Theologie in Breaking Bad. Die Frage nach dem Bösen


Seminararbeit, 2015
26 Seiten, Note: 1

Leseprobe

Inhalt

1. Vorbemerkungen

2. Begriffsbestimmungen

3. Einleitung

4. Wertende und kommentierende Darstellung des Plots
4.1. Die Gleichzeitigkeit von Gut und Böse im Menschen
4.2. Die Wirkung von Meth
4.3. Weg in die Verderbnis

5. Theologisches in Breaking Bad
5.1. Mythos der erlösenden Gewalt
5.2. Willensfreiheit (freier Wille)
5.3. Begierde
5.4. Stolz
5.5. Erlösung
5.6. Würde des Menschen
5.7. Ehre
5.8. Vaterschaft

6. Resümee

7. Literaturverzeichnis

1. Vorbemerkungen

Es ist einigermaßen befremdlich eine Seminararbeit an einer Universität über eine TV-Serie zu schreiben. Über Fiktion. Jedenfalls dann, wenn das Seminar nicht im Rahmen einschlägiger Studien besucht wird, sondern – so wie bei mir –im Rahmen meines Theologiestudiums. Andererseits ist es in der heutigen Zeit so, dass das Fernsehen die Menschen in hohem Maße beeinflusst. Und der Erfolg gerade von Breaking Bad zeigt, dass sich Menschen mit den Figuren identifizieren, darüber sprechen und ihr Leben dadurch beeinflusst wird. Man denke nur an die unzähligen Merchandisingartikel, die es beispielsweise gerade auch für Breaking Bad gibt.

Einerseits erschwerend, andererseits zusätzlich motivierend wird das Unternehmen, wenn man ein Thema wie das vorliegende wählt, für das es eigentlich keine Literatur gibt, jedenfalls fand ich keine nennenswerte. Dennoch hoffe ich, einen ersten Einblick in diesen Aspekt der Serie und Impulse für weitere Arbeiten geben zu können. Je länger man sich mit einem anfangs kaum ergiebig scheinenden Thema wie der Frage nach der Theologie in Breaking Bad beschäftigt, desto umfangreicher ist es, desto größer wird der Horizont, vor dem die Serie Aufstellung nimmt. Vieles lässt sich hier zu Tage fördern und könnte eine weitere Würdigung erfahren. Exemplarisch sei auf die Bedeutung der Namen hingewiesen; die Namenswahl des Autors scheint keinesfalls zufällig erfolgt zu sein. Oder selbst Eigenschaften wie Farben – verglichen mit den liturgischen Farben im Laufe des Kirchenjahrs christlicher Kirchen – wären ein Thema wert. In dieser Arbeit soll stattdessen ein erster Einblick in das Thema erfolgen. Eine Spezialisierung erfolgt nicht. Stattdessen sollen einige theologische Schlüsselbegriffe aufgegriffen und versucht werden, sie innerhalb der Serie zu verorten.

Wenn ich aus der Bibel zitiere, so verwende ich dafür die Luther Übersetzung aus 1984. Für Zitate/Verweise auf die Serie halte ich mich an die deutsche Synchron-Version, wie sie über netflix.at verfügbar ist, gebe aber den Namen der Folge in der Englischen Originalfassung an. Die Zeitangaben erfolgen in der Form SxEyy, was Staffel x Episode yy bedeutet sowie der Startzeit der betreffenden Szene im Format mm:ss. Somit bedeutet S1E03, min 23:04 die Minute 23, Sekunde 4 der 3. Folge der 1. Staffel. Da die Einstellung auf Netflix nicht ganz einfach ist, kann es durchaus vorkommen, dass es bei diesen Referenzierungen zu einigen kleinen Abweichungen im Sekundenbereich kommt. Dies sei entschuldigt.

2. Begriffsbestimmungen

Bevor ich weiter ins Detail gehe, seien noch einige Begriffsbestimmungen vorgenommen, damit nicht immer im laufenden Text darauf eingegangen werden muss.

- Das Wort Begierde stammt aus dem griechischen (ἐπιθυμία, „epithymia“) und bezeichnet das Verlangen, die böse Lust, die Neigung oder innere Tendenz des Menschen zum Bösen oder zur Sünde 1. Es geht im Wesentlichen um die Beziehung zwischen Freiheit und Gesetz. Sichtlich wird das in Röm 7,7: „ Denn ich wusste nichts von der Begierde, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte ‚Du sollst nicht begehren!’
- Buße kommt vom hebräischenשׁוּב(„schub“) im AT und bedeutet dort soviel wie zurückkehren, wiederhergestellt werden. Im NT entspricht das dem Wort μετάνοια („metánoia“) was Umkehr, Bekehrung bedeutet2.

