Der Fitnesssport ist in unserer Gesellschaft so gegenwärtig wie nie zuvor. Immer mehr Fitnessstudios verbuchen zahlenmäßige Zuwächse. 9,46 Millionen Menschen in Deutschland, das heißt 11,6 % der deutschen Bevölkerung (und somit jeder Neunte) sind mittlerweile Mitglied in einem Fitnessstudio. 2010 waren es gerade mal 7,57 Millionen Menschen.
In Zusammenhang mit dieser Entwicklung steht auch die Erkenntnis, dass der Fitnesssport sich in unserer Gesellschaft immer größerer Beliebtheit erfreut. Nicht zuletzt dafür verantwortlich sind die Medien, die heutzutage eine wichtige Rolle in der Gesellschaft einnehmen. Überall wird man mit durchtrainierten, dynamischen und top-gestylten Werbefiguren konfrontiert, die einem suggerieren, dass ein fittes und gesundes Aussehen der Schlüssel zum Erfolg ist.
Mit einem fitten Körper werden positive Eigenschaften assoziiert. Komplementär dazu ist das stetig wachsende Gesundheitsbewusstsein der Gesellschaft, unterstützt durch zahlreiche Studien, die die Wichtigkeit des Sporttreibens auf die Gesundheit und das Wohlbefinden belegen. Den sogenannten Zivilisationskrankheiten, wie Adipositas, Herz- Kreislaufbeschwerden oder Diabetes Typ 2, die in unserer Gesellschaft immer häufiger anzutreffen sind, kann mit Sport vorgebeugt werden.
Das Erlangen eines durchtrainierten Körpers sowie Fitness und Gesundheit ist somit die Intention von immer mehr Leuten, ob jung oder alt. Die Tatsache, dass ich selber auch ein Teil dieser Gesellschaft bin und regelmäßig das Fitnessstudio aufsuche, ist für mich eine Motivation, diese Entwicklung aus wissenschaftlicher Perspektive zu betrachten.
Im Verlauf dieser wissenschaftlichen Arbeit gilt es, den Stellenwert des Fitnesssports in unserer heutigen Gesellschaft sowie die Motive für das Sporttreiben der Einzelnen herauszuarbeiten.
Es wird dabei in fünf Schritten vorgegangen: Der erste Teil widmet sich der Darstellung der theoretischen Grundlagen. Im Fokus des zweiten Teils steht die Vorstellung der Methodik der durchgeführten Untersuchung, die dazu dient, einen Überblick über den Aufbau der Untersuchung zu bekommen. Als nächstes werden die Ergebnisse der Leitfadeninterviews dargestellt. Darauf aufbauend werden die Ergebnisse im vierten Teil dieser wissenschaftlichen Arbeit diskutiert. Ein Fazit und ein kurzer Ausblick auf weitere mögliche Forschungsfragen bilden den Abschluss dieser Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Fitnesssport
2.1 Definition des Begriffes „Fitness“
2.2 Die historische Entwicklung des Fitnesssports (von den Anfängen bis heute)
2.3 Einordnung des Fitnesssports in die heutige Gesellschaft
2.4 Motive für Fitnesssport
3. Methode
3.1 Untersuchungsplanung
3.2 Untersuchungsinstrument
3.3 Durchführung und Analyse der Interviews
3.4 Teilnehmererhebung und Teilnehmer
4. Ergebnisse
4.1 Ergebnisse nach Probanden
4.1.1 Proband 1
4.1.2 Proband 2
4.1.3 Proband 3
4.1.4 Probandin 4
4.1.5 Proband 5
4.1.6 Probandin 6
4.2 Ergebnisse nach Kategorien
4.2.1 Kategorie 2: Motive
4.2.2 Kategorie 3: Stellenwert
4.2.3 Kategorie 4: Gesundheitsaspekt
5. Diskussion
6. Fazit
7. Literaturverzeichnis
8. Anhang
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den gesellschaftlichen Stellenwert des Fitnesssports sowie die individuellen Motive für das regelmäßige Training in Fitnessstudios zu untersuchen und herauszuarbeiten.
- Entwicklung und Definition des Fitnessbegriffs im historischen Kontext.
- Analyse der Bedeutung des Fitnesssports in der modernen Gesellschaft.
- Untersuchung von Motivationsfaktoren für regelmäßiges Fitnesstraining.
- Qualitative Befragung zur persönlichen Einstellung und zum Stellenwert des Sports.
Auszug aus dem Buch
2.2 Die historische Entwicklung des Fitnesssports (von den Anfängen bis heute)
„Der frühe Mensch brauchte einen leistungsfähigen Körper, um zu jagen, zu sammeln und im Kampf mit Tieren und Konkurrenten zu überleben. Heute sind wir nicht mehr dazu gezwungen, fit zu sein, um im primitiven Sinne zu überleben. Heute betreiben wir Fitness, um Gesundheit und Wohlbefinden zu erlangen. Es ist wichtig, die Entwicklung von Gesundheit und Fitness im Laufe der Zeit zu verstehen, um ihre fundamentale Bedeutung in der heutigen Gesellschaft und die Begründung der modernen Fitnessbewegung zu begreifen.“
Es ist methodisch also sinnvoll, zunächst einmal die historische Entwicklung des Fitnesssports zu eruieren.
