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Einzigartigkeit der Gladiatur

Título: Einzigartigkeit der Gladiatur

Trabajo de Seminario , 2005 , 15 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Christian Bely (Autor)

Deporte - Historia del deporte
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Filme wie «Quo vadis?», «Spartacus» oder «Gladiator» von dem amerikanischen Regisseur Ridley Scott bringen uns die Einzigartigkeit der Gladiatur mit all ihren Facetten etwas näher. …der gewaltige Innenraum des Colosseums, gefüllt mit Zehntausenden von Menschen, die in kollektiver Leidenschaft dem Drama in der Arena folgen, es lautstark kommentieren, ihrer Begeisterung, ihrem Unmut, ihren Forderungen Ausdruck geben wie ein anonymes vielköpfiges Monster.1 Demzufolge ist das Verhalten der Zuschauer ein interessanter Aspekt, und nicht zuletzt finden wir einige Parallelen zu den heutigen Sport- und Massenveranstaltungen.

Extracto


Inhalt

EINLEITUNG

1 VERGLEICH FRUHER - HEUTE

1.1 MASSENSPORT

1.2 VEREINE UND ORGANISATIONEN

2 IST DIE GLADIATUR EIN SPORT?

3 DIE SCHWERATHLETIK

4 TURNIER - DUELL

5 AUßEREUROPÄISCHE ANALOGIEN

6 DER SPANISCHE STIERKAMPF

7 SADOMASOCHISMUS, VOYEURISMUS, ÄSTHETIZISMUS

8 HINRICHTUNGEN, GEWALT IN DEN MEDIEN

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Gladiatur in der römischen Antike hinsichtlich ihrer Einzigartigkeit und prüft unter Einbeziehung sportwissenschaftlicher Kriterien, inwieweit diese Kämpfe als Sportart klassifiziert werden können, wobei aktuelle Parallelen zu modernen Massenveranstaltungen im Fokus stehen.

  • Historischer Vergleich zwischen antiker Gladiatur und heutigem Massensport
  • Analyse der Gladiatur anhand moderner sportwissenschaftlicher Definitionen
  • Vergleich der antiken Schwerathletik mit den Bedingungen in der Arena
  • Untersuchung von Analogien (Turnierwesen, Stierkampf, Menschenopfer)
  • Psychologische Aspekte des Zuschauerverhaltens (Voyeurismus, Gewaltbereitschaft)

Auszug aus dem Buch

IST DIE GLADIATUR EIN SPORT?

In der heutigen Sportwelt gibt es wohl nichts vergleichbares, was man der Gladiatur zur Seite stellen könnte. Aus dieser Tatsache ergibt sich auch die Problematik des Sporthistorikers, denn der Begriff „Sport“ ist ein sehr moderner Begriff.

Er stammt aus dem englischen Sprachraum, insbesondere England, und bezeichnet eine ganz bestimmte Form von Leibesübungen. Heute bezeichnet „Sport“ alle Arten von körperlicher Bewegung, und es ist schwer einen Oberbegriff zu „Sport“ zu finden; das liegt daran, dass „Sport“ heute selbst zu einem Oberbegriff geworden ist.

Zu Beginn sah man die Gladiatur nicht als Sportart an. Betrachtet man den Begriff „Sport“ einmal unter dem heutigen Licht, so würde man der Gladiatur den Begriff einer Sportart erst einmal absprechen.

Ein Gladiator, der mit dem Ziel kämpft, seinen Gegner zu töten oder kampfunfähig zu machen und sich selbst auf jede nur mögliche Weise zu retten, übt keinen Sport aus, sondern eine Art Krieg für Zuschauer. Die Tatsache, dass Gladiatoren…den Anordnungen der Arenaorganisatoren unter Zwang folgten, ist ein weiteres Indiz für die Zweckgebundenheit der Arena, die mit den freieren Normen des Sports nicht übereinstimmt.

Geht man aber ohne Vorurteile und ungeachtet der Grausamkeiten in der Arena an diese Fragestellung heran, ob die Gladiatur ein Sport ist, so lassen sich doch einige sportliche Elemente finden. Inzwischen findet die Gladiatur im Kontext zur antiken Sportgeschichte ihre Berücksichtigung als Sportart. Legt man die sieben Charakteristika des modernen Sports zugrunde, die eine echte Sportart aufweisen muss, so treffen alle sieben auf die Gladiatorenkämpfe zu.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Thematik der Gladiatur ein und skizziert Parallelen zwischen antiken Arenen und heutigen Massenveranstaltungen.

