Vorstandsgehälter in Deutschland. Wie kann Bezahlung transparenter gestaltet werden?


Hausarbeit (Hauptseminar), 2018
22 Seiten, Note: 2,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

II Abkürzungsverzeichnis

III Tabellenverzeichnis

1 Einleitung in die Thematik

2 Allgemeine Grundlagen zu Vorstandsvergütungen
2.1.1 Fixe Lohnkomponente
2.1.2 Leistungsabhängige Lohnkomponente
2.1.3 Nebenleistungen

3. Vergütungsanalyse Volkswagen
3.2 Fixe Vergütung
3.3.1 Bonuszahlungen
3.3.2 Long-Term-Incentives
3.3.3 Leistungen auf Basis virtueller Aktien
3.3.4 Leistungen bei regulärer Beendigung des Dienstverhältnisses
3.4 Kritik am Vergütungssystem

4. Leistungsorientierte Bezahlung auf Basis des Economic Value Added

5. Schlussbetrachtung

IV Literaturverzeichnis

II Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

III Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Fixe Vergütung des VW Vorstandes 2016

Tabelle 2: Erhaltene Bonuszahlungen des VW Vorstandes 2016

Tabelle 3: Erhaltene Long Term Incentives des VW Vorstandes 2016

Tabelle 4: Erhaltene virtuelle Aktien des VW Vorstandes 2016

Tabelle 5: Erhaltener Vorsorgeaufwand des VW Vorstandes 2016

Tabelle 6: Gesamtvergütung des VW Vorstandes 2016

1 Einleitung in die Thematik

Das Ansteigen der Gehälter von Managern ist ein immer wiederkehrendes Thema in den Medien, der Politik und der öffentlichen Diskussion. Diese haben sich im Vergleich zu anderen Arbeitnehmergruppen deutlich abgesetzt. Aktuelles Beispiel z.B. ist die Diesel-Affäre bei Volkswagen, die sehr öffentlich und ausführlich in den Medien dargestellt wird. In diesem Zusammenhang zeigt sich, dass nicht nur die Vergütungen exzessiv zugenommen haben, sondern Topmanager zusätzlich horrende Abfindungen erhalten, für Probleme, die sie teils selber verursacht haben oder ein Mitverschulden tragen. Während die Manager sich bezüglich Ihrer Gehälter größtenteils bedeckt halten, empfinden weite Teile der Öffentlichkeit diese Bezüge als ungerecht.

Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Fragestellung, wie die Zusammensetzung der Managergehälter aus wirtschaftsethischer Sicht zu betrachten sind. Vor dem Hintergrund der Diesel-Affäre werden die Anreizsysteme und die Zusammensetzung der Gehälter der Topmanager beispielhaft bei Volkswagen betrachtet. Ziel dieser Ausarbeitung ist die theoretische Diskussion aufzugreifen und anhand des Beispiels von Volkswagen zu verdeutlichen, welche Änderungen in Bezug auf die Zusammensetzung der Gehälter vorgenommen werden sollten.

Zu Beginn werden die allgemeinen gesetzlichen Rahmenbedingungen für Vorstandsgehälter erläutert. Im Anschluss wird aus theoretischer Sicht betrachtet welche einzelnen Komponenten ein Vorstandsgehalt beinhaltet. Im Folgenden wird, die dies anhand einer Vergütungsanalyse exemplarisch am Beispiel von Volkswagen verdeutlicht. Abgeschlossen wird dieser Teil mit einer kritischen Auseinandersetzung mit den einzelnen Bestandteilen. Auf dieser Basis wird das Economic Value Added als wertorientiertes Kennzahlensystem vorgestellt um die Transparenz von Gehältern in der öffentlichen Wahrnehmung zu erhöhen.

Abschließend wird ein Fazit gezogen, in dem noch einmal kurz die Vor- und Nachteile von der Umstellung von einem klassischen auf ein wertorientiertes Kennzahlensystem erläutert werden und eine Anregung für die künftige Auseinandersetzung mit Managementgehälter erfolgt.

