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Wo ist der Niels Bohr der Philosophie? Eine philosophische Betrachtung des Leib-Seele-Problems

Título: Wo ist der Niels Bohr der Philosophie? Eine philosophische Betrachtung des Leib-Seele-Problems

Ensayo , 2018 , 15 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Götz-Ulrich Luttenberger (Autor)

Filosofía - Filosofía del siglo XX
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Ist der Bereich physischer Phänomene kausal geschlossen? Diese Frage stellt sich virulent im Zusammenhang mit dem Leib-Seele-Problem. Obwohl sich Denker von der Antike bis in unsere Tage mit den Fragen beschäftigen, wie Leib und Seele beziehungsweise Körper und Geist einander bedingen können, gibt es nach wie vor keine allseits konsensfähige Lösung.

Am derzeitigen Ende einer ausschließlich naturwissenschaftlich nachvollziehbaren Entwicklungsgeschichte steht der Mensch, der neben seinen körperlichen Potenzialen auch über geistige, gefühlsmäßige und seelische Kräfte verfügt. Geht man von einer kohärenten physikalisch-chemisch-biologischen Evolutionsgeschichte aus, dann führt eine ununterbrochene Kausalkette vom Sonnenstaub, über die Entstehung der irdischen Elemente, den organischen Bausteinen des Lebens zu den Pflanzen, den Tieren und dem Menschen. Auf den Punkt gebracht hat das Seelisch-Geistige seinen Ursprung also im Körperlichen, mögen noch so viele Milliarden Jahre zwischen Ursprung und Wirkung dazwischen liegen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Ist der Bereich physischer Phänomene kausal geschlossen?

2 Das Physische – ein geschlossenes System? Ausgewählte Stimmen

2.1 Platon

2.2 Die Stoa

2.3 Thomas von Aquin

2.4 René Descartes

2.5 Baruch de Spinoza

2.6 Materialisten, Reduktionisten und so weiter

3 Das Physische – kein geschlossenes System! Die eigene Position

3.1 Aus Staub wird Freude – die Evolution des Menschen aus der Anorganik

3.2 Die Figur der „Erklärungslücke“ – ein untauglicher Versuch

3.3 Der Alte würfelt doch!

4 Und die Philosophie – warum hält sie an einem geschlossenen Bereich des Physischen fest?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit befasst sich mit dem Bieri-Trilemma und hinterfragt kritisch die These von der kausalen Geschlossenheit des physischen Bereichs. Ziel ist es, aufzuzeigen, dass sowohl die biologische Evolutionsgeschichte als auch Erkenntnisse der modernen Quantenphysik gegen eine solche Geschlossenheit sprechen und die Philosophie ihre diesbezügliche Haltung überdenken sollte.

  • Das Leib-Seele-Problem im Kontext des Bieri-Trilemmas
  • Kritische Auseinandersetzung mit der kausalen Geschlossenheit der physischen Welt
  • Evolutionäre Perspektive auf die Entstehung des Mentalen aus der Anorganik
  • Widerlegung der „Erklärungslücke“ als Argument für Materialismus
  • Einfluss der Quantenphysik auf das Determinismus-Paradigma

Auszug aus dem Buch

3.1 Aus Staub wird Freude – die Evolution des Menschen aus der Anorganik

Soweit wir wissen, entstand das Universum vor 13,7 Milliarden, unser Sonnensystem vor 4,7 Milliarden Jahren aus dem Staub erloschener Supernovae. Am Anfang war eine riesige Nebelwolke aus Wasserstoff und Helium, aus der weitere Elemente durch Kernfusion entstanden sind. Die Urstoffe der Erde sind Silikate und Eisen, die aufgrund der enormen Gravitationshitze ganz am Anfang in flüssiger Schmelze vorlagen. Wie Vieles aus der frühen Erdgeschichte liegen auch die Umstände, wie sich eine Hydrosphäre vor 4 Milliarden Jahren bildete, noch im Dunkeln.

In unserem Zusammenhang ist nur wichtig, dass die modernen Naturwissenschaften entgegen Isaac Newton von einer kausal schlüssigen Entwicklung der Erd- und Menschheitsgeschichte von den Anfängen bis heute ausgehen. Während Newton meinte, Gottes Schöpfung bedürfe immer wieder eines göttlichen Nachjustierens, spottete Leibniz, dass nach Newton und seinen Anhängern der Schöpfergott ab und zu seine Uhr aufziehen müsse. Für Leibniz dagegen konnte sich Gott nach dem Schöpfungsakt aus dem Weltgeschehen zurückziehen, weil „diese wirkliche Welt besser sein muss als alle anderen möglichen Welten“. Die reale Welt war also so perfekt, dass Gott sie sich selbst überlassen konnte.