Buße ist also nichts anderes als die Rückkehr des Menschen zu Gott bzw. das ständige Hingehen zu Gott. In diesem Sinne fordert auch Luther in seiner ersten der berühmten 95 Thesen3, dass das ganze Leben des Gläubigen Buße sein soll. Im Theologischen hat Buße somit eine ganz andere Begrifflichkeit als im profanen Sprachgebrauch.

- Das Wort Erlösung stammt vom hebräischenפְּדוּת(„gedut“) bzw. vom griechischen ἀπολύω („apolyo“) und bedeutet in beiden Fällen so viel wie Loskauf im Sinne von einen Sklaven aus der Sklaverei loskaufen. Wenn hier auch ein Freikauf mittels Geld im Raum steht, so ist mit der Erlösung im theologischen Sinn der Freikauf von der Sünde gemeint.
- Rechtfertigung: Der Begriff wird hier ausschließlich in einem theologischen Sinne verwandt und hat nicht unbedingt etwas mit Rechtfertigung im umgangssprachlichen oder gar juristischen Sinne zu tun.

Die Rechtfertigung ist ein Zentralbegriff der Rechtfertigungslehre. Dabei geht es um die Frage, was geschehen muss, damit das durch die Sünde gestörte Verhältnis von Gott und Mensch wieder in Ordnung kommt. Es geht also darum, wie die durch Sünde verursachte Trennung von Gott und Mensch wieder aufgehoben werden kann. Aus reformatorischer Sicht kann der Mensch dazu nichts beitragen4, er unterliegt dabei der Gnade Gottes.

Ein Gerechtfertigter ist demgemäß jemand, der wieder im Einklang mit Gott durchs Leben geht; im Kontext dieser Arbeit also jemand, der Gutes tut. Er hat also seine Sünden gelassen tat Buße, wodurch er zu Gott zurückkehrte.

- Sünde: Ein Handeln (wollen) ohne Gott bzw. gegen Gottes Gebote5. Sünde bezeichnet somit die freie und bewusste, also voll verantwortliche und existenziell radikale Entscheidung gegen den eindeutig erkannten Willen Gottes6.
- Die Verdammnis ist der Ausschluss vom Heil und ist daher nicht wie eine Verurteilung auf eine Lehre odgl. gerichtet, sondern auf eine Person. Wer verdammt ist, ist also ausgeschlossen. Eng verbunden mit der Verdammnis ist die Vorstellung vom Zweiten Tod, wie er in Off 2,11; 20,6.14; 21,8 zum Ausdruck kommt sowie die endgültige Verdammung durch Gott im Endgericht (vgl. Mt 10,28; Joh 8,51)7.

3. Einleitung

Breaking Bad ist nicht nur beim flüchtigen Schauen eine hochgradig interessante Serie, sondern offenbart erst bei gezieltem Beobachten und Analysieren seine Tiefe. Überraschenderweise gibt es sehr viele Anspielungen auf Theologisches. Seien es die Bedeutungen der Namen8 oder von Farben9. In allen Details dieser Serie lassen sich theologische Anspielungen ausmachen, die einer weiteren Vertiefung wert wären. Ein erster Aufriss einiger theologisch gewichtiger Begriffe soll im Rahmen dieser Seminararbeit erfolgen.

Ich werde zuerst eine (theologisch) kommentierte Inhaltsdarstellung machen um schließlich acht Begriffe herauszuschälen, die auch zentrale theologische Begriffe sind. Es sei anzumerken, dass man dieses Feld noch wesentlich weiter stecken könnte, doch wird das im Rahmen einer Seminararbeit mE nicht sinnvoll sein.

Breaking Bad ist vom ethischen Gesichtspunkt aus extrem komplex. Die Serie untersucht Themenfelder wie Sünde, Schuld, Vergebung und Verdammnis. All dies vor dem Hintergrund der Wandlung des Protagonisten Walter White10.

