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Theologie in Breaking Bad. Die Frage nach dem Bösen

Título: Theologie in Breaking Bad. Die Frage nach dem Bösen

Trabajo de Seminario , 2015 , 26 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Dietmar Böhmer (Autor)

Ética
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Breaking Bad ist nicht nur beim flüchtigen Schauen eine hochgradig interessante Serie, sondern offenbart erst bei gezieltem Beobachten und Analysieren seine Tiefe. Überraschenderweise gibt es sehr viele Anspielungen auf Theologisches. Seien es die Bedeutungen der Namen oder von Farben. In allen Details dieser Serie lassen sich theologische Anspielungen ausmachen, die einer weiteren Vertiefung wert wären. Ein erster Aufriss einiger theologisch gewichtiger Begriffe soll im Rahmen dieser Seminararbeit erfolgen.

Ich werde zuerst eine (theologisch) kommentierte Inhaltsdarstellung machen um schließlich acht Begriffe herauszuschälen, die auch zentrale theologische Begriffe sind. Es sei anzumerken, dass man dieses Feld noch wesentlich weiter stecken könnte, doch wird das im Rahmen einer Seminararbeit mE nicht sinnvoll sein.

Breaking Bad ist vom ethischen Gesichtspunkt aus extrem komplex. Die Serie untersucht Themenfelder wie Sünde, Schuld, Vergebung und Verdammnis. All dies vor dem Hintergrund der Wandlung des Protagonisten Walter White.

Während die meisten TV-Serien und Filme heute ein je klar deterministisches, festgefahrenes und förmlich einzementiertes Moral- bzw. Ethiksystem aufweisen, sind jene von Walter White, dem Hauptprotagonisten in Breaking Bad, strikt situationsabhängig, hoch dynamisch und somit und gerade eben nicht statisch. So gesehen präsentiert sich uns Breaking Bad als ein System libertärer Moralvorstellungen. Aus (praktisch-) theologischer Sicht ist das sehr interessant, denn es entspricht wesentlich mehr unserer eigenen Lebenserfahrung, als es die statischen Darstellungen tun. Walter White entscheidet „situationselastisch“ und getreu dem Motto, nur dem eigenen Vorteil verpflichtet zu sein. Er verkörpert die heute weit verbreitete „Und-was-habe-ich-davon“-Mentalität und führt damit die christlichen Werte ad absurdum. Sieht man genauer hin, können wir uns aber selbst darin erkennen. Walter White, der Held der 2010er Jahre? Der Spiegel der Gesellschaft? Die Antithese zum Christentum? Oder gar: Der Antichrist?

Walter Whites Philosophie der strikten Eigenverantwortung, seine Position als frei denkender und handelnder Mensch ist für den Betrachter spannend, weil es ihm die tröstliche Gewissheit vermittelt, jederzeit auf existenzieller Ebene rebellieren zu können.

Ist Breaking Bad letztlich DER Beleg dafür, dass eine Ethik, die das Adjektiv „theologisch“ vermissen lässt, ultimativ zum Scheitern verurteilt ist?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Vorbemerkungen

2. Begriffsbestimmungen

3. Einleitung

4. Wertende und kommentierende Darstellung des Plots

4.1. Die Gleichzeitigkeit von Gut und Böse im Menschen

4.2. Die Wirkung von Meth

4.3. Weg in die Verderbnis

5. Theologisches in Breaking Bad

5.1. Mythos der erlösenden Gewalt

5.2. Willensfreiheit (freier Wille)

5.3. Begierde

5.4. Stolz

5.5. Erlösung

5.6. Würde des Menschen

5.7. Ehre

5.8. Vaterschaft

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht die TV-Serie "Breaking Bad" aus einer (praktisch-)theologischen Perspektive. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich theologische Schlüsselbegriffe in der ethisch komplexen Wandlung des Protagonisten Walter White verorten lassen und welche moralischen sowie theologischen Implikationen sich aus seinem Handeln ergeben.

  • Analyse theologischer Kernbegriffe (Sünde, Erlösung, Gnade) innerhalb der Serie.
  • Untersuchung der moralischen Ambivalenz von Walter White.
  • Vergleich von libertärer Eigenverantwortung und christlichem Ethikverständnis.
  • Betrachtung der Bedeutung von Freiheit, Wille und Schuld.
  • Kontrastierung der Entwicklung von Walter White und Jesse Pinkman.

Auszug aus dem Buch

4.1. Die Gleichzeitigkeit von Gut und Böse im Menschen

Doch theologisch ist das nicht haltbar. In uns Menschen ist immer das Gute und das Böse enthalten und zwar gleichzeitig. Der Grat ist ein schmaler, man kann sehr rasch von der einen Seite zur anderen wechseln. Das drückt schon eine der ersten großen Geschichten der Bibel aus, die Geschichte von Kain und Abel. Und so hat es auch Martin Luther 1515 in seiner Römerbriefvorlesung formuliert: simul iustus et peccator, wir sind alle gleichzeitig Gerechtfertigte und Sünder. Dies ist Basis der lutherischen Rechtfertigungslehre.