Mit Leibniz kann man deshalb von einem physikalisch und chemisch konsistenten Entwicklungsverlauf ausgehen, in dem aus anorganischen Elementen die Bausteine des Lebens entstanden sind. Das ist jedenfalls auch die gemeinsame Auffassung der modernen Naturwissenschaften, die sich freilich über die Details der einzelnen Entwicklungsschritte nicht einig sind. Darauf kommt es hier jedoch nicht an; es genügt für die vorliegende Argumentation, dass sich das organische Leben im Laufe der Erdgeschichte aus anorganischer Materie ausschließlich nach physikalisch-chemischen Gesetzen entwickelt haben kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Ist der Bereich physischer Phänomene kausal geschlossen?: Einführung in das Leib-Seele-Problem anhand des Bieri-Trilemmas und Vorstellung der zentralen Forschungsfrage zur Infragestellung der kausalen Geschlossenheit.

2 Das Physische – ein geschlossenes System? Ausgewählte Stimmen: Historischer Abriss verschiedener philosophischer Positionen von der Antike bis zum modernen Materialismus hinsichtlich ihrer Haltung zur Geschlossenheit der physischen Welt.

3 Das Physische – kein geschlossenes System! Die eigene Position: Argumentative Darlegung, warum sowohl die biologische Evolution als auch quantenmechanische Zufallsprozesse gegen ein kausal geschlossenes physikalisches System sprechen.

4 Und die Philosophie – warum hält sie an einem geschlossenen Bereich des Physischen fest?: Kritische Reflexion darüber, warum die Philosophie trotz naturwissenschaftlicher Erkenntnisse weiterhin an der Hypothese der kausalen Geschlossenheit festhält.

Schlüsselwörter

Leib-Seele-Problem, Bieri-Trilemma, kausale Geschlossenheit, Philosophie des Geistes, Evolution, Materie, Geist, Quantenmechanik, Niels Bohr, Determinismus, Erklärungslücke, Qualia, Reduktionismus, Naturwissenschaft, Metaphysik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Leib-Seele-Problem unter dem Aspekt, ob der Bereich physischer Phänomene als kausal geschlossen betrachtet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind das Bieri-Trilemma, die Philosophie des Geistes, die Evolutionstheorie sowie die Implikationen der modernen Quantenphysik für das Verständnis von Kausalität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die These der kausalen Geschlossenheit der physischen Welt zu widerlegen und aufzuzeigen, dass sie mit unserem Wissen über die menschliche Evolution und physikalische Prozesse nicht vereinbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird eine analytische philosophische Untersuchung durchgeführt, die sich auf Literaturrecherche und die logische Prüfung der Argumente innerhalb des Bieri-Trilemmas stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert erst historisch verschiedene philosophische Standpunkte, um dann die eigene These zu begründen, dass die Entwicklung des Lebens aus anorganischer Materie und die quantenmechanische Indeterminiertheit gegen ein geschlossenes physisches System sprechen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Leib-Seele-Problem, kausale Geschlossenheit, Bieri-Trilemma, Evolution und Quantenmechanik.

Wie bewertet der Autor das Konzept der „Erklärungslücke“?

Der Autor hält die „Erklärungslücke“ für einen untauglichen Versuch, da sie lediglich ein epistemologisches Problem suggeriert, wo in Wahrheit eine offene naturwissenschaftliche Realität vorliegt.

Warum spielt Niels Bohr eine so wichtige Rolle für das Argument?

Niels Bohr wird als Symbolfigur für die Abkehr vom strikten Determinismus in der Physik angeführt, was laut Autor ein Umdenken in der Philosophie über die kausale Struktur der Welt erzwingen sollte.

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Detalles

Título
Wo ist der Niels Bohr der Philosophie? Eine philosophische Betrachtung des Leib-Seele-Problems
Universidad
University of Bamberg
Calificación
1,3
Autor
Götz-Ulrich Luttenberger (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
15
No. de catálogo
V445058
ISBN (Ebook)
9783668840591
ISBN (Libro)
9783668840607
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bieri Trilemma Niels Bohr Albert Einstein physikalisch geschlossener Bereich Leib-Seele Newton Leibniz Reduktionismus Stoa Lewis Levine Spinoza Gravitationshitze Aquin Erklärungslücke Qualia C-Fasern Moleküle Quantenmechanik Determinismus Descartes Evolution Universum
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Götz-Ulrich Luttenberger (Autor), 2018, Wo ist der Niels Bohr der Philosophie? Eine philosophische Betrachtung des Leib-Seele-Problems, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/445058
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