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Psychiatrische und psychotherapeutische Behandlungen bei Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland

Titre: Psychiatrische und psychotherapeutische Behandlungen bei Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland

Thèse de Bachelor , 2012 , 53 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Itimad Lasfar (Auteur)

Psychologie - Psychosociologie
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Der erste Teil der folgenden wissenschaftlichen Arbeit ist eine Auseinandersetzung mit Migration und deren Einfluss auf die Gesundheit, insbesondere die psychische Gesundheit. Betrachtet werden die gesundheitliche Versorgung von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland, ihre Inanspruchnahme verhalten des Gesundheitssystems und die Barrieren, welche dies verhindern oder beeinflussen können. Der zweite Teil stellt die durchgeführte Studie und deren Ergebnisse dar. Die Studie hatte einen explorativen Anspruch mit dem Ziel der Gewinnung eines aktuellen Eindrucks über psychiatrische und psychotherapeutische Behandlungen von Menschen mit einem Migrationshintergrund in Deutschland. Dabei sollten Erfolg und Zufriedenheit mit der Behandlung erfasst werden, sowie die Beantwortung der noch nicht erforschten Frage nach den Erwartungen und Befangenheiten des Therapeuten und Behandelnden. Ebenfalls sollten die möglichen Barrieren beleuchtet werden, die zu einer geringeren Inanspruchnahme führen könnten, sowie die Aufdeckung von Unterschieden zwischen Deutschen und Migranten in der Behandlung bzw. Therapie.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Theoretischer Hintergrund

1.1 Definition von Migration

1.2 Migranten in Deutschland

1.3 Definition von Kultur

1.4 Akkulturation

1.5 Migration und Gesundheit

1.6 Migration und psychische Gesundheit

1.7. Gesundheitliche Versorgung von Menschen mit Migrationshintergrund

1.7.1 Inanspruchnahme des gesundheitlichen Systems

1.7.2. Barrieren der Gesundheitlichen Versorgung

2 Ziele der Studie und Hypothesen

3 Methodik

3.1 Stichprobenbeschreibung

3.2 Fragebogen

3.3 Durchführung und Verlauf

3.4 Datenanalyse

4 Ergebnisse

4.1 Soziodemographische Daten

4.2 Item-Analyse

4.3 Explorative Faktorenanalyse

4.3.1 Hauptkomponenenten Analyse

4.3.2 Beschreibung der Faktoren

5 Diskussion

5.1 Interpretation der Ergebnisse

5.1.1 Barrieren der Behandlung bzw. Therapie mit Migranten

5.1.2 Erfolg und Zufriedenheit mit der Behandlung bzw. Therapie mit Migranten

5.2 Zusammenfassung

5.2.1 Limitation der Studie

5.2.2 Ausblick und Implikation für den Klinischen Alltag

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt einen explorativen Ansatz, um einen aktuellen Eindruck über psychiatrische und psychotherapeutische Behandlungen von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland zu gewinnen. Dabei stehen der Behandlungserfolg, die Patientenzufriedenheit, Barrieren in der Versorgung sowie die Erwartungen und Unsicherheiten der behandelnden Fachkräfte im Zentrum der Forschungsfrage.

  • Analyse von Barrieren in der psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung von Migranten.
  • Erfassung der interkulturellen Kompetenzen sowie der Unsicherheiten von Therapeuten.
  • Untersuchung der Unterschiede in der Behandlung zwischen deutschen Patienten und Patienten mit Migrationshintergrund.
  • Evaluation des Einflusses kultureller und religiöser Faktoren auf den Therapieprozess.

Auszug aus dem Buch

1.6 Migration und psychische Gesundheit

Migration kann sich demnach negativ auf die psychische Gesundheit auswirken und stellt einen allgemeinen Risikofaktor auch für psychische Störungen dar (Bhugra, 2004, Haasen, Levit, Gelbert, Foroutan, Norovjav, Sinaa & Demiralay, 2007). Akkulturativer Stress wird bei der Erklärung psychischer Belastung bei Menschen mit Migrationshintergrund von vielen Autoren als ein proximaler Faktor der Akkulturation gesehen, weil es Stress während des Akkulturationsprozesses induziert (Hwang & Ting, 2008).

Perez, Voelz, Pettit und Joiner (2002) haben einen Zusammenhang zwischen hohem empfundenem akkulturativem Stress bei Frauen und ihrer Unzufriedenheit mit dem Körper und der Bulimie-Symptomatik festgestellt. Andere Autoren wiederum unterstreichen eher die Bedeutung der soziokulturellen Anpassung im Zuge der Akkulturation. Sie sehen diese eher lediglich als Risiko, anstatt als direkten Indikator für psychische Belastung. Zudem betonen sie die Wichtigkeit der wahrgenommenen Selbstwirksamkeit der eigenen Fähigkeiten und die Absicht sich die neue Kultur anzueignen (Ellery, Y.Wu, Winnie & Mak, 2012).

