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Tierische Gefährten. Die bio-psycho-sozialen Wirkungszusammenhänge von Mensch-Tier-Interaktionen

Título: Tierische Gefährten. Die bio-psycho-sozialen Wirkungszusammenhänge von Mensch-Tier-Interaktionen

Tesis (Bachelor) , 2018 , 88 Páginas

Autor:in: Belinda Peter (Autor)

Trabajo social
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Dass Tiere menschliches Wohlbefinden und die gesamte Entwicklung des Menschen positiv beeinflussen und sogar heilende Fähigkeiten besitzen, ist keine neue Erkenntnis. Tiere wurden bereits im 8. Jahrhundert in Belgien zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Quäker gründeten 1792 in England eine Einrichtung für Geisteskranke, das sogenannte „York Retreat“. Den Behandlungsmethoden zufolge, wurden die Erkrankten dazu aufgefordert, sich um die Gärten und Kleintiere der Einrichtung zu kümmern, denn die Mönche des Klosters gingen der Annahme nach: „Den in der Seele und am Körper Beladenen hilft ein Gebet und ein Tier“ (zit. nach Greiffenhagen, 1991, S. 14). Mitte des 20. Jahrhunderts kamen Tiere erstmals in New Yorker Krankenhäusern zum Einsatz, hier dienten sie der Genesung von Kriegsveteranen zur Aufarbeitung emotionaler Traumata. Sie bekamen das Gefühl, wieder gebraucht und akzeptiert zu werden, indem sie sich um die Tiere kümmerten.

Dies ist nur ein Bruchteil von Geschichten, welch positive Effekte ein Tier auf erkrankten Personen verdeutlicht. Doch wieso sind so zahlreiche Phänomene zu beobachten? Was geschieht im menschlichen Körper und in der Psyche, wenn er im regelmäßigen Kontakt zu einem Tier steht und wie verständigen sich Mensch und Tier eigentlich? Welche körperlichen, psychischen und sozialen Auswirkungen kann ein Tier bewirken und wie können wir diese Erkenntnis in der Anwendung der tiergestützten Intervention nutzen?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Mensch-Tier-Beziehung

