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Bildungsbeteiligung bei Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund

Ein Vergleich am Beispiel von Kindern und Jugendlichen mit vietnamesischem und italienischem Migrationshintergrund

Titre: Bildungsbeteiligung bei Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund

Dossier / Travail , 2017 , 23 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Nils Oliver Berger (Auteur)

Pédagogie - Général
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Die große Zahl an Flüchtlingen, welche im Jahr 2015 in die Bundesrepublik kam, hat die Fragen nach den Vorstellungen für eine gelungene Eingliederung dieser Menschen in die Gesellschaft wieder verstärkt in die öffentliche Diskussion gerückt.

Zur Frage steht etwa, ob das Ziel die Integration, also die gleichberechtigte Einbindung der Menschen in die Gesellschaft unter Wahrung ihrer kulturellen Identität, oder sogar die kulturelle Assimilation der Migranten sein sollte. Eine Assimilation würde beabsichtigen, dass die Menschen den neuen Kulturkreis als eigentliche Identität annehmen und ihre Herkunftstradition hinter sich lassen.

Für einen gelungenen Einstieg in das gesellschaftliche Miteinander gilt dabei der Erwerb von Sprachkenntnissen des Deutschen und die Möglichkeit, durch Erwerbstätigkeit am Arbeitsleben teilnehmen zu können, als wesentliche Voraussetzung, wie die Erfahrungen mit früheren Einwanderungswellen in die BRD im Rückblick gezeigt haben. Beides bedingt ihre Beteiligung am deutschen Bildungssystem, welche die Qualifizierung bei Sprachkenntnissen sowie zur beruflichen Bildung vermittelt.

Einwanderung in den deutschsprachigen Raum aus anderen Nationen hat es auch in der Neuzeit bereits wiederholt gegeben. In der Bundesrepublik hat es auch zuvor bereits größere Migrationswellen gegeben. Nach dem Wiederaufbau setzte ein über viele Jahre kontinuierlich steigendes Wirtschaftswachstum ein. Um den Bedarf an Arbeitskräften decken zu können, vor allem im Bereich gering qualifizierter Tätigkeiten, warb man ab Mitte der 1950er Jahre eine beträchtliche Zahl an "Gastarbeitern" aus Südeuropa an. Die Mehrzahl von ihnen kam aus der Türkei, Italien, aber auch Spanien, Portugal und Griechenland in die Bundesrepublik.

Einen umfassenden Ansatz zur Integration dieser Menschen hat es zu diesem Zeitpunkt nicht gegeben. Auch hier hat sich über die Jahre im Rückblick gezeigt, dass Sprachkenntnisse und Bildung der Schlüssel für eine gelungene Integration darstellen. Im Rahmen dieser Arbeit werde ich einzelne Gruppen von Schülerinnen und Schülern verschiedener Herkunft und ihr Bildungsbeteiligung durch die Auswertung einzelner Studien beleuchten. Von Interesse wird dabei sein, welche Schulformen und Bildungsabschlüsse von ihnen mehrheitlich gewählt wurden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung / Herleitung der Aufgabenstellung

2. Migration

2.1. Definition des Begriffs

2.2. Definition des Begriff des "Migrationshintergrunds" in amtlichen Statistiken und jenen der Bildungsforschung

2.2.1. Grundsätzliche Fragen zur statistischen Erhebung

2.2.2. Anwendung anhand der konkreten Auswertung einer amtlichen Statistik

3. Bildungsbeteiligung

3.1. Definition des Begriffs

4. geographischer und zeitlicher Betrachtungsraum der vorliegenden Arbeit

5. Maßgebliche untersuchte soziale Gruppen von SuS mit Migrationshintergrund - aus Italien und aus Vietnam

5.1. Beteiligung am bundesdeutschen Bildungssystem von Schülerinnen und Schüler mit einem vietnamesischen Migrationshintergrund

5.1.1. Die Bildungssituation aus Lehrersicht

5.1.2. Sozialisation und Bildung im Elternhaus

5.2. Beteiligung am bundesdeutschen Bildungssystem von Schülerinnen und Schüler mit einem italienischen Migrationshintergrund

5.2.1. Analyse der in der Studie gebrachten Fallbeispiele italienischstämmiger Kinder mit Schulproblemen

5.2.2. Erziehungsinstanzen Eltern - Schule

5.2.3. Zusammenfassung

6. Vergleichende Betrachtung der beiden Forschungsergebnisse und zusammenfassendes Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Unterschiede in der Bildungsbeteiligung von Kindern und Jugendlichen mit vietnamesischem versus italienischem Migrationshintergrund in Deutschland, um Faktoren für eine erfolgreiche Integration in das Bildungssystem zu identifizieren.

  • Grundlagen der Migrations- und Bildungsbegriffe
  • Statistische Erfassung von Migrationshintergrund
  • Bildungserfolge vietnamesischer Migrantenkinder
  • Schulische Misserfolgsszenarien bei italienischen Migrantenkindern
  • Die Rolle des familiären Engagements und der Erwartungshaltung

Auszug aus dem Buch

5.2.2. Erziehungsinstanzen Eltern - Schule

Für die Bewältigung der schulischen Laufbahn eines Kindes ist die Zusammenarbeit der beiden Erziehungsinstanzen Eltern sowie Schule nicht unerheblich. Konflikte ergeben sich durch die fehlende Verzahnung der beiden Instanzen auf Grund der institutionell bedingten Distanz, vor allem durch eine mangelhafte Kommunikation.