Oder wie es der britische Literaturwissenschaftler und Schriftsteller C.S. Lewis ausdrückte: „Ratten im Keller bekommt man nur zu sehen, wenn man die Tür plötzlich aufreißt. Wenn man gewöhnlich keine sieht, beweist dies nicht, dass keine vorhanden sind. Sie hatten nur Zeit, sich zu verstecken. Manchmal lässt Gott zu, dass die ‚Ratten’ sichtbar werden.“ Die Sünden sind immer da; unsere Fähigkeit zu sündigen also auch. Sie sind nur verborgen, wir bekommen sie nicht mit und vielleicht ist es allein der Zivilisierung der Menschheit geschuldet, dass wir uns mit dem Sündigen zumindest zurückhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorbemerkungen: Einführung in die Motivation der Arbeit und Klärung der methodischen Vorgehensweise bei der Untersuchung der Serie als Fiktion.

2. Begriffsbestimmungen: Definition zentraler theologischer Fachbegriffe wie Begierde, Buße, Erlösung, Rechtfertigung, Sünde und Verdammnis für den weiteren Kontext.

3. Einleitung: Vorstellung der Forschungsabsicht, die Serie "Breaking Bad" auf theologische Anspielungen hin zu untersuchen, und erste Einordnung von Walter Whites Moralverständnis.

4. Wertende und kommentierende Darstellung des Plots: Analyse der Wandlung des Protagonisten und der komplexen ethischen Ausgangslage vor dem Hintergrund der Krebsdiagnose.

5. Theologisches in Breaking Bad: Hauptteil, in dem verschiedene theologische Begriffe wie der Mythos der erlösenden Gewalt, Willensfreiheit, Begierde und Vaterschaft direkt auf die Serie angewandt werden.

6. Resümee: Synthese der Ergebnisse, die Walter White als tragische Figur und Jesse Pinkman als eigentlichen Helden der Geschichte hervorhebt.

Schlüsselwörter

Breaking Bad, Theologie, Walter White, Sünde, Erlösung, freier Wille, Ethik, Moral, Rechtfertigung, Buße, Vaterschaft, Menschenwürde, christliche Werte, Fiktion, Schuld.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die US-amerikanische Fernsehserie "Breaking Bad" aus einer spezifisch theologischen Perspektive und hinterfragt die ethische Wandlung des Protagonisten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen zentrale theologische Konzepte wie Sünde, Erlösung, Willensfreiheit, die Frage nach dem Bösen sowie das Verständnis von Ehre und Vaterschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, theologische Schlüsselbegriffe auf die Serie anzuwenden, um die komplexe moralische Entwicklung von Walter White innerhalb der Serie zu deuten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine theologische Inhaltsanalyse, bei der biblische und reformatorische Konzepte auf die fiktionalen Ereignisse der Serie übertragen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltliche Darstellung der Serie und eine detaillierte Erörterung von acht spezifischen theologischen Begriffen im Kontext der Serie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Breaking Bad, Theologie, Sünde, Erlösung, freier Wille, Ethik und Moral charakterisieren.

Wie unterscheidet sich die Entwicklung von Walter White zu Jesse Pinkman?

Während Walter White im Verlauf der Serie tiefer in das "Böse" sinkt und seine moralischen Maßstäbe verliert, zeigt Jesse Pinkman eine gegenläufige Entwicklung hin zu einem bewussteren Umgang mit der Menschenwürde.

Warum wird Walter White trotz seiner Taten als sympathisch wahrgenommen?

Die Arbeit argumentiert, dass der Zuschauer Walters Motive – wie die Sorge um die Familie – nachvollziehen kann und wir uns in seinem Dilemma selbst als Sünder und Gerechtfertigte erkennen.

Welche Rolle spielt der Begriff "Mythos der erlösenden Gewalt"?

Der Begriff dient dazu, Walters Vorgehen zu kritisieren, bei dem er versucht, durch Gewalt Ordnung zu schaffen oder seine Probleme zu lösen, was theologisch als unchristlich eingeordnet wird.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Theologie in Breaking Bad. Die Frage nach dem Bösen
Universidad
University of Vienna  (Systematische Theologie-Ethik, Evangelisch-theologische Fakultät)
Curso
Medizin-Ethisches SE - Die Frage nach dem Bösen – Ethik, Recht und Medizin in Breaking Bad
Calificación
1
Autor
Dietmar Böhmer (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
26
No. de catálogo
V446161
ISBN (Ebook)
9783668836419
ISBN (Libro)
9783668836426
Idioma
Alemán
Etiqueta
Breaking Bad Walter White Ethik Theologie Gut und Böse gut Meth Verderbnis Gewalt Mythos der Gewalt Willensfreiheit freier Wille Begierde Stolz Erlösung Würde des Menschen Würde Ehre Netflix Antithese zum Christentum Antichrist Gleichzeitigkeit von Gut und Böse Mythos der erlösenden Gewalt freier Wille und Schicksal Buße Rechtfertigung Verdammnis
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dietmar Böhmer (Autor), 2015, Theologie in Breaking Bad. Die Frage nach dem Bösen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/446161
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Extracto de  26  Páginas
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