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Stellt die Phytotherapie eine geeignete Alternative zur medikamentösen Behandlung der Migräne dar?

Titel: Stellt die Phytotherapie eine geeignete Alternative zur medikamentösen Behandlung der Migräne dar?

Hausarbeit , 2017 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Nadja Karossa (Autor:in)

Gesundheit - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Zahlen belegen, dass mehr als 70 Prozent der Deutschen an Kopfschmerzen leiden und darunter etwa acht bis zwölf Prozent an Migräne. Um die über 250 Arten von Kopfschmerzen besser diagnostizieren zu können wurde von der International Headache Society, abgekürzt IHS, im Jahr 1988 deren Klassifizierung vorgenommen. Die Klassifizierung der IHS wurde vom International Classification of Diseases -10 (ICD-10) aufgenommen und von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) um Therapieleitlinien erweitert. Diese Klassifikation differenziert zwischen primären und sekundären Kopfschmerzen. Unter sekundären Kopfschmerzen werden Kopfschmerzen verstanden, die Symptom einer organischen Störung sind. Dazu zählen beispielsweise Kopfschmerzen bei Kopfverletzungen oder bei Blutgefäßerkrankungen. Bei primären Kopfschmerzen liegt keine organische Krankheit zu Grunde, sondern ist ein eigenständiges Leiden. Hierzu zählen Spannungskopfschmerzen, Clusterkopfschmerzen und Migräne.

Spannungskopfschmerz definiert sich durch das wiederkehrende Auftreten von Kopfschmerzen, die dumpf, drückend oder ziehend wahrgenommen werden. Bei dieser Art von Kopfschmerzen sind beide Kopfhälften in leichter bis mittelschwerer Intensität betroffen. Außerdem treten keine Begleitsymptome, wie bei der Migräne auf. Clusterkopfschmerzen hingegen treten eher seltener auf und das vor allem bei Männern. Die Schmerzen betreffen eine Seite des Kopfes und der Schmerz ist von höchster Intensität. Diese Art Kopfschmerzen treten meistens nachts und in mehreren Intervallen auf. Die Dauer beträgt 15 Minuten bis zwei Stunden. Symptome sind beispielsweise das Tränen von Auge und Nase sowie schwitzen im Gesicht. Die dritte Form der primären Kopfschmerzen ist die Migräne.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

2. Migräne

2.1 Geschichte der Migräne

2.2 Definition der Migräne

2.3 Differenzierung der Migräne

2.4 Symptomatik der Migräne

2.5 Ursachen und Triggerfaktoren

2.6 Verlauf einer Migräneattacke

3. Prophylaxe und Behandlung der Migräne

3.1 Prophylaxe ohne Medikamente

3.2 Behandlung mit Medikamenten

4. Phytotherapie

4.1 Begriffsklärung und Arbeitsweise

4.2 Behandlung von Migräne

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit der Phytotherapie bei der Behandlung von Migräne, um zu klären, ob diese als geeignete Alternative oder unterstützende Maßnahme zur konventionellen medikamentösen Therapie angesehen werden kann.

  • Grundlagen des Krankheitsbildes Migräne, inklusive Geschichte und Definition.
  • Analyse von Ursachen, Triggerfaktoren und dem typischen Verlauf von Migräneattacken.
  • Untersuchung von Prophylaxestrategien und akuten Behandlungsformen mit Medikamenten.
  • Erörterung phytotherapeutischer Ansätze und deren wissenschaftliche Evidenz bei der Migränebehandlung.
  • Bewertung der Phytotherapie als komplementäre Therapiemethode zur klassischen Schulmedizin.

Auszug aus dem Buch

2.1 Geschichte der Migräne

Die Migräne ist keine moderne Erkrankung, sondern quält Menschen seit frühester Zeit. Deshalb wurden sich bereits 3.000 vor Christus Gedanken über die Entstehung der Migräne sowie über die Gestaltung der bestmöglichen Therapie gemacht. Beispielsweise waren die Sumerer, Babylonier und Assyrier damals der Auffassung, dass Migräne ein Werk böswilliger Geister ist. Die Behandlung war das Beten zu Horus und das Bitten um einen neuen Kopf. Anderer Meinung waren die Ägypter. Diese waren davon überzeugt, die Migräne bekämpfen zu können, indem dem Patienten ein Krokodil mit Getreide im Maul auf den Kopf gebunden wurde und dieses mit Leinen (welches mit Götternamen beschriftet war) befestigt wurde (vgl. Göbel 2012, S. 81 f.).

Die erste Beschreibung einer Migräne verfasste Aretaios von Kappadokien ein Jahrhundert vor Christus. Er definierte einen einseitigen Schmerz im Bereich der Schläfen, Augen oder Nase sowie Begleitsymptome wie Schwitzen, Übelkeit und galliges Erbrechen, als Heterocrania. Galen von Pergamon entwickelte als Synonym die Hemicrania zwei Jahrhunderte vor Christus, welche als Wurzel der heutigen Diagnose von Migräne verstanden wird (vgl. Göbel 2012, S. 81 f.).

