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Vor- und Nachteile des Paarinterviews als Erhebungsinstrument partnerschaftlichen Erfolgs

Titre: Vor- und Nachteile des Paarinterviews als Erhebungsinstrument partnerschaftlichen Erfolgs

Dossier / Travail , 2018 , 20 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Maria Korosteljow (Auteur)

Sociologie - Généralités et fondements
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Beziehungen sind und bleiben eines der fundamentalsten sozialen Konstrukte im Leben eines Menschen. Von Eltern-Kind-Beziehungen, über zu Geschwisterverhältnissen, Freundschaftsbeziehungen bis hin zum Umgang des Individuums mit sich selbst, spielen Beziehungen und ihre variablen Facetten eine wichtige Rolle in der Soziologie und in der Sozialforschung. Die Paarbeziehung, als Fundament der menschlichen Zivilisation, rückt
dabei gerade in den letzten Jahrzehnten immer stärker in den Forschungsfokus von Soziologen*innen, Psychologen*innen und Sozialforscher*innen. Dabei formen die jeweiligen Forschungsergebnisse nicht nur Methoden der Paartherapie, sondern auch Bereiche der Pädagogik, Familienforschung und anderer Forschungsbereiche. Eine noch recht frische und gerade in Deutschland unerforschte Methodik in der Paarforschung sind die Paarinterviews, als Teil der qualitativen Forschung. Paarinterviews als eine Mischform zwischen dem narrativem Interview und Gruppeninterview bieten dabei eine gute Möglichkeit für die Erfassung von Interaktionen zwischen Paaren, deren Performance und Selbstwahrnehmung als Paar.

Paarbeziehungen nehmen eine besondere Stellung in der Lebenszufriedenheit und dem Selbstbewusstsein eines Individuums ein. Glück und Harmonie innerhalb einer Liebesbeziehung nehmen dabei eine überaus wichtige Rolle in der Lebensgestaltung ein und prägen damit das gesamte Leben. Dabei ist der Einfluss einer glücklichen Beziehung auf die weiteren Lebensdimensionen eines Individuums wie Gesundheit, Beruf, soziale Netzwerke praktisch grenzenlos. Mit diesem Gedanken stellen sich die Fragen, was es braucht um eine erfolgreiche Partnerschaft zu führen, wie man dies evaluieren könnte und welche Rolle Paarinterviews dabei als Methode der qualitativen Sozialforschung einnehmen können.

Im Rahmen dieser Hausarbeit möchte ich genau diesen Fragen nachgehen und untersuchen in wieweit sich Paarinterviews zur Evaluation von partnerschaftlichem Erfolg eignen, dabei wird der Fokus nicht ausschließlich auf romantische Paarbeziehungen gelegt. Zu Beginn stelle ich das Paarinterview als Teil der qualitativen Sozialforschung vor. Nachdem die Methodik im Detail erläutert und von themenverwandten Forschungsmethoden abgegrenzt wurde, geht es um die Paarforschung in der Soziologie.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Paarinterview

2.1 Definition

2.2 Methodik und Ablauf

3. Die Paarforschung in der Soziologie

3.1 Historie

3.2 „doing couple“ und Paarperformance

3.3 Kriterien der Partnerschaftsqualität

4. Interviewbeispiel mit Erläuterung der Verfahrensschritte

5. Vor- und Nachteile des Verfahrens

6. Fazit

7. Transkript

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung des Paarinterviews als qualitatives Erhebungsinstrument zur Evaluation partnerschaftlichen Erfolgs. Dabei wird analysiert, inwieweit diese Methode Einblicke in Paardynamiken, Wirklichkeitskonstruktionen und die Partnerschaftsqualität ermöglicht, während gleichzeitig die spezifischen methodischen Herausforderungen und Chancen beleuchtet werden.

  • Methodische Grundlagen des Paarinterviews in der qualitativen Sozialforschung.
  • Theoretische Verankerung der Paarforschung, einschließlich der Konzepte „doing couple“ und Paarperformance.
  • Identifikation relevanter Variablen zur Bestimmung von Partnerschaftsqualität und -stabilität.
  • Analyse eines praktischen Interviewbeispiels mittels Sequenzanalyse.
  • Reflexion der Vor- und Nachteile des Paarinterviews als Erhebungsinstrument.

Auszug aus dem Buch

3.2 „doing couple“ und Paarperformance

Als fundamentale Dimensionen einer Paarbeziehung gelten die soziologischen Konstrukte des „doing couple“ und der Paarperformance. Diese Dimensionen sind es auch die innerhalb eines Paarinterviews Aufschluss über die Paardynamiken und die Partnerschaftsqualität geben können.

