Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept "Smart Home" und wie die Nachfrage der Bürger durch ihre Partizipation an der Gestaltung des Projektes ermittelt werden kann. Dabei wird erklärt, was ein "Smart Home" ist und wie das Wissen, das für viele Menschen neu ist, möglichst einfach vermittelt werden kann. Es wird auch untersucht, welche Methoden der Partizipation am sinnvollsten erscheinen. Die Arbeit bezieht sich auf ein spezifisches Projekt, das im ersten Kapitel vorgestellt wird. Im letzten Kapitel wird diese Arbeit vom Autor kritisch reflektiert.
Inhalt
1. Einleitung
1.1 Smart City Oldenburg
1.2 Der Mensch in der Smart City Oldenburg
1.3 Reallabor: Fliegerhorst
1.4 Ziel und Gang der Arbeit
2. Smart Home
2.1 The Computer for the 21st Century
2.2 Definition: Smart Home
2.2.1 Internet der Dinge
2.2.2 Definition
2.3 Technischer Background: Smart Home
2.4 Anwendungsbereiche
2.4.1 Hausautomatisierung und bezogene Produkte
2.4.2 Energiemanagement
2.4.3 Gesundheit und Ambient Assisted Living (AAL)
2.4.4 Sicherheit
2.4.5 Komfort
2.5 Probleme, Herausforderungen und Limitierungen
2.5.1 Technologiebezogen
2.5.2 Bewohnerbezogen: Komplexität, Sicherheit und Geld
3. Partizipation der Bürger
3.1 Funktionen und Notwendigkeit
3.2 Formen der Partizipation
3.3 Partizipationsverfahren
3.3.1 Präsenzbeteiligung
3.3.2 E-Partizipation
3.4 Hürden und Probleme
4. Innovation vermitteln
4.1 Definition
4.2 Der Innovations-Entscheidungs-Prozess
4.3 Einordnung des EnaQ-Partizipationsverfahrens
4.4 Know-how-knowledge bei Innovationen vermitteln
5. Handlungsempfehlung
6. Kritik und Hinweise
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Partizipation der Bürger Oldenburgs bei der Realisierung von Smart Homes im Reallabor „EnaQ Fliegerhorst“ gestaltet werden kann, um eine präzise Nachfrageermittlung zu gewährleisten und die Akzeptanz neuer Technologien zu fördern.
- Grundlagen und Definitionen des Smart Home Konzepts sowie deren Anwendungsbereiche.
- Identifikation von Herausforderungen und Akzeptanzhürden bei der Einführung von Smart Home Technologien.
- Analyse verschiedener Partizipationsverfahren (Präsenz und E-Partizipation) zur Bürgerbeteiligung.
- Methoden der Innovationsvermittlung zur effektiven Kommunikation komplexer technologischer Lösungen.
- Entwicklung einer Handlungsempfehlung zur optimalen Einbindung der Bevölkerung im Kontext des EnaQ-Projekts.
Auszug aus dem Buch
2.1 The Computer for the 21st Century
Im August 1939 wurde im Popular Mechanics Magazine ein sehr bekannter Artikel über die Möglichkeiten, die sich dadurch in einem Haus ergeben, dass der Mensch die Fähigkeit errungen hat Strom zu erzeugen und zu kontrollieren. Der Titel des Artikels lautet „The ELECTRIC HOME of the FUTURE“ und wurde von George H. Bucher, dem Präsidenten der Westinghouse Electric & Manufacturing Company, geschrieben. Bei dem Unternehmen handelt es sich um eine innovationsorientierte Firma, die unter anderem Nikolai Tesla beschäftigt hat und dazu beigetragen hat den Wechselstrom gegen Direktstrom durchzusetzen (Vgl. “Westinghouse: Heritage,” 2013). In diesem Artikel beschreibt George Bucher wie die Häuser in Zukunft das Leben der Menschen durch die Möglichkeiten der Elektrotechnik aufwerten und erleichtern werden. Zum Beispiel wird eine Methode des Kochens erklärt, mit der man durch Hochfrequenzradiowellen einen Schinken in 45 Minuten kocht anstatt in 6 Stunden mit einem Dampfofen. Heute kennen wir diese Technik als Mikrowelle und sie ist für gewöhnlich (wie in dem Artikel angekündigt) in jeder Küche vorhanden.