Während die meisten TV-Serien und Filme heute ein je klar deterministisches, festgefahrenes und förmlich einzementiertes Moral- bzw. Ethiksystem aufweisen, sind11 jene von Walter White, dem Hauptprotagonisten in Breaking Bad, strikt situationsabhängig, hoch dynamisch und somit und gerade eben nicht statisch. So gesehen präsentiert sich uns Breaking Bad als ein System libertärer Moralvorstellungen. Aus (praktisch-)theologischer Sicht ist das sehr interessant, denn es entspricht wesentlich mehr unserer eigenen Lebenserfahrung, als es die statischen Darstellungen tun. Walter White entscheidet „situationselastisch“ und getreu dem Motto, nur dem eigenen Vorteil verpflichtet zu sein. Er verkörpert die heute weit verbreitete „Und-was-habe-ich-davon“-Mentalität und führt damit die christlichen Werte ad absurdum. Sieht man genauer hin, können wir uns aber selbst darin erkennen. Und das ist es, was Walter White interessant, ja sympathisch macht. Natürlich nicht wegen, sondern trotz aller Gräueltaten, die er im Verlauf von fünf Staffeln bzw. 62 Folgen begeht. Walter White, der Held der 2010er Jahre? Der Spiegel der Gesellschaft? Die Antithese zum Christentum? Oder gar: Der Antichrist?

Walter Whites Philosophie der strikten Eigenverantwortung, seine Position als frei denkender und handelnder Mensch ist für den Betrachter spannend, weil es ihm die tröstliche Gewissheit vermittelt, jederzeit auf existenzieller Ebene rebellieren zu können. Man kann alles werden, wenn man nur will und kann zu jeder Zeit die Kontrolle über sein Leben haben. Was macht es da aus, illegale Drogen zu produzieren? Desmaskierend ist dabei die Aussage von Gale Boetticher, dem als Walters Nachfolger aufgebauten Assistenten:

„Es gibt Verbrechen und es gibt Verbrechen. Ich bin überzeugter Libertarier. Was Erwachsene wollen, das wollen sie haben. Und wenn ich es ihnen nicht liefere, dann besorgen sie es sich irgendwo anders. Bei mir bekommen sie wenigstens genau das, wofür sie bezahlen, ohne Zusatz von Toxinen oder Streckmitteln. Ja, ich habe meinen Weg genauso gemacht, wie man es tun sollte. Ich habe einen Doktortitel. Ich bin in die richtigen Ärsche gekrochen, habe mich verbogen. Ich habe mich mit all den nichtchemischen Dingen beschäftigt, die dann auf einen einstürmen. Doch das war nicht das, was ich tun wollte. Ich liebe das Labor.“12

Eine Einstellung, der wohl mE auch Kant und Mill zustimmen könnten. Es werden ja alle glücklicher, man könnte doch die Handlungsweise zu einer Maxime erheben. Diejenigen, die Drogen konsumieren, weil sie „bessere Ware“ bekommen, die Hersteller, weil sie ein besseres Geschäft machen und die gesamte Wirtschaft, weil mehr Geld ausgegeben wird. Es gibt aus dieser Sicht keine Verlierer, nur Gewinner. Es könnte also gut und gerne als kategorischer Imperativ und auch als utilitaristisches Handlungsschema angesehen werden. Ist das so gewünscht? Wollen wir eine vollkommene Drogenliberalisierung13 ? Ist Breaking Bad damit vielleicht sogar DER Beleg dafür, dass eine Ethik, die das Adjektiv „theologisch“ vermissen lässt, letztlich zum Scheitern verurteilt ist?

4. Wertende und kommentierende Darstellung des Plots

Walter White ist ein „normaler“, langweiliger, von seiner Aufgabe überzeugter High-School Chemielehrer, der unter dem Desinteresse seiner Schüler leidet. Mit einer schwangeren Frau und einem behinderten Sohn zu Hause, reicht das Geld nicht aus, weshalb er einen Zweitjob als Autowäscher hat. Er ist ein lethargischer Typ, der sich von seiner Frau kommandieren lässt. Mehr noch, sie nimmt ihm alle Entscheidungen ab. Sein Leben erfährt eine dramatische Wendung, als bei ihm ein fortgeschrittener Lungenkrebs diagnostiziert wurde. Er hat nur mehr wenige Monate zu leben. Walter wird sich seiner Endlichkeit bewusst und realisiert, dass er schon zu Lebzeiten kaum ausreichend für seine Familie sorgen kann. Wie sollte das erst nach seinem Tod der Fall sein?