Während das „doing couple“ hautsächlich die internen Dynamiken der Paarbeziehung beschreiben, geht es bei der Paarperformance um die Darstellung des Paares nach außen. Im Idealfall befinden sich die Kriterien und Dimensionen des „doing couple“, wie der komplette Umgang des Paares untereinander, in einem Einklang mit der Paarperformance. Es wird also unterschieden zwischen der Paarpraxis und der Darstellung der Paarpraxis im Interview. Dabei bieten Paarinterviews einen interessanten Einblick:

„Es liefert einen Einblick in die beobachtbare konkrete Paarpraxis und in die Darstellung der Praxis im Interview als doing couple, aber auch als doing gender, doing family, doing recognition und doing inequality. Mit dem relationalen Blick auf Individuen-in Paarbeziehungen lässt sich also das doing sowie die Darstellung des doing in verschiedenen Facetten und damit die Prozesshaftigkeit und Dynamik des Sozialen ausschnitthaft beobachten.“ (Wimbauer/Motakef 2017: 18)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Paarbeziehungen als soziales Konstrukt ein und stellt das Paarinterview als noch junge, aber vielversprechende Methode der qualitativen Sozialforschung zur Untersuchung partnerschaftlicher Dynamiken vor.

2. Das Paarinterview: Das Kapitel definiert das Paarinterview als Mischform zwischen narrativem und leitfadengestütztem Interview und erläutert den methodischen Ablauf sowie die Bedeutung der teilnehmenden Beobachtung im Kontext des Beziehungsalltags.

3. Die Paarforschung in der Soziologie: Hier wird die historische Entwicklung der Paarforschung nachgezeichnet und zentrale theoretische Konzepte wie „doing couple“, Paarperformance sowie Kriterien der Partnerschaftsqualität und -stabilität erörtert.

4. Interviewbeispiel mit Erläuterung der Verfahrensschritte: Anhand einer Sequenzanalyse eines realen Paarinterviews werden die zuvor theoretisch eingeführten Variablen (Stress, Kommunikation, Sex) sowie das Konzept des „doing couple“ auf das untersuchte Paar angewendet.

5. Vor- und Nachteile des Verfahrens: Dieses Kapitel kritisch reflektiert das Paarinterview, wobei insbesondere die Herausforderung durch die „Präsentationsfassade“ und die Rolle der Identitätskonstruktion im Spannungsfeld zwischen Individuum und Paar diskutiert werden.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hält fest, dass das Paarinterview trotz methodischer Schwächen tiefe Einblicke in Paardynamiken gewährt, auch wenn es keine absolute objektive Wahrheit liefern kann.

7. Transkript: Der Anhang enthält das wörtliche Transkript des in der Arbeit analysierten Paarinterviews zur Veranschaulichung der methodischen Anwendung.

Schlüsselwörter

Paarinterview, Qualitative Sozialforschung, Partnerschaftsqualität, Doing Couple, Paarperformance, Paarforschung, Sequenzanalyse, Wirklichkeitskonstruktion, Partnerschaftsstabilität, Dyadische Daten, Beziehungsdynamik, Kommunikation, Machtunterschiede, Präsentationsfassade, Teilnehmende Beobachtung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Nutzung von Paarinterviews als Erhebungsinstrument innerhalb der qualitativen Sozialforschung, um partnerschaftlichen Erfolg und Beziehungsqualität zu evaluieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die methodische Durchführung von Paarinterviews, die soziologische Paarforschung, Konzepte wie „doing couple“ und die Bestimmung von Partnerschaftsqualität durch Variablen wie Stress und Kommunikation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Eignung des Paarinterviews zur Messung von partnerschaftlichem Erfolg zu prüfen und dessen Vor- und Nachteile in der Anwendung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie eine praktische Sequenzanalyse eines selbst durchgeführten Paarinterviews.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Definition des Paarinterviews, die theoretische Einbettung in die Soziologie, die praktische Analyse eines Interviewbeispiels und eine kritische Reflexion des Verfahrens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Paarinterview, Partnerschaftsqualität, „doing couple“, Paarperformance, Beziehungsdynamik und qualitative Sozialforschung.

Welche Rolle spielt die „Präsentationsfassade“ in Paarinterviews?

Sie stellt eine erhebliche methodische Hürde dar, da Paare dazu neigen, sich innerhalb des Interviews idealisiert darzustellen, was die objektive Analyse von Beziehungsproblemen erschweren kann.

Warum ist das Konzept des „doing couple“ so bedeutsam für die Analyse?

Es hilft zu verstehen, wie Paare ihre Beziehung aktiv herstellen, aufrechterhalten und nach außen hin performen, was Rückschlüsse auf die internen Machtverhältnisse und die Einheitskonstitution zulässt.

Inwieweit kann ein Paarinterview absolute Wahrheiten über eine Beziehung liefern?

Laut Autorin können Paarinterviews keine absolute „evaluierte Wahrheit“ liefern, sondern dienen eher als Spiegel der komplexen Dynamiken und Sichtweisen des Paares.

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Résumé des informations

Titre
Vor- und Nachteile des Paarinterviews als Erhebungsinstrument partnerschaftlichen Erfolgs
Université
Bielefeld University
Note
2,3
Auteur
Maria Korosteljow (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
20
N° de catalogue
V445013
ISBN (ebook)
9783668819382
ISBN (Livre)
9783668819399
Langue
allemand
mots-clé
vor- nachteile paarinterviews erhebungsinstrument erfolgs
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Maria Korosteljow (Auteur), 2018, Vor- und Nachteile des Paarinterviews als Erhebungsinstrument partnerschaftlichen Erfolgs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/445013
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