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Flexion versus Derivation. Morphologie, Morphemtypen, Abgrenzungskriterien

Título: Flexion versus Derivation. Morphologie, Morphemtypen, Abgrenzungskriterien

Trabajo de Seminario , 2017 , 22 Páginas , Calificación: 3

Autor:in: Marlene Untersteiner (Autor)

Filología alemana - Lingüística
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Im Zuge der Lehrveranstaltung und des darin enthaltenen Referats „Flexionsmorphologie des Deutschen“ beschäftigte ich mich mit dem interessanten Thema der Flexion und der Derivation. Diese beiden Kategorien sind auf den ersten Blick sehr unterschiedlich, doch auf den zweiten Blick und mit Zugabe von einigen nicht klaren Beispielen scheint die Unterscheidung nicht mehr ganz eindeutig zu sein.
Ich möchte in dieser Arbeit versuchen, einige Regeln aufzustellen, die eine Trennung von Flexion und Derivation erleichtern sollten. Meist scheint es oft intuitiv klar zu sein, um welche Erscheinung es sich bei bestimmten Beispielen handelt. Um jedoch zu überprüfen, ob es sich wirklich, wie vermutet, um Derivation oder Flexion handelt, wurden im Laufe der Jahre unterschiedliche Regeln, Bedingungen, Begründungen und Eigenschaften aufgestellt. Meist jedoch taucht nach der Abgrenzungsregel sofort eine Ausnahme auf, die die Bedingung nicht zu hundert Prozent als hilfreich erscheinen lässt.
Ich möchte in dieser Arbeit mit den Grundlagen beginnen und zuerst in Kürze und nur das Wichtigste betreffend, die Morphologie näher erläutern, Morphemtypen kategorisieren und kurz auf Flexion und Derivation getrennt eingehen. Danach werde ich unterschiedliche Regeln und Hilfen aufzeigen, die eine Unterscheidung möglich machen und erleichtern. In einigen weiteren Kapiteln werde ich auf die drei Beispiele Komparation, Partizip I und Partizip II eingehen und versuchen, anhand der aufgestellten Regeln, diese Beispiele der Flexion oder der Derivation zuzuordnen. Am Ende der Arbeit werde ich die wichtigsten Punkte noch einmal zusammenfassen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen

2.1 Morphologie

2.2 Morphemtypen

2.3 Flexion

2.4 Derivation

3. Abgrenzungskriterien

3.1 Verbindung mit Wortklassen

3.2 Position im Wort

3.3 Prädiktabilität

3.4 Wortgrenzen

3.5 Ersetzbarkeit

3.6 Parallelismus

3.7 Was sagt Duden?

4. Derivation oder Flexion?

4.1 Komparation

4.2 Partizip I und Partizip II

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, klare Kriterien zur Unterscheidung zwischen Flexion und Derivation in der deutschen Sprache zu identifizieren, da die Abgrenzung dieser Kategorien oft schwierig ist. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche morphologischen Merkmale und Bedingungen eine zuverlässige Trennung dieser beiden Prozesse ermöglichen, unter besonderer Berücksichtigung schwieriger Fälle.

  • Grundlagen der Morphologie und Morphemtypen
  • Erarbeitung und Analyse von Abgrenzungskriterien (Position, Prädiktabilität, Parallelismus etc.)
  • Analyse der Komparation als Grenzfall zwischen Flexion und Derivation
  • Untersuchung von Partizip I und Partizip II im Hinblick auf ihre morphologische Zuordnung

Auszug aus dem Buch

3.2 Position im Wort

„Grammatische Morpheme nehmen innerhalb des Wortes die äußere Position ein, Derivationsmorpheme die innere.“ (Wurzel 1984: 41)

Wurzel als auch Elsen geben an, dass Derivationsaffixe in einem komplexen Wort die innere Position, Flexionsaffixe die äußere Position einnehmen. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jedes Morphem, das die äußere Position einnimmt, ein Flexions- und jedes Morphem in der inneren Position ein Derivationsmorphem ist. Bei dem Wort frei-est-er finden wir zwei grammatische Morpheme vor, frei-heit-lich dagegen besteht aus zwei Derivationsmorphemen. (vgl. Wurzel 1984: 41, Elsen 2011: 135)