1 VERGLEICH FRUHER - HEUTE: Dieses Kapitel vergleicht den antiken Massensport und die Organisationsformen der Zuschauer mit modernen Sportvereinen und Krawallerscheinungen.

2 IST DIE GLADIATUR EIN SPORT?: Hier wird hinterfragt, ob die Gladiatur trotz ihrer Grausamkeit anhand moderner Kriterien als Sportart definiert werden kann.

3 DIE SCHWERATHLETIK: Es erfolgt eine Analyse der antiken Disziplinen Ringen, Faustkampf und Pankration im Vergleich zur Gladiatur.

4 TURNIER - DUELL: Das Kapitel betrachtet die historische Entwicklung von Turnieren und Duellen im Vergleich zum Wesen der Gladiatur.

5 AUßEREUROPÄISCHE ANALOGIEN: Hier werden rituelle Menschenopfer und Ballspiele der Maya und Azteken als Analogien zur Gladiatur untersucht.

6 DER SPANISCHE STIERKAMPF: Es wird die Ähnlichkeit des Stierkampfes zur Gladiatur, insbesondere hinsichtlich des Zuschauerverhaltens und der rituellen Begnadigung, diskutiert.

7 SADOMASOCHISMUS, VOYEURISMUS, ÄSTHETIZISMUS: Dieses Kapitel beleuchtet die psychologische Faszination der Zuschauer und deren Gewaltbereitschaft am Beispiel des antiken Rom.

8 HINRICHTUNGEN, GEWALT IN DEN MEDIEN: Der abschließende Teil untersucht die Unterschiede zwischen Hinrichtungen und Gladiatur sowie die mediale Darstellung von Gewalt in der heutigen Zeit.

Schlüsselwörter

Gladiatur, Sportgeschichte, Antike, Schwerathletik, Massensport, Colosseum, Pankration, Stierkampf, Corrida, Gewaltbereitschaft, Voyeurismus, Zuschauerverhalten, Turnierwesen, Arena, Gladiatoren

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Gladiatur in der römischen Antike und setzt diese in Bezug zu sportwissenschaftlichen Definitionen und heutigen Massenveranstaltungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind der Vergleich zwischen Antike und Moderne, die Definition der Gladiatur als Sportart, die Schwerathletik sowie soziologische und psychologische Aspekte der Zuschauerbindung.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu analysieren, ob die antike Gladiatur aus sportwissenschaftlicher Sicht als echte Sportart betrachtet werden kann und welche Parallelen zur Gegenwart bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die historische Quellen und sportwissenschaftliche Kriterien, wie die sieben Charakteristika des modernen Sports, heranzieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Vergleiche zwischen antiken Sportarten (Schwerathletik) und Gladiatur, untersucht andere historische Kampf- und Opferrituale sowie psychologische Faktoren der Zuschauer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Gladiatur, Sportgeschichte, Arena, Zuschauerverhalten, Gewalt, Schwerathletik und der Vergleich zum heutigen Sportbetrieb.

Wie unterscheidet sich die Gladiatur von einer klassischen Hinrichtung?

Laut der Arbeit ist der mögliche Tod bei der Gladiatur Teil eines sportlichen Regelwerks, während eine Hinrichtung eine vorbestimmte Bestrafung ohne sportlichen Charakter darstellt.

Welche Rolle spielt das Publikum bei der Entscheidung über Leben und Tod?

Das Publikum nahm massiven Einfluss auf die Entscheidung des Veranstalters über die Begnadigung oder Tötung eines Gladiators, etwa durch die bekannte Geste des Daumens.

Gibt es Parallelen zwischen modernen Sportlern und antiken Gladiatoren?

Die Arbeit verweist auf Sportarten wie Boxen oder Formel-1, bei denen Sportler ebenfalls ein hohes Risiko eingehen und heute als Vorbilder oder Helden angesehen werden.

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Detalles

Título
Einzigartigkeit der Gladiatur
Universidad
University of Koblenz-Landau  (Sportwissenschaftliches Institut)
Curso
Sportgeschichte
Calificación
2,0
Autor
Christian Bely (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
15
No. de catálogo
V44556
ISBN (Ebook)
9783638421317
ISBN (Libro)
9783640256150
Idioma
Alemán
Etiqueta
Einzigartigkeit Gladiatur Sportgeschichte
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christian Bely (Autor), 2005, Einzigartigkeit der Gladiatur, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44556
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