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Otto der Große und das Kaisertum im Abendland

Título: Otto der Große und das Kaisertum im Abendland

Trabajo Escrito , 2013 , 28 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Daniel Scholaster (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Im Jahr 2012 konnten zwei Jubiläen der ottonischen Dynastie begangen werden: der 1100. Geburtstag Ottos des Großen und der 1050. Jahrestag seiner Kaiserkrönung in Rom. Die Historiker weisen inzwischen vermehrt darauf hin, dass diese Persönlichkeit nicht nur für uns Deutsche eine besondere Rolle spielen sollte, sondern auch für die Geschichte vieler anderer Länder. Obwohl er aus Sachsen kam, herrschte Otto doch über ein Reich, in dem mehrere Sprachen gesprochen wurden. Auch hatte er sich durch seine Stellung als mächtigster Herrscher im Abendland mehrere Länder und Völker tributpflichtig oder ihre Fürsten zu Vasallen gemacht. Das gilt z. B. für Böhmen, Polen und Dänemark. Auch in die Geschicke des Westfrankenreiches, aus dem später Frankreich hervorgehen sollte, griff er mehrfach ein. Schließlich gelang es ihm, sich zum König Italiens zu erheben und in Rom die Kaiserkrone aus den Händen des Papstes zu empfangen.

Genau mit dieser Geschichte will ich mich im Folgenden befassen und herausarbeiten, inwiefern unter der Herrschaft Ottos des Großen noch karolingische Traditionen und Handlungsmuster fortwirkten und inwieweit sich Otto selbst in der Nachfolge Karls des Großen sah. Denn die Forschung weist seit einigen Jahrzehnten vermehrt darauf hin, dass bei der Beschäftigung mit den Ottonen nicht nur auf das Trennende zwischen den sich allmählich auseinanderentwickelnden Teilen des ehemaligen Karolingerreiches zu achten ist. Ebenso sollten die Kontinuitäten karolingischer Prägung Europas in dieser Epoche betrachtet werden. Schließlich war Otto König der Ostfranken und Kaiser eines übernationalen Herrschaftskomplexes. Ziel dieser Seminararbeit ist es, einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu Otto dem Großen zu vermitteln. Intensive Quellenanalysen dienen der Unterstützung der Betrachtungen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Otto I. als König des Ostfrankenreiches

1. Krönung in Aachen

2. Die Italienpolitik

III. Die Schlacht auf dem Lechfeld und ihre Folgen

IV. Die Kaiserkrönung in Rom

V. Otto und die Mächte seiner Zeit

1. Die westfränkischen Karolinger

2. Byzanz

3. Stellung zum Papst

VI. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit unter der Herrschaft Ottos des Großen karolingische Traditionen fortwirkten und wie sich Otto in der Nachfolge Karls des Großen positionierte. Dabei wird analysiert, wie er als ostfränkischer König seine Vorherrschaft in Europa festigte, sein Kaisertum legitimierte und seine Beziehungen zu anderen europäischen Mächten gestaltete.

  • Analyse karolingischer Kontinuitäten und Traditionen im Ottonischen Reich.
  • Untersuchung der Konsolidierung königlicher Macht durch Italienpolitik und militärische Erfolge.
  • Darstellung der Kaiserkrönung in Rom als Bestätigung eines bereits existierenden Machtanspruchs.
  • Beurteilung des Verhältnisses zu Byzanz und der Anerkennung des Kaisertums.
  • Reflexion des Spannungsfeldes zwischen ottonischem Herrschaftsanspruch und der Rolle des Papsttums.

Auszug aus dem Buch

Die Kaiserkrönung in Rom

Bereits vor dem zweiten Italienzug Ottos spielte man im Reich nördlich der Alpen mit dem Gedanken an eine eigene Kaiserkrönung. Es wurden jeweils ein römischer und ein fränkischer ordo zusammengestellt. Die Mitwirkung des Papstes wurde folglich noch nicht als obligatorisch betrachtet.

Ottos Macht hatte inzwischen ein Ausmaß erreicht, das mit der Bezeichnung „imperiales Königtum“ umschrieben wird. Anders ausgedrückt war der Sachse schon Kaiser, bevor er diesen Titel führte. Die Krönung in Rom erscheint damit gleichsam als Bestätigung einer Würde, die ihm ohnehin zustand. Dem „imperialen“ Königtum fehlte lediglich der Titel zur Kaiserwürde. Nach mittelalterlicher Auffassung mussten Name und Bedeutung zusammen passen. Otto besaß die Macht eines imperator. Deshalb sollte er auch so genannt werden.