Ganz der Kopfmensch überschlägt er dollargenau den Betrag, den seine Familie benötigen würde, um ein sorgenfreies Leben führen zu können. Dabei wird ihm klar, dass er innert weniger Monate eine Riesensumme Geldes verdienen müsste. Mit Überstunden als Lehrer und als Autowäscher ist das aber nicht erreichbar. Wie das Schicksal oft so spielt, sieht er im TV einen Bericht einer Drogenrazzia. Hier wird Walter klar, dass er seine Chemiekenntnisse einsetzen sollte, um Drogen zu produzieren. Nur so kommt er zu dem benötigten Geld.

Im Verlauf von insgesamt fünf Staffeln, die zwischen 2008 und 2013 im amerikanischen TV ausgestrahlt wurden14 sinkt Walter White tiefer und tiefer in „das Böse“, wird – theologisch gesprochen – zu einem immer größeren Sünder, um schließlich vom Helden zum Anti-Helden zu mutieren. Oder doch nicht? Bleiben die Sympathien bis zum Ende erhalten? Bleibt er für uns als Publikum immer der Held des Geschehens? Oder werden gar die Rollen vertauscht und Walter wird zum Antihelden während Jesse Pinkman zum Helden wird? Oder war eigentlich immer Jesse der wahre Held? Vor allem dann, wenn man unterstellt, dass der Held eine tendenziell – jedenfalls zum Ende hin – positive Entwicklung nimmt?

Aus theologischer und hier vor allem literarkritischer Sicht neige ich doch zu der These, dass Walter die ganze Zeit über der Held bleibt; natürlich nicht Held im Sinne von „nachstrebenswerter Charakter“, denn:

Lk 5,31: Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken.

Breaking Bad ist also die Geschichte eines Mannes, der sich ähnlich einer Raupe in einen Schmetterling verwandelt. Nur halt nicht zum Schöneren, Besseren, sondern zum Schlechten. Nach der Verwandlung sieht man nichts mehr vom Leben davor. War Walter zuerst noch ein normaler, angepasster Vorstadtbewohner, eingespannt in den langweiligen Alltag, im Hamsterrad aus Geldverdienen um Schulden zahlen zu können laufend, unter der Knute seiner Frau stehend und von der Last der Verantwortung für die Familie erdrückt werdend, so entwickelt er sich zum internationalen Drogenboss mit allen Nebeneffekten wie Mord und Erpressung. Walter White ist „broken bad“. Der Titel der Serie suggeriert, dass es einen Moment gab bzw. dass eine Entscheidung gefällt wurde, wodurch Walter vom Guten zum Bösen wurde, er also vorher ausschließlich gut und nachher ausschließlich schlecht war.

4.1. Die Gleichzeitigkeit von Gut und Böse im Menschen

Doch theologisch ist das nicht haltbar. In uns Menschen ist immer das Gute und das Böse enthalten und zwar gleichzeitig. Der Grat ist ein schmaler, man kann sehr rasch von der einen Seite zur anderen wechseln. Das drückt schon eine der ersten großen Geschichten der Bibel aus, die Geschichte von Kain und Abel15. Und so hat es auch Martin Luther 1515 in seiner Römerbriefvorlesung16 formuliert: simul iustus et peccator, wir sind alle gleichzeitig Gerechtfertigte und Sünder. Dies ist Basis der lutherischen Rechtfertigungslehre. Oder wie es der britische Literaturwissenschaftler und Schriftsteller C.S. Lewis17 ausdrückte: „Ratten im Keller bekommt man nur zu sehen, wenn man die Tür plötzlich aufreißt. Wenn man gewöhnlich keine sieht, beweist dies nicht, dass keine vorhanden sind. Sie hatten nur Zeit, sich zu verstecken. Manchmal lässt Gott zu, dass die ‚Ratten’ sichtbar werden.“ Die Sünden sind immer da; unsere Fähigkeit zu sündigen also auch. Sie sind nur verborgen, wir bekommen sie nicht mit und vielleicht ist es allein der Zivilisierung der Menschheit geschuldet, dass wir uns mit dem Sündigen zumindest zurückhalten. Denn es bedarf sicher keiner großer Studien; es lässt sich auch heuristisch feststellen: Wenn eine Gesellschaft z.B. wenigstens die Gebote 4–10 der Zehn Gebote einhält, dann ist es für alle in der Gesellschaft besser und lebenswerter18.

[...]


1 vgl. Vorgrimler, Herbert: Neues theologisches Wörterbuch. Herder, Freiburg i.Br., 6. Aufl. 2008, 84.

2 vgl. Hauck, Friedrich und Schwinge, Gerhard: Theologisches Fach- und Fremdwörterbuch. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen, 11. Aufl. 2010, 37f.

