergarten zur Verbesserung der Inklusion von Kindern mit Trisomie 21
4.1 Grundstein der Umsetzung von Inklusion
4.2 Gestaltung der Inklusion
4.3 Bildungseinrichtungen
4.4 Fallbeispiel: Lernen durch Beobachtung
4.4.1 Begriffserklärung: Lernen durch Beobachtung
4.4.2 Fallbeispiel
4.5 Übergang in die Grundschule
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Inklusion und Teilhabe von Kindern mit Trisomie 21 im Kindergarten konkret gefördert werden können, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf geeigneten Unterrichtsmethoden liegt.
- Grundlagen des Inklusionsbegriffs und dessen Abgrenzung zur Integration
- Medizinische und pädagogische Aspekte der Trisomie 21
- Methoden zur Gestaltung inklusiver Lernsettings im Kindergarten
- Die Bedeutung von Lernen am Modell (Beobachtungslernen) für Kinder mit Trisomie 21
- Schnittstellen und Übergangsgestaltung zur Grundschule
Auszug aus dem Buch
4.4.1 Begriffserklärung: Lernen durch Beobachtung
Lernen am Modell, auch noch Nachahmungslernen oder Beobachtungslernen genannt, wurde von Albert Bandura entwickelt. Die Wurzeln der Theorie liegen im Behaviorismus mit einer zunehmenden Entfernung zu den kognitivistischen Lerntheorien. Laut Bandura lernen Menschen nicht nur anhand von Verhaltenskonsequenzen, sondern auch durch Beobachtung (Bandura, 1971). Das Lernen ist somit nicht mehr von Reiz-Reaktions-Verbindungen abhängig, sondern es können ganz neues Wissen und Verhalten erlernt werden. Neue Verhaltensweisen und Einstellungen werden dadurch erlernt, dass die Verhaltensweisen und Einstellungen wahrgenommen, beobachtet und nachgeahmt werden (Schmitt, 1999). Schmitt belegt, dass komplexe Verhaltensbereiche, die sich aus einer Vielzahl von Verhaltensweisen zusammensetzen, durch das Lernen am Modell leichter und zugleich schneller erworben werden, denn sie müssen nicht mehr einzeln verstärkt werden (Bandura, 1971). Kritisch ist, meiner Meinung nach, dass durch das Lernen am Modell jedes Verhalten imitiert werden kann, welches als sinnvoll erscheint. Dies wird vom Kind selbst beurteilt, wodurch auch Verhaltensweisen erlernt werden, welche für das Kind sinnvoll erscheinen, es jedoch aus pädagogischer Sicht nicht sind.
Ein Verhalten wird bewusst oder unbewusst nachgeahmt, wenn das Verhalten bzw. die Fähigkeit des Verhaltens zu einer positiven Konsequenz führen. Eine Person wird beobachtet. Wenn ihr Verhalten als sinnvoll erscheint und es dem Lernenden möglich ist, dieses Verhalten nachzuahmen, so wird das Verhalten imitiert. Er ahmt das nach, was sozial gesehen vorteilhaft ist. Diese Zusammenhänge werden über Denkprozesse hergestellt (Bandura, 1971).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in den Wandel vom Integrations- zum Inklusionsbegriff ein und definiert das Ziel der Arbeit, Methoden für die Inklusion von Kindern mit Trisomie 21 im Kindergarten zu untersuchen.
2. Inklusion: Das Kapitel erläutert den Begriff der Inklusion als Menschenrecht und verdeutlicht, dass sie die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen unter Anerkennung von Heterogenität fordert.
3. Trisomie 21: Hier werden medizinische Grundlagen, Ursachen und typische Entwicklungsmerkmale der Trisomie 21 sowie die Heterogenität der betroffenen Personen dargestellt.
4. Unterrichtsmethoden im Kindergarten zur Verbesserung der Inklusion von Kindern mit Trisomie 21: Dieses zentrale Kapitel analysiert praktische Ansätze zur inklusiven Gestaltung, das Modell des Beobachtungslernens in Fallbeispielen sowie die Bedeutung gelungener Übergänge zur Grundschule.
5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass Inklusion ein Erfolgskonzept ist, jedoch personelle, finanzielle und didaktische Mindestbedingungen für eine gelungene Umsetzung erfordert.
Schlüsselwörter
Inklusion, Integration, Trisomie 21, Down-Syndrom, Kindergarten, Beobachtungslernen, Albert Bandura, Inklusive Bildung, Sprachförderung, Teilhabe, Heterogenität, Pädagogische Konzepte, Übergang Grundschule, Soziales Lernen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Methoden zur Förderung der Inklusion von Kindern mit Trisomie 21 im Kindergartenalltag.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Inklusionsverständnis, den Besonderheiten der Trisomie 21 und der Anwendung geeigneter pädagogischer Unterrichtsmethoden.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kinder mit Trisomie 21 erfolgreich in den Kindergarten integriert werden können, unter besonderer Berücksichtigung förderlicher Lehrmethoden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze, Studien und aktuelle pädagogische Erkenntnisse zusammenführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Gestaltung der Inklusion, dem "Lernen durch Beobachtung" als spezifische Methode sowie den Anforderungen an Bildungseinrichtungen und den Übergang zur Grundschule.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Inklusion, Trisomie 21, Kindergarten, Beobachtungslernen, Teilhabe und inklusive Didaktik.
Wie unterscheidet sich der Inklusionsansatz von der Integration?
Während Integration oft die bloße Eingliederung in bestehende Systeme bei Anpassung des Kindes bedeutete, fordert Inklusion neue Strukturen, die sich den individuellen Bedürfnissen anpassen.
Warum ist das "Lernen durch Beobachtung" bei Kindern mit Trisomie 21 relevant?
Dieses Modell unterstützt den Spracherwerb und das soziale Lernen, da Kinder mit Trisomie 21 von der Interaktion mit Gleichaltrigen profitieren und motiviert werden, ihre Kommunikationsfähigkeiten zu verbessern.
Welche Rolle spielen die Eltern oder die Gesellschaft bei der Umsetzung?
Obwohl die Arbeit den Fokus auf den Kindergarten legt, betont sie, dass Inklusion eine gesellschaftliche Aufgabe ist, die ein Umdenken erfordert, um Barrieren für eine gleichberechtigte Teilhabe abzubauen.
Welche Voraussetzungen sind für den Erfolg der Inklusion im Kindergarten nötig?
Erfolgreiche Inklusion erfordert personelle, räumliche und finanzielle Mindestbedingungen sowie spezifische pädagogische Konzepte, die auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten sind.
- Quote paper
- Noemie Henry (Author), 2018, Inklusion und Teilhabe von Kindern aus dem Kindergarten mit Trisomie 21, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/444381