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Besteuerung aktienbasierter Vergütungen unter Berücksichtigung der praktischen Umsetzung

Title: Besteuerung aktienbasierter Vergütungen unter Berücksichtigung der praktischen Umsetzung

Bachelor Thesis , 2017 , 57 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Pia Helen Stumpp (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Heutzutage existieren immer mehr börsennotierte Unternehmen, die ihren
Mitarbeitern aus den verschiedensten Gründen die Möglichkeit bieten, sich an dem gemeinsam erwirtschafteten Erfolg zu beteiligen.
Schon in der Weimarer Republik wurden die ersten Ansätze von Mitarbeiterkapi-talbeteiligungen vor dem Hintergrund hoher Mitarbeiterfluktuation diskutiert. Mit der Entstehung erster Beteiligungsprogramme in den folgenden Jahrzehnten
entwickelte sich auch zunehmendes Diskussionspotential in Bezug auf deren
nationale und internationale Besteuerung.
Eine Studie des Deutschen Aktieninstituts in Kooperation mit Ernst & Young, eine der vier größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften der Welt, zeigt, dass aktien-basierte Beteiligungsprogramme mittlerweile sowohl in Deutschland als auch
grenzüberschreitend weit verbreitet sind. Für Arbeitnehmer stellt das Verständnis der steuerrechtlichen Folgen jedoch nach wie vor eine Herausforderung dar.
Ziel dieser Bachelorthesis ist es, die steuerrechtlichen Aspekte aktienbasierter Vergütungen im Rahmen von Mitarbeiterbeteiligungen börsennotierter Unterneh-men aufzuzeigen.
Zu Beginn werden die auf dem Aktiengesetz basierenden gesellschaftsrechtlichen und zivilrechtlichen Grundlagen von Aktien und Aktienoptionen in realer und virtu-eller Form, soweit sie für das Verständnis ihrer Besteuerung relevant erscheinen, dargestellt (Kapitel 2). Der Hauptteil dieser Arbeit besteht in der Betrachtung der Besteuerungsfolgen für den Arbeitnehmer bei Erwerb, während des Haltens und bei Veräußerung von Aktien bzw. Aktienoptionen (Kapitel 3 – 5). Letztlich wird die praktische Umsetzung der lohnsteuerlichen Folgen anhand von Gehaltsabrech-nungen betrachtet, wodurch fehlendes Verständnis von Arbeitnehmern beseitigt werden soll (Kapitel 6).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ziele, Formen und rechtlicher Rahmen aktienbasierter Vergütungen