1810, das Jahr, in dem das erste Mal in der Öffentlichkeit geturnt wurde. Verantwortlich dafür war Friedrich Ludwig Jahn, dessen Intention es war, dass die Bürger fit wurden, um widerstandsfähiger im Krieg zu sein. Wenig später bildeten sich die ersten Sportvereine, zunächst noch mit politischer Motivation. Auf Grund dieser oftmals verwendeten politischen Motive wurden viele Vereine und Zusammenschlüsse verboten. Daraus resultierte, dass in einigen Städten die ersten kommerziellen Sportstätten errichtet wurden, die es den Menschen ermöglichten, den Fitnesssport auszuüben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die zunehmende Präsenz des Fitnesssports in der modernen Gesellschaft und erläutert die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Bachelorthesis.
2. Der Fitnesssport: In diesem Kapitel werden theoretische Grundlagen geschaffen, indem der Begriff „Fitness“ definiert, die historische Entwicklung nachgezeichnet und der Fitnesssport in die aktuelle Gesellschaft eingeordnet wird.
3. Methode: Dieses Kapitel beschreibt das qualitative Forschungsdesign der Arbeit, einschließlich der Untersuchungsplanung, des Instruments (problemzentriertes Interview) sowie der Analyse- und Auswahlkriterien der Teilnehmer.
4. Ergebnisse: Hier werden die durchgeführten Experteninterviews detailliert vorgestellt, zunächst individualisiert nach Probanden und anschließend strukturiert nach den definierten Kategorien.
5. Diskussion: Im Diskussionsteil werden die aus den Interviews gewonnenen Erkenntnisse ausgewertet und in den Kontext der eingangs aufgeworfenen Forschungsfragen gestellt.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert das methodische Vorgehen und gibt einen Ausblick auf mögliche zukünftige Forschungsansätze.
Schlüsselwörter
Fitnesssport, Fitnessstudio, Fitnessbegriff, Historische Entwicklung, Gesundheitsbewusstsein, Motivation, Qualitative Forschung, Leitfadeninterviews, Körperformung, Idealkörper, Individualsport, Lebensstil, Zivilisationskrankheiten, Leistung, Sportsoziologie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung des Fitnesssports und dessen Stellenwert in unserer heutigen Gesellschaft.
Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit behandelt?
Zu den Kernbereichen gehören die Definition von Fitness, die historische Entwicklung des Sports, die Analyse von Trainingsmotiven sowie die Einordnung des Fitnesssports in den modernen Lebensstil.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel besteht darin, herauszuarbeiten, welchen Stellenwert der Fitnesssport einnimmt und welche konkreten Beweggründe das Individuum zur regelmäßigen Ausübung veranlassen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Der Autor wählt einen qualitativen Forschungsansatz und nutzt problemzentrierte Leitfadeninterviews, die nach der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden.
Welche Inhalte werden im Hauptteil fokussiert?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Durchführung und Auswertung von sechs Interviews, in denen Fitnessstudio-Nutzer zu ihrer Motivation, ihren Zielen, ihrem Tagesablauf und dem Einfluss von Medien befragt wurden.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten beschreiben?
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Fitnesssport, Motivation, Gesundheitsbewusstsein, Körperformung und qualitative Inhaltsanalyse aus.
Welche Rolle spielt die Motivation nach den Ergebnissen der Arbeit?
Die Analyse zeigt, dass Fitnesssportler zwar häufig extrinsisch, etwa durch gesundheitliche Aspekte oder soziale Einflüsse, zum Sport kommen, diese Motivation jedoch im Verlauf oft in eine intrinsische Freude am Training übergeht.
Inwiefern beeinflussen Medien das Bild des Fitnesssports?
Alle Probanden bestätigten, dass Medien und Werbungen ein spezifisches Schönheitsideal vermitteln, das den Wunsch nach einem trainierten Körper als Symbol für beruflichen und sozialen Erfolg stark prägt.
Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede bei den Motiven?
Die Arbeit zeigt, dass neben allgemeinen Zielen wie Körperformung, auch spezifische Motivationen wie Leistungssteigerung für den Triathlon oder Rückenstärkung bei den verschiedenen Probanden eine Rolle spielen.
Was unterscheidet den Fitnesssport vom Vereinssport aus Sicht der Teilnehmer?
Als zentraler Vorteil gegenüber dem Vereinssport wird von den Probanden immer wieder die zeitliche und soziale Unabhängigkeit hervorgehoben, die ein flexibleres Training im Alltag ermöglicht.
- Citation du texte
- Marco Schmidt (Auteur), 2016, Der Stellenwert des Fitnesssports in der heutigen Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/445093