Was das Freihandelsabkommen Namens Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) mit sich bringt, wird in den folgenden Punkten dieser Hausarbeit erkennbar.
Zunächst wird erklärt, was ein Freihandelsabkommen ist und warum es Freihandelsabkommen zwischen Kontinenten und Länder gibt. Der Unterschied zwischen bilateralen und multilateralen Handel wird deutlich und die verschiedenen Themen des Freihandelsabkommen werden dargestellt. Ebenso wird in dem Punkt „Freihandelsabkommen“, verständlich was der Unterschied zwischen tarifären und nicht-tarifären Handelshemmnissen ist.
In der theoretischen Grundlage wird anhand von Zahlen deutlich, wie schwer die USA und EU zusammenwirken. Folglich wird zu der Entwicklung eingegangen, das Dient dem historischen Verlauf des transatlantischen Handels nachzuvollziehen. Hier wird erkennbar, dass das entwickeln eines transatlantischen Abkommens schon lange geplant ist, doch bis jetzt noch kein Erfolg erkennbar war. Barak Obama führte schlussendlich die Verhandlungen zum Transatlantic Trade and Investment Partnership voran.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2. Freihandelsabkommen
3. theoretische Grundlagen
3.1 Die Entwicklung zum heutigen Freihandelsabkommen TTIP
3.2. Theorie zum Freihandelsabkommen TTIP
3.3. Ziele des TTIP
3.4 Die Transparenz der Verhandlungen
3.5 Schiedsgerichte
4. Auswirkungen auf die Automobilbranche
5. Auswirkungen auf dem Umwelt- und Verbraucherschutz
6. Auswirkungen auf die Landwirtschaft
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Hausarbeit setzt sich kritisch mit dem geplanten Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) zwischen der USA und der Europäischen Union auseinander, um sowohl potenzielle wirtschaftliche Vorteile als auch negative Auswirkungen auf verschiedene gesellschaftliche Bereiche zu beleuchten und zu hinterfragen.
- Definition und theoretische Grundlagen von Freihandelsabkommen
- Historische Entwicklung und Verhandlungsziele von TTIP
- Kritische Analyse der Transparenz bei den Verhandlungsprozessen
- Untersuchung der Folgen für die Automobilbranche
- Auswirkungen auf Umweltstandards und Verbraucherschutz
- Bewertung der Konsequenzen für die Landwirtschaft
Auszug aus dem Buch
3.5 Schiedsgerichte
Der Investorenschutz wurde während den Verhandlungen des Freihandelsabkommen immer wichtiger. In diesem Punkt wird deutlich wie die Investitionsschutzbestimmungen funktionieren und wie die Schiedsgerichte aufgebaut sind.
Die Investitionsschutzbestimmungen haben massive Proteste an den Tag gelegt und das sowohl in Deutschland als auch in mehreren EU-Ländern. Die Schiedsgerichte sind im Investitionsschutzabkommen mit Privatpersonen besetzt, statt mit öffentlich bestellten Richtern. Diese Paralleljustiz könnte die regulären Rechtsprechungen aushebeln. Ebenso sind die Prozessunterlagen und die Verhandlungen nicht öffentlich, des Weiteren sind diese in einigen Fällen sogar der parlamentarischen Kontrolle entzogen. Eine der wichtigen Merkmale, ist dass es zu diesen Schiedsgerichten keine Revision gibt. Die Regelungen zum Investitionsschutzes werden aufgenommen um international agierende Unternehmen zu schützen, geschützt werden die Unternehmen vor zielloser Behandlung durch die Regierungen ihrer Gastländer. Dieser Investitionsschutz ist immer dann notwendig, wenn eines der Länder diktatorische Züge aufweisen, welches aber in diesem Fall, der Verhandlungspartnern nicht gegeben ist. Jedoch wird somit ein Präzedenzfall vorgebeugt, wenn es um die Verhandlungen mit andern Ländern geht. Der Investorenschutz wird von der Industrie befürwortet, denn wenn sie vor dem Schiedsgericht im Fall der Fälle gewinnen sollten, erhalten sie den Zuspruch einer Entschädigungszahlung, sollten sie den Fall, der vor dem Schiedsgericht ausgetragen wird verlieren, gehen sie lediglich leer aus. Den Staaten, die beklagt werden, geschieht genau das Gegenteil, gewinnen sie dann zahlen sie keine Entschädigung, verlieren sie so zahlen sie eine Entschädigung. Private Schiedsgerichte führten bislang noch zu keinen Problemen, die unterlegenen Parteien leisteten den Entscheidungen des Schiedsgerichts folge, ebenso die daraus resultierenden Vergleiche, sprechen für die Effizienz der Schiedsgerichte, doch die Zeit ist im Wandel und es kommen immer mehr Beispiele auf, für was Konzerne Schiedsgerichte nutzten.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema TTIP ein, stellt die Motivation für das Abkommen dar und benennt die Schwerpunkte der kritischen Untersuchung.
