Im Bereich der Rehabilitation sind Themen, wie das Qualitätsmanagement und die Qualitätssicherung, von besonderer Bedeutung. Das Ziel der Qualitätssicherung in der Rehabilitation ist durch ein breites Spektrum an
Instrumenten zugänglich. Dies wird anhand von Expertenrunden erlangt. Diese Expertenrunden erzielen Strukturvorgaben, sichern die Strukturqualität und ermöglichen Prozessmanagementmaßnahmen. Außerdem gehören zu diesen Expertenrunden auch die Evaluationen und Benchmarking-Aktivitäten. Einen besonderen Punkt beinhaltet die Ergebnisqualität. Hier ist die selbstbestimmte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft ein entscheidendes Kriterium. Des Weiteren kommen auch die Wirksamkeit und die Wirtschaftlichkeit als Qualität in Betracht. Darüber hinaus ist im Sinne des SGB IX die Prozessqualität zu behandeln.
Die Prozessqualität befasst sich mit der Koordination und Kooperation der Akteure. Für den gesamten Prozess ermöglicht dies einen modalen Ansatz. Dabei werden inhaltlich die Bedarfserkennung der Rehabilitation, die Leistung zur Teilhabe und die Zusammenwirkung sowie Sicherstellung der beruflichen (Re-)Integration analysiert. Eine der besten Strategien für die Vorbeugung der Qualitätsprobleme ist die Befragung der Rehabilitanden und Mitarbeiter sowie des Peer-Reviews. Dabei spielen die Sichtweisen der Rehabilitanden und der Mitarbeiter eine besondere Rolle, da mittels der Teilnahme an der kontinuierlichen Befragung durch Fragebögen die einzelnen Aspekte analytisch betrachtet werden können. Diese Ergebnisse bilden die wichtigste Grundlage für präventive Maßnahmen und Lösungsvorschläge.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Qualitätsmanagement in der medizinischen Rehabilitation
2.1 Qualität in der medizinischen Rehabilitation
2.1.1 Wirksamkeit und Nutzen
2.1.2 Gesetzesnorm
2.1.3 Qualitätssichernde Verfahren
3 Qualitätsprobleme in der Rehabilitation
3.1 Aus der Sicht der Rehabilitanden – Rehabilitandenzufriedenheit
3.2 Aus der Sicht der Experten – Peer Review
3.3 Aus der Sicht der Mitarbeiter- Mitarbeiterbefragung
3.4 Hygienemanagement in der Rehabilitation
3.5 Wartezeit in der Rehabilitation
4 Fazit und Ausblick
A Anhang A: interne und externe Qualitätsmanagement
A.1 einrichtungsinterne Qualitätsmanagement
A.2 einrichtungsexterne Qualitätsmanagement
B Anhang B: Aufbau der Fragebögen
B.1 Patientenfragebogen
B. 2 Mitarbeiterfragebogen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Qualitätsprobleme im Bereich der medizinischen Rehabilitation in Deutschland zu analysieren und praxisbezogene Lösungsansätze zu entwickeln. Dabei wird insbesondere untersucht, wie Qualitätsmanagement und Risikomanagement dazu beitragen können, die Wirksamkeit und Effizienz rehabilitativer Leistungen zu verbessern und Fehlerquellen zu minimieren.
- Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung in der Rehabilitation
- Analyse von Qualitätsproblemen aus verschiedenen Perspektiven (Rehabilitanden, Experten, Mitarbeiter)
- Methoden der Qualitätserhebung durch Fragebögen und Peer-Reviews
- Hygienemanagement als wesentlicher Faktor der Prozessqualität
- Optimierung von Wartezeiten und Integrationsmaßnahmen
Auszug aus dem Buch
3.1 Aus der Sicht der Rehabilitanden – Rehabilitanden Zufriedenheit
Es gibt bereits erstellte und vorgeschriebene Fragebögen zur Qualitätsbewertung für die Rehabilitanden. Hierbei haben die Rehabilitanden die Möglichkeit an der Befragung des Fragebogens teilzunehmen. Neben der Zufriedenheit in der Rehabilitationseinrichtung werden auch einzelne Aspekte in Frage gestellt. Hierbei beruht der Fragebogen auf die Betreuung, Behandlung, Schulung und den Therapieabläufen sowie der Vorbereitungszeit nach der Rehabilitation. Es erfolgt eine kontinuierliche Befragung, indem monatlich ca. 20 Patienten der jeweiligen Rehabilitationseinrichtung zufällig befragt werden. Dabei werden die Rehabilitanden in einem Zeitraum zwischen acht bis zwölf Wochen über postalischem Wege angeschrieben und anhand des Fragebogens über ihre Einschätzung der Rehabilitationseinrichtung befragt.
