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Bibliotheken als "Dritter Ort". Die Stadtbibliothek Mülheim an der Ruhr

Was ist der sogenannte "Dritte Ort" und erfüllt die Bibliothek die Kriterien dazu?

Title: Bibliotheken als "Dritter Ort". Die Stadtbibliothek Mülheim an der Ruhr

Term Paper , 2018 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Isabelle Sawatzki (Author)

Business economics - Information Management
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Ziel dieser Hausarbeit ist die Klärung der Frage, ob und inwieweit die Stadtbibliothek Mülheim an der Ruhr als „Dritter Ort” bezeichnet werden kann oder welche Maßnahmen ergriffen werden müssten, um sie zu einem solchen zu machen. Zu Beginn werde ich mich mit der Definition von „Dritten Orten” im Allgemeinen beschäftigen. Im Folgenden steht die Problematik dieser Definition und ihrer Anwendung im Fokus. Im Anschluss betrachte ich, wie sich Bibliotheken in Australien den Besuchern präsentieren und wie sich ihre Denkweise im Laufe der Zeit verändert hat. Danach beleuchte ich die aktuelle Situation der Stadtbibliothek Mülheim an der Ruhr und stelle durch ein Interview mit der Bibliotheksleiterin fest, welche Pläne es für die Weiterentwicklung gibt. Schließlich werde ich alle Aspekte gemeinsam betrachten und ein Resümée ziehen. Für eine bessere Lesbarkeit wird das generische Maskulinum benutzt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition „Dritter Ort”

3. Kritik an der Anwendung des Terminus „Dritte Ort” in Bezug auf Bibliotheken

4. Australische Bibliotheken als positives Beispiel für Bibliotheken als dritte Orte

5. Die Stadtbibliothek Mülheim an der Ruhr als „Dritter Ort”

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Situation der Stadtbibliothek Mülheim an der Ruhr im Kontext des soziologischen Konzepts des „Dritten Ortes“. Ziel ist es zu klären, ob und inwieweit die Bibliothek diese Funktion erfüllt oder welche strategischen Maßnahmen erforderlich sind, um sich dauerhaft als solcher zu etablieren.

  • Definition und soziologische Grundlagen des „Dritten Ortes“.
  • Kritische Reflexion der Übertragbarkeit des Begriffs auf moderne Bibliothekseinrichtungen.
  • Analyse erfolgreicher Strategien australischer Bibliotheken als Vergleichsbeispiele.
  • Evaluation der Mülheimer Stadtbibliothek mittels Experteninterviews und Bestandsaufnahme.
  • Ableitung zukünftiger Entwicklungspotenziale für eine stärkere soziale Ausrichtung der Bibliothek.

Auszug aus dem Buch

3. Kritik an der Anwendung des Terminus „Dritte Ort” in Bezug auf Bibliotheken

In ihrem Artikel „Ein komplexes Ganzes” erläutert Corinna Haas sehr anschaulich, weshalb die Definition von Ray Oldenburg sich nicht eins zu eins auf eine Bibliothek übertragen lässt und weshalb Bibliotheken daher auch nicht per se als „Dritte Orte” verstanden werden sollten:

Das Modell des „Dritten Ortes” basiert auf der Annahme, dass es räumlich getrennte Gebiete für Erfahrungen gibt. Am „Dritten Ort” ist Konversation die Hauptaktivität, die Stammgäste hauchen dem Ort Leben ein und es herrscht eine ausgelassene Stimmung. Diese Beschreibung hat auf den ersten Blick nur sehr wenig mit Bibliotheken zu tun. Die Übertragung der Definition Oldenburgs auf Bibliotheken funktioniert nicht einwandfrei. Festzuhalten ist, dass Bibliotheken eine große gesellschaftliche Rolle spielen durch die intensive Nutzung der physischen Räume. Finanzkrisen und die Digitalisierung haben unter anderem dazu beigetragen. Die Aussagekraft des Begriffes „Dritter Ort” ist für die Beschreibung und die Planung von Bibliotheken allerdings gering, da er sich mit anderen Begriffen wie „Meeting Place” oder „gesellschaftlicher Ort” überschneidet. Ein „Dritter Ort” kann in ihren Augen allenfalls eine Teilfunktion der Bibliotheksräume darstellen, da er der Komplexität von Bibliotheken nicht gerecht wird. Eine große Nutzergruppe stellen zum Beispiel die sogenannten „Internauten” dar: Schüler oder Studierende nutzen die Bibliothek als Lernort und für ausgedehnte, tägliche Aufenthalte. Gemeinsames Kennzeichen der Internauten ist, dass sie zwischen studienbezogenen und privaten Anwendungen bzw. Recherchen keine Grenze ziehen. Statt am bibliothekseigenen Internet-PC nur für das Studium zu recherchieren, nutzen sie mehrere Browserfenster simultan: Wikipedia für die Hausarbeit, die Website des Reiseanbieters für den nächsten Urlaub und das Veranstaltungsprogramm der Stadt für den Abend. Studienbezogenes und soziales Leben finden gleichermaßen an einem Ort statt. Die Bibliothek des 21. Jahrhunderts ist nicht nur ein „Dritter Ort”, sondern eine Kombination aus Oldenburgs erstem und zweiten Ort und stellt einen Platz zum Arbeiten, zur Freizeitbetätigung und Lernen mit einem Zuhause-Gefühl dar. Nach Meinung von Haas sollten Bibliotheken daher differenziert betrachtet werden und nicht nur unter dem Begriff des „Dritten Ortes”. (Haas 2015)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Untersuchung ab, indem sie die Forschungsfrage nach dem Status der Mülheimer Bibliothek als „Dritter Ort“ formuliert und den methodischen Aufbau der Arbeit erläutert.