2.1. Begriffsdefinition und Ziele

2.2. Vergütungsformen

2.2.1. Vorbemerkung

2.2.2. Aktien

2.2.3. Aktienoptionen

2.2.4. Virtuelle Aktien

2.2.5. Virtuelle Aktienoptionen

2.3. Gesellschaftsrechtlicher Rahmen

2.3.1. Vorbemerkung

2.3.2. Aktien

2.3.2.1. Kapitalerhöhung

2.3.2.2. Erwerb eigener Aktien

2.3.2.3. Veräußerung durch Dritte

2.3.3. Aktienoptionen

2.3.3.1. Vorbemerkung

2.3.3.2. Kapitalerhöhung

2.3.3.3. Erwerb eigener Aktien

2.3.3.4. Basispreis

2.3.3.5. Wartezeit

2.3.4. Virtuelle Aktien

2.3.5. Virtuelle Aktienoptionen

2.4. Zivilrechtlicher Rahmen

2.4.1. Satzung

2.4.2. Beteiligungsvereinbarungen

2.4.3. Verfallsklausel

2.4.4. Vesting-Regelung

3. Besteuerungsfolgen bei verbilligtem Erwerb der Aktien bzw. Gewährung von Aktienoptionen

3.1. Vorbemerkung

3.2. Einkunftsart und Besteuerungszeitpunkt

3.2.1. Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit

3.2.2. Bewertung

3.2.3. Zuflusszeitpunkt des geldwerten Vorteils bei verbilligter Überlassung von Aktien

3.2.3.1. Grundsatz

3.2.3.2. Beschränkte Aktienbezugsrechte

3.2.4. Zuflusszeitpunkt des geldwerten Vorteils bei der Gewährung von Aktienoptionen

3.2.4.1. Grundsatz

3.2.4.2. Anderweitige Verwertung

3.2.4.3. Aktienoptionsrechte gegenüber Dritten

3.3. Exkurs: Auslandsaufenthalt während des Erdienungszeitraums von Aktienoptionen

3.4. Tarif

3.4.1. Anwendung des § 32a EStG

3.4.2. Anwendung des § 34 EStG

3.4.2.1. Voraussetzungen

3.4.2.2. Funktionsweise und Rechentechnik der Fünftelregelung

3.4.2.3. Berechnungen mit dem Tarif 2017

3.4.2.3.1. Einzelveranlagung

3.4.2.3.2. Zusammenveranlagung

3.4.2.4. Gestaltungsmöglichkeiten

3.4.2.5. Kirchensteuererlass

4. Besteuerungsfolgen während des Haltens der Aktien und Aktienoptionen

4.1. Einkünfte aus Kapitalvermögen

4.1.1. Halten im inländischen Depot

4.1.2. Halten im ausländischen Depot

4.1.2.1. Einbehalt von Quellensteuer

4.1.2.2. Folgen für den Steuerinländer

4.2. Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit

5. Besteuerungsfolgen bei Veräußerung der Aktien bzw. Ausübung der Aktienoptionen und bei Währungstransaktionen

5.1. Veräußerung der Aktien

5.1.1. Abhängigkeit der Steuerpflicht vom Zeitpunkt des Erwerbs der Aktien

5.1.2. Ermittlung des Veräußerungsgewinns

5.1.3. Veräußerungsreihenfolge

5.2. Ausübung der Aktienoptionen

5.2.1. Grundsatz

5.2.2. Verzicht oder Verfall der Aktienoptionen

5.3. Privater Veräußerungsgewinn im Sinne des § 23 EStG beim Umtausch von Fremdwährungsguthaben

6. Praktische Umsetzung in der unterjährigen Gehaltsabrechnung und Jahreslohnsteuerbescheinigung

6.1. Geldwerte Vorteile in der Gehaltsabrechnung

6.2. Finanzierungsproblem des geldwerten Vorteils in der unterjährigen Gehaltsabrechnung

7. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Bachelor-Thesis analysiert die steuerlichen Aspekte von aktienbasierten Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen in börsennotierten Unternehmen. Ziel ist es, die zivil- und gesellschaftsrechtlichen Grundlagen darzulegen sowie die steuerlichen Konsequenzen beim Erwerb, Halten und der Veräußerung von Aktien bzw. Aktienoptionen praxisorientiert zu erläutern und Lösungsansätze für die lohnsteuerliche Abrechnung aufzuzeigen.

  • Gesellschafts- und zivilrechtliche Rahmenbedingungen von Mitarbeiterbeteiligungen
  • Steuerliche Behandlung von geldwerten Vorteilen bei verbilligtem Aktien- oder Optionserwerb
  • Tarifbegünstigung nach § 34 EStG und die Anwendung der Fünftelregelung
  • Spezifische steuerliche Anforderungen bei grenzüberschreitenden Sachverhalten und ausländischen Depots
  • Praktische Herausforderungen und Lösungen bei der lohnsteuerlichen Gehaltsabrechnung

Auszug aus dem Buch

3.2.3.1. Grundsatz

Der maßgebliche Zuflusszeitpunkt ist nicht nur für die Ermittlung des durchschnittlichen Börsenwerts der Aktie, sondern auch für das Lohnsteuerabzugsverfahren relevant. Die Lohnsteuer muss gem. § 38 Abs. 2 S. 2 EStG vom inländischen Arbeitgeber abgeführt werden, sobald Arbeitslohn dem Arbeitnehmer zufließt.79

Im Rahmen der Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit stellen Aktien, als Vermögensbeteiligungen des Mitarbeiters an dem Unternehmen seines Arbeitgebers, für Zwecke der Lohnsteuer sonstige Bezüge i. S. d. § 38a Abs. 1 S. 3 EStG dar. Sie gelten nach § 11 Abs. 1 S. 4 EStG als zugeflossen, sobald der Mitarbeiter das wirtschaftliche Eigentum besitzt.80

Bei Anteilen an Kapitalgesellschaften wird der Erwerber nach ständiger BFH Rechtsprechung wirtschaftlicher Eigentümer „wenn er aufgrund eines zivilrechtlichen Rechtsgeschäfts bereits eine rechtlich geschützte, auf den Erwerb des Rechts gerichtete Position erworben hat und die mit dem Anteil verbundenen wesentlichen Rechte sowie das Risiko einer Wertminderung und die Chance einer Wertsteigerung auf ihn übergegangen sind“81.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung aktienbasierter Mitarbeiterbeteiligungen und definiert das Ziel der Arbeit, die steuerlichen Auswirkungen dieser Programme für Arbeitnehmer transparent zu machen.

2. Ziele, Formen und rechtlicher Rahmen aktienbasierter Vergütungen: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Vergütungsformen wie Aktien, Optionen und virtuelle Modelle sowie die notwendigen gesellschafts- und zivilrechtlichen Voraussetzungen für ihre Implementierung.

3. Besteuerungsfolgen bei verbilligtem Erwerb der Aktien bzw. Gewährung von Aktienoptionen: Es wird die steuerliche Einordnung des geldwerten Vorteils als Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit sowie die Bestimmung des korrekten Zuflusszeitpunkts und die Anwendung der Tarifermäßigung gemäß § 34 EStG detailliert untersucht.

