Allgemeine Psychologie. Lernen und Gedächtnis, Wahrnehmung, Emotionen, Motivation und Volition


Zusammenfassung, 2017
33 Seiten

Leseprobe

Allgemeine Psychologie

I Lernen und Gedachtnis

Kapitel 1: Lernen

1.1.1 Definitionen und Abgrenzung

2. Wie kann ein Mensch grundsatzlich Lernen?

- Klassische Konditionierung:

- Assoziation zweier Reize^Organismus reagiert automatisch darauf (Reflex)
- Hinweisreiz^Erwartung von bedeutsamen Ereignissen
- Verhalten wird DURCH Reiz hervorgerufen

- Operante Konditionierung

- Assoziation: gezeigtes Verhaltens + dessen Konsequenz (Law of effect)
- (durch pos./neg. Handlungsergebnisse^best. Verhalten zeigen/unterdrucken ^erlernte Verbindung: Reiz- Reaktions-Verbindung / Stimulus-Response-Connection (man weiR was passiert)
- Verhalten wird gezeigt, um Reiz hervorzurufen

- Kognitiver Prozesse: (durch reine Beobachtung von Dingen + Verhaltensweisen) (bei klassischer + operanter Kondi.)

3. Erlautern Sie die drei wesentlichen Aspekte von Lernen und Uberblick uber den Lernprozess.

- = Prozess mit diesen Aspekten:

- Verhaltensanderung und/oder Veranderung des Verhaltenspotentials (zukunftig in der Lage etwas zu tun)
- stabile Veranderungen
- Basis: Erfahrungsgrundlagen: Aufnahme, Bewertung und Speicherung von Informationen/Erfahrungen^Reaktionen verandern sich

- Lernprozess: Reize aus Umwelt^ Erfahrungen aufnehmen, verarbeiten ^im Gedachtnis abspeichern^Vergleich mit fruheren Erfahrungen^Abrufen der Erfahrungen^Reaktion: Beeinflussung des Organismen^mogliche Veranderung der Umwelt^Veranderter Reiz^Erneute Auswirkung auf Organismus

4. Was versteht man unter Habituation?

- =Gewohnung: Unterscheidung zu Konditionierung: KeineAssoziationen, keine Verstarkungen

- Mehrfacher Reiz^Abschwachung von Reaktionen auf Reiz^ignorieren von Reizen^Organismus ist damit vertraut +gelernt: keine negativen Konsequenzen durch Reize

Kapitel 1.2 Entwicklung des Lernbegriffs

5. Was ist Assoziationismus und was hat dieser mit Lernen zu tun?

- Annahme Aristoteles: Basis von Lernen =Verknupfung + Verbindung
- beim Lernen: man assoziiert jeweils Paarevon Ereignissen, Gedanken + Empfindungen (Verknupfen=lat.=Assoziation)
- Erfahrung/Erinnerung des einen Elements bedingt die Erinnerung/Antizipation des anderen Elements

- Assoziationsgesetze (Grundlage d. Lerntheorien in Psychologie/Neurowissenschaft)

- Kontiguitat: Ereignisse/Objekte, die zeitlich + raumlich gemeinsam wahrgenommen werden^Verbindung
- Haufigkeit: haufig gemeinsam auftretende Ereignisse/Objekte^Verbindung
- (je haufiger beide Ereignisse gemeinsam auftreten, desto hoher die Assoziation)
- Ahnlichkeit: Ahnliche Ereignisse/Objekte werden assoziiert^je ahnlicher sich 2 Objekte sind, desto wahrscheinlicher, dass die Wahrnehmung des einen Objektes die Erinnerung an das andere Objekt ausgelost wird ^ Konditionierung= Assoziatives lernen: lernen, dass zwei Ereignisse zusammen auftreten

6. Begriffsdefinition

- Nativismus: Wissen=angeboren
- Empirismus: Wissen durch Erfahrung (Aristoteles)