Laut Masgoret und Ward (2006) kann eine erfolgreiche soziokulturelle Anpassung den akkulturativen Stress reduzieren. Doch ist es nicht für Jeden möglich, sich an die neue Kultur zu gewöhnen und anzupassen. Es gibt große individuelle Unterschiede in der psychologischen Akkulturation (Sam & Berry, 2006), auch unter den Personen, die eine gleiche kulturelle Herkunft haben (Nauck, 2008). Was zu unterschiedlichen Auswirkungen auf die Gesundheit führen kann. Besonders die Akkulturationsstrategie „Individualismus“ führt zu negativen Auswirkungen auf die psychische Gesundheit (Berry, 1997,2005. Die Integration wiederum führt kaum oder gar nicht zu psychischen oder gesundheitlichen Problemen (Bhui et al, 2005, Narang & Bhadha, 2002, Koneru, de Mamani, Flynn & Betancourt, 2007). Sie ist somit die einzige erfolgreiche Form der Akkulturation (Haasen et al., 2007).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Begriffe wie Migration, Kultur und Akkulturation und beleuchtet den Zusammenhang zwischen Migrationserfahrung, Gesundheit und psychischer Belastung.

2 Ziele der Studie und Hypothesen: Hier werden das Forschungsziel der Bestandsaufnahme und die aufgestellten Hypothesen hinsichtlich Behandlungserfolg und bestehender Barrieren definiert.

3 Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das explorative Forschungsdesign, die Erhebung mittels Online-Fragebogen sowie die statistische Auswertungsmethode der Daten.

4 Ergebnisse: Die Ergebnisse liefern deskriptive soziodemographische Daten zur Stichprobe und zeigen mittels Faktorenanalyse die zentralen Dimensionen der therapeutischen Versorgung auf.

5 Diskussion: In der Diskussion werden die Befunde interpretiert, Barrieren kritisch beleuchtet und Implikationen für den klinischen Alltag sowie für zukünftige Studien abgeleitet.

Schlüsselwörter

Migration, Psychotherapie, Psychiatrie, Migrationshintergrund, Akkulturation, psychische Störungen, interkulturelle Kompetenz, Gesundheitsversorgung, Barrieren, Patientenzufriedenheit, Behandlungsverlauf, Kultursensitivität, Therapeut-Patient-Beziehung, Diagnostik, psychologische Belastung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Qualität und dem Verlauf psychiatrischer und psychotherapeutischer Behandlungen bei Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland aus der Perspektive der behandelnden Fachkräfte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Felder umfassen den wahrgenommenen Erfolg der Therapie, die Patientenzufriedenheit, auftretende Versorgungsbarrieren sowie die interkulturellen Kompetenzen und Unsicherheiten der Behandelnden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist eine Bestandsaufnahme der therapeutischen Situation für Migranten, um Unterschiede in der Behandlung im Vergleich zu deutschen Patienten aufzudecken und bisher wenig erforschte Erwartungen und Befangenheiten der Therapeuten zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine explorative Onlinebefragung von 252 Ärzten, Psychologen und Therapeuten, deren Daten mittels statistischer Verfahren (Einstichproben-t-Tests und explorative Faktorenanalyse) ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen zur Migration, die methodische Vorgehensweise, die deskriptive Ergebnisdarstellung sowie die faktorenanalytische Aufbereitung der Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Migration, Psychotherapie, Kultursensitivität, Akkulturation, interkulturelle Kompetenz, Behandlungsbarrieren und Patientenzufriedenheit.

Welche Rolle spielt die Befangenheit von Behandelnden in der Studie?

Die Studie zeigt signifikant auf, dass ein Großteil der Befragten Unsicherheiten bei der Betreuung von Migranten verspürt, was teilweise dazu führt, dass diese Patienten eher pharmakologisch statt psychotherapeutisch behandelt werden.

Welchen Einfluss hat das Geschlecht auf die Behandlung?

Das Geschlecht des Behandelnden sowie des Patienten wird von den Teilnehmern als relevante Barriere eingestuft, insbesondere im Kontext muslimischer oder stark religiöser Patienten.

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Résumé des informations

Titre
Psychiatrische und psychotherapeutische Behandlungen bei Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland
Université
University of Hamburg  (Fakultät für Psychologie)
Note
1,3
Auteur
Itimad Lasfar (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
53
N° de catalogue
V446210
ISBN (ebook)
9783668825642
ISBN (Livre)
9783668825659
Langue
allemand
mots-clé
Migration Gesundheit Therapie Psychiatrie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Itimad Lasfar (Auteur), 2012, Psychiatrische und psychotherapeutische Behandlungen bei Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/446210
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Extrait de  53  pages
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