2. Freihandelsabkommen: Hier werden die allgemeinen Definitionen von Freihandelsabkommen sowie der Unterschied zwischen tarifären und nicht-tarifären Handelshemmnissen erläutert.
3. theoretische Grundlagen: Das Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung transatlantischer Handelsgespräche sowie die theoretischen Ziele, Transparenzfragen und die Rolle von Schiedsgerichten im TTIP-Kontext.
4. Auswirkungen auf die Automobilbranche: Es wird analysiert, welche Chancen und Herausforderungen sich durch die Vereinheitlichung von Standards und Zollabbau für die Automobilindustrie ergeben.
5. Auswirkungen auf dem Umwelt- und Verbraucherschutz: Dieses Kapitel vergleicht die unterschiedlichen regulatorischen Ansätze der USA und der EU und diskutiert die Risiken für bestehende Schutzstandards.
6. Auswirkungen auf die Landwirtschaft: Die Auswirkungen auf regionale Betriebe und die Folgen der industriellen Landwirtschaft sowie Gentechnik-Debatten stehen hier im Mittelpunkt.
7. Fazit: Das Fazit fasst die kritischen Erkenntnisse zusammen und stellt die berechtigte Frage nach dem Nutzen für die Bevölkerung im Vergleich zu den Interessen der Konzerne.
Schlüsselwörter
TTIP, Freihandelsabkommen, Transatlantik, Automobilbranche, Umweltschutz, Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Handelshemmnisse, Schiedsgerichte, Investitionsschutz, Transparenz, Zollabbau, EU, USA, Handelspolitik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit einer kritischen Auseinandersetzung des Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) und beleuchtet die unterschiedlichen Perspektiven und Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind neben den theoretischen Grundlagen von Freihandelsabkommen vor allem die Auswirkungen auf die Automobilbranche, den Umwelt- und Verbraucherschutz sowie die Landwirtschaft.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob das Abkommen tatsächlich Vorteile für die Bevölkerung bringt oder ob es primär einseitige Interessen von Großkonzernen bedient, während gesellschaftliche Standards gefährdet werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, bei der eine kritische Betrachtung des Themas unter ausschließlicher Verwendung deutschsprachiger Quellen vorgenommen wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, theoretische Grundlagen zu Handel und Schiedsgerichten sowie die sektorspezifischen Auswirkungen auf Automobilindustrie, Landwirtschaft und Umwelt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Typische Schlagworte sind TTIP, Investitionsschutz, Freihandel, Transparenz, Industriestandards und Verbraucherwohl.
Warum ist das Thema Transparenz in Bezug auf TTIP so umstritten?
Die Arbeit kritisiert, dass Verhandlungen lange unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden und selbst Parlamentarier nur eingeschränkt Zugang zu sensiblen Dokumenten erhielten, was zu großem Misstrauen in der Bevölkerung führte.
Welche Bedenken bestehen hinsichtlich der Schiedsgerichte?
Es besteht die Sorge, dass durch private Schiedsgerichte eine Paralleljustiz entsteht, die reguläre staatliche Rechtsprechungen aushebeln könnte und es Konzernen ermöglicht, Regierungen unter Druck zu setzen.
Wie unterscheidet sich der Ansatz im Verbraucherschutz zwischen USA und EU?
Während die USA eher auf wissenschaftliche Beweise im Schadensfall setzen (Sound Science), folgt die EU dem Vorsorgeprinzip, welches präventive Schutzmaßnahmen bei bloßem Verdacht eines Risikos ermöglicht.
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- Valenka Ray (Author), 2018, Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP). Eine kritische Auseinandersetzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/444792