Kapitel 1.3 Der Behaviorismus

7. Was ist der Kern des Behaviorismus?

- = Stromung der Psychologie
- Kern:
- Beobachtbares Verhalten (messbar physische Aktivitaten) der Lernforschung
- Vergabe von Reizen + quantitative Erfassung gezeigten Verhaltens (Wirkung von Stimuli auf die Reaktion)

- Abgrenzung: KEINE internen Prozesse (mentale Prozesse, Emotionen)
- ^Gegenbewegung zur Psychoanalyse
- ^ PsychologiealsanerkannteempirischeWissenschaft

- Inhalt: Methode: Laborexperiment (Storvariablen ausschlieRen)
- Elektronische Gerate + PCs: Reize darbieten + Reaktionen aufzeichnen

- Unterscheidung:
- Klassische Behaviorismus: Gegenstand der Forschung: nur beobachtbares Verhalten
- Radikale Behaviorismus: Bewusstsein und Wille sind eine Illusion

8. Was besagt die ABC-Psychologie?

- Reize^Bewertung^ Verhalten^ Konsequenzen

Kapitel 2: Klassische Konditionierung

9. Kernbegriffe der klassischen Konditionierung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

10. Erlautern Sie das Experiment Pawlows, welches die klassische Konditionierung begrundete. Was stellt eine entscheidende Einschrankung dieser Lernform dar?

- 1. Phase: Vor Futtergabe des Hundes: Ton= neutraler Reiz (NS)
- 2. Phase: Kopplung Ton mit Futtergabe^Ton wird unkonditionierter Reiz (UCS)
- 3. Phase: nach einigen Kopplungen: Erfolgreiche Konditionierung: konditionierte Rektion= Speichelfluss (CR) auf Wahrnehmung des Tons (CS) und zwar unabhangig von der Konsequenz des Futters (UCS)^ neutrale Stimulus (NS) wird zu konditionierte Stimulus (CS)
- Einschrankung: Erlernen von Reflexen

11. Was versteht man unter dem Begriff Erwerb?

- Erwerb= Aneignung: erste Phase der klassischen Konditionierung: neutraler Stimulus (NS) wird mit unkonditionierten Stimulus (UCS) gekoppelt^Ziel: NS lasst nach gewissen Anzahl an Kopplungen konditionierte Reaktion (CR) aus

12. Was bedeutet Konditionierung hoherer Ordnung?

- ^Ton (CS) kann mit weiteren neutralen Reizen gekoppelt werden, z.B. Lichtsignal (NS) kundigt Ton an, dieser die Futtergabe^ Darbietung des Tons fuhrt zu einer Reaktion des Speichelflusses (CR)^Konditionierung
- Schwacher ausgepragt als ursprungliche Konditionierung

13. Grenzen Sie Kontiguitat von Kontingenz ab

- Kontiguitat: zuverlassige Beziehung zwischen einem gezeigten Verhalten und den Konsequenzen (zeitliche Nahe zwischen NS + CS, nicht ausreichend um Lernerfolg sicher zu stellen)
- Kontingenz: Vorhersagequalitat, zuverlassige Vorhersage

14. Stellen Sie Reizgeneralisierung und Reizdiskrimination gegenuber.

- Gegenlaufige Prozesse, die sich nicht erganzen ^beide Reize sollten ausgewogen auftreten
- Reizgeneralisierung: Hund reagiert auch auf ahnlichen Ton mit Speichelfluss
- konditionierte Reaktion (CR) nicht auf identischen CS sondern auch auf ahnlichen Reize wie CS
- Reizdiskrimination: Hund kann lernen NUR auf einen ganz bestimmten Ton zu reagieren
- Organismus kann unterschieden zwischen:
- einem konditionierten Reiz (CS), der einen unkonditionierten Reiz (UCS) ankundigt
- einem Reiz, ohne diesen Vorhersagewert

