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Gentrifizierung - ein gesellschaftliches Problem. Warum kommt es im Ruhrgebiet in Städten wie Dortmund kaum zur Gentrifizierung?

Título: Gentrifizierung - ein gesellschaftliches Problem. Warum kommt es im  Ruhrgebiet in Städten wie Dortmund  kaum zur Gentrifizierung?

Trabajo Escrito , 2017 , 19 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Sina Schulze (Autor)

Sociología - Vivienda y Sociología urbana
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Gentrifizierung wird immer mehr zum Problem in deutschen Großstädten. Sie beschreibt eine bestimmte Form der Verdrängung von alteingesessenen Bewohnern in zentral gelegenen Stadtteilen. Viele Großstädte haben in den letzten Jahren einen Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen, wodurch die Nachfrage nach Wohnraum gestiegen ist und weiter ansteigt. Durch den ausgeprägten Wunsch Vieler zentral zu wohnen, ist der Wohnungsmarkt gerade in diesen Teilen einer Stadt besonders angespannt. Oft werden die Mietpreise entsprechend erhöht, es werden Modernisierungen vorgenommen und die Viertel wandeln sich zu einer Wohngegend mit einer einkommensstärkeren Bevölkerung. Bekannte Beispiele für die Gentrifizierung von Stadtteilen sind Berlin Prenzlauer Berg oder in Hamburg das Schanzenviertel.

Im Ruhrgebiet allerdings ist dieses Phänomen deutlich weniger vertreten. Dabei bieten durchaus Stadtteile wie die Dortmunder Nordstadt genügend Potential.

Es stellt sich die Frage, wieso im Ruhrgebiet kaum Gentrifizierung stattfindet. Eine Frage, die in dieser Hausarbeit aufgegriffen wird.

Zu Beginn erfolgt die Definition des Begriffs „Gentrifizierung“. Im Anschluss werden der Ablauf beziehungsweise die Phasen der Gentrifizierung erläutert. Hierzu wird auch auf das Invasions-Sukzessions-Zyklus-Modell Bezug genommen. Im Hauptteil werden die Besonderheiten des Ruhrgebiets vorgestellt und ein erster Ansatz geschaffen, warum es dort bisher kaum zur Gentrifizierung gekommen ist. Schließlich wird der Schwerpunkt auf die Stadt Dortmund gelegt. Hierbei werden zwei verschiedene Stadtteile aufgegriffen. Einerseits wird der Stadtteil Hörde behandelt und die hier vorhandene Gentrifizierung durch den Phoenix-See beschrieben. Im Anschluss wird der Fokus auf die Nordstadt Dortmunds gelegt und erörtert, wieso es in diesem Stadtteil trotz des vorhandenen Potenzials bisher nicht zu einer Gentrifizierung gekommen ist. In einer Schlussbetrachtung wird der Ablauf in Frage gestellt. Zuletzt wird eine Zukunftsprognose für die Stadt Dortmund aufgestellt. Wird im Stadtteil Hörde eine abschließende Gentrifizierung stattfinden und wird sich das Phänomen in Zukunft auch im Dortmunder Norden Einzug halten?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärung und Ablauf der Gentrifizierung

2.1 Definition

2.2 Ablauf

3. Gentrifizierung im Ruhrgebiet

3.1 Das Ruhrgebiet

3.2 Die Stadt Dortmund

3.2.1 Der Phoenix-See

3.2.2 Die Nordstadt

4. Fazit und Zukunftsprognose

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der Gentrifizierung und analysiert, warum dieses Phänomen im Ruhrgebiet – insbesondere in der Stadt Dortmund – trotz vorhandener Potenziale nur sehr vereinzelt auftritt. Dabei wird die Forschungsfrage beantwortet, inwiefern strukturelle Besonderheiten sowie sozioökonomische Rahmenbedingungen den klassischen Gentrifizierungsprozess im Revier hemmen oder verändern.

  • Grundlagen und Phasenmodelle der Gentrifizierung (Invasions-Sukzessions-Zyklus).
  • Strukturelle Besonderheiten des Ruhrgebiets als Hemmfaktor für Aufwertungsprozesse.
  • Fallbeispiel Dortmund: Der Phoenix-See als Sonderfall der Stadtentwicklung.
  • Analyse der Nordstadt: Potenziale, Hemmnisse und soziale Herausforderungen.
  • Zukunftsprognosen für eine städtebauliche Entwicklung in Dortmund.

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet, umgangssprachlich auch „Ruhrpott“ und „Revier“ genannt, besteht aus vielen zusammengewachsenen Großstädten im Westen Deutschlands im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Dazu zählen zum Beispiel die Städte Dortmund, Essen und Bochum. Das Ruhrgebiet hat einen überregionalen Bekanntheitsgradund viele meinen der gängigen Klischees zufolge "Der Ruhrpott steht für Kohle und Stahl, ist staubig und schmutzig". Es sei eine industriell geprägte Region mit wenig Lebensqualität. Bei einer Umfrage der Funke Mediengruppe in "Der Westen" stellte sich genau das Gegenteil heraus. Das sei doch alles veraltet und stimme nicht mehr, meint ein Essener. Und auch eine belgische Reisegruppe habe nicht erwartet, dass die Landschaft so schön sei. Für den einen oder anderen sei es sogar mittlerweile ein ganz besonderes Reiseziel mit tollen Seen, Ausflugsmöglichkeiten und viel Kultur.

Trotzdem nehmen die Wenigsten das Ruhrgebiet heute so wahr. Wer keine Verbindung zum Revier hat oder je dort gewesen ist, folgt mit seiner Meinung häufig den hartnäckigen Klischees.