2. Definition „Dritter Ort”: Dieses Kapitel definiert den soziologischen Begriff des „Third Place“ nach Ray Oldenburg und arbeitet die zentralen Kriterien für einen solchen Ort heraus.

3. Kritik an der Anwendung des Terminus „Dritte Ort” in Bezug auf Bibliotheken: Hier wird die Eignung des Begriffs kritisch hinterfragt und aufgezeigt, warum er die moderne Bibliothek nur unzureichend beschreibt.

4. Australische Bibliotheken als positives Beispiel für Bibliotheken als dritte Orte: Dieses Kapitel analysiert internationale Best-Practice-Beispiele aus Australien, um Ansätze für eine erfolgreiche Transformation zur Bibliothek als „Dritter Ort“ zu identifizieren.

5. Die Stadtbibliothek Mülheim an der Ruhr als „Dritter Ort”: Die Autorin beleuchtet die lokale Situation und wertet ein Experteninterview mit der Bibliotheksleitung aus, um den aktuellen Stand der Einrichtung zu bewerten.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt Empfehlungen zur Stärkung der Aufenthaltsqualität und Außenwirkung der Mülheimer Stadtbibliothek.

Schlüsselwörter

Dritter Ort, Third Place, Stadtbibliothek, öffentliche Bibliothek, Medienhaus, Bibliotheksmanagement, soziale Interaktion, Aufenthaltsqualität, Bibliothekskonzept, Nutzerorientierung, Community-Center, Mülheim an der Ruhr, Bibliothekswesen, Informationsmanagement, Raumgestaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert, ob und inwieweit die Stadtbibliothek Mülheim an der Ruhr die Kriterien eines „Dritten Ortes“ nach soziologischer Definition erfüllt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von „Dritten Orten“, die kritische Auseinandersetzung mit dieser Begrifflichkeit im Bibliothekswesen, internationale Vergleichsmodelle aus Australien sowie die praxisnahe Untersuchung eines lokalen Beispiels.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist die Evaluierung der Mülheimer Stadtbibliothek als sozialer Treffpunkt und die Entwicklung von Handlungsempfehlungen, um die Bibliothek als „Dritten Ort“ weiter zu stärken und auszubauen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einem Experteninterview mit der Bibliotheksleiterin Claudia vom Felde.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Abgrenzung des Begriffs „Dritter Ort“, der Kritik an dessen uneingeschränkter Anwendung auf Bibliotheken und einer Fallstudie zur Situation in Mülheim an der Ruhr.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind „Dritter Ort“, „Bibliotheksdesign“, „soziale Interaktion“, „Aufenthaltsqualität“ und „nutzerzentrierte Bibliotheksstrategie“.

Welche Herausforderungen identifiziert Claudia vom Felde für die Mülheimer Bibliothek?

Die Leiterin benennt die Schwierigkeit, bestimmte Altersgruppen wie Jugendliche und Berufstätige zwischen 20 und 50 Jahren stärker anzusprechen und für die Nutzung der Bibliothek zu gewinnen.

Wie trägt die Netzwerkarbeit zur Entwicklung der Bibliothek bei?

Die Netzwerkarbeit dient dazu, Kooperationspartner zu finden, Veranstaltungen in den Stadtteilen zu etablieren und die Bibliothek stärker als Treffpunkt im Gemeinwesen zu verankern.

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Details

Title
Bibliotheken als "Dritter Ort". Die Stadtbibliothek Mülheim an der Ruhr
Subtitle
Was ist der sogenannte "Dritte Ort" und erfüllt die Bibliothek die Kriterien dazu?
College
University of Applied Sciences Hanover
Grade
1,7
Author
Isabelle Sawatzki (Author)
Publication Year
2018
Pages
18
Catalog Number
V444497
ISBN (eBook)
9783668818040
ISBN (Book)
9783668818057
Language
German
Tags
Third Place Dritter Ort Stadtbibliothek öffentliche Bibliothek Zukunft Vision Ausblick Library Interview
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Isabelle Sawatzki (Author), 2018, Bibliotheken als "Dritter Ort". Die Stadtbibliothek Mülheim an der Ruhr, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/444497
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