15. Was versteht man unterToleranz und wann tritt dies ein?

- Konditionierten kompensatorischen Reaktion: Hund: Stresshormon Adrenalin zugefuhrt^kurzfristige Erhohung Her- &Atemfrequenz, Blutdruck^je haufiger Adrenalin geben, desto weniger Erhoht sich die Herzfrequenz^Toleranz
- Ursache: Homoostase (=Aufrechterhaltung eines hormonellen Gleichgewichtszustandes)
- Hunde in Umgebung bei dem sie bei Experiment Adrenalin bekamen^Spritze ohne Adrenalin, Kompensation durch Korper: trotzdem Absenkung der Herzfrequenz^Hinweisreize (Umgebung, SpritzeJ^Hunde erwartet Adrenalingabe^ Konditionierung kompensatorischer Reaktion

16. Welche Rolle spielt die Reihenfolge der Reizdarbietung?

- neutraler Reiz (NS) nach unkonditionierten Reizes (UCS)^ Konditionierung selten
- Z.B. Ton nach Futtergabe^kein Lernen (Ton kein Vorhersagewert fur Futter)

17. Welche Bedingungen mussen fur einen nachhaltigen Konditionierungsprozess gegeben sein?

- Kontiguitat
- Kontingenz
- Informationswert des Reizes (Beweis durch Blocking-paradigma)

18. Was sagt der Informationswert aus und wie hangt er mit der Blockierung (Blocking-Paradigma) zusammen?

- 1. Licht (CS)^EIektroschock (US)^ stark ausgepragte CR
- 2. UnregelmaSige Kombination: Ton (CS) +Licht (CS)^EIektroschock (US)^ keine Angst bei Licht; keine CR^Licht: keine neue Information uber Eintritt der Bestrafung^Blockierung: Konditionierung auf Licht hat Konditionierung auf Ton blockiert^lntensitat des Stimulus 1st entscheidend

19. Was ist das Paradigma der latenten Hemmung?

- Beide Gruppen lernen in Phase 2: Liedschlussreflex bei Ton
- Kontrollgruppe: Phase 1: kein Ton^Ton + dann Luft^lernen schneller den die Augen zu schlieSen
- Experimenten Gruppe: Phase 1: Ton^Phase 2: Ton + dann Luft^Latente Hemmung: langsameres lernen des Liedschlusses durch Reizerfahrung 1- Phase (nach Ton kommt keine Luft)

20. Nennen Sie Kombinationsmoglichkeiten, wie die dargebotenen Reize hinsichtlich Start- und Endpunkt existieren mussen um den CR nachhaltig auszulosen

- Allgemein: auf NS tritt CR auf^NS wird zu CS^damit CS den CR nachhaltig auslost: Kopplung von CS +UCS
- Varianten:
- CS gleichzeitig mit UCS beginnen + Enden (Stimulante Konditionierung)
- CS kurz vor dem UCS beginnen + mit dem Einsetzen des UCS enden
- CS vor UCS beginnen + gleichzeitig mit ihm enden
- CS vor UCS beginnen + nach seinem Ende enden

21. Beschreiben Sie den Erwerb, die Loschung und Spontanerholung bei klassischer Konditionierung

- Mehrfache Kopplung CS + UCS^Intensitat von CR steigt
- Loschung: CR sinkt
- Pause: CR wird trotz vorheriger Loschung Anwesenheit des CS wieder in abgeschwachter Form gezeigt
- Spontanerholung: nach erfolgter Loschung wird CS dargeboten
- Ersparnis: rasches Wiedererlernen (Verlaufwie steiler als Erwerb)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

22. Was versteht man unter einer Appetenzkonditionierung und einer Aversionskonditionierung?

- Appetenzkonditionierung: CS kundigt positives Ereignis an (Futtergabe)
- Aversionskonditionierung: CS kundigt negatives Ereignisses an (Elektroschock)

23. Wie lieRen sich diese beiden Begriffe nachweisen?

- „Shuttlebox": Box durch Hurde getrennt, Boden kann unter Strom gesetzt werden
- 1. Phase: Strom^Furcht (Aversionskonditionierung), Aufhebung: wenn Hund uber Hurde sprang^ Haufigkeit der Sprunge: MaR der Konditionierung
- 2. Phase: Hund gelernt: uber Hurde springen^2 Gruppen bilden mit unterschiedlichen Konditionierungen
- 1. Gruppe: Schocks (UCS) unabhangig von Ton (CS)^zeitliche Beziehung von CS + UCS aber nur zufallige Kombination
- 2. Gruppe (Kontingenz): Schock (UCS) folgte regemaRig Ton (CS)
- Hunde wieder in Shuttlebox^Ton ertonte ab & zu, um Elektroschock anzukundigen^2. Gruppe sprang haufiger uber Hurde