Ähnlich hatte schon Pippin der Jüngere dem Papst gegenüber seine Erhebung zum König gerechtfertigt. In der gleichen Weise wurde dann die Kaiserwürde für dessen Sohn Karl den Großen gefordert.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung umreißt die historische Bedeutung Ottos des Großen und formuliert die zentrale Fragestellung hinsichtlich karolingischer Kontinuitäten und seiner Stellung als Kaiser.

II. Otto I. als König des Ostfrankenreiches: Dieses Kapitel behandelt die Festigung der ottonischen Macht, beginnend mit der Krönung in Aachen sowie den ersten Schritten in der Italienpolitik.

III. Die Schlacht auf dem Lechfeld und ihre Folgen: Hier wird der Sieg auf dem Lechfeld als entscheidendes Ereignis für das Prestige des Königs und die Legitimation seiner kaiserlichen Ambitionen analysiert.

IV. Die Kaiserkrönung in Rom: Das Kapitel beleuchtet den Weg zur Kaiserkrönung und das Verständnis des imperialen Königtums sowie das Verhältnis zur päpstlichen Würde.

V. Otto und die Mächte seiner Zeit: Der Abschnitt untersucht die diplomatischen und machtpolitischen Beziehungen zu den westfränkischen Karolingern, Byzanz und dem Papst.

VI. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Ottos Kaisertum stark auf seiner tatsächlichen Machtstellung beruhte und eine bewusste, wenngleich eigenständige Fortführung karolingischer Traditionen darstellte.

Schlüsselwörter

Otto der Große, Ottonen, Kaisertum, Karolinger, Aachen, Italienpolitik, Lechfeldschlacht, Rom, Byzanz, Papsttum, Reich, Ostfrankenreich, Machtanspruch, Legitimität, Mittelalter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Herrschaft Ottos des Großen und untersucht, inwiefern er karolingische Traditionen aufgriff und inwieweit sein Kaisertum ein Resultat seiner tatsächlichen Machtstellung im Abendland war.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die Schwerpunkte liegen auf der innenpolitischen Konsolidierung, der Italienpolitik, dem diplomatischen Umgang mit Mächten wie Byzanz und der komplexen Beziehung zum Papsttum.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu geben und aufzuzeigen, wie Otto seine kaiserliche Würde gegenüber den Herausforderungen seiner Zeit behauptete.

Welche wissenschaftliche Methodik wird in der Arbeit angewandt?

Der Autor nutzt intensive Quellenanalysen (insbesondere zeitgenössische Berichte wie die von Widukind von Corvey und Liudprand von Cremona) sowie den Diskurs mit aktueller Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Entwicklung vom ostfränkischen König zum Kaiser, die Auseinandersetzungen um Italien und das Lechfeld sowie die Interaktion mit anderen zeitgenössischen Mächten.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Ottonische Herrschaft, karolingische Kontinuitäten, imperiales Königtum, Rom, Byzanz, Machtpolitik, Abendland, Herrscherbild.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Papstes bei der Kaiserkrönung?

Der Autor argumentiert, dass Otto den Papst eher als ehrenwerten Koronator betrachtete, während die eigentliche Macht und Legitimität bereits vor der Krönung durch seine militärischen Erfolge und politische Stärke gegeben waren.

Inwiefern unterschied sich Ottos Politik gegenüber Byzanz von seiner Westpolitik?

Während er im Westen seine Vorherrschaft weitgehend durch militärische und familiäre Dominanz festigte, erforderte die Anerkennung durch Byzanz diplomatisches Geschick und territoriale Zugeständnisse, da die Byzantiner ihn lange Zeit nicht als gleichrangig akzeptierten.

Final del extracto de 28 páginas  - subir

Detalles

Título
Otto der Große und das Kaisertum im Abendland
Universidad
University of Freiburg  (Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte I)
Curso
Proseminar: Die karolingischen Nachfolgereiche
Calificación
1,3
Autor
Daniel Scholaster (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
28
No. de catálogo
V444413
ISBN (Ebook)
9783668814035
ISBN (Libro)
9783668814042
Idioma
Alemán
Etiqueta
Otto der Große Karl der Große Heinrich der Vogler Arnulf von Kärnten Liudolf von Schwaben Berengar von Ivrea Kaiserin Adelheid Königin Edgitha Ostfränkisches Reich Italien Rom Papsttum Kaisertum Heiliges Römisches Reich
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daniel Scholaster (Autor), 2013, Otto der Große und das Kaisertum im Abendland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/444413
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