In dieser Hausarbeit unterstreiche ich die Relevanz der soziologischen Erklärung und erläutere eine mögliche Definition der Soziologie und welche Bereiche relevant sind. Genauer genommen beschäftige ich mich auf den folgenden Seiten mit dem Forschungsgebiet der Innovationssoziologie mithilfe der Leitfrage „Was ist Innovationssoziologie? – Ein kleiner Überblick über ein neues Forschungsfeld“ und führe Sie dabei in die Vielfalt der Innovationsfor-schung, mit Rückbezug auf die Soziologie, ein. Im ersten Kapitel beschäftige ich mich mit der Frage „Was ist Soziologie?“ und analysiere folgende Teildisziplinen der Soziologie: Wirtschaft und Technik, Gesellschaft und Politik sowie Sozialisation und Kultur und fertige dabei jeweils ein Unterkapitel an. Anschließend widme ich mich der Frage nach den Innovationen (Was sind Innovationen?) und lege dann meinen analytischen Fokus auf die Innovationsforschung. Zuletzt betrachte ich in diesem Kapitel die Methoden der Innovationsforschung. Im dritten Kapitel beantworte ich mithilfe der vorherigen Erklärungen die Leitfrage „Was ist Innovationssoziologie?“ und schließe mit den Perspektiven der Innovationsforschung die Hausarbeit ab.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist Soziologie?
2.1. Wirtschaft und Technik
2.2. Gesellschaft, Sozialisation und Kultur
3. Was sind Innovationen?
3.1. Der Innovationsprozess
3.2. Dimensionen des sozio-technischen Innovationsbegriffs
4. Was ist Innovationssoziologie?
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, das Forschungsfeld der Innovationssoziologie zu definieren, zu verorten und einen Überblick über dessen theoretische Grundlagen und Anwendungsgebiete zu geben, um die Leitfrage „Was ist Innovationssoziologie?“ fundiert zu beantworten.
- Grundlagen der Soziologie als wissenschaftliche Disziplin
- Analyse soziologischer Teildisziplinen wie Technik-, Sozialisations- und Kultursoziologie
- Definition und Operationalisierung des Innovationsbegriffs
- Untersuchung von Innovationsprozessen und deren sozio-technische Dimensionen
- Perspektiven und Strömungen der modernen Innovationssoziologie
Auszug aus dem Buch
3. Was sind Innovationen?
Nachdem im vorherigen Kapitel die Frage „Was ist Soziologie?“ beantwortet wurde, bleibt eine entscheidende Frage offen, um die Innovationssoziologie zu definieren: Was sind Innovationen bzw. ab welchem Zeitpunkt in der Entwicklung wird von einer Innovation gesprochen?
Das Wort Innovation wird aus dem Lateinischen abgeleitet und kann mithilfe folgender zwei Verben definiert werden: novus bedeutet „neu“ und innovatio steht für die „Erneuerung“ (vgl. Völker 2012: 18). „In der Literatur besteht […] Einigkeit darüber, dass Innovationen als qualitativ neuartige Produkte, Dienstleistungen, Verfahren oder Prozesse definiert werden können, die sich gegenüber einem Vergleichszustand merklich unterscheiden“ (Völker 2012: 18). Der Innovationsbegriff und dessen Bedeutung im sozio-technischen Sinne wird im deutschsprachigen Raum von Joseph Schumpeter (1883-1950) geprägt: In seinem zweibändigen Werk „Business Cycles“ macht er auf den Begriff der Innovation aufmerksam und schreibt ein Kapitel zur „Theorie der Innovation“: Darin sieht er die Durchsetzung einer technischen oder organisatorischen Erneuerung im Produktionsprozess, nicht die bloße Idee oder Erfindung, als eine Innovation (vgl. Schumpeter 1964: 318 ff.). Spielkamp und Rammer definieren die Innovation als „eine neue, technologische, wirtschaftliche, organisatorische und soziale Problemlösung“ und bestätigen Schumpeter in seiner Aussage, dass Anderes und anders produzieren innovativ sei (vgl. Spielkamp/Rammer 2006: 6). Schumpeter