Es werden die Vorteile von Spülmaschinen und elektrische Türöffner beschrieben, mit denen man, mithilfe von Radiowellen, Türen aus der Distanz öffnen und mit dem Besucher sprechen kann. Er wagte nicht zu vermuten welche Möglichkeiten der Kommunikation der Fernseher, der sich auch in jedem elektrischen Haushalt der Zukunft befinden würde, bereitstellen wird. Auch Lichter, deren Farbe man nach Stimmung beliebig umstellen kann, wurden von George H. Bucher angekündigt (Vgl. Bucher, 1939, pp. 161–166). Viele von den Dingen, die er beschrieben hat sind für uns größtenteils alltägliche Gegenstände des Haushalts geworden. Jüngere Generationen kennen zum Beispiel keinen Haushalt ohne Fernseher mehr.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel ordnet das Smart Home Teilprojekt in den Kontext des „EnaQ Fliegerhorst“ ein und erläutert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Smart Home: Es erfolgt eine historische Einordnung sowie eine Definition und Analyse der Anwendungsbereiche, Hürden und Herausforderungen von Smart Home Technologien.
3. Partizipation der Bürger: Das Kapitel behandelt die Funktionen, Formen und spezifische Verfahren der Partizipation sowie die damit verbundenen Hürden bei der Stadtplanung.
4. Innovation vermitteln: Hier werden Definitionen von Innovationen erörtert und Techniken zur Vermittlung komplexen Wissens an Laien, wie beispielsweise Framing oder Geschichten, vorgestellt.
5. Handlungsempfehlung: Basierend auf den vorherigen Erkenntnissen wird eine Strategie für das EnaQ-Team zur optimalen Bürgerbeteiligung und Innovationskommunikation entwickelt.
6. Kritik und Hinweise: Eine kritische Reflexion des Umfangs und der berücksichtigten Faktoren der Bachelorarbeit schließt die Untersuchung ab.
Schlüsselwörter
Smart Home, Partizipation, Bürgerbeteiligung, EnaQ Fliegerhorst, Smart City, Innovation, Innovationsvermittlung, Internet der Dinge, IoT, Ambient Assisted Living, AAL, Technologieakzeptanz, Energiemanagement, Reallabor, Wissenstransfer.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration der Bürger Oldenburgs in den Planungsprozess für Smart Homes im neu entstehenden Quartier „EnaQ Fliegerhorst“.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf Smart Home Technologien, Methoden der Bürgerpartizipation sowie Strategien zur Vermittlung technologischer Innovationen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erstellung einer fundierten Handlungsempfehlung, wie die Bevölkerung optimal an Smart Home Planungen beteiligt werden kann, um eine bedarfsgerechte und akzeptierte Entwicklung zu sichern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Forschungsarbeit basiert primär auf einer umfassenden Literaturrecherche und der Anwendung theoretischer Konzepte auf das spezifische Projektbeispiel des EnaQ Fliegerhorst.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Smart Home, die Analyse von Partizipationsverfahren und die Untersuchung effektiver Kommunikations- und Vermittlungsmethoden für technische Innovationen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Smart Home, Partizipation, EnaQ Fliegerhorst, Innovationsvermittlung, Akzeptanz und IoT.
Was unterscheidet das EnaQ Fliegerhorst Projekt von einer gewöhnlichen Quartiersentwicklung?
Das Projekt ist als Reallabor konzipiert, das eine transdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Bürgern erfordert, um klimaneutrale und technologisch vernetzte Lebensräume zu schaffen.
Welche Rolle spielt die Privatsphäre bei der Einführung von Smart Home Systemen?
Die Privatsphäre ist ein entscheidender kritischer Faktor, da die notwendige Datenerhebung von vielen Nutzern skeptisch betrachtet wird, was eine transparente Kommunikation und Vermittlung des Mehrwerts unerlässlich macht.
- Citar trabajo
- Anonym (Autor), 2018, Das EnaQ Fliegerhorst Oldenburg. Welche "Smart Home"-Angebote können realisiert werden und wie kann die Nachfrage durch die Partizipation der Bürger ermittelt werden?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/445645