2 Allgemeine Grundlagen zu Vorstandsvergütungen

In diesem Kapitel werden die Grundlagen zu dem Thema Gehalt geschaffen. Dabei liegt der Fokus auf den Vorständen der DAX-Unternehmen, da diese regelmäßig kontrovers in der Öffentlichkeit diskutiert werden.[1]

Unter einem Vorstand[2] versteht man die eigenverantwortliche Leitung einer Aktiengesellschaft [AG] und die gerichtliche und außergerichtliche Vertretung des Unternehmens. Die Vertretungs- und Zeichnungsbefugnis, regeln die Aktiengesellschaften individuell in Ihren Satzungen. Hat eine AG keinen Vorstand wird diese durch den Aufsichtsrat vertreten.[3] Der Vorstand wird laut Gesetz[4] für fünf Jahre vom Aufsichtsrat der Aktiengesellschaft bestellt. Bei mehrköpfigen Vorständen, kann von dem Aufsichtsrat ein Vorstandsvorsitzender berufen werden. Die Stimme des Vorstandsvorsitzenden entscheidet bei Stimmgleichheit, wenn die Satzung der AG oder die Geschäftsordnung dies vorsieht. Zu den Aufgaben zählen, die quartalsweise Berichterstattung über die laufenden Geschäfte,[5] die ordnungsgemäße Buchführung, Einberufung der Hauptversammlung[6] und die Sorgfaltspflicht[7] eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters anzuwenden.

Die Gehälter der Vorstände werden außertariflich festgelegt und von jedem Mitglied des Vorstandes einzelvertraglich mit dem Aufsichtsrat ausgehandelt. Der Aufsichtsrat und die Vorstandsmitglieder sind per Gesetz dazu verpflichtet angemessene Bezüge auszuhandeln.[8] Eine weitere Besonderheit ist, dass Vorstände dazu verpflichtet sind alle ihre Bezüge im Detail aufgeschlüsselt offenzulegen.[9] Abgesehen von der Offenlegungspflicht haben Aufsichtsräte einen ziemlich großen Handlungsspielraum was die Bezüge und Sonderleistungen angeht. Eine Handlungsempfehlung wurde 2002 in Form des Deutsche Corporate Governance Kodex [DCGK][10] entwickelt. Dieser soll unter anderem dazu beitragen das Verständnis und die Transparenz für Stakeholder zu erhöhen, um das Vertrauen in den deutschen Kapitalmarkt zu stärken. Alle im Deutschen Aktienindex [DAX] und Midcap-DAX[MDAX] gelisteten Unternehmen legen ihre Empfehlungen bezüglich des DCGK zugrunde.

2.1 Zusammensetzung von Vorstandsvergütungssystemen

Die Vergütung eines Vorstandsmitgliedes besteht aus drei Komponenten. Er setzt sich aus einer leistungsunabhängigen[11] Grundvergütung, einer Leistungsbezogenen Vergütung und Nebenleistungen zusammen.[12]

2.1.1 Fixe Lohnkomponente

Die fixe Lohnvergütung besteht aus dem Grundgehalt. In der Regel sind dies die fixen monatlichen Zahlungen, die das Vorstandsmitglied erhält. Die Höhe, dieser Zahlungen werden zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstandsmitglied individuell ausgehandelt und in dem Arbeitsvertrag festgehalten.[13] Da es sich um eine fixe Komponente handelt, wird dieser Teil des Gehaltes regelmäßig ausgezahlt, unabhängig von der Leistung des Vorstandes oder des Unternehmens. Vorgabe ist, dass sich das Gehalt des Vorstandes in einem angemessenen Rahmen bewegt.[14]

Die Höhe des Fixgehaltes, welches als angemessen angesehen wird, wird von vielen Faktoren beeinflusst. Zum einen sind es Faktoren wie die Branche. In Pharmazieunternehmen sind die Gehälter z.B. höher als in Maschinenbauunternehmen.[15] Des Weiteren spielen unternehmensspezifische Faktoren, wie die Unternehmensgröße und die momentane Lage am Markt eine entscheidende Rolle. Hinzu kommen die persönlichen Faktoren, die das Vorstandsmitglied mitbringt: Erfahrungen, akademischer Werdegang, Führungsverantwortlichkeiten und nicht zuletzt sein persönliches Verhandlungsgeschick.

2.1.2 Leistungsabhängige Lohnkomponente

Da die fixe Lohnkomponente alleine wenig Leistungsanreize bietet, wird diese um die leistungsabhängige Lohnkomponente ergänzt.[16] Diese setzt sich aus Zahlungen zusammen, welche an den kurzfristigen und langfristigen Erfolgen orientiert sind. Zu den kurzfristigen zählen z.B. Tantiemen oder Prämien, welche eher eine Bonus- als Anreizfunktion haben. Die Anreizfunktion kommt bei dem langfristigen Erfolg zum Tragen. Hier wird darauf abgezielt eine nachhaltige Wertsteigerung des Unternehmens (Shareholder Value) sicher zu stellen. Dies geschieht auf zwei Arten, entweder kennzahlenorientiert oder aktienorientiert. Das Kennzahlensystem zur Ermittlung setzt sich in der Regel aus dem erzielten Gewinnüberschuss, Rendite, Wachstum und/oder der gezahlten Dividende zusammen und stellt klassische Kennzahlen zur Gewinnermittlung dar. Die aktienorientierte Komponente zeigt sich in den Aktienoptionsplänen[17]. Hierbei bekommt das Vorstandsmitglied die Möglichkeit, Aktien seines Unternehmens zu einem bestimmten Basiskurs zu kaufen. Der Anreiz hierbei liegt darin, dass der Börsenkurs zu diesem Zeitpunkt über dem Basiskurs liegt und das Vorstandsmitglied somit Gewinne durch die Aktien erzielt. Sollte der Börsenkurs jedoch unterhalb des Basiskurses liegen, kann das Vorstandsmitglied diese einfach verfallen lassen.