Wurzel jedoch gibt an, dass Wörter wie Kind-er-chen, löch-er-ig, weib-er-haft oder dame-n-haft mit diesem Kriterium nicht vereinbar sind und es somit zahlreiche Gegenbeispiele zu dieser Regel gibt. Elsen widerlegt dies jedoch, denn hierbei handelt es sich um sogenannte Fugenelemente, die ursprünglich Flexive waren, heute jedoch keine Flexionsbedeutung mehr tragen. Nur in ganz wenigen Fällen, wie bei Landesverteidigung oder Länderverteidigung, die aber als lexikalisiert gelten können, ist es der Fall, dass Fugen flexivische Bedeutung aufweisen. So bilden diese Wörter, wie zuvor von Wurzel behauptet, keine Ausnahme zum zweiten Abgrenzungskriterium. (vgl. Wurzel 1984: 41, Elsen 2011: 135)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation für das Thema Flexion versus Derivation und skizziert den Aufbau sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Grundlagen: Dieses Kapitel führt in die morphologischen Grundlagen ein, definiert relevante Begriffe wie Morphemtypen und grenzt Flexion sowie Derivation voneinander ab.

3. Abgrenzungskriterien: Es werden verschiedene wissenschaftliche Kriterien zur Unterscheidung von Flexion und Derivation vorgestellt und kritisch beleuchtet.

4. Derivation oder Flexion?: Die erarbeiteten Kriterien werden praktisch auf die problematischen Fälle der Komparation sowie des Partizip I und Partizip II angewendet.

5. Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Schwierigkeiten der Abgrenzung zusammen und konstatiert, dass trotz fließender Übergänge die Unterscheidung der Verfahren sinnvoll bleibt.

Schlüsselwörter

Morphologie, Flexion, Derivation, Morphem, Wortbildung, Komparation, Partizip, Abgrenzungskriterien, Flexionsmorphologie, Wortbildungslehre, Sprachwissenschaft, grammatische Morpheme, Lexikalisierung, Parallelismus, Prädiktabilität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der differenzierten Unterscheidung zwischen Flexion und Derivation in der deutschen Morphologie, die in der linguistischen Praxis oft eine Herausforderung darstellt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die Definition grundlegender morphologischer Begriffe, die Herleitung von Abgrenzungskriterien und deren Anwendung auf sprachliche Grenzfälle.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Regeln und Kriterien zu finden, die eine Trennung von Flexion und Derivation erleichtern und die Zuordnung von schwierigen Beispielen ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse und Diskussion existierender linguistischer Fachliteratur, um Kriterien wie Position im Wort, Prädiktabilität und Parallelismus kritisch auf konkrete sprachliche Beispiele anzuwenden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Nach der theoretischen Grundlegung und der Vorstellung der Kriterien erfolgt eine detaillierte Untersuchung der Komparation sowie des Partizip I und Partizip II unter Anwendung dieser Kriterien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Morphologie, Flexion, Derivation, Wortbildung, Komparation, Partizipien und linguistische Abgrenzungskriterien.

Warum wird die Komparation im Text als spezieller Grenzfall betrachtet?

Die Komparation weist Merkmale auf, die sowohl für die Flexion als auch für die Wortbildung (Derivation) sprechen können, weshalb ihre eindeutige Zuordnung in der Literatur umstritten ist.

Welche Rolle spielen die Partizipien bei der Untersuchung?

Partizipien werden als komplexe Grenzfälle analysiert, da sie Eigenschaften von Verbformen (Flexion) mit Merkmalen von Adjektiven (teilweise Derivation) kombinieren.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Flexion versus Derivation. Morphologie, Morphemtypen, Abgrenzungskriterien
Universidad
University of Salzburg
Calificación
3
Autor
Marlene Untersteiner (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
22
No. de catálogo
V445021
ISBN (Ebook)
9783668817609
ISBN (Libro)
9783668817616
Idioma
Alemán
Etiqueta
Flexion Derivation Flexionsmorphologie Morphologie Linguisitk
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marlene Untersteiner (Autor), 2017, Flexion versus Derivation. Morphologie, Morphemtypen, Abgrenzungskriterien, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/445021
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