3 Melanchthon, Philip: Confessio oder Bekentnis des Glaubens etlicher Fürsten und Stedte uberantwortet Keiserlicher Maiestet zu Augsburg. in: Luther Schriften 1517–1532, Bd., Wittenberg, 1557, 304–319, 304.

4 vgl. „Artikel 4. Über die Rechtfertigung“ des Augsburger Bekenntnisses, BSELK, 63–225.

5 vgl. Hauck, Friedrich und Schwinge, Gerhard: Theologisches Fach- und Fremdwörterbuch. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen, 11. Aufl. 2010, 215.

6 vgl. Vorgrimler, Herbert: Neues theologisches Wörterbuch. Herder, Freiburg i.Br., 6. Aufl. 2008, 603.

7 Hauck, Friedrich und Schwinge, Gerhard: Theologisches Fach- und Fremdwörterbuch. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen, 11. Aufl. 2010.

8 Der Name Walter setzt sich lt. Wikipedia aus den althochdeutschen Wortstämmen Walt und Heer zusammen und bedeutet soviel wie Heerführer, Anführer einer Kampftruppe. Passend, wenn man Walters Entwicklung hin zum Drogenbaron bedenkt. Demgegenüber ist Jesse (oder in der Formיִשַׁי֙, Isai) der Vater des israelitischen Königs David und ist als solcher auch im Stammbaum Jesu zu finden (Mt 1,6). Jesse Pinkman, der im Laufe der Serie eine „positive Entwicklung nimmt“ als Stammvater des Guten?

9 Jeder Sonntag im Kirchenjahr hat seine eigene liturgische Farbe und unterstreicht damit die Bedeutung des Sonntags. Z.B. rot für den Heiligen Geist (Pfingsten), schwarz für Trauer (Karfreitag) oder violett für die Bußzeit (Karwoche bzw. Advent), etc.

10 Weiß als Symbol der Unschuld, des Unbeflecktseins, der Sündlosigkeit?

11 Man muss hier wirklich im Plural sprechen, da er im Privat- und im „Berufs-“leben jeweils andere Systeme hat.

12 S3E06, Sunset, min. 20:43.

13 Dies führt zu einer explosiven Fragestellung: Welche Drogen sind warum legal und welche illegal? Fordert die legale Droge Alkohol nicht mehr Opfer als alle illegalen Drogen zusammen? Diese Diskussion muss aber an anderer Stelle geführt werden.

14 Ab 2009 wurde die Serie auch im deutschen TV ausgestrahlt; IMDb: Breaking Bad, http://www.imdb.com/title/tt0903747/releaseinfo?ref_=tt_dt_dt [aufgerufen am: 26.5.2015].

15 Gen 4,1–16

16 WA 56, 1–532: 347.

17 Lewis, Clive Staples: Pardon, ich bin Christ : Meine Argumente für den Glauben. Brunnen Verlag, Basel, 19. Aufl. 2008.

18 Es gibt ja die „These“, dass Religion nur erfunden wurde, um den Menschen zu domestizieren. Da könnte durchaus etwas dran sein. Gesellschaften ohne Religion scheint ein Regulativ zu fehlen; sie tendieren zu Grausamkeiten. Man denke nur an die verschiedenen Diktaturen des 20. Jh., egal ob sie nun politisch rechts oder links zu verorten sind.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Theologie in Breaking Bad. Die Frage nach dem Bösen
Hochschule
Universität Wien  (Systematische Theologie-Ethik, Evangelisch-theologische Fakultät)
Veranstaltung
Medizin-Ethisches SE - Die Frage nach dem Bösen – Ethik, Recht und Medizin in Breaking Bad
Note
1
Autor
Jahr
2015
Seiten
26
Katalognummer
V446161
ISBN (eBook)
9783668836419
ISBN (Buch)
9783668836426
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Breaking Bad, Walter White, Ethik, Theologie, Gut und Böse, gut, Meth, Verderbnis, Gewalt, Mythos der Gewalt, Willensfreiheit, freier Wille, Begierde, Stolz, Erlösung, Würde des Menschen, Würde, Ehre, Netflix, Antithese zum Christentum, Antichrist, Gleichzeitigkeit von Gut und Böse, Mythos der erlösenden Gewalt, freier Wille und Schicksal, Buße, Rechtfertigung, Verdammnis
Arbeit zitieren
Dietmar Böhmer (Autor), 2015, Theologie in Breaking Bad. Die Frage nach dem Bösen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/446161

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