In den gegebenen Beispielen zeigte sich, dass Probleme in der Kommunikation auf beiden Seiten durch tradiertes, generalisiertes Wissen überlagert werden. Diese wird jedoch nicht hinterfragt, da beide Seiten von einem gemeinsamen Deutungshorizont hinsichtlich der Aufgaben und des Rollenverständnisses ausgehen. Auf dieser Grundlage kommt es zu einem Scheinkonsens. Im Alltag agieren beide Instanzen räumlich wie auch inhaltlich weitgehend unabhängig voneinander. Die Lehrer haben nur einen vage Vorstellung vom Hintergrund der Schüler, die Eltern sind mit den schulischen Anforderungen nicht vertraut.

Erst in der Mediation zwischen den Instanzen im Rahmen der Fallbeispiele wurden die Deutungsunterschiede bei vermeintlich geteilten Einschätzungen deutlich.

Von Seiten der Lehrer wurde etwa moniert, dass die Eltern ihre Kinder in der pädagogischen Arbeit nicht unterstützt hätten und keine Gesprächsmöglichkeiten etwa zu Sprechtagen wahrgenommen haben, was wohl der vielen Arbeit geschuldet sei. Erst als die Umschulung zur Sonderschule gedroht habe, sei man aktiv geworden.

Von Seiten der Eltern wurde formuliert, dass in Italien ein Lehrer eine anerkannte Autorität sei. Man habe der pädagogischen Arbeit der Lehrer daher vertraut und sich nicht in diese Arbeit einmischen wollen. Als die Sonderschule im Raum stand, habe man sich in diesem Vertrauen getäuscht gesehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung / Herleitung der Aufgabenstellung: Diese Einleitung thematisiert die gesellschaftliche Relevanz der Integration von Migranten im Kontext der Bildungsbeteiligung und stellt die Zielsetzung der Arbeit dar.

2. Migration: Das Kapitel definiert den Begriff der Migration und erläutert statistische Erfassungsmethoden des Migrationshintergrunds anhand von Beispielen.

3. Bildungsbeteiligung: Hier wird der fachwissenschaftliche Begriff der Bildungsbeteiligung aus wirtschaftssoziologischer Perspektive erläutert.

4. geographischer und zeitlicher Betrachtungsraum der vorliegenden Arbeit: Dieses Kapitel definiert den Fokus auf die Bundesrepublik Deutschland seit Mitte der 1950er Jahre.

5. Maßgebliche untersuchte soziale Gruppen von SuS mit Migrationshintergrund - aus Italien und aus Vietnam: Dieses Kapitel vergleicht zwei spezifische Migrantengruppen und deren schulische Werdegänge basierend auf ausgewählten Studien.

6. Vergleichende Betrachtung der beiden Forschungsergebnisse und zusammenfassendes Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und hebt die Bedeutung einer Bleibeperspektive für den schulischen Erfolg hervor.

Schlüsselwörter

Bildungsbeteiligung, Migration, Migrationshintergrund, Bildungsreform, Vietnamesische Exilgemeinschaft, Italienische Einwanderer, Schulerfolg, Sonderschule, Erziehungspraktiken, Eltern-Schule-Kooperation, Integration, Sozialisation, Bildungsbiografie, Leistungsgedanke, Bildungsforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Unterschiede im Bildungserfolg von vietnamesischen und italienischen Einwandererkindern in der Bundesrepublik Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind die Aspekte Migration, schulische Integration, der Einfluss des Elternhauses auf die Schulleistung sowie die Kommunikation zwischen Lehrkräften und Migranteneltern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Rückschlüsse über die Voraussetzungen für eine geglückte bzw. weniger geglückte Beteiligung am deutschen Bildungssystem zu ziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf der Analyse existierender Studien von Olaf Beuchling und Klaus-Dieter Reetz basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung und die detaillierte Auswertung von zwei Fallstudien zu vietnamesischen und italienischen Schülerinnen und Schülern.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Migrationshintergrund, Bildungsbeteiligung, Exilgemeinschaft sowie Erziehung und schulischer Erfolg.

Warum schneiden vietnamesische Schüler in der Untersuchung tendenziell besser ab?

Laut Beuchling begünstigt eine starke Leistungsorientierung der Eltern, gepaart mit dem Wunsch zur dauerhaften Etablierung in der neuen Heimat, den Schulerfolg der Kinder.

Welcher Konflikt wird bei den italienischen Familien beschrieben?

Es zeigt sich ein Kommunikationsproblem: Eltern sehen den Lehrer als absolute Autorität, was die Lehrkräfte fälschlicherweise als Desinteresse an der schulischen Förderung interpretieren.

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Résumé des informations

Titre
Bildungsbeteiligung bei Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund
Sous-titre
Ein Vergleich am Beispiel von Kindern und Jugendlichen mit vietnamesischem und italienischem Migrationshintergrund
Université
University of Wuppertal  (Wuppertal Institut für bildungsökonomische Forschung)
Note
2,0
Auteur
Nils Oliver Berger (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
23
N° de catalogue
V446235
ISBN (ebook)
9783668824621
ISBN (Livre)
9783668824638
Langue
allemand
mots-clé
Ansätze zur erfolgreichen Integration von Migranten - durch dauerhafte Bleibeperspektive
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Nils Oliver Berger (Auteur), 2017, Bildungsbeteiligung bei Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/446235
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Extrait de  23  pages
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