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Analyse der Abbildung von variablen Geschäften bei der Zinsrisikomessung im Kontext der regulatorischen Entwicklung und des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes

Título: Analyse der Abbildung von variablen Geschäften bei der Zinsrisikomessung im Kontext der regulatorischen Entwicklung und des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes

Tesis (Bachelor) , 2017 , 92 Páginas , Calificación: 1,50

Autor:in: Sebastian M. (Autor)

Economía de las empresas - Banca, bolsa de valores, seguros, contabilidad
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Die korrekte Kalkulation, Disposition und Abbildung variabler Geschäfte zählt dabei zu einem der bedeutendsten Erfolgsfaktoren jeder Bank. Das gilt besonders für Genossenschaftsbanken und Sparkassen, da diese auf Grund ihrer Geschäftsmodelle traditionell über einen hohen Anteil an variablen Kundeneinlagen wie Sichteinlagen und Tagesgelder verfügen. Aufgrund der in den letzten Jahren stark zugenommenen Volatilitäten sowie der fehlenden Möglichkeit, das aktuelle Zinsumfeld für historische Analysen zu verwenden, muss die seit Jahren in der Praxis verwendete Methode der gleitenden Durchschnitte zur Kalkulation und Abbildung variabler Geschäfte modifiziert bzw. um eine zukunftsorientierte Betrachtung erweitert werden.

Ziel dieser Arbeit ist das systematische Aufzeigen derzeit relevanter Faktoren im Rahmen der Abbildung variabler Geschäfte bei der Zinsrisikomessung im Kontext des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes und im Hinblick auf die aktuelle regulatorische Entwicklung. Dabei soll schwerpunktmäßig die Methode der zukunftsorientierten Abbildung variabler Geschäfte dargestellt und letztendlich anhand von Praxisbeispielen kritisch gewürdigt werden. Mit der vorliegenden Arbeit sollen aktuell relevante betriebswirtschaftliche und aufsichtsrechtliche Faktoren für die Abbildung variabler Geschäfte identifiziert und analysiert werden sowie darauf aufbauend Handlungsempfehlungen für die Praxis ausgesprochen werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition und Regulierung von Zinsänderungsrisiken

2.1 Charakterisierung und Bedeutung des Zinsänderungsrisikos

2.1.1 Bestimmung des allgemeinen Risikobegriffs und des Zinsänderungsrisikos

2.1.2 Aspekte des Zinsänderungsrisikos

2.1.3 Aktuelle Bedeutung des Zinsänderungsrisikos

2.2 Abbildung und Steuerung von Zinsänderungsrisiken

2.2.1 Grundlagen der Abbildung und Messung von Zinsänderungsrisiken

2.2.2 Die Methode der gleitenden Durchschnitte zur Abbildung variabler Geschäfte

2.2.3 Instrumente zur Zinsrisikosteuerung

2.3 Regulatorische Anforderungen an die Zinsrisikosteuerung

2.3.1 Allgemeine regulatorische Anforderungen

2.3.2 Regulatorische Neuerungen auf internationaler Ebene

2.3.3 Aktueller Diskussionsstand zur nationalen Umsetzung

3. Analyse aufsichtsrechtlich und betriebswirtschaftlich relevanter Faktoren bei der Abbildung variabler Geschäfte

3.1 Auswirkungen der regulatorischen Neuerungen

3.1.1 Anforderungen an die Risikomessverfahren

3.1.2 Vorgaben für variable Geschäfte

3.1.3 Zukünftige Eigenmittelunterlegung für eingegangene Zinsänderungsrisiken

3.2 Einflussfaktoren auf die Abbildung variabler Geschäfte

3.2.1 Untersuchung des Kundenverhaltens

3.2.2 Festlegung der Gesamtproduktstrategie

3.2.3 Analyse zukünftiger Marktzinssatzentwicklungen

3.3 Vorgehensweise bei der zukunftsorientierten Abbildung variabler Geschäfte

3.3.1 Festlegung notwendiger Kalkulationsparameter

3.3.2 Durchführung der vergangenheitsbezogenen Analyse

3.3.3 Durchführung der Zukunftsanalyse

4. Beurteilung der zukunftsorientierten Abbildung variabler Geschäfte anhand von Praxisbeispielen

4.1 Festlegung von zukunftsorientierten Mischungsverhältnissen

4.1.1 Rahmenbedingung des Musterinstituts

4.1.2 Bestimmung von geeigneten Mischungsverhältnissen

4.1.3 Berücksichtigung von Volumenschwankungen

4.2 Auswirkungen unterschiedlicher Mischungsverhältnisse

4.2.1 Erfassung ertragswertorientierter Effekte

4.2.2 Berücksichtigung barwertiger und aufsichtsrechtlicher Auswirkungen

4.2.3 Bewertung der Ergebnisse

4.3 Kritische Würdigung zukunftsorientierter Abbildung variabler Geschäfte

4.3.1 Fehlerquellen bei der Festlegung von Mischungsverhältnissen

4.3.2 Möglichkeiten zukunftsorientierter Mischungsverhältnisse

4.3.3 Handlungsempfehlungen für die Praxis

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Herausforderungen bei der Abbildung von variablen Geschäften in der Zinsrisikomessung für deutsche Kreditinstitute. Ziel ist es, durch die Einbeziehung zukunftsorientierter Analysen und unter Berücksichtigung der aktuellen regulatorischen Rahmenbedingungen sowie des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes Handlungsempfehlungen zur korrekten Kalkulation und Steuerung dieser Geschäfte zu erarbeiten.

  • Analyse der Auswirkungen regulatorischer Anforderungen auf die Zinsrisikosteuerung.
  • Kritische Untersuchung historischer Methoden zur Modellierung variabler Geschäfte (gleitende Durchschnitte).
  • Entwicklung und Bewertung zukunftsorientierter Ansätze zur Festlegung von Mischungsverhältnissen.
  • Integration von Kundenverhalten und Marktbedingungen in die Risikoquantifizierung.

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Festlegung notwendiger Kalkulationsparameter

Bevor mit der Ermittlung geeigneter Ablauffiktionen bzw. Mischungsverhältnisse für die Abbildung variabler Geschäfte begonnen werden kann, müssen einige grundlegende Entscheidungen getroffen werden. Hierzu zählt die Festlegung einer geeigneten Bewertungskurve. Die Wahl ist dabei stets von institutsspezifischen Gegebenheiten abhängig. Die jeweilige Bewertungskurve muss zwingend die tatsächlichen Konditionen für sämtliche Laufzeiten am Geld- und Kapitalmarkt widerspiegeln sowie für das Kreditinstitut durchgehend zugänglich und verfügbar sein. Hierfür ist eine liquide Zinskurve notwendig. Nur so ist eine jederzeit mögliche Disponierbarkeit bzw. Tätigung von Transaktionen zur (Risiko-)Steuerung gewährleistet. Die gewählte Zinskurve sollte dabei sowohl für die Zinsrisikosteuerung als auch für die Kundengeschäftssteuerung verwendet werden. Andernfalls wäre die Anforderung nach Konsistenz in der Gesamtbanksteuerung nicht gegeben.

Nachdem eine Entscheidung für eine Bewertungskurve getroffen wurde, muss der Zeitraum, der für die historische Simulation verwendet werden soll, bestimmt werden. Hierbei gilt es zu beachten, einen ausreichend langen Zeitraum zu verwenden. Dadurch können viele und unterschiedliche Marktzinsveränderungen in der Analyse berücksichtigt werden. Es sollte jedoch zwingend eine Phase steigender und eine Phase sinkender Zinsen enthalten sein. Für neue Produkte, deren Lebensdauer noch sehr kurz ist, sollte auf eine historische Analyse verzichtet werden, da diese aufgrund der zuvor genannten Bedingungen nicht möglich ist. Hier sei eine Festlegung der Mischungsverhältnisse basierend auf zukunftsorientierte Analysen empfohlen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der Fristentransformation und des Zinsänderungsrisikos für deutsche Kreditinstitute im Kontext der Niedrigzinsphase und neuer Regulatorik.

2. Definition und Regulierung von Zinsänderungsrisiken: Dieses Kapitel definiert das Zinsänderungsrisiko, grenzt es von anderen Risikoarten ab und erläutert die Grundlagen der Messung sowie die regulatorischen Anforderungen.

3. Analyse aufsichtsrechtlich und betriebswirtschaftlich relevanter Faktoren bei der Abbildung variabler Geschäfte: Das Kapitel identifiziert die maßgeblichen Einflussfaktoren, wie Regulatorik und Kundenverhalten, und analysiert die Methoden für eine zukunftsorientierte Abbildung.

4. Beurteilung der zukunftsorientierten Abbildung variabler Geschäfte anhand von Praxisbeispielen: Hier wird der theoretische Ansatz auf ein fiktives Musterinstitut angewendet, um Mischungsverhältnisse zu bewerten und Handlungsempfehlungen abzuleiten.

5. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und betont die Notwendigkeit der Kombination historischer und zukunftsorientierter Analysen für eine sachgerechte Risikosteuerung.

Schlüsselwörter

Zinsänderungsrisiko, Variable Geschäfte, Fristentransformation, Niedrigzinsumfeld, Zinsrisikosteuerung, Mischungsverhältnis, Bankenaufsicht, IRRBB, SREP, Eigenmittel, Kundenverhalten, Zinsbuchbarwert, Marktzinsmethode, Risikomanagement, Banksteuerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der korrekten Abbildung von Bankgeschäften ohne feste Kapital- oder Zinsbindung, sogenannten variablen Geschäften, in der internen Zinsrisikosteuerung deutscher Kreditinstitute.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentrale Themen sind die Modellierung von Kundeneinlagen, die Auswirkungen regulatorischer Anforderungen (wie IRRBB und SREP) sowie das Management von Zinsänderungsrisiken in einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein systematisches Verständnis für die relevanten Faktoren bei der Abbildung variabler Produkte zu schaffen und Handlungsempfehlungen für ein zukunftsorientiertes Risikomanagement zu formulieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus theoretischer Fundierung, der kritischen Analyse bestehender Methoden (wie der Methode der gleitenden Durchschnitte) und einer praxisnahen Simulation anhand von Daten eines fiktiven Musterinstituts.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die regulatorische und betriebswirtschaftliche Analyse der Einflussfaktoren sowie in die konkrete Anwendung und Bewertung dieser Erkenntnisse an Praxisbeispielen, einschließlich der Analyse von Mischungsverhältnissen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Zinsänderungsrisiko, Variable Geschäfte, Niedrigzinsumfeld, IRRBB, SREP und die Methodik der Mischungsverhältnisse.

Welche Bedeutung hat das "Musterinstitut" für die Ergebnisse?

Das Musterinstitut dient dazu, die abstrakten regulatorischen Anforderungen und Kalkulationsmethoden konkret zu veranschaulichen und die Auswirkungen verschiedener Mischungsverhältnisse auf das Zinsergebnis und regulatorische Kennzahlen greifbar zu machen.

Warum ist eine zukunftsorientierte Analyse heute wichtiger als früher?

Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase sind historische Daten oft nicht mehr repräsentativ für zukünftige Entwicklungen, was eine rein vergangenheitsbezogene Modellierung zu fehlerhaften Steuerungsimpulsen führen lässt.

Was ist das zentrale Ergebnis bezüglich der regulatorischen Anforderungen?

Die Arbeit zeigt, dass die Anforderungen, insbesondere durch das SREP-Konzept und die IRRBB-Standards, eine präzisere Modellierung und eine deutlich stärkere Dokumentation und Qualitätssicherung des Risikomanagements erforderlich machen.

Final del extracto de 92 páginas  - subir

Detalles

Título
Analyse der Abbildung von variablen Geschäften bei der Zinsrisikomessung im Kontext der regulatorischen Entwicklung und des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes
Universidad
Steinbeis University Berlin
Calificación
1,50
Autor
Sebastian M. (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
92
No. de catálogo
V446270
ISBN (Ebook)
9783668824768
ISBN (Libro)
9783668824775
Idioma
Alemán
Etiqueta
Zinsrisikomessung Zinsänderungsrisiken Regulierung variable Geschäfte SREP Niedrigzinsen Zinsrisikosteuerung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sebastian M. (Autor), 2017, Analyse der Abbildung von variablen Geschäften bei der Zinsrisikomessung im Kontext der regulatorischen Entwicklung und des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/446270
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