Ist das der Grund warum es hier bisher kaum zur Gentrifizierung gekommen ist? Das Image spielt sicherlich eine Rolle, doch geht man bei einer Gentrifizierung doch eigentlich von einem recht schlechten Image eines Viertels als Ausgangssituation aus. Somit müsste das Ruhrgebiet, beziehungsweise Stadtteile dessen, sich geradezu perfekt für eine Wandlung in Form der Gentrifizierung eignen.

Eine weitere Voraussetzung für eine Gentrifizierung ist ein angespannter Wohnungs- und Immobilienmarkt und ein solcher ist im Ruhrgebiet nicht flächendeckend vorhanden. Doch um dem Revier neue Perspektiven zu eröffnen, wünschen Viele einen solchen Wandel bestimmter Stadtteile. Auch in der Landesinitiative „Creative.NRW“ und in der Wirtschaftsförderung „Metropole Ruhr“ versuchte man seit vielen Jahren Methoden zu finden, dass junge Kreative zur Aufwertung alter Stadtquartiere beitragen. Abgesehen von einem angespannten Wohnungsmarkt sind eine weitere Ausgangslage für Gentrifizierung heruntergekommene Stadtteile. Hiervon gibt es im Ruhrgebiet mehr als genug, und dennoch fehlen zumeist die für eine Gentrifizierung notwendigen Rahmenbedingungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Problem der Gentrifizierung in deutschen Großstädten ein und formuliert die zentrale Fragestellung, warum dieses Phänomen im Ruhrgebiet und spezifisch in Dortmund kaum in klassischer Form auftritt.

2. Begriffserklärung und Ablauf der Gentrifizierung: In diesem Kapitel werden der Begriff Gentrifizierung definiert sowie theoretische Phasenmodelle, insbesondere der Invasions-Sukzessions-Zyklus nach Clay, erläutert.

3. Gentrifizierung im Ruhrgebiet: Hier wird die regionale Besonderheit des Ruhrgebiets und der Stadt Dortmund analysiert, wobei anhand der Beispiele Phoenix-See und Nordstadt die Hürden und spezifischen Ausprägungen von Aufwertungsprozessen diskutiert werden.

4. Fazit und Zukunftsprognose: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, kritisiert die Anwendbarkeit starrer Phasenmodelle auf das Dortmunder Stadtgebiet und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung unter Einbeziehung städtischer Förderprojekte.

Schlüsselwörter

Gentrifizierung, Ruhrgebiet, Dortmund, Nordstadt, Phoenix-See, Stadtentwicklung, Invasions-Sukzessions-Zyklus, Wohnungsmarkt, Strukturwandel, Verdrängung, Pioniere, Gentrifier, nordwärts, Immobilienwirtschaft, Soziale Mischung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Definition von Gentrifizierung und untersucht die Gründe, warum dieses Phänomen im Ruhrgebiet, und speziell in Dortmund, untypisch oder nur sehr abgeschwächt auftritt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition und der Ablauf von Gentrifizierung, die strukturellen Gegebenheiten des Ruhrgebiets sowie eine detaillierte Betrachtung der Stadtteilentwicklungen in Hörde und der Dortmunder Nordstadt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der theoretischen Erwartung einer Gentrifizierung (aufgrund von Leerstand und sanierungsbedürftiger Bausubstanz) und der tatsächlichen städtebaulichen Realität im Ruhrgebiet zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die Fachliteratur sowie aktuelle Quartiersanalysen und Internet-Ressourcen heranzieht, um die Hypothesen zur Gentrifizierung im lokalen Kontext zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden das Ruhrgebiet allgemein, die Stadt Dortmund sowie spezifisch der Phoenix-See als Beispiel für eine induzierte Aufwertung und die Nordstadt als Beispiel für einen trotz Potenzialen ausbleibenden Gentrifizierungsprozess analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gentrifizierung, Stadtentwicklung, Dortmund, Nordstadt und Phoenix-See geprägt.

Warum wird der Phoenix-See als Ausnahme betrachtet?

Der Phoenix-See stellt eine Ausnahme dar, da hier durch die Schaffung eines künstlichen Naherholungsgebiets eine gezielte Aufwertung auf einer Industriebrache stattfand, die jedoch nicht dem klassischen, spontanen Gentrifizierungsmodell folgt.

Welche Rolle spielt die Nordstadt in der Analyse?

Die Nordstadt dient als Gegenbeispiel: Trotz vorhandener Altbausubstanz und niedriger Mieten kommt es dort aufgrund sozioökonomischer Probleme und fehlender Attraktivität für die Zielgruppe der "Kreativen" nicht zu einer Gentrifizierung.

Welchen Einfluss hat das Projekt "nordwärts" auf die Prognose?

Das Projekt soll zur Imagesteigerung und Stabilisierung der nördlichen Stadtbezirke beitragen, wobei der Autorin zufolge eine kurz- oder mittelfristige Lösung der sozialen Probleme und damit eine Gentrifizierung eher unrealistisch erscheint.

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Detalles

Título
Gentrifizierung - ein gesellschaftliches Problem. Warum kommt es im Ruhrgebiet in Städten wie Dortmund kaum zur Gentrifizierung?
Universidad
EBZ Business School – University of Applied Sciences
Calificación
1,3
Autor
Sina Schulze (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
19
No. de catálogo
V444925
ISBN (Ebook)
9783668827486
ISBN (Libro)
9783668827493
Idioma
Alemán
Etiqueta
Ruhrgebiet Dortmund Phönixsee Nordstadt Gentrifizierung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sina Schulze (Autor), 2017, Gentrifizierung - ein gesellschaftliches Problem. Warum kommt es im Ruhrgebiet in Städten wie Dortmund kaum zur Gentrifizierung?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/444925
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