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Die Freimaurerlogen. Geheime Übungsräume der Vernunft oder Abwehr des Absolutismus? Habermas vs. Koselleck

Titel: Die Freimaurerlogen. Geheime Übungsräume der Vernunft oder Abwehr  des Absolutismus? Habermas vs.  Koselleck

Hausarbeit , 2018 , 18 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Tobias Tibbe (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit mit dem Titel „ Die Freimaurerlogen. Geheime Übungsräume der Vernunft oder Abwehr des Absolutismus? - Habermas vs. Koselleck“ beschäftigt sich mit Jürgen Habermas‘ „Strukturwandel der Öffentlichkeit“ und Reinhart Kosellecks „Kritik und Krise“. Beide beschreiben theoretische Konzepte, welche Erklärungsversuche für die Entwicklung der geheimen Sozietät innerhalb der bürgerlichen Öffentlichkeit darstellen sollen.

Diese Theorien sollen im Vordergrund dieser Arbeit stehen. Ein Vergleich findet deshalb statt, weil sich zwar einige Parallelen zwischen Habermas‘ und Kosellecks Erläuterungen finden, beide aber zu grundverschiedenen Ergebnissen kommen.

In einem ersten Schritt werden daher beide Theorien und die Grundideen der Autoren kurz erläutert. Es soll analysiert werden, welche Ursachen und Bedingungen die Herausbildung der Geheimgesellschaften herausgefordert haben und welche Rolle die beiden Autoren der geheimen Sozietät zuschreiben.

Ein zweiter Schritt wird den Fokus auf die Freimaurerei richten. Die Freimaurerei dient deshalb als Untersuchungsobjekt, da sie sowohl von Habermas, als auch von Koselleck direkt angesprochen wird. An diesem Beispiel gilt es schließlich die Anwendbarkeit der Theorien zu überprüfen, was letztendlich in die Beantwortung der Hauptfrage dieser Arbeit münden soll – waren die Freimaurerlogen geheime Übungsräume der Vernunft, oder versuchten sie aktiv den Absolutismus abzuwehren? Um diese Frage zu beantworten, werden diverse Kriterien des Phänomens Freimaurerei genauer beleuchtet. Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass es nicht Sinn dieser Arbeit ist einen Überblick über die Freimauerei zu liefern, vielmehr werden nur für die Untersuchung relevante Aspekte dieses umfangreichen Themengebietes herausgegriffen. Am Ende dieser Arbeit soll klar gestellt werden, welche der beiden eingangs erwähnten Forschungsmeinungen im Bezug auf die Freimaurerei zutreffender ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Habermas und Koselleck – Zusammenfassung der Theorien

2.1 Jürgen Habermas – „Strukturwandel der Öffentlichkeit“

2.2 Einordnung der Theorie in Habermas‘ Theorie

2.3 Reinhart Koselleck - „Kritik und Krise“

3. Die Freimaurerei

3.1 Motive, Ziele und Wirken der Freimaurer

3.2 Organisation, Struktur und innere Ordnung der Freimaurerlogen

3.3 Die Freimaurer und die Politik

4. Ausblick und Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle der Freimaurerlogen im 18. Jahrhundert unter Anwendung der gegensätzlichen theoretischen Konzepte von Jürgen Habermas und Reinhart Koselleck. Ziel ist es zu klären, ob die Logen als „Übungsräume der Vernunft“ für eine neue bürgerliche Öffentlichkeit dienten oder als bewusste Abwehrinstanzen gegen den Absolutismus fungierten.

  • Analyse der Theorie des „Strukturwandels der Öffentlichkeit“ nach Habermas.
  • Untersuchung der These der „Kritik und Krise“ nach Reinhart Koselleck.
  • Vergleich der Motive, Ziele und Organisationsstrukturen der Freimaurer.
  • Bewertung des Einflusses der Freimaurerei auf die politische Landschaft der Zeit.
  • Kritische Reflexion der Anwendbarkeit beider Theorien auf das historische Phänomen der Logen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Motive, Ziele und Wirken der Freimaurer

„Die Freimaurer bauen, wie aus ihrer Ritualistik hervorgeht, am Bau des Tempels der allgemeinen Menschenliebe“ – so beschreibt Helmut Reinalter das oberste Ziel der Freimaurer. Humanität, Mitgefühl, Mitleid, Brüderlichkeit, Menschlichkeit und Toleranz stellten für die Freimaurer nicht nur Tugenden dar, sondern waren Inhalt ihrer konkreten Praxis. Die Freimaurer betrachteten den Menschen, ganz im Sinne der Aufklärung, als ein Wesen, welches in der Lage ist, vernünftig zu handeln.

Die Freimaurer gingen also von einer Idee aus, die im Grunde darin bestand, dass alle Missstände innerhalb der Gesellschaft durch eine Form der Morallehre lösbar sind. Der Mensch war durch die Praxis der Humanität ein veredelbares Wesen, welches durch die Arbeit des Menschen am Menschen stets in der Lage, war ein höheres Maß an Menschlichkeit zu gewinnen.