unterscheidet den Begriff Invention von der Innovation, indem er behauptet, dass die Invention eine notwendige Vorstufe für die darauffolgende Innovation ist (vgl. Völker: 2012: 18). „Die Invention durchläuft den Ideenentwicklungsprozess, geht aber nicht in die Produktion […], sie kann geplant oder ungeplant entstehen“ (Völker 2012: 18). Es ist wichtig, diese Begriffe zu unterscheiden, da es nicht immer dazu kommt, dass die Idee der Neuerung tatsächlich in den Produktionsprozess einmündet. Eines der Gründe, weshalb es die Idee nicht in den Produktionsprozess schafft, ist beispielsweise der ungelegene Zeitpunkt: „Kunden sind nicht zu jeder Zeit bereit, eine Neuerung zu akzeptieren“ (Völker 2012: 18).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der soziologischen Perspektive auf Innovationen ein und stellt die Leitfrage sowie den strukturellen Aufbau der Arbeit vor.
2. Was ist Soziologie?: Dieses Kapitel analysiert das Selbstverständnis der Soziologie, ihre Abgrenzung zu anderen Disziplinen sowie ihre zentralen Teilbereiche wie Wirtschaft, Technik, Gesellschaft und Kultur.
3. Was sind Innovationen?: Hier wird der Innovationsbegriff theoretisch hergeleitet, von der Invention unterschieden und der Innovationsprozess als geordneter Ablauf definiert.
4. Was ist Innovationssoziologie?: Das Kapitel beantwortet die Leitfrage, indem es die Innovationssoziologie als Forschungsfeld skizziert, das soziale Prozesse der Entstehung und Ausbreitung von Neuerungen untersucht.
Schlüsselwörter
Soziologie, Innovationssoziologie, Innovationsforschung, Innovationsprozess, Invention, Techniksoziologie, Sozialisation, Kultursoziologie, Max Weber, Schumpeter, sozio-technisch, Innovationsmanagement, Gesellschaftswandel, Theorie des sozialen Handelns, Wissensgesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Definition und Verortung der Innovationssoziologie als eigenständiges Forschungsfeld innerhalb der Soziologie.
Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit behandelt?
Die zentralen Felder umfassen die soziologische Theoriebildung, die Analyse des Innovationsbegriffs, Techniksoziologie sowie die Untersuchung von Innovationsprozessen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Publikation?
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage „Was ist Innovationssoziologie?“ und die Vermittlung eines Überblicks über dieses Forschungsfeld.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, bei der soziologische Konzepte und Definitionsansätze ausgewertet und synthetisiert werden.
Welche Inhalte stehen im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?
Im Hauptteil stehen die theoretische Bestimmung der Soziologie, die Erörterung des Innovationsbegriffs sowie die soziologische Perspektive auf Innovationsprozesse im Zentrum.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen Innovationssoziologie, Soziologie, Innovation, Innovationsprozess, Techniksoziologie und die Unterscheidung von Invention und Innovation.
Was unterscheidet eine Innovation von einer bloßen Invention laut der Arbeit?
Eine Innovation zeichnet sich dadurch aus, dass die Neuerung tatsächlich in den Produktionsprozess oder Markt einmündet, während eine Invention lediglich eine notwendige, aber noch nicht umgesetzte Vorstufe in Form einer Idee darstellt.
Welche Strömungen der Innovationssoziologie werden im Text exemplarisch skizziert?
Der Text nennt unter anderem Evolutionstheorien der Innovation, Innovationsnetzwerke, Communities of Practice und den SCOT-Ansatz als maßgebliche Strömungen.
- Quote paper
- Tanja Palalic (Author), 2018, Was ist Innovationssoziologie?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/445170