24 Was versteht man unter Loschung?

- Durch:Wiederholungvoncsohneucs
- Speichelfluss (CR) als Reaktion auf Ton (CS) nimmt im MaRe ab, in dem der Ton ohne Futter (UCS) geboten wird^Abnahme CR von Kopplung CS+UCS^ Loschung

25. Erlautern Sie das Experiment von Watson und Rayner mit dem „kleinen Albert" und stellen Sie die praktische Bedeutung der Ergebnisse heraus.

- Zentral: Wie Angste bei Menschen konditioniert werden konnen
- Erlauterung:
oil Monate alter Junge (Albert): hatte Angst vor lauten Tonen und mochte Ratten^Prasentation weiRer Ratte (NS) + Kopplung diesen Reizes mit lautem Hammerschlag: Larm (UCS)^Schrei (UCR)^nach Konditionierung: Albert schrie bei Ratte (UCR^CR + NS^CS)^ Reizgeneralisierung: Albert schrie auch bei Hunden, Kaninchen, weicher Mantel
oAuf unahnliche Objekte (Spielzeug) reagierte Albert nicht mit Furcht (Reizgdiskrimination)
- klinischen Psychologie: negative Emotionen (Angste), konnen „einfach" ankonditioniert werden^ Hoffnung: „einfaches" loschen/Gegenkonditionierung^Grundlage Verhaltenstherapie

26. Was versteht man unter Gegenkonditionierung?

- Z.B: Angst(CR) vor engen Raumen(CS) durch Lernen^angstauslosender Reiz (enger Raum) + neuer Reaktion koppeln (Entspannung=UR)^Ersetzte: Angst(CR) durch Entspannung(UCR)

27. Wie hangt impliziertes und explizites Lernen zusammen?

- Klassisch konditionierte Reaktionen (Implizites Lernen) nicht bewusst^ daher schwer bewusst (explizites Lernen) zu loschen

28. Was versteht man unter Expositionstherapie (Anwendung der klassischen Konditionierung)?

- =Gegenkonditionierung: Angste entgegenwirken: Patient stellt sich der Angst
- Angst wird durch operante Konditionierung aufrechterhalten
- Therapieart:
- systematische Desensibilisierung:
- Kopplung: entspannter korperlicher Zustand + angstauslosenden Reizen (langsam steigern)
- Entwicklung: Hierarchie der angstauslosenden Reize z.B. Progressive Muskelrelaxation o Flooding/lmplosionstherapie:
- Patient mit am meist angstauslosenden Reiz konfrontieren

29. Wo findet die klassische Konditionierung Anwendung?

- Werbung: attraktive Menschen (UCS) + Kopplung mit Produkt/Logo (NS)^: positive Reaktion (CR)
- Dorgenkonsum: Drogentoleranz: Droge (UCS)^Korper antwortet mit physiologischen Reaktion + physiologischen Gegenmaftnahme: Homoostase =Herstellung korperliches Gleichgewicht^durch andauernden Konsum wird physiologische Gegenmaftnahem zu „normaler" Reaktion (CR), die durch bestimmte Situation (CS) ausgelost wird, in dem der Konsum erfoigt^Toleranz ggu. Droge: Dosis immer weiter erhohen, da Homoostase bereits vor Konsum erfolgt + es immer schwieriger wir den „Kick" zu kriegen

30. Was versteht man unter Placebo?

- Korper reagiert, auch wenn verabreichte Medikamente keinen Wirkstoff mehr enthalten.