Wie und in welcher Höhe die leistungsabhängige Komponente gezahlt wird, hängt von der Zielvereinbarung ab. Meistens haben diese die Laufzeit von einem Geschäftsjahr, an dessen Ende der Realisierungsgrad überprüft werden kann. Je höher der prozentuale Erreichungsgrad der Zielvereinbarung, desto höher fällt am Ende auch die gezahlte variable Lohnkomponente aus.

2.1.3 Nebenleistungen

Die dritte Komponente, die zu dem Lohn eines Vorstandsmitgliedes gehört, sind die Nebenleistungen. Diese setzen sich aus weiteren Sach- bzw. Geldbezügen zusammen[18]. Hierzu zählen unter anderem die Bereitstellung eines Dienstwagens, welcher auch privat genutzt werden darf, eine Dienstwohnung und die Übernahme von Telefonkosten oder ähnlichem. Zusätzlich werden Versicherungsleistungen und Regelungen im Falle eines Ablebens des Vorstandsmitgliedes gewährt. Zu diesen Leistungen zählt unter anderem eine Directors and Officers Versicherung (D&O).[19] Diese sichert Vorstandsmitglieder, die für ihre Entscheidungen haftbar gemacht werden können, ab und beschränkt das Haftungsrisiko Außerdem erhalten Vorstandsmitglieder auch eine Zusage auf eine betriebliche Altersvorsorge. Diese umfasst 45-55% des Grundgehaltes und beinhaltet Altersruhegeld, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung.

3. Vergütungsanalyse Volkswagen

„Der Vergütungsbericht [der Volkswagen AG] enthält die individualisierte und nach Bestandteilen aufgegliederte Aufstellung der Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat der Volkswagen AG sowie individualisierte Angaben zur Altersversorgung der Mitglieder des Vorstands.“[20]

3.1 Bestandteile der Vorstandsvergütung bei Volkswagen

Das Gehalt des Vorstandes bei VW setzt sich aus einer fixen (erfolgsunabhängig) und einer variablen (erfolgsabhängige) Vergütung zusammen. Diese werden im Folgenden genauer untersucht und aufgeschlüsselt.

3.2 Fixe Vergütung

Bei Volkswagen soll durch die Grundvergütung, durch das Fixgehalt, sichergestellt werden, dass die einzelnen Vorstandsmitglieder ihr Handeln an den „wohlverstandenen Interessen des Unternehmens“[21] orientieren. Zusätzlich soll so gewährleistet werden, dass sich der Vorstand wie ein „ordentlicher Kaufmann“[22] verhält ohne dabei von Erfolgszielen beeinflusst zu werden. Die Formulierung des ordentlichen Kaufmanns entspringt dem Handelsgesetzbuch (HGB) und betrifft die Sorgfaltspflicht von Kaufmännern[23]. Zusammen mit den wohlverdienten Interessen des Unternehmens, soll sichergestellt werden, dass sich die Vorstandsmitglieder dem Unternehmen verschrieben haben und bei grober Fahrlässigkeit für ihre Fehler haftbar gemacht werden können. So wurde dem Vorstand 2016 insgesamt rund 16.595.000 € alleine an Festvergütung gezahlt (s. Tabelle 1), was im Durchschnitt einer Vergütung von rund 1.844.000 € jährlich entspricht. Durch den Arbeitgeberwechsel von Daimler zu Volkswagen wurde Frau Hohmann-Dennhardt eine „Kompensation von verlorenen Ansprüchen aufgrund eines Arbeitgeberwechsels“[24] in Höhe von 6.300.000€ zugesprochen, wovon sie im Jahr 2016 ein Drittel erhalten hat (2.1 Mio. €).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Fixe Vergütung des VW Vorstandes 2016 (Quelle: Volkswagen AG eigene Darstellung)

