Entwicklungspsychologische Grundlagen der Konfliktbewältigung


Hausarbeit, 2017
8 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

1. Einleitung

Mit der Geburt ist der Mensch ein soziales Wesen. Im Vergleich zu Säugetieren bedarf der menschliche Nachwuchs ein besonderes Maß an Aufmerksamkeit. Dieter Kasten stellt darauf ab, dass das soziale Lernen des Menschen unmittelbar mit seiner Geburt beginn. Das Kind lernt durch Nachahmung und bedarf der Gesellschaft Älterer zur Entwicklung grundlegender Fähigkeiten wie auch zur Entwicklung individueller Fertigkeiten. Fehlt die Unterstützung, verkümmern die Talente.1

Flartmut Kasten geht In seinem fachwissenschaftlichen Aufsatz aus dem Jahr 2014 auf die Entwlcklungspsychologlschen Grundlagen der frühen Kindheit ein und schlussfolgert für Pädagogen und Erzieher daraus Konsequenzen für die frühpädagogische Arbeit mit Kindern in dieser frühen Lebensspanne.

2. Definitionen relevanter Begriffe

Für die Erörterung der Aufgabenstellung ist es sinnvoll einige grundlegende Begriffe zu definieren.

2.1. Entwicklungspsychologie

Ist ein Teilgebiet der Psychologie, welches die Entwicklung des Menschen betrachtet, entweder Im Allgemeinen oder spezielle Teilbereiche (z.B. Wahrnehmung, Motorik). Ferner erfasst sie typische Probleme bestimmter Entwicklungsphasen oder Lebensphasen. Als entwicklungsbedingt gilt, wenn es gesetz- oder regelmäßig mit dem Alter in Beziehung gesetzt werden kann.2

2.2. Die frühkindliche Entwicklung

Als früh kindliche Entwicklung definiert man nach dem Pschyrembel alle psycho­sozialen Veränderungen des Kindes von der Geburt bis zum dritten Lebensjahr, welche alle Prozesse des fortschreitenden Wachstums (Körpergröße, Muskelkraft, Wortschatz), der Differenzierung (etwa die Greiffunktion oder die Entwicklung der sekundären Geschlechtsmerkmale), der Spezifizierung (Erlernen der Muttersprache) und Integration körperlicher und psychischer Funktionen umfassen.

2.3. Das Begriffsfeld "Konflikt"

2.3.1. Konflikt

Der Begriff des Konflikts wird Im Kontext dieser Arbeit als das Zusammentreffen on gegensätzlichen und nicht zu vereinbarenden Motiven und Interessen verstanden.3 Hier werde Ich den Begriff "Meinungsverschiedenheit synonym gebrauchen."

2.3.2. Konfliktfähigkeit

Ziel pädagogischer Arbeit Ist die Konfliktfähigkeit der Kinder zu schulen. Konfliktfähigkeit meint dabei die Fähigkeit, einen Konflikt bewusst als solchen zu erkennen und sich mit Ihm auseinanderzu setzen, nicht jedoch vermeldend, re- oder aggressiv, auszuweichen.4

Die pädagogische Arbeit setzt hier bereits Im frühklndllchen Alter ein.

2.3.3. Konfliktlösung und -bewältigung

Unter dem Begriff der Problemlösung versteht man als einen mehrstufigen Prozess zur Lösung von Konflikten.5 Analog zum Gebrauch des Begriffes der Lösung In der Mathematik legt er auch hier eine Eindeutigkeit Im Ergebnis dar, welcher In der Praxis so nicht Immer gegeben Ist. vielmehr kennzeichnet ein Konflikt oftmals seine Vielschichtigkeit, so dass der Begriff der Konfllktbewältlgung m.E. treffender ist. Da dieser sich in der Definition ebenso kennzeichnen lässt, werde ich im Folgenden beide Begriffe synonym gebrauchen.

2.4. Soziales Lernen

Der Mensch als soziales Wesen bedarf die Gegenwart anderer. In der frühen Kindheit lernt das Kind durch die Gegenwart anderer.

Unter Sozialem Lernen versteht man das Modelllernen sowie für das Lernen bedeutsame Verhaltensweisen einschließlich dem Erwerb und dem Training sozialer und emotionaler Kompetenzen.6

3. Die körperliche und geistige Entwicklung im Kleinkindalter (1. bis 3.

Lebensjahr)

Kasten zeichnet In seinem Aufsatz die motorische und geistige Entwicklung des Kindes vom ersten bis zum dritten Lebensjahr nach.

Das umgangssprachlich umschriebene "Begreifen" seiner Umwelt durch das Kind stellt sich als mehrstufiger Prozess dar.

Sind die ersten kognitiven Schritte des Kindes das Erkennen unmittelbarer Bezugspersonen, erschließt es sich mit Einsetzen des Tast- und Greifsinns Objekte seiner Umgebung.

Im zweiten Lebensjahr setzt in allen Bereichen ein großer Entwicklungsschub ein.

3.1. Sprachliche Entwicklung

Die Sprachfertigkeit entwickelt sich. Das Kind kann Objekte und Begriffe zuordnen, diese später dann sprechen und begrifflich miteinander verknüpfen, zunächst In Zwel-Wort-Sätzen. Ungefährt vom 18. Monat an wächst der Wortschatz gewaltig an. "Jede Woche kommen etliche (bis zu 50) neue Wörter dazu."7 Dinge können nun benannt werden, ohne dass sie konkret sichtbar sein müssen. Mit zunehmender Sprachkompetenz gelingt es, Dingen Kompetenzen zuzuschreiben. Die Repräsentanz erweitert das Vorstellungsvermögen. Gedankenketten können gebildet werden.

[...]


1 Kasten, Hartmut: Entwicklungspsychologische Grundlagen der frühen Kindheit und frühpädagogische Konsequenzen, München 2014, (abgerufen am 1.7.2017), s. 3.

2 www.pschyrembel/EntwicklungspsychologieK06XG/doc/ (abgerufen 1.7.2017)

3 www.pschyrembel.de/konflikt/KOclR/doc/ (abgerufen am 1.7.2017)

4 www.pschyrembel.de/Konfliktfähigkeit/T02CK/doc/ (abgerufen am 1.7.217)

5 www.pschyrembel.de/Konfliktl0sung/Konfliktl0sung/P04C8/doc/ (abgerufen am 1.7.217)

6 http://www.pschyrembel.de/soziales%20Lemen/P02DF/doc/ (abgemfen am 1.7.2017)

7 Kasten, Hartmut: Entwicklungspsychologische Gmndlagen, s. 13f.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Entwicklungspsychologische Grundlagen der Konfliktbewältigung
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Note
2,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
8
Katalognummer
V446238
ISBN (eBook)
9783668853973
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entwicklungspsychologische, grundlagen, konfliktbewältigung
Arbeit zitieren
Nils Oliver Berger (Autor), 2017, Entwicklungspsychologische Grundlagen der Konfliktbewältigung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/446238

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