31. Beschreiben Sie den Drogenkonsum im Bereich der klassischen Konditionierung an einem weiteren Beispiel

- Umgebung, in der normalerweise Droge konsumiert wird^ Korper bereitet sich physiologisch auf Substanz vor^Entstehung Toleranz ggu. Droge, da mehr konsumiert werden muss um kompensatorischer Wirkung entgegen zu wirken, damit gewunschte Reaktion: Steigerung des Wohlbefindens eintritt^Dosis standig erhohen, da kompensatorische Wirkung standig ansteigt
- Geschmack von Alkohol = situativer Hinweisreiz sein^Beeinflussung der Alkoholwirkung^Auslosen/Ausbleiben von physiologisch-kompensatorischen Reaktionen
- ungewohnlicher Geschmack in Alkohol^hohere Beeintrachtigung^ Korper kompensiert vorher nicht^hohere motorisch + kognitive Beeintrachtigung/Wirkung

Kapitel 3: Operante Konditionierung

32. Beschreiben Sie die operante Konditionierung unterThorndik und Skinner

- Thorndik: Katze + Puzzlebox^ Lernen durch „Trial and Error"^ je ofter, desto schneller^Law ofeffect
- Skinner: Skinnerbox

3.1 Skinners Ansatz der operanten Konditionierung

33. Was 1st eine "Skinnerbox" und wozu dient diese?

- Wozu: Wirkungsweise +Bedeutung dieser Konsequenz untersuchen
- Untersuchung der Bedingung, unter denen Ratten das entsprechende Verhalten lernen/nicht
- Pille kommt nur aus Spender, wenn Ratte sich vorher aufgerichtet hat
- Was?:
- Kafig aus Gitterboden, der unter Strom gesetzt werden kann + Hebei, durch dessen Betatigung Futterpille in Kafig kommt.
- Versuchstier: erwunschtes Verhalten (Hebelbetatigung)^Futterpille in Kafig o Versuchstier: unerwunschtes Verhalten^elektrischer Strom

34. Welche Verhaltensformen in der operanten Konditionierung gibt es?

- Shaping (=Sukzessive Approximation)
- Einzelne Verhaltensweise: Verhalten erlernt, das nicht „in freier Wildbahn" gezeigt wird, aber er tut es um etwas zu machen
Schritt fur shaping schrittweise Annaherung an das gewunschte Verhalten (Hebei weiter hoch)
- Deprivation: Entzug von Futter, um sicherzustellen, dass die Futterpille a Is Verstarker funktionieren kann.
- Chaining
- Voneinander unabhangige Verhaltensweisen werden in bestimmter Reihenfolge verkettet^Verstarkung
- Anwendung: Shaping fur einzelne Verhaltensweisen in der Verhaltenskette verwendet: 1. Ratten im Kreis drehen, 2. Hebei drucken^3. Futter bekommen

35. Erlautern Sie "Shaping" an einem tierexperimentellen Beispiel.

- Skinner-Box:
- Durch Hebeldrucken: Ratte Futterpillen
- „Hebeldruckens"= keine naturliche Verhaltensweisen Ratte lernt durch Shaping o Definition: gewunschtes Verhalten^ verstarken, was Annaherung entspricht (Beginn Shaping) o z.B. erste Hinwendung zum Hebei + Beruhrungn Futter

Verstarkungs- und Bestrafungsprinzipien

36. Erlautern Sie den Begriff der "Kontingenz" vor dem Hintergrund der klassischen und der operanten Konditionierung.

- Klassische Konditionierung:
- Kontingenz = zuverlassige Vorhersage eines Reizes durch einen anderen Reiz
- Lernen: Reiz vor oder wahrend Futtervergabe (z.B. Ton), da danach kein Vorhersagewert
- Operante Konditionierung:
- Kontingenz = zuverlassige Beziehung zwischen einem gezeigten Verhalten und entsprechenden Reizen/Konsequenzen, also hervorgerufene Veranderungen in der Umwelt o Lernen: Futtervergabe nur im Zusammenhang mit einem gezeigten Verhalten: Hebeldrucken (Kontingenz)
- Spontanerholung: siehe operanter Konditionierung
- Loschung: Verstarkung bleibt aus (Hebei drucken: kein Futter)

37. Grenzen Sie zwei Formen der Verstarkung und zwei Formen der Bestrafung vor dem Hintergrund des Paradigmas der operanten Konditionierung voneinander ab.