Zusätzlich zu der Festvergütung zählt Volkswagen auch die erhaltenen Nebenleistungen zu der fixen Vergütung. Hierzu zählen insbesondere Sachbezüge und Betriebsmittel wie z.B. ein Dienstwagen, der auch privat genutzt wird. Diese Sachbezüge unterliegen der Steuerpflicht. Versteuern muss sie die Person, die diese Sachbezüge erhalten hat[25]. Dies ist bei VW nicht der Fall, in den Nebenleistungen sind die Versicherungsprämien und die zu zahlenden Steuern bereits enthalten.[26] Das macht zusätzliche durchschnittliche Einkünfte von rund 167.000 € jährlich. Somit wurden dem Vorstand alleine aus der fixen Vergütung insgesamt 18.100.000 € jährlich gezahlt. Was jedem Vorstandsmitglied eine jährliche Grundvergütung von 2 Mio. € sichert.

3.3 Variable Vergütung

Die variable bzw. erfolgsabhängige Vergütung setzt sich bei Volkswagen aus zwei Komponenten zusammen.[27] Zum einen besteht sie aus einer Sondervergütung, welche die Geschäftsentwicklung des laufenden Berichts- und die des Vorjahres zur Berechnung der variablen Vergütung miteinbezieht. Zusätzlich gibt es seit 2010 bei VW Long Term Incentives, welche einen längerfristigen Anreiz, für die positive Geschäftsentwicklung, bieten sollen. Bei den LTI werden die letzten drei Geschäftsjahre zusätzlich zu dem laufenden Geschäftsjahr betrachtet. Um somit die Möglichkeit zu haben sowohl positiv als auch negativ Einfluss auf das Einkommen nehmen zu können. Zu guter Letzt können einzelne Leistungen der Vorstandsmitglieder durch Bonuszahlungen honoriert werden.

3.3.1 Bonuszahlungen

Der Bonus bei Volkswagen soll eine positive Entwicklung des Geschäftes honorieren. Basis für die Errechnung der Sondervergütung ist das operative Ergebnis. Hierfür wird der Durchschnitt des operativen Ergebnisses der letzten zwei Jahre genommen, einschließlich der Ergebnisse für China.[28] Dieses Ergebnis muss eine Marke von 5 Mrd. € jährlich überschreiten, damit die Sondervergütung ausgezahlt werden kann. Das operative Ergebnis entsprach im 3. Quartal 2017 bereits 10,6 Mrd. Euro. Hinzu kommen, für den gleichen Zeitraum, noch einmal weitere 3,3 Mrd. Euro aus den chinesischen Joint Ventures.[29] Daraus ergeben sich allein aus der Sondervergütung bereits weitere Zahlungen in Höhe von 4.8 Mio. €. (s. Tabelle 2)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Erhaltene Bonuszahlungen des VW Vorstandes 2016 (Quelle: Volkswagen AG eigene Darstellung)

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit weiterer Bonuszahlunen. Ob und in welcher Höhe diese Zahlungen erfolgen entscheidet der Aufsichtsrat von VW. Maßgebend ist die individuelle Leistung der einzelnen Vorstandsmitglieder im vergangenen Geschäftsjahr. Hierzu zählen „besondere Integrationsleistungen oder die erfolgreiche Umsetzung von Sonderprojekten“.[30] Die Höhe dieser Zahlung ergibt sich wieder aus dem operativen Ergebnis und einem spezifischen Anpassungsfaktor von VW.

3.3.2 Long-Term-Incentives

Die Long-Term-Incentives orientieren sich an der Erreichung der festgelegten strategischen Ziele. Für die Vorstandsmitglieder wurden vier Zielfelder definiert, welche alle zwei Jahre aktualisiert werden.[31] Das erste Ziel ist die Erreichung einer „Top-Kundenzufriedenheit.“[32] Diese wird mit der Kennzahl des Kundenzufriedenheitsindexes gemessen. Diese errechnet sich mit den Kennzahlen für die Gesamtzufriedenheit der Kunden, der Neufahrzeuge und die Werkstattbesuche bei Servicebetrieben. Jedoch ist der Begriff Kunde hier differenziert zu verstehen. Zum einen werden als Kunden die Händler, welche Neufahrzeuge vertreiben verstanden und zum anderen die Endkunden, welche mit ihren Gebrauchtwagen in Kontakt mit Servicebetrieben stehen.

Als nächstes wurde das Ziel „Top-Arbeitgeber“[33] definiert, welches am Mitarbeiterindex gemessen wird. Der Mitarbeiterindex setzt sich aus den Faktoren Beschäftigung, Produktivität und aus durchgeführten Mitarbeiterbefragungen zusammen.

