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Missbrauch der Marktmacht in Oligopolen

Title: Missbrauch der Marktmacht in Oligopolen

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 19 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Kevin Schulte (Author)

Business economics - Economic Policy
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Summary Excerpt Details

Durch den aktuellen Fall von Edeka und Kaiser’s Tengelmann ist die Thematik von Oligopolen in den Medien und der Politik wieder stärker in den Fokus getreten. Tatsächlich sind verschiedene Arten von Oligopolen in weiten Teilen der Wirtschaft vertreten. Bekannte Beispiele hierfür wären Preisabsprachen bei Tankstellen oder bei Stromanbietern. Beides Bekannte Beispiele, die jedoch einen komplett anderen Ansatz verfolgen. Gerade deswegen steht diese Marktform vor allem bei Politikern und Verbraucherschützern häufig in der Kritik. Da es aufgrund von der Beschaffung der Marktform oftmals zu Preiserhöhungen kommt, die über dem Marktüblichen Niveau liegen und denen nur schwer entgegengewirkt werden kann. Bei sehr engen Oligopolen wird deswegen auch häufig von Kartellen geredet. Diese verhalten sich wie Monopolisten um so den Preis und das Angebot frei gestalten können und so den Grundsätzen der sozialen Marktwirtschaft in Deutschland massiv schadet.

Deswegen versucht die vorliegende Arbeit, die vorherrschenden Theorien und Vorgehensweisen von Oligopolen darzustellen und setzt sich mit den daraus resultierenden Problemen auseinander. Zur Veranschaulichung wird sich auch mit der aktuellen Thematik von Edeka und Kaiser’s Tengelmann auseinandergesetzt. Daher wird zu Beginn der Arbeit der Begriff Oligopol definiert und die Entstehungsgeschichte/-entwicklung dargestellt. Im nachfolgenden Kapitel wird diese Marktform von Polypolen und Monopolen abgegrenzt. Im vierten Abschnitt, werden die sechs vorherrschenden Theorien dargestellt und Stärken und Schwächen der jeweiligen Modelle aufgezeigt. Auf der Basis wird analysiert wie die Marktmacht Zustanden kommt, sie beeinflusst wird und wie man diese Veränderungen messbar macht. Danach wird auf die verschiedenen Arten von Oligopolen eingegangen und ihre Auswirkungen auf den Markt betrachtet. Dies wird am Beispiel von Edeka und Kaiser’s Tengelmann veranschaulicht. Abschließend wird auf die rechtliche Problematik von Oligopolen in Deutschland eingegangen und wie sehr sich die Regelungen im internationalen Vergleich unterscheiden. Zum Schluss wird sich im Fazit kritisch mit den Auswirkungen von Oligopolen auseinandergesetzt und erörtert, welche Gefahren wirklich von Oligopolen ausgehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

2.1 Oligopol

2.2 Abgrenzung zum Monopol und Polypol

3. Klassische Theorien zur Bildung von Oligopolen

3.1 Das Modell von Cournot

3.2 Das Modell von Bertrand

3.3 Das Modell von Stackelberg

3.4 Das Modell von Kreps-Scheinkman

3.5 Das Hotelling-Modell

4. Marktmacht

4.1 Definition und Messung von Marktmacht

4.2 Auswirkungen von Marktmacht

5. Funktionsweisen von Oligopolen

5.1 Arten der Strategiebildung in Oligopolen

5.2 Am Beispiel des Lebensmitteleinzelhandels in Deutschland

6. Rechtliche Regelungen in Deutschland

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Oligopole in der modernen Wirtschaft, analysiert die theoretischen Grundlagen der Marktform und beleuchtet die damit einhergehenden Probleme wie Marktmachtmissbrauch und Kartellbildung am konkreten Praxisbeispiel des deutschen Lebensmitteleinzelhandels.

  • Theoretische Modelle von Oligopolen (Cournot, Bertrand, Stackelberg etc.)
  • Methoden zur Definition und Messung von Marktmacht
  • Strategiebildung und Verhaltensweisen von Unternehmen in Oligopolen
  • Analyse des Konzentrationsprozesses im deutschen Lebensmitteleinzelhandel
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und Fusionskontrolle in Deutschland

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Modell von Cournot

Die Ansätze des französischen Mathematikers Antoine Cournot bilden das Fundament für moderne Preistheorien. Er modellierte einen einstufigen Wettbewerb in homogenen Märkten mit wenigen Anbietern. Betrachtet wird das Cournot-Modell im Duopol (zwei Anbieter) in denen beide Anbieter darauf Bedacht sind ihren Gewinn zu maximieren. Beide Anbieter legen ihre Produktionsmengen unabhängig voneinander fest und anschließend werden Gewinne und Preise auf dem Markt festgelegt. Jedoch wird die Produktionsmengenentscheidung von dem anderen Anbieter beeinflusst. Hierfür stellt Cournot die Reaktionskorrespondenz auf, in dem er für beide Anbieter eine Reaktionsgleichung aufstellt. Es wird versucht das Cournot-Nash-Gleichgewicht herzustellen. Dies ist der Punkt in der sich beide Anbieter in der bestmöglichen Lage befinden. Das ist die Situation die von beiden Anbietern angestrebt wird. Sobald dieses Gleichgewicht erreicht wird, die Strategie nicht mehr verändert um eine stabile Situation beizubehalten.