- Verstarkung: = jeder Stimulus, der Verhaltenswahrscheinlichkeit erhoht
- gezeigterVerhaltensweisenn Verstarker
- Positive Verstarkung: Verhalten^angenehmer Reiz nErhohung der Verhaltenswahrscheinlichkeit (Hebein Futter)
- Negative Verstarkung: unangenehmer Reiz wird entfernt nErhohung der Verhaltenswahrscheinlichkeit
- Vergabe von Bestrafungsreizen in der Folge gezeigter Verhaltensweisen
- Fluchtkonditionierung: Organismus lernt, einem aversiven Stimulus zu entkommen n Bsp. Ratte lernt den Strom abzuschalten (Strom ist schon da)
- Vermeidungskonditionierung: Organismus lernt Verhaltensweisen, durch die der aversive Stimulus vermieden werden kann/ihm zuvorgekommen werden kann
- Bsp. Ratte lernt auf einen Reiz hin den Hebei zu drucken, weil sonst der Strom eingeschaltet wird
- Bestrafung: Vergabe von Bestrafungsreizen ^Verhaltensweisen (Konsequenz=negativ)
- Positive Bestrafung: Verhalten^unangenehmer Reiz n Verringerung der Verhaltenswahrscheinlichkeit
- Unterlassungskonditionierung
- Negative Bestrafung: angenehmen Reiz entfernenn Verringerung der Verhaltenswahrscheinlichkeit

38. Was versteht man unter Dreifachkontingenz?

- Hinweisreiz^Verhalten^Konsequenz
- Positive Verstarkung: Getrankeautomat^Munze einwerfen^Getrank erhalten
- Negative Verstarkung: Hitze^ Fachern^ Hitze entkommen
- Pos. Bestrafung: Streichholzschachtel^Spielen damit^Verbrennen
- Neg. Bestrafung: Rosenkohl^Weigerung zu essen^kein Nachtisch

39. Was ist eine unwissentliche Verstarkung?

- Kind quengelt bei Einkaufsschlange^ Kind bekommt Suftigkeiten^ Erhohung der Verhaltenswahrscheinlichkeit
- Sekundarer Krankheitsgewinn: psychische/korperliche Symptome aufrechterhalten^ Mehr Aufmerksamkeit

40. Wie entsteht das, was Skinner „aberglaubisches Verhalten" nennt?

- =Verstarkung findet zufallig und nicht kontingent statt
- Entwicklung: wenn Verstarkung keinen zeit-raumlichen Zusammenhang zum gezeigten Verhalten aufweist
- ^Reaktionu.U.inZukunfthaufiger
- Skinner: 15 Sekunden Abstand Futtereinwurf in Taubenkafig^Tauben entwickelten Rituale, da sie dachten die Futtervergabe sei abhangig von gezeigten Verhalten

41. 1st eine Bestrafung genau so Wirksam wie eine Belohnung und von was ist eine „erfolgreiche" Bestrafung abhangig?

- Belohnungmeistwirksamer
- Diskriminative Hinweisreize: Bestrafung ankundigen^betrugerischem Verhalten
- Bsp: Blitzer bewirkt Geschwindigkeitsreduzierung meist nur bei dem „Blitzerkasten" o Konkurrierende Verstarkung: kann die Bestrafung untergraben,
- Bsp: man weift, dass schnelles Fahren bestraft wird, fahrt dennoch zu schnell^ „Fahrspaft" o Die Intensitat der ersten Bestrafung zahlt: je starker am Anfang, desto wirksamer

3.4 Verstarkungsplane

42. Was versteht man unter „partieller Verstarkung" und kontinuierlicher Verstarkung?

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

43. Betrachtet man die Haufigkeit von Reaktionen, die Organismen in verschiedenen Verstarkungsplanen zeigen, fallt ein Unterschied zwischen "Quotenplanen" und "Intervallplanen" auf. Erlautern Sie diesen Unterschied.