Als drittes wurde die „Absatzsteigerung“ anhand des Wachstumsindexes als Ziel vereinbart. Dieser setzt sich aus der „Auslieferung an Kunden“ und dem Marktanteil zusammen. Als letztes Ziel wurde die „Steigerung der Rendite“[34] vereinbart. Diese wiederum setzt sich aus dem Renditeindex und der Entwicklung der Dividende der Aktien zusammen.

Um zu ermitteln ob ein LTI ausgezahlt wird, werden die einzelnen Ziele und Indizes miteinander verrechnet. Die Indizes zur Kundenzufriedenheit, Mitarbeiter und der Absatzsituation werden im ersten Schritt aufsummiert. Im nächsten Schritt wird das erhaltene Ergebnis mit dem Renditeindex multipliziert. Liegt das Ergebnisses der somit resultierenden Umsatzrendite nicht über 1.5% wird kein LTI ausgezahlt. Dadurch will VW sicherstellen, dass ein LTI nur dann gezahlt wird, wenn das Unternehmen gut wirtschaftet. Zusätzlich hat der Aufsichtsrat von Volkswagen LTI´s mit einem maximalen Cap von 2.0 Mio. € für Vorstandsmitglieder und 4.5 Mio. € jährlich für den Vorsitzenden verhängt. Dies resultierte im Jahr 2016 in einem LTI von insgesamt 10.915.000 € (s. Tabelle 3).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3: Erhaltene Long Term Incentives des VW Vorstandes 2016 (Quelle: Volkswagen AG eigene Darstellung)

[...]


[1] Vgl. Keese [2017], o.S.

[2] Vgl. Berwanger [2018], o.S.

[3] Vgl. §78 | 2 Aktiengesetzbuch (AktG) v 17.07.2017

[4] Vgl. §84 Aktiengesetzbuch (AktG) v 17.07.2017

[5] Vgl. §90 II Nr. 3 Aktiengesetzbuch (AktG) v 17.07.2017

[6] Vgl. §92 Aktiengesetzbuch (AktG) v 17.07.2017

[7] Vgl. §93 Aktiengesetzbuch (AktG) v 17.07.2017

[8] Vgl. §87 Aktiengesetzbuch (AktG) v 17.07.2017

[9] Vgl. BGBl [2005], S. 2267 ff

[10] Vgl. Deutscher Corporate Governance Kodex [2017], o.S.

[11] Vgl. Eckner [2007], o.S

[12] Vgl. Nussbaum [2009], S. 127 ff

[13] Vgl. Hans-Böckler-Stiftung [2006|, S 13 ff.

[14] Vgl. Deutscher Corporate Governance Kodex [2017], o.S.

[15] Vgl. Schareika [2018], o.S

[16] Vgl. Hans-Böckler-Stiftung [2006], S 14 f.

[17] Vgl. Kluckow [2014], S. 129 ff.

[18] Vgl. Nussbaum [2009], S. 127 ff

[19] Vgl. Hans-Böckler-Stiftung [2006], S 16 f

[20] Vgl. Volkswagen AG [2017], S. 67

[21] Vgl. Volkswagen AG [2017], S. 67

[22] Vgl. Volkswagen AG [2017], S. 67

[23] Vgl. §347 Handelsgesetzbuch (HGB) v 09.02.2018

[24] Vgl. Volkswagen AG [2017], S. 68

[25] Vgl. §8 Einkommenssteuergesetz v 31.05.2018

[26] Vgl. Volkswagen AG [2017], S. 67

[27] Vgl. Volkswagen AG [2017], S. 68

[28] Vgl. Volkswagen AG [2017], S. 68

[29] Vgl. Volkswagen AG [2017], S. 1

[30] Vgl. Volkswagen AG [2017], S. 68

[31] Vgl. Volkswagen AG [2017], S. 68

[32] Vgl. Volkswagen AG [2017], S. 68

[33] Vgl. Volkswagen AG [2017], S. 68

[34] Vgl. Volkswagen AG [2017], S. 68

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Vorstandsgehälter in Deutschland. Wie kann Bezahlung transparenter gestaltet werden?
Hochschule
Hochschule Fresenius Düsseldorf
Note
2,3
Autor
Jahr
2018
Seiten
22
Katalognummer
V445662
ISBN (eBook)
9783668831094
ISBN (Buch)
9783668831100
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vorstandsgehälter, deutschland, bezahlung
Arbeit zitieren
Kevin Schulte (Autor), 2018, Vorstandsgehälter in Deutschland. Wie kann Bezahlung transparenter gestaltet werden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/445662

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