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Versuch der Skizzierung der deutschen Kasperfigur im Handpuppenspiel

Titre: Versuch der Skizzierung der deutschen Kasperfigur im Handpuppenspiel

Dossier / Travail , 2016 , 14 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Jennifer Müller (Auteur)

Théâtrologie, Danse
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Der Kasper wird in der allgemeinen Betrachtung als Harlekins Vertreter auf der deutschsprachigen Bühne des 18. Jahrhunderts gesehen1, vor allem bekannt durch den namhaften Darsteller des Kasperls Johann Laroche (1744 – 1806) in der Alt-Wiener Stegreifkomödie. Auch dadurch, dass die Maske mit der Hans-Wurst-Maske teilweise konkurrierte und ihn gar beerbte, machte die Maske des Kaspers bekannt. Ins allgemeine Gedächtnis hat es allerdings die Kasper-Maske als Figur im deutschen Handpuppenspiel geschafft.

So wird das deutsche Handpuppenspiel auch „Kasper“- oder „Kasperle“ Theater genannt. Damit wird deutlich, dass der Kasper die Hauptfigur und bekannteste Figur im deutschen Handpuppenspiel ist.

In dem Referat soll näher auf die Figur des Handpuppenkaspers und der Abgrenzung zum Kasper der Schauspielbühne eingegangen werden. Außerdem soll die Sprache des Kaspers analysiert werden. Auch soll auf die geschichtliche Umstrukturierung des Handpuppenkaspers unter Pocci und Schmidt eingegangen, so wie das Stück „Kasper tot. Schluss mit lustig“ unter der Betrachtung aktueller Forschungsfragen betrachtet werden.

Folgende Fragen in Bezug auf die Kasper-Forschung stehen im Mittelpunkt: Tritt beim Kasper der Handpuppenbühne die Sprachkomik in den Vordergrund? Wie steht der Kasper zum Harlekin-Prinzip?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Unterscheidung des „Comödianten“-Typus Kasperl und der Handpuppe Kasper

3. Die Geschichte der Kasper – Figur im Handpuppenspiel

3.1. Die Merkmale des Handpuppen -Kaspers

3.2. Die Sprachkomik des Kasper

4. Der heutige Forschungsstand und grundsätzliche Fragen in der Kasper-Forschung

4.1. Beispiel: Kurzanalyse des Stücks „Kasper tot. Schluss mit lustig?“

4.1.1. Die Handlung

4.2. Das Prinzip bei Großmann

4.3. Eigener Standpunkt zum Kasper-Prinzip

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die deutsche Kasperfigur im Handpuppenspiel, grenzt sie von dem Kasperl-Typus der Schauspielbühne ab und analysiert deren geschichtliche Transformation sowie die spezifische Sprachkomik. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob der Kasper als eigenständige Figur fungiert und wie sein Prinzip im Kontext von Ordnung und karnevalesker Tradition, insbesondere im Vergleich zum Harlekin, einzuordnen ist.

  • Abgrenzung zwischen Handpuppen-Kasper und Comödianten-Kasperl
  • Historische Entwicklung und Umstrukturierung der Kasperfigur
  • Analyse der Sprachkomik als zentrales Gestaltungsmittel
  • Untersuchung des Kasper-Prinzips anhand des Stücks „Kasper tot. Schluss mit lustig?“
  • Diskussion der theoretischen Einordnung im Vergleich zum Harlekin-Prinzip

Auszug aus dem Buch

3.2. Die Sprachkomik des Kasper

Neben Kaspers Kostüm, seinen komischen Verhaltensweisen und illusionsbrechenden Eingriffen in das Theatergeschehen ist die Sprache von Kasper von besonderer Bedeutung. Besonders weil der Kasper der Handpuppenbühne keinen großen Bewegungskanon vorweisen kann, außer mit der Keule zu schlagen und nach rechts und links zu laufen, ist sein Hauptmitteilungsorgan seine große Klappe.

Sowohl der alte Kasper als auch der Kasper der Kinderbühne lebt von Wortverdrehungen, von Wortverwandlungen, Blödeleien. Dem Kinder-Kasper ist die Fäkalsprache und der sexuell ausschweifende Wortschatz genommen, trotzdem ist die Sprache im Grundsatz das wichtigste Mittel des Körperlich eingeschränkten Kaspers.

In der alten Variante des Kaspers aber klingen die Wörter obszön. Aus „Waldbruder“ wird „Waldluder“, „Eremit“ klingt wie „Bruder Kredit“ und „Einsiedler“ wie „Bierfiedler“. Dabei wird schnell deutlich, dass dieses scheinbare Verhören und Verdrehen stets auch vielsagenden Charakter beweist: seinen ungebremsten Sexualtrieb, seine Geldgier und seinen Hang zu gutem Essen und Alkohol.

„Indem der Betrachter sich an der Normalität, Ordnung, Vernunft usw., also an einer Norm orientiert, bewertet er Verstöße gegen die Norm spontan als komisch.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, definiert den Kasper als zentrale Figur des Handpuppenspiels und skizziert die methodische Abgrenzung sowie die zentralen Forschungsfragen.

2. Unterscheidung des „Comödianten“-Typus Kasperl und der Handpuppe Kasper: Das Kapitel analysiert die physischen und spielerischen Unterschiede zwischen dem menschlichen Kasperl der Stegreifkomödie und der eingeschränkt beweglichen Handpuppe.

3. Die Geschichte der Kasper – Figur im Handpuppenspiel: Es wird die historische Genese der Kasperfigur beleuchtet, einschließlich ihrer Merkmale und der Entwicklung der Sprachkomik als Kompensationsmittel für die körperliche Starre.

4. Der heutige Forschungsstand und grundsätzliche Fragen in der Kasper-Forschung: Dieses Kapitel diskutiert verschiedene theoretische Standpunkte zum Kasper-Prinzip und analysiert exemplarisch ein zeitgenössisches Stück von Lutz Großmann.

Schlüsselwörter

Kasper, Handpuppenspiel, Stegreifkomödie, Sprachkomik, Karneval, Harlekin-Prinzip, grotesker Leib, Figurentheater, Tradition, Pädagogisierung, Handpuppe, Theaterwissenschaft, Rollenfigur, Kulturgeschichte, Kasper-Prinzip.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Charakterisierung und der historischen Einordnung der deutschen Kasperfigur im Handpuppenspiel.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die mediale Differenz zwischen Handpuppe und Schauspieler-Kasperl, die sprachliche Komik sowie die theoretische Verortung der Figur innerhalb oder außerhalb gesellschaftlicher Ordnungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu klären, ob der Kasper ein eigenständiges Prinzip verkörpert und inwiefern er als karnevaleske Figur fungiert, die gesellschaftliche Regeln unterläuft.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine literaturwissenschaftliche und theaterwissenschaftliche Analyse, ergänzt durch eine exemplarische Kurzanalyse eines modernen Kasper-Stücks.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden historische Entwicklungen, die Bedeutung der Sprache, der Forschungsstand zur Kasper-Figur sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Kasper-Prinzip diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Kasper, Handpuppenspiel, Sprachkomik, Harlekin-Prinzip, Karneval und grotesker Leib.

Wie unterscheidet sich der Kasper von der Schauspielbühne von der Handpuppe?

Der Schauspieler als Kasperl verfügt über eine hohe physische Beweglichkeit und Mimik, während die Handpuppe ihre Ausdruckskraft fast ausschließlich über Sprache und den begrenzten Einsatz ihres Stocks generiert.

Welche Rolle spielt das Stück „Kasper tot. Schluss mit lustig?“ in der Untersuchung?

Es dient als Fallbeispiel, um zu hinterfragen, ob der Kasper in der Moderne noch lebendig ist oder ob er sich den Anforderungen eines regelhaften Lehrtheaters beugen muss.

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Résumé des informations

Titre
Versuch der Skizzierung der deutschen Kasperfigur im Handpuppenspiel
Université
Ruhr-University of Bochum
Cours
The lost book 4
Note
1,3
Auteur
Jennifer Müller (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
14
N° de catalogue
V444889
ISBN (ebook)
9783668824102
ISBN (Livre)
9783668824119
Langue
allemand
mots-clé
Kasper
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jennifer Müller (Auteur), 2016, Versuch der Skizzierung der deutschen Kasperfigur im Handpuppenspiel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/444889
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Extrait de  14  pages
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