Die Therapie auf der Basis von Säftelehren – auch bekannt unter dem Namen Galen’sche Krankheitslehre – hält das regelmäßige Reinigen und Ableiten der Gallenflüssigkeit als effektivste Therapie. Im Hinblick auf diese Theorie geht man davon aus, dass der Magen und Darm von der Gallenflüssigkeit überflutet werden. Die medizinische Konsequenz ist das Verabreichen von Einläufen und Abführmitteln. Galen ist der Meinung, dass Körpervorgänge durch vier Körpersäfte gesteuert werden. Diese vier Körpersäfte sind Blut, gelbe Galle, schwarze Galle und die Lymphe. Die Entstehung der Migräne wird in dieser Theorie durch übermäßig, aggressive gelbe Galle ausgelöst. Diese steigt aus dem Magen und Darm auf und die erzeugten Dämpfe ziehen empor zum Gehirn (vgl. Göbel 2012, S. 84 f.).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Krankheitsbild Migräne ein und begründet die Relevanz der Arbeit durch die hohen Leidensdruckzahlen und die Suche nach alternativen Behandlungsoptionen.

2. Migräne: Hier wird das Krankheitsbild umfassend beleuchtet, beginnend bei der historischen Entwicklung der Migränetheorien über die medizinische Definition bis hin zu Symptomen, Ursachen, Triggerfaktoren und dem Phasenverlauf der Attacken.

3. Prophylaxe und Behandlung der Migräne: Dieses Kapitel stellt Strategien zur Vorbeugung durch Lebensstiländerungen und Kopfschmerztagebücher sowie die klassische akute Pharmakotherapie mit Analgetika und Triptanen vor.

4. Phytotherapie: Es werden die Grundlagen der Pflanzenheilkunde erläutert und spezifische Heilpflanzen wie Pfefferminzöl, Weidenrinde, Pestwurz und Mutterkraut auf ihre Wirksamkeit bei der Migränebehandlung geprüft.

5. Fazit: Das Kapitel resümiert, dass Phytotherapie eine effektive ergänzende Unterstützung darstellt, besonders in der Prophylaxe, während bei akuten Attacken die Schulmedizin weiterhin eine zentrale Rolle spielt.

Schlüsselwörter

Migräne, Phytotherapie, Kopfschmerzen, Krankheitsbild, Triggerfaktoren, Prophylaxe, Pflanzenheilkunde, Triptane, Analgetika, Pestwurz, Mutterkraut, Pfefferminzöl, Schulmedizin, Behandlung, Lebensqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, inwiefern phytotherapeutische Ansätze eine sinnvolle Alternative oder Ergänzung zur konventionellen medikamentösen Behandlung von Migräne darstellen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Pathophysiologie der Migräne, gängige schulmedizinische Therapien sowie eine detaillierte Betrachtung verschiedener Arzneipflanzen und deren Wirksamkeit.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob Phytotherapie bei Migräne eine geeignete therapeutische Alternative zur Schulmedizin ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Studien und medizinischer Leitlinien, ergänzt durch die Auswertung statistischer Umfragedaten.

Was sind die Schwerpunkte im Hauptteil?

Im Hauptteil werden zunächst das Krankheitsbild der Migräne und die Möglichkeiten der konventionellen Prophylaxe und Akuttherapie beschrieben, gefolgt von einer Analyse pflanzlicher Heilmittel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die wichtigsten Begriffe sind Migräne, Phytotherapie, Prophylaxe, Triggerfaktoren, Pestwurz und Mutterkraut.

Welche Rolle spielt die App M-Sense in der Migränebehandlung?

M-Sense wird als mobiles Kopfschmerztagebuch zur Identifizierung individueller Triggerfaktoren eingesetzt, was eine wichtige Strategie zur Anfallsvermeidung darstellt.

Warum wird die Phytotherapie primär präventiv empfohlen?

Da die Wirkung pflanzlicher Mittel oft eine Anreicherungszeit im Körper erfordert, eignen sie sich besser zur langfristigen Vorbeugung als zur sofortigen Schmerzlinderung bei akuten Attacken.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Stellt die Phytotherapie eine geeignete Alternative zur medikamentösen Behandlung der Migräne dar?
Hochschule
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg  (Institut für Naturwissenschaften und Technik)
Note
1,0
Autor
Nadja Karossa (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
22
Katalognummer
V445061
ISBN (eBook)
9783668830486
ISBN (Buch)
9783668830493
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Migräne Phytotherapie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadja Karossa (Autor:in), 2017, Stellt die Phytotherapie eine geeignete Alternative zur medikamentösen Behandlung der Migräne dar?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/445061
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Leseprobe aus  22  Seiten
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