Es werden im Jahr ca. 125.000 Fragebögen versendet. Beachtlicher Weise weisen die Fragebögen Unterschiede auf. So sind diese Fragebögen nach der Rehabilitationsabteilung eingruppiert. Für körperliche und psychische Erkrankungen, für stationäre und ambulante Rehabilitation und für Kinder und Jugendliche gibt es Fragebögen, die nach dieser Art unterteilt werden. Dabei werden die Fragebögen anhand von Schulnotenvergabe seitens der Rehabilitanden bewertet. Wird auf der Skala eine „1“ vergeben, basiert dies auf einer sehr guten Leistung, während eine auf der Skala vergebene „5“ auf einer schlechten Leistung basiert. Laut der Abbildung 2 ist erkennbar, dass die Zufriedenheit der Rehabilitanden im stationären Rehabilitationsbereich als eine gute Leistung anzusehen ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Qualitätsprobleme in der deutschen Rehabilitation ein und skizziert den Aufbau der Facharbeit inklusive der betrachteten Lösungsansätze.
2 Qualitätsmanagement in der medizinischen Rehabilitation: Es werden die gesetzlichen Grundlagen des Qualitätsmanagements nach SGB IX erläutert und die Bedeutung von Wirksamkeit, Nutzen und qualitätssichernden Verfahren in Reha-Einrichtungen beschrieben.
3 Qualitätsprobleme in der Rehabilitation: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Problemfelder wie Patientenzufriedenheit, Experten-Peer-Reviews, Mitarbeiterbefragungen, Hygienemanagement und Wartezeiten unter Verwendung aktueller Daten.
4 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Betrachtung der Handlungsphasen und Diskussion strategischer Ansätze wie das Vieraugenprinzip oder ein patienten- und mitarbeiterorientiertes Risikomanagement zur Qualitätsverbesserung.
Schlüsselwörter
Qualitätsmanagement, Rehabilitation, Qualitätssicherung, Rehabilitandenzufriedenheit, Peer-Review, Mitarbeiterbefragung, Hygienemanagement, Risikomanagement, SGB IX, Effektivität, Effizienz, Prozessqualität, Ergebnisqualität, Teilhabe, Gesundheitswesen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Qualitätssicherung und bestehenden Qualitätsproblemen in der medizinischen Rehabilitation in Deutschland sowie deren möglicher Behebung durch systematisches Management.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zu den Schwerpunkten gehören das Qualitätsmanagement nach gesetzlichen Vorgaben, die verschiedenen Erhebungsmethoden (Fragebögen, Peer-Review) sowie spezifische Bereiche wie Hygiene und Wartezeitmanagement.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Identifizierung von Schwachstellen in der Rehabilitationsqualität und die Herleitung von praxisnahen Lösungsstrategien für Einrichtungen und Leistungsträger.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?
Die Arbeit basiert auf einer Analyse bestehender Fachliteratur, Berichten von Rehabilitations-Datenbanken (z.B. BAR) und der Auswertung von Ergebnissen aus Patienten- und Mitarbeiterbefragungen.
Welche Inhalte umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, die Analyse der Qualität aus Sicht der Akteure (Patienten, Experten, Mitarbeiter) und die Bewertung von Hygienemaßnahmen und Wartezeiten.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die zentralen Begriffe sind Qualitätsmanagement, medizinische Rehabilitation, Qualitätssicherung, Rehabilitandenzufriedenheit und Risikomanagement.
Wie unterscheidet sich die Qualitätserhebung zwischen Patienten und Experten?
Während bei Patienten die subjektive Zufriedenheit mittels Schulnoten-Skalen erhoben wird, erfolgt die Begutachtung durch Experten via anonymisierte Peer-Reviews von Entlassungsberichten anhand standardisierter Checklisten.
Welche Rolle spielt das Hygienemanagement für die Reha-Einrichtungen?
Das Hygienemanagement ist für die Rechtssicherheit und die Patientensicherheit essenziell, wobei insbesondere der Umgang mit multiresistenten Erregern (MRE) durch die Gründung von Expertengremien und die Erstellung von Hygieneplänen geregelt wird.
Welche Herausforderungen bestehen laut Mitarbeiterbefragung?
Die Ergebnisse zeigen Verbesserungsbedarf bei der internen Kommunikation, Organisation und Führung sowie bei der Bezahlung und den Weiterbildungsmöglichkeiten.
Was schlägt der Autor zur Verbesserung der Nachsorge vor?
Der Autor empfiehlt die Etablierung von Beratungsstellen, Aufbaukursen oder regelmäßige Hausbesuche durch Förderer, um Rehabilitanden nach der Entlassung besser in den Alltag zu integrieren.
- Arbeit zitieren
- Aylin Aydogan (Autor:in), 2018, Qualitätsmanagement und Qualitätsprobleme in der medizinischen Rehabilitation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/444973