- Einsatz: partielle Verstarkung
- Quotenplane:
- Anzahl der Verstarkungen wachst mit der Anzahl der gezeigten erwunschten Reaktionen
- Hohere Reaktionsraten
- Intervallplane:
- Verstarkung (wenn das erwunschtes Verhalten gezeigt wurde) in Abhangigkeit von einem abgelaufenen Zeitintervall

44. Verstarkungsplane

- Fixierter Quotenplan (FR-Plan)
- Verstarkung erfolgt, nachdem eine zuvor definierte Anzahl gewunschter Reaktionen gezeigt wurde
- Variabler Quotenplan (VR-Plan)
- Mittlere Anzahl von Reaktionen zwischen Verstarkern ist festgelegt
- Fixierter Intervallplan (Fl-Plan)
- Verstarkung erfolgt nach definiertem Zeitinterfall^erste Reaktion wird nach best. Zeitintervall verstarkt
- Variabler Intervallplan (Vl-Plan)
- - Verstarkung erfolgt nach durchschnittlichem Zeitintervall (Zeitabstande nicht vorhersehbar)

45. Unterscheiden Sie einen primaren und sekundaren Verstarker (S.49+50)

- Primarer Verstarker: angeboren/unkonditionierte Verstarker (Nahrung, Wasser, Schlaf)
- Essen^ReduziertHunger
- Sekundarer / konditionierter Verstarker: NS wird zu konditioniertem Verstarker (CS): Assoziation: NS + mit primaren Verstarker (Geld, Anerkennung und Statussymbole)
- Affe lernt: Token gegen Futter eintauschen^Token wird konditionierter Verstarker

46. Was versteht man unter dem "Premack-Prinzip"?

- =ein bevorzugtes Verhalten verwendet wird, um eine weniger bevorzugte Verhaltensweise zu starken
- Theorie des Reaktionsentzugs: Verhaltensweisen konnen als Verstarker wirken, wenn Organismus daran gehindert wird, dieser Verhaltensweise nachzugehen
- Schulkinder: Zeit fur Videospiele(=Verstarker)) abhangig von Ausfuhrung der Hausaufgaben)

Abgrenzung der operanten und klassischen Konditionierung

47. Begriffsdefinition operanten und klassischen Konditionierung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

48. Was versteht man unter Geschmacksaversion?

- Organsimen besitzen eine anlagebedingte Tendenz, bestimmte Stimuli mit bestimmten Konsequenzen zu assoziieren^ Sicherung des Uberlebens (Anpassung an Umwelt)

3.7 Anwendung der operanten Konditionierung

49. Nennen Sie Anwendungsfelder der operanten Konditionierung

- Belohnungs- und Anreizreizsysteme:
- Unternehmen schafft Anreize (Verstarker!) zur Leistungssteigerung (Gewinnbeteiligung)
- Einsatz: kontingente / kontinuierliche Verstarkungsplane: Idealfall: Belohnung unmittelbar nach erbrachter Leistung
- Selbst-Konditionierung:
- Messbare Ziele festlegen & offentlich verkunden
- Beachten, wie oft das gewunschte Verhalten unter welchen konkreten Bedingungen bereits auftritt und unter welchen nicht
- Verstarken des gewunschten Verhaltens
- Reduktion der Verstarkung des gewunschten Verhaltens in dem MaRe, in dem dieses bereits zur Gewohnheit geworden ist

[...]

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten

Details

Titel
Allgemeine Psychologie. Lernen und Gedächtnis, Wahrnehmung, Emotionen, Motivation und Volition
Autor
Jahr
2017
Seiten
33
Katalognummer
V444431
ISBN (eBook)
9783668815087
Sprache
Deutsch
Schlagworte
allgemeine, psychologie, lernen, gedächtnis, wahrnehmung, emotionen, motivation, volition
Arbeit zitieren
Corinna Bauer (Autor), 2017, Allgemeine Psychologie. Lernen und Gedächtnis, Wahrnehmung, Emotionen, Motivation und Volition, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/444431

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