4. Besteuerungsfolgen während des Haltens der Aktien und Aktienoptionen: Die Arbeit betrachtet die Besteuerung laufender Erträge wie Dividenden, insbesondere unter Berücksichtigung von Quellensteuerfragen bei ausländischen Depots.

5. Besteuerungsfolgen bei Veräußerung der Aktien bzw. Ausübung der Aktienoptionen und bei Währungstransaktionen: Dieses Kapitel widmet sich der steuerlichen Behandlung von Gewinnen bei der Veräußerung von Aktien oder der Ausübung von Optionen, einschließlich der steuerlichen Auswirkungen von Währungstransaktionen.

6. Praktische Umsetzung in der unterjährigen Gehaltsabrechnung und Jahreslohnsteuerbescheinigung: Hier wird der Fokus auf die operative Umsetzung der Lohnversteuerung in der Gehaltsabrechnung und die damit verbundenen Liquiditätsprobleme gelegt.

7. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer prägnanten Wiederholung der wesentlichen steuerlichen Herausforderungen und rechtlichen Aspekte von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen.

Schlüsselwörter

Aktienbasierte Vergütung, Mitarbeiterbeteiligung, Lohnsteuer, Geldwerter Vorteil, Aktienoptionen, Restricted Stock Units, § 34 EStG, Fünftelregelung, Zuflusszeitpunkt, Quellensteuer, Kapitalerhöhung, Gehaltsabrechnung, Steuerpflicht, Doppelbesteuerungsabkommen, Wirtschaftsrecht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der steuerlichen Behandlung von verschiedenen Formen der aktienbasierten Mitarbeitervergütung und deren praktischer Umsetzung in deutschen Unternehmen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Felder umfassen die gesellschaftsrechtlichen Grundlagen, die steuerliche Bewertung geldwerter Vorteile, die Tarifbegünstigung bei mehrjährigen Bezügen sowie die lohnsteuerliche Abrechnung und steuerliche Aspekte bei Auslandsbezug.

Was ist das primäre Ziel der Bachelor-Thesis?

Das Ziel ist es, sowohl die rechtlichen Rahmenbedingungen als auch die komplexen steuerlichen Folgen von Mitarbeiterbeteiligungen aufzuzeigen, um Arbeitnehmern und Unternehmen ein besseres Verständnis für die steuerliche Handhabung zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine juristisch-ökonomische Analyse, die auf der Auswertung aktueller Gesetzestexte, einschlägiger Rechtsprechung des BFH und weiterer Finanzgerichte sowie Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Phasen der Mitarbeiterbeteiligung: den Erwerb (Gewährung), die Haltephase und die Veräußerung bzw. Ausübung, ergänzt um die praktische lohnsteuerliche Implementierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind aktienbasierte Vergütung, geldwerter Vorteil, Lohnsteuer, § 34 EStG, Fünftelregelung und Mitarbeiterbeteiligungsprogramme.

Welche Rolle spielt die Fünftelregelung bei Aktienoptionen?

Die Fünftelregelung dient als Progressionsentlastung bei der Besteuerung von außerordentlichen Einkünften, wie sie bei Vergütungen für mehrjährige Tätigkeiten durch Aktienoptionen entstehen können.

Warum ist die Wahl des Depots bei Aktienbeteiligungen steuerlich relevant?

Die Depotwahl ist entscheidend für die Quellensteuerabführung und die Anrechnung ausländischer Steuern auf die deutsche Einkommensteuer gemäß den einschlägigen Doppelbesteuerungsabkommen.

Welches Finanzierungsproblem entsteht bei der Gehaltsabrechnung?

Da der geldwerte Vorteil aus Aktienzuwendungen oft sehr hoch sein kann, übersteigt die darauf anfallende Lohnsteuer häufig den laufenden monatlichen Nettolohn, was in der Praxis spezielle Verkaufsmechanismen für die zugeteilten Aktien erfordert.

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Details

Title
Besteuerung aktienbasierter Vergütungen unter Berücksichtigung der praktischen Umsetzung
College
University of Applied Sciences Worms
Grade
1,3
Author
Pia Helen Stumpp (Author)
Publication Year
2017
Pages
57
Catalog Number
V445416
ISBN (eBook)
9783668856141
ISBN (Book)
9783668856158
Language
German
Tags
Aktienbasierte Vergütungen Aktienoptionen Aktien Virtuelle Aktien Fünftelregelung Fremdwährungsguthaben Gehaltsabrechnung von Aktienoptionen Geldwerter Vorteil durch Aktien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Pia Helen Stumpp (Author), 2017, Besteuerung aktienbasierter Vergütungen unter Berücksichtigung der praktischen Umsetzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/445416
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