Diese Ethik war in ihrem Wesen aber nicht so dogmatisch wie die Glaubensbekenntnisse der Religionen – sie war individueller, freier und intuitiver. Es gab natürlich Ähnlichkeiten in der Ethik der Freimaurer und den Geboten der Weltreligionen, aber die Verantwortungsethik der Freimaurer sollte anpassungsfähig sein und Rücksicht auf die globalen Umstände der Menschheit nehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Untersuchungsziel, die Forschungsfrage und begründet den theoretischen Vergleich zwischen den Ansätzen von Habermas und Koselleck im Kontext der Freimaurerlogen.

2. Habermas und Koselleck – Zusammenfassung der Theorien: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundannahmen von Jürgen Habermas zum Strukturwandel der Öffentlichkeit sowie die Krisen- und Kritiktheorie von Reinhart Koselleck dargestellt und in Bezug zur Freimaurerei gesetzt.

2.1 Jürgen Habermas – „Strukturwandel der Öffentlichkeit“: Das Kapitel erläutert Habermas’ Konzept der bürgerlichen Öffentlichkeit und deren historische Entwicklung als neuen öffentlichen Raum.

2.2 Einordnung der Theorie in Habermas‘ Theorie: Hier wird untersucht, wie die Freimaurerei in das Modell von Habermas passt, wobei der Fokus insbesondere auf der Situation in Deutschland liegt.

2.3 Reinhart Koselleck - „Kritik und Krise“: Dieses Kapitel stellt Kosellecks Sichtweise dar, die Freimaurerlogen als Abwehrreaktion gegen den Absolutismus und als „geschichtliches Zwillingspaar“ zur Aufklärung begreift.

3. Die Freimaurerei: Der Hauptteil prüft die theoretischen Konzepte anhand der konkreten Praxis der Freimaurer, ihrer Rituale und ihrer sozialen Organisation.

3.1 Motive, Ziele und Wirken der Freimaurer: Dieses Kapitel beleuchtet das ethische Fundament, die Humanitätsideale und das Selbstverständnis der Freimaurer innerhalb der Logen.

3.2 Organisation, Struktur und innere Ordnung der Freimaurerlogen: Es wird das Gradsystem der Freimaurer analysiert und in Relation zur ständischen Ordnung des Absolutismus gesetzt.

3.3 Die Freimaurer und die Politik: Hier wird der Frage nachgegangen, ob die Freimaurer politisch agierten oder ob sie sich bewusst vom politischen Diskurs distanzierten.

4. Ausblick und Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst zusammen, dass Habermas’ Theorie für das Verständnis der Logen als „Übungsräume“ besser geeignet erscheint als Kosellecks These der rein politischen Abwehrinstitution.

Schlüsselwörter

Freimaurerei, Jürgen Habermas, Reinhart Koselleck, Absolutismus, Öffentlichkeit, Aufklärung, Geheimgesellschaft, Humanität, Moral, Politik, Strukturwandel, Kritik, Krise, Logen, Bürgertum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Rolle der Freimaurerlogen im 18. Jahrhundert unter besonderer Berücksichtigung theoretischer Konzepte der Geschichtswissenschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Geheimgesellschaften zum absolutistischen Staat, die Entstehung der bürgerlichen Öffentlichkeit und die moralphilosophischen Grundlagen der Freimaurerei.

Was ist die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob Freimaurerlogen „Übungsräume der Vernunft“ für eine neue Öffentlichkeit darstellten oder ob sie primär als Instrumente zur Abwehr des Absolutismus fungierten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche und historische Analyse vorgenommen, bei der zwei gegensätzliche theoretische Modelle (Habermas vs. Koselleck) auf das empirische Beispiel der Freimaurerei angewendet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Untersuchung der Motive, der organisatorischen Struktur der Logen, der ethischen Leitsätze der Freimaurer sowie ihrem tatsächlichen politischen Wirken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Freimaurerei, Öffentlichkeit, Aufklärung, Absolutismus und die beiden Theoretiker Habermas und Koselleck charakterisiert.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich Habermas?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Habermas’ Theorie der „Übungsräume der Vernunft“ die Realität der Logen besser beschreibt als die These einer bewussten politischen Umsturzbewegung.

Warum betont der Autor die Bedeutung der „Alten Pflichten“?

Die „Alten Pflichten“ dienen als zentrale Quelle, um die offiziellen Regeln, die moralische Ausrichtung und das (Un-)Verhältnis der Logen zur politischen Debatte des 18. Jahrhunderts zu belegen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Freimaurerlogen. Geheime Übungsräume der Vernunft oder Abwehr des Absolutismus? Habermas vs. Koselleck
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
1,7
Autor
Tobias Tibbe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
18
Katalognummer
V446045
ISBN (eBook)
9783668824522
ISBN (Buch)
9783668824539
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Freimaurer Habermas Koselleck Absolutimus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tobias Tibbe (Autor:in), 2018, Die Freimaurerlogen. Geheime Übungsräume der Vernunft oder Abwehr des Absolutismus? Habermas vs. Koselleck, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/446045
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Leseprobe aus  18  Seiten
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