Hieraus ergeben sich jedoch schnell einige Kritikpunkte. Die Darstellung, dass Oligopolisten im Mengenwettbewerb auftreten ist eher die Ausnahme und findet deshalb kaum Anwendung. Zudem kalkulieren Unternehmen ihre Preise nicht auf Basis ihrer Absatzmengen und legen dann ihre Preise fest. Für gewöhnlich setzen Unternehmen erst die Preise fest und kalkulieren auf dieser Basis ihre Absatzmengen. Also genau andersherum. Und reagieren entsprechend der Mitbewerber und Kunden auf Preisanpassungen oder Mengenanpassungen. Dies sorgt dafür, dass die Annahme, dass Wettbewerber nicht aufeinander reagieren realitätsfern ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Oligopole anhand des Falls Edeka/Kaiser’s Tengelmann und Erläuterung des Forschungsziels.

2. Definitionen: Begriffliche Klärung von Oligopol, Monopol und Polypol sowie deren Abgrenzung.

3. Klassische Theorien zur Bildung von Oligopolen: Darstellung der theoretischen Modelle zur Preis- und Mengenbildung in Oligopolen inklusive deren Kritik.

4. Marktmacht: Analyse der Definition und Messbarkeit von Marktmacht sowie deren Auswirkungen auf den Wettbewerb.

5. Funktionsweisen von Oligopolen: Untersuchung von Strategien in Oligopolen, illustriert am Beispiel des Lebensmitteleinzelhandels.

6. Rechtliche Regelungen in Deutschland: Erläuterung der wettbewerbsrechtlichen Grundlagen und Instrumente zur Fusionskontrolle.

7. Fazit: Kritische Würdigung der volkswirtschaftlichen Auswirkungen von Oligopolen und Empfehlungen zur Regulierung.

Schlüsselwörter

Oligopol, Marktmacht, Wettbewerb, Kartell, Preiskampf, Mengenwettbewerb, Fusionskontrolle, Bundeskartellamt, Lebensmitteleinzelhandel, Marktbeherrschung, Preisstarrheit, ökonomische Theorie, Konzentrationsprozess, GWB, Strategiebildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Marktform des Oligopols und der damit verbundenen Problematik der Marktmacht und des Wettbewerbs in der Wirtschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Erklärungsmodelle für Oligopole, die Messung von Marktmacht sowie rechtliche Aspekte der Fusionskontrolle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen von Oligopolen kritisch zu beleuchten und aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen diese Marktform für Verbraucher und Wettbewerb problematisch wird.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse ökonomischer Theorien sowie einer Fallstudie zum deutschen Lebensmitteleinzelhandel unter Einbeziehung aktueller Wettbewerbsdaten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung klassischer Oligopol-Modelle, eine Analyse der Marktmachtmessung sowie eine praktische Fallbeispielanalyse zu Edeka und Kaiser’s Tengelmann.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Oligopol, Marktmacht, Kartellbildung, Wettbewerb und Fusionskontrolle.

Warum ist das Beispiel Edeka und Kaiser’s Tengelmann zentral?

Es veranschaulicht realitätsnah die Auswirkungen von Konzentrationsprozessen im Handel und zeigt die Grenzen und Konflikte staatlicher Regulierungsversuche auf.

Welche Schwächen weisen klassische Oligopol-Modelle laut Autor auf?

Der Autor kritisiert, dass viele Modelle (wie Cournot oder Bertrand) von realitätsfernen Annahmen ausgehen, etwa in Bezug auf die Reihenfolge von Preis- und Mengenanpassungen.

Wie bewertet der Autor die Wirksamkeit von Kartellstrafen?

Er gelangt zu dem Schluss, dass aktuelle Bußgelder im Verhältnis zu den erzielten Gewinnen oft zu niedrig angesetzt sind, um eine ausreichend abschreckende Wirkung zu entfalten.

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Details

Title
Missbrauch der Marktmacht in Oligopolen
College
Fresenius University of Applied Sciences Dusseldorf
Grade
2,3
Author
Kevin Schulte (Author)
Publication Year
2016
Pages
19
Catalog Number
V445661
ISBN (eBook)
9783668828988
ISBN (Book)
9783668828995
Language
German
Tags
missbrauch marktmacht oligopolen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kevin Schulte (Author), 2016, Missbrauch der Marktmacht in Oligopolen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/445661
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