1.1 Von Jägern und Sammlern - Ein Erklärungsansatz

1.2 Die Liebe zur Natur - Die Biophilie-Hypothese

1.3 Ansätze aus der Bindungstheorie und die Regulation von Emotionen

1.4 Die Kommunikation zwischen Mensch und Tier

2. Die physiologische Wirkung von Tieren auf den Menschen

2.1 Einfluss auf die sympatho-adrenerge Stressachse

2.2 Hormonelle Effekte der Mensch-Tier-Beziehung

2.3 Auswirkungen von Oxytocin auf den Menschen

2.4 Einfluss auf das Immunsystem des Menschen

2.5 Risiken der Tierhaltung und des Tierkontakts

2.6 Schlussfolgerung der physiologischen Wirkung

3. Psychologische und soziale Wirkung von Tieren auf den Menschen

3.1 Interaktion und Aufmerksamkeit

3.2 Förderung von Empathie

3.3 Reduktion von Furcht und Angst

3.4 Einfluss auf depressive Zustände

3.5 Vertrauen und Vertrauenswürdigkeit

3.6 Schlussfolgerung der psychologischen so sozialen Wirkung

4. Anwendungsbereiche der Mensch-Tier-Interaktion

4.1 Allgemeine Anwendungsbereiche

4.2 Der Einsatz von Tieren im Krankenhaus

4.2.1 Tierbesuch im intensivmedizinischen Bereich

4.2.2 Anwendung in der Chirurgie und bei chronisch kranken Kindern

4.3 Heimtiere in Pflege- und Altenheimen

4.3.1 Heimtiere bei Demenzkranken

4.3.2 Hundebesuchsdienst in der Altenpflege

4.4 Soziales Lernen mit Insekten

4.4.1 Vorteile der Insekten gegenüber anderen Tieren

4.5 Fürsorgebauernhöfe

4.5.1 Zielsetzung der pädagogischen Arbeit

4.5.2 Auswirkung der Nutztiere auf die Helfenden

5. Zusammenfassung der bio-psycho-sozialen Wirkungszusammenhänge

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die bio-psycho-sozialen Wirkungszusammenhänge von Mensch-Tier-Interaktionen. Ziel ist es zu analysieren, wie regelmäßiger Kontakt zu Tieren die körperliche Gesundheit, die psychische Verfassung sowie das soziale Verhalten von Menschen beeinflussen kann, und welche Potenziale daraus für therapeutische und pflegerische Anwendungsbereiche abgeleitet werden können.

  • Evolutionäre und biologische Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung (Biophilie-Hypothese).
  • Physiologische Auswirkungen auf Stresssysteme und das Immunsystem.
  • Psychologische Effekte, insbesondere hinsichtlich Empathie, Angstreduktion und Vertrauensbildung.
  • Praktische Anwendungsfelder, wie Krankenhaus, Altenpflege und Fürsorgebauernhöfe.

Auszug aus dem Buch

Die Kommunikation zwischen Mensch und Tier

Viele Definitionen beschreiben Kommunikation im Allgemeinen als einen Vorgang, der zum Zwecke der Informationsvermittlung zwischen mindestens zwei Personen abläuft und in der Regel verbal stattfindet. Der hier genannte Begriff ist mehr unter sozialer Kommunikation zu verstehen, den Rosenbusch & Schober wie folgt beschreiben: „Allgemein ist unter Kommunikation eine gerichtete Informationsübertragung und damit ein Einfluss von einem Sender-System auf ein Empfänger-System zu verstehen. Als kommunikativ wird das Verhalten bezeichnet, dass vom Sender eindeutig beabsichtigt gezeigt wird, um eine spezifische Botschaft an den Empfänger zu übermitteln“ (zit. nach Rosenbusch und Schober, 1994, S. 16 ff.).

Somit kann man sagen, im weiteren Sinne wird Kommunikation als ein Vorgang bezeichnet, in dem Informationen nicht unbedingt ausgetauscht, sondern lediglich gesendet und empfangen werden (Vernooij, 2004, S. 9). Zentraler Prozess ist die Umwandlung von Gedanken, Bedürfnissen, Worten, Impulsen, Zeichen und Symbole, die vom Gegenüber erkannt und verstanden werden. Eine wesentliche Rolle spielen dabei auch individuelle Signale, die zusätzlich zu den offiziellen Symbol- und Zeichensystemen ausgesendet werden. Das können, in Bezug auf die Sprache zum Beispiel Lautstärke, Tonfall oder Betonung aber auch Mimik und Gestik sein und wird unter dem Begriff der „nonverbalen Kommunikation“ zusammengefasst, man kann diese aber auch als sprachbegleitende Signale verstehen (Schneider und Vernooij, 2013, S. 16 ff.). Obwohl Tiere nicht in der Lage sind, in sprachlicher Form mit dem Menschen zu kommunizieren, so findet dennoch zwischen beiden eine begrenzte Form von Informationsaustausch statt. Die Weitergabe von Informationen bedient sich offensichtlich an nonverbalen Sprachsystemen, Zeichen und Signalen. Dabei ist bekannt, dass Tiere sehr wohl auch die Lautstärke der verbalen Sprache des Menschen verstehen und interpretieren (man denke an einen Hund, der ausgeschimpft wird, weil er im Haus etwas kaputt gemacht hat), womit sie jedoch auf ihrer nonverbalen Art und Weise reagieren können (Schneider und Vernooij, 2013, S.17).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Mensch-Tier-Beziehung: Dieses Kapitel erläutert die evolutionären und theoretischen Hintergründe der Bindung zwischen Mensch und Tier, einschließlich der Biophilie-Hypothese.

2. Die physiologische Wirkung von Tieren auf den Menschen: Es wird untersucht, wie Tiere physische Stressreaktionen reduzieren, hormonelle Prozesse wie die Oxytocin-Ausschüttung stimulieren und das Immunsystem beeinflussen können.

3. Psychologische und soziale Wirkung von Tieren auf den Menschen: Der Fokus liegt auf der Förderung von Empathie, der Reduktion von Angst und Furcht sowie der Stärkung von Vertrauen und sozialer Interaktion.

4. Anwendungsbereiche der Mensch-Tier-Interaktion: Das Kapitel stellt praktische Einsatzformen tiergestützter Intervention in Krankenhäusern, Pflegeheimen, pädagogischen Kontexten und auf Fürsorgebauernhöfen vor.

5. Zusammenfassung der bio-psycho-sozialen Wirkungszusammenhänge: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die vielfältigen positiven Effekte der Mensch-Tier-Interaktion zusammen und bewertet deren Bedeutung für die Lebensqualität.

Schlüsselwörter

Mensch-Tier-Interaktion, tiergestützte Intervention, Biophilie-Hypothese, Bindungstheorie, Stressreduktion, Oxytocin, Immunsystem, Empathie, soziale Kompetenz, Krankenhaus, Altenpflege, Fürsorgebauernhöfe, Gesundheit, Lebensqualität, Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit behandelt die vielfältigen bio-psycho-sozialen Wirkungszusammenhänge, die entstehen, wenn Menschen mit Tieren interagieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die biologische Verbundenheit zur Natur, die physiologische Stressregulation, die psychologische Förderung sozialer Kompetenzen sowie die Anwendung dieser Erkenntnisse in der Praxis.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die wissenschaftlichen Belege für die gesundheitsfördernden Effekte von Tieren auf den Menschen zu analysieren und aufzuzeigen, wie diese Erkenntnisse therapeutisch genutzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die verschiedene Studien und Forschungsergebnisse zur Mensch-Tier-Interaktion zusammenführt und auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in physiologische und psychologische Wirkmechanismen sowie eine detaillierte Betrachtung verschiedener Anwendungsbereiche wie Therapie, Pädagogik und soziale Fürsorge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mensch-Tier-Interaktion, Stressreduktion, Bindung, Empathie, tiergestützte Intervention und Lebensqualität.

Warum spielen Hunde in dieser Arbeit eine so große Rolle?

Hunde sind die am häufigsten untersuchten Tiere in diesem Bereich und dienen aufgrund ihrer engen Bindung zum Menschen als zentrale Beispiele für die erforschten Wirkmechanismen.

Welche Rolle spielen Fürsorgebauernhöfe bei der sozialen Integration?

Fürsorgebauernhöfe bieten Menschen mit Einschränkungen einen strukturierten Alltag und sinnvolle Aufgaben durch die Versorgung von Nutztieren, was die Selbstwirksamkeit und soziale Integration fördert.

Final del extracto de 88 páginas  - subir

Detalles

Título
Tierische Gefährten. Die bio-psycho-sozialen Wirkungszusammenhänge von Mensch-Tier-Interaktionen
Autor
Belinda Peter (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
88
No. de catálogo
V445396
ISBN (Ebook)
9783668821316
ISBN (Libro)
9783668821323
Idioma
Alemán
Etiqueta
tierische gefährten wirkungszusammenhänge mensch-tier-interaktionen Bindung Besuchsdienst Hormone Sympathie Emotionen Immunsystem gesundheitliche Auswirkungen Hunde tiergestützte Aktivität tiergetützte Therapie tiergestützte Pädagogik Insekten soziales Lernen Kindergarten Reduktion von Angst Vertrauen Aufmerksamkeit Empathie Stressreduktion Biophilie-Hypothese Oxytocin Depression Tierbesuchsdienst Intensivmedizin Altenheim Fürsorgebauernhöfe
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Belinda Peter (Autor), 2018, Tierische Gefährten. Die bio-psycho-sozialen Wirkungszusammenhänge von Mensch